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Sonntag, 24. November 2019

Mein Freund, der Baum, nochmal...

Alte Birke.









Pilzlein am Stamm der alten Birke.




Zwillingsbirke noch vollständig. Der linke Zwilling muss altershalber fallen.




... Bäume bei mir zu Haus. Der eigentlich für heute vorgesehene Baumfreund aus dem Harz muss wegen der fortgeschrittenen Zeit noch ein bisschen in die Warteschleife... Aber Bäume habe ich natürlich auch ohne diesen besonderen immer parat. Wie gestern schon beim Samstagsplausch erzählt, war ich für zwei Tage in der brandenburgischen Sommerheimat. Das Wetter war gar nicht klischeehaft novembermäßig grau, sondern ziemlich hell und sonnig. Was lag da näher, als die Bäume um mich her noch einmal in Augenschein zu nehmen, nun, da die Birken im satten Herbstgelb stehen, und auch noch einmal ein paar Minuten an den See zu gehen... Wenn ich darüber nachdenke, dass ich diese Blicke nun schon über 50 Jahre kenne und wohl hunderte von Malen schon fotografiert habe, wundert es mich dennoch nicht, dass ich sie mir wieder und wieder anschaue... Da ist eine tiefe Verbundenheit...





Erlen und Robinien am See.



Jung-Ahorn. Kein Spitzahorn. Dann verlassen sie mich mit der sicheren Unterscheidung.


Erle, Jungesche und Birke am Ufer.









Alte Kiefer.


Baumnachwuchs. Eberesche.



Mein Freund, der Baum
Naturdonnerstag

Donnerstag, 14. November 2019

Naturdonnerstag - Abschiednehmen vom See




Als mich neulich eins der kleinen Mädchen in Prieros besuchte und wir mit dem Packen und Winterfestmachen des Brandenburger Sommerquartiers beschäftigt waren, kam natürlich auch das Abschiednehmen vor der Winterpause in Sachsen nicht zur kurz. Wir waren im Wald, bei der Nachbarin, am Strand (sie wollte baden gehen...........), bei den Groß-Cousins, im Schulgarten und natürlich "bei uns unten" am Wasser. Habe ich sie früher noch an die Hand genommen, meistert sie jetzt allein und ganz sicher den schmalen "krabbeligen" Weg hinunter durch Laub, über Wurzeln und zwischen Zaun und kitzelndem Gesträuch hindurch... 







Was hatten wir an diesem 30. Oktober doch für eine herrliche Stunde fürs Abschiednehmen erwischt... Glatt wie ein Spiegel lag uns der See in der Spätnachmittagssonne zu Füßen. Und diese Spiegelungen interessierten das Mädchen sehr. Klar, an der immer fließenden Mulde hat sie das nicht. Ob die Wolken ins Wasser gefallen sind? Und wieso kann man die Flugzeuge im Wasser sehen. Das Gucken und Beobachten und Spekulieren, sogar ein Fischerkahn kam noch vorbei, fesselte die Kleine so sehr, dass sogar ein Video-Anruf von Mama und Schwester erst mal unbeantwortet blieb, denn wir hätten flott hinauf gemusst, nach unten an den See reicht das Netz nicht... Nein, natürlich mussten wir noch eine Weile unten bleiben...











Die kleine trug übrigens in unseren gemeinsamen Tagen so gerne meine Wandermütze, die vom letzten Regenspaziergang noch in der Garderobe lag. Sie war zu groß und sie trug sie verkehrt herum, denn der Schirm schränkte ihre Sicht so ein... In Händen hielt sie Notizblock und Stift und machte Notizen ;-) ;-) ;-). Schließlich war die Oma tagelang auch mit Zetteln und Stift durchs Haus, um bloß nichts zu vergessen für den Umzug (hat sie aber doch)...











Nach dem Vorbeifahren des Fischerkahns kam das Wasser in Bewegung, Wellen kamen, schlugen ans Ufer und gingen wieder und Fische stupsten dazu noch Kreise ins Wasser und in die Wolkenschiffe... Was für ein Flimmern... Faszinierend, nicht nur für Kinder. Kurzum, wir konnten uns kaum satt sehen an dem, was da auf dem Wasser passierte, umringt von den so wunderbar entweder noch grünen oder auch schon herbstlich gefärbten Bäumen an den Seeufern...










Doch dann hieß es irgendwann wirklich "Tschüs, See". Wir kommen wieder. Ich schaue auch den Winter über immer mal nach dir, und im kommenden Sommer werde ich wieder hier schwimmen können..., und bestimmt gibt es auch wieder Enkelzeiten am See.







Naturdonnerstag

Donnerstag, 13. Juni 2019

Naturdonnerstag (91) - Die Dünenheide auf Hiddensee





Während unserer Urlaubswoche auf der Insel Hiddensee wohnten wir diesmal in unmittelbarer Nähe zur Dünenheide, mit 250 ha die wohl größte Küstenheide im deutschen Ostseeraum. Auf Initiative und unter Mitwirkung des NABU wird das Naturschutzgebiet gepflegt, um die Bedingungen für die Besonderheiten ihrer Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. Das heißt vor allem, der seit der entfallenen Nutzung durch Schafherden stetigen Verbuschungstendenz entgegenzuwirken und vor allem Traubenkirschen, Birken und Brombeeren zu entfernen, die die Heide sonst zügig überwuchern würden. Typischerweise wachsen in einer solchen Dünenheide neben Heide, Krähenbeere, Kriechweide und Flechten. 










Der Dünenwall und die Heideflächen dienen z. B. der Heidelerche als Brutgebiet, der Brachvogel rüstet sich hier in Scharen zum Vogelzug und labt sich an den Krähenbeeren. Auch die Kreuzotter kommt hier vor, und der seltene Argus-Bläuling. Damit das so bleibt, müssen zumindest Teile der Landschaft sandig offen gehalten und regelmäßig von Bewuchs befreit werden.













Wir haben unsere meist abendlichen Spaziergänge über schmale sandige Wege in die Küstenheide und an die Ostsee vor allem ganz einfach genossen. Es war so still dort, bis auf den uns hochwillkommenen Lerchenruf, das ferne Rauschen der auflaufenden Ostseewellen, den Wind. Frieden fühlen. Wunderbar erholsam. Um mehr über die besondere Tier- und Pflanzenwelt der Küstenheide zu erfahren, hätten wir gern eine der angebotenen Führungen mitmachen wollen. Doch der Hiddenseer Veranstaltungskalender ist derart prall gefüllt mit interessanten Führungen, Filmen, Theater u. a. Veranstaltungen, dass wir uns entscheiden mussten zwischen zwei Möglichkeiten, und diesmal gingen die "Malweiber" vor (Astrid, ich hab ununterbrochen an dich gedacht...).










Unsere Heidespaziergänge erinnerten uns auch an unsere jahrelangen Aufenthalte im Norden der Insel Sylt, wo rund um die Wanderdünen ähnlich einsame Heideflächen liegen. Manchmal erlebten wir sie auf Sylt sogar blühend, wenn wir erst spät im Sommer auf der Insel waren. Mal schauen, vielleicht sehen wir auch Hiddensee mal im herbstlich roten Heidekleid. Charakteristisch sind auch die Flechten... Was für genügsame Gewächse in Wind, Sand und Trockenheit... Was für warmgelbe Farben inmitten dem Graugrün.










Bei unserem ersten Spaziergang hatten wir besonderes Glück, die Wolken lösten sich zum Teil auf und gaben den Blick auf den Sonnenuntergang frei. Ein unvergessliches Erlebnis, zunächst auf der Düne sitzend und später am Meeressaum entlang gehend das Sinken der Sonne zu verfolgen... Ganz allein, der Strand menschenleer an diesem Stück hinter der Dünenheide zwischen Vitte und Neuendorf gelegen.












Am Strandaufgang, den wir für den Heimweg wählten, kamen wir noch ins Gespräch, mit einem jungen Paar, dass mit einem Glas Wein eng umschlungen und in eine warme Decke gehüllt das Abendlicht-Schauspiel verfolgte. Und auch wir schauten auf unserem Weg noch manchmal zurück ins Abendlicht...







Eine ganz andere Stimmung erlebten wir ein paar Tage später, am Vorabend unserer Abreise. Es hatte am Vortag heftig geregnet und auch am Folgetag bliebe es diesig und grau, doch es regnete nicht. Klar, da wollten wir nach dem gemütlichen Abendessen noch einmal in die Heide... Und an den Strand. Es wurde so neblig, dass wir etwas Mühe hatten den Rückweg sicher zu finden. Wenn die Sonne als Orientierung fehlt, der Nebel alle Geräusche schluckt und der Kompass im Quartier liegt... Ich bin ja eine große Freundin der Intuition, und die führte uns über einen anderen, unbekannten Weg genau dorthin, wo wir hinwollten, in unser Häuschen.










Am nächsten Morgen stiegen wir mit unserem Gepäck auf unsere Räder und radelten im andauernden Nebel zur Fähre in Vitte, die uns zurück auf die Insel Rügen brachte. Dann ging es noch zu einem schönen Nachmittag zur Tochterfamilie und schließlich nach Haus... Doch wir werden sicher zurückkehren auf die Insel Hiddensee, Rügens kleine Schwester. Und in die einsame Dünenheide.










Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  




Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann von Donnerstag 8.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr. Der 1. Donnerstag im Monat gehört dabei ausschließlich den Bäumen in Fortführung meiner langjährigen Reihe "Mein Freund, der Baum". Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.



(Es bleibt so vorläufig: Eine Verlinkung kann ich - außer in den Kommentaren - noch nicht wieder anbieten. Danke, dass ihr dennoch mitmacht. Es wird auch langsam lichter am Ende des Tunnels...)

Samstag, 20. Oktober 2018

Meine Woche 2018 (42)

Hui, flugs wie der Herbstwind war sie vorbei die Woche...





Im Laufe des letzten Wochenendes habe ich mich endlich richtig von meinem Infekt erholt und fühle mich wieder gut und unternehmungslustig... Noch einmal waren wir in der Nähe der Blutbuchenallee Falläpfel sammeln und ich habe begonnen den Garten winterfest zu  räumen. Noch viel zu tun. Und das bunte Laub sieht einfach immer noch viel zu gut aus, als es schon zusammenzuharken...







Am Sonntag habe ich meinem Liebsten dann auch noch auf einer zweistündigen Radtour den alten Wald am Kaiserstein gezeigt... Danach waren Obstimbiss im Garten und Büroarbeiten angesagt. Leider immer noch nicht alles fertig...






Montagmorgen habe ich mich in den Bus gesetzt, bin nach einigem Lauschen in die Bank hinter mir mit einer Syrerin und ihrer Begleitung ins Gespräch gekommen und habe eine Ahnung davon bekommen, wie gut es ist, wenn sich Menschen in Deutschland angekommen fühlen, nach drei Jahren endlich einen Ausbildungsplatz haben, sich die Kinder in Schule und Kita wohlfühlen. Wunderbar. Dann gings mit Umsteigen weiter in den Norden von Berlin,  Batiklehrerin und Freundin noch einmal vor der Winterpause besuchen. Ein schöner gesprächsreicher Vormittag, der mit einem überaus leckeren Kürbispürree mit Birnentatar und Pumpernickel-Gorgonzola-Kugeln endete, war das gut... 










Am Dienstag waren Wetter und Zeit geeignet bei mir zu Haus im bunten Garten zu sitzen, den aktuellen Musterpost und den Naturdonnerstag vorzubereiten und Japanischaufgaben zu machen... Denn nachmittags holte mich mein Mann ab und wir fuhren nach Cottbus in die VHS.









Nach Japanisch und Übernachtung in Cottbus ging es am nächsten Morgen mit dem Zug nach Berlin, zunächst in die Mitte, zum Potsdamer Platz. Ich besuchte im Gropius-Bau die Archäologie-Ausstellung "Bewegte Zeiten" und wähnte mich streckenweise im Römisch-Germanischen Museum in Köln, von wo viele Leihgaben nach Berlin gebracht worden sind. Besonders interessant waren für mich der Bereich "Mobilität" - der leider extrem eng gestellt ist, bei so vielen interessierten Besuchern etwas schade - und die Jugendbauhütte, die vor Ort einen alten Lübecker Holzkeller nachbaut. Die jungen Leute sind ganz offensichtlich begeistert von ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Denkmalpflege. 









Nach einem Imbiss setzte ich meine Reise in den Norden Berlins fort und besuchte in Spandau einen lieben Freund im Krankenhaus. Diesmal konnten wir sogar draußen sein und die herbstliche Gartenanlage erkunden...








Im Anschluss hatte leider mein Zug soviel Verspätung, dass ich meinen Bus nach Hause verpasste, aber so konnte ich die Zeit nutzen, um mich zu beruhigen und auf die mich komplett überraschende Nachricht von der "heimlichen" Hochzeit einer liebsten Tochter einen doppelten Amaretto zu trinken, mit viel Eis... War das ein Tag, so viel Freude auf einmal... 









Donnerstag und Freitag gehörten vormittags dem Schulgarten, auf dem Weg fand ich einen "herzlichen" Gruß... Die 3. Klasse machte ihre kleinen Beete für die Winterruhe fertig, wir steckten noch ein paar Frühlingsblüher in die Erde, legten ein buntes Blättermandala und sangen und tanzten das Mutter-Erde-Lied "Mother I feel you under my feet". Nun sehen wir uns erst im April wieder. Über uns kamen immer wieder Kraniche auf dem Weg nach Süden vorbei...








Am Freitagnachmittag war eine liebe ehemalige Kollegin zu Besuch und wir hatten einen schönen Nachmittag. Ein Gang zum herbstlichen Seeufer fehlte nicht...







Heute morgen bei der Zeitungsschau nach dem Frühstück habe ich mich über Berliner Lehrer gefreut... Der Brief mit ihrer "Selbstanzeige" wurde im Tagesspiegel veröffentlicht.

Für heute steht Packen an. Die kreative Reiseapotheke in Astrids Täschchen und ein Nadelbriefchen von Susanne kommen natürlich wieder mit. Denn gleich dreimal geht es in den nächsten drei Wochen auf Reisen, auf die letzte, um den Winter über zu bleiben, in Sachsen... Unter anderem wandert auch diese Post mit, denn Tee in den hübschen Tassen von Maren und Ulrike werde ich dort viel trinken und sicher auch wieder Karen treffen... 



 





Habt ein schönes Wochenende!

Samstagsplausch
Den Herbst feiern