Mittwoch, 13. November 2019

Kreativzeit...


Geburtstagskind Tabea, Geburtstagskerze(n), Geburtstagsblumen, Katja und Manos Schopftintlings-Tinte...
kunterbunter Werktisch (Ausschnitt..., und wir hatten noch Beistelltische, nee, -stühle ;-))


Kaum aus Kloster Drübeck und aus meinen ruhigen Spazier- und kreativen Stunden dort zurück, ging es für einen Tag ins von Freiberg aus so schön nahe Dresden zu einer gemeinsamen Kreativzeit mit Tabea, Katja, Lucia, Anne und Sirid. Tabea hatte  Geburtstag! Auf dem Tisch standen daher Kerzen (beim Werkeln haben wir ein paar ausgemacht, Papier und Flamme..., ihr wisst ja...) und Blumen und auf dem Fensterbrett alles, was zum Schmausen an so einem Tag geeignet ist. Ihr Frauen, was hatten wir für eine schöne Zeit im Raum "Louise" des Stadtteilhauses in Dresden-Neustadt.




Schnell füllte sich der Tisch mit unseren Originalhandschriften...



Im Mittelpunkt standen als Technik das Handschreiben und Buchbinden. Das Schreiben ist garantiert auch durch die diesjährige Adventspost in den Mittelpunkt gerückt, denn Handschrift ist das Thema und seitdem schreibe ich dauernd Texte ab... So hoffe ich, dass ich dann mein Rezept locker und lesbar aufs Papier bringe ;-). Da kommt das Buchbinden dann gut zupass, um die Papiere irgendwie unterzubringen, und so entstand ein bunter Büchermix aus bunt gemixten Blättern, denn es wurde fleißig getauscht und von jeder Teilnehmerin wanderte was ins eigene Minibuch.








Die Bilderflut unserer Buchpräsentation müsst ihr jetzt aushalten, gar nicht so leicht die Minis in Szene zu setzen... Das 6. Büchlein fehlt noch, Sirid musste leider mittags schon wieder weg... Und Katjas grünes "Konvolut" war noch gar nicht fertig, es fehlten noch ein paar Lagen...




Auf dem orangefarbigen Einband ist auch mit Manos Tintlings-Tinte geschrieben worden!

Größenvergleich: Annes Hand voll Buch ;-)



Tabea hatte uns die restlichen zurechtgeschnittenen 5 x 5 cm - Graupappen netterweise noch mit nach Hause gegeben, so habe ich am Folgetag gleich angefangen weiterzuschnippeln und noch ein grünes Büchlein gebunden. Ich fand ja Katjas "wilde" Bindung so toll, so wild wurde meine aber irgendwie nicht...










Gestern habe ich die kleinen Buchzwillinge dann neben meine neue Kunstschachtel gestellt, die ich mir aus Manos Schätzen gegönnt habe. Die Schachtel heißt "Waldvogel" und aus dem grünen Minibuch wird ein Waldbüchlein, klar... Mit Waldtieren für die Papierliebe. Ein Rehlein - von Annes Papieren entsprungen, steht schon neugierig bereit.







Eigentlich hatte ich ja versprochen heute auch ein paar Seiten aus dem November-Grau-Licht-Buch zu zeigen, aber ich merke, das wird jetzt hier zuviel... Freitag vielleicht? Da meine Papiere ja mit Mond-Texten gemustert sind, traue ich mich jetzt aber, den Post dennoch zum Mustermittwoch einzureichen ;-)



Mustermittwoch  Sonne, Mond und Sterne
Papierliebe Hirsch- Reh & Co.
Adventspost Rezepte in Handschrift

Dienstag, 12. November 2019

12 von 12 am 12.11.19

Heute endlich mal wieder daran gedacht... Und dass es von mir zwei Posts an einem Tage gibt, dürfte schon lange nicht mehr vorgekommen sein... Dabei wollte ich heute doch mal wieder beim Creadienstag verlinken, aber bisher ging dort kein 12.11. auf... Huch?







Noch fast dunkel war's draußen, als ich im Wohnzimmer gefrühstückt habe, ein Handwerker wollte kommen, klappte aber wohl nicht... Das gestern beim Einkauf neu entdeckte Dinkelkörnerbrot für sehr gut befunden, könnte mein regelmäßiges Überwinterungsbrot hier in Sachsen werden. Ich mag es, wenn das Brot über Tage hin saftig bleibt. Den Tagesplan gemacht.








An den aktuellen Lieblingsplatz in der noch nicht ganz fertigen, aber nun schon nutzbaren Veranda umgezogen und ein paar aufgelaufene Büroarbeiten am Rechner erledigt. Grau heute draußen. Das hat sich auch nicht geändert heute... 








Da muss ich euch einfach auch noch ein Bild von gestern zeigen, was ein Leuchten das doch war, als ich von meinem ersten Freiberger Einkauf zurückgekommen mit meinem Rolli durch den Albertpark zog...




Bonus außer der Reihe 12 von 12:  Novemberlicht von gestern ;-)




Heute habe ich viel Zeit an meinem Werktisch verbracht und an meinem in Kloster Drübeck begonnenen November-Licht-Grau-Buch gearbeitet, 100 Seiten wird es mal haben... Da kann man schon mal vergessen, dass man einen Mondtext schon einmal verbraten hatte und der nun zweimal im Buch vorkommt...





 
Zwischendurch habe ich noch eine Waschmaschine mit Bettzeug angesetzt, ein nächster kurzer Enkelbesuch mit Übernachtung. Dann war es schon wieder Zeit für den Mittagsimbiss..., wie so oft ein "Schicht"-Mix aus Zwieback, Obst, Naturyoghurt, Sämereien, Honig, Nüssen. Diesmal am großen Tisch in der Veranda, mit Gartenblick, auch wenn die Realisierung der Gestaltung noch auf sich warten lässt. Und ein paar Seiten weiter gelesen habe ich in einem heute morgen angefangenen Buch. Ich mute mir solche Lektüre immer wieder zu, lerne, verstehe, hinterfrage und entwickle Einsichten und Haltungen. Ich kann aus eigener Erfahrung kaum, aber zumindest auch ein klein wenig nachvollziehen, wie es ist als etwas Besonderes wahrgenommen zu werden und - auch ungewollt - Aufmerksamkeit oder Ansprache zu bekommen und wie entlastend es dagegen ist, wenn man sich irgendwo unauffällig und unerkannt ganz zwanglos bewegen kann. Die Grenze in der Kommunikation zwischen gesunder erfrischender Neugier und einem grenzüberschreitenden Zunahetreten offenbart sich mir nun als fließender und sensibler als ich das bisher vermutet habe.

 







Ein paar Räumereien habe ich nicht aufs Foto gebannt, mein mir gegönntes Schläfchen vor dem Kaffeetrinken auch nicht... Endlich Zeit genommen habe ich mir vor dem Kaffee dann aber für das Auspacken meiner bei Mano erworbene Kunstschachtel... Sie hatte sie mir gut verpackt nach Drübeck mitgebracht und sie hat den Transport wunderbar überstanden: Waldvogel heißt die Schachtel, und sie bringt mir mit Ahornvögelchen, Mahonienbeeren und Flechten Brandenburger Waldgefühle nach Sachsen. Eine kleine Sammlung entsteht...








Nach meinem schönen herbstsonnenleuchtenden Stadtspaziergang gestern hatte ich heute so gar keine Lust um rauszugehen. Doch der Komposteimer musste raus... Und so habe ich unserer jungen Birke Aufmerksamkeit geschenkt. Obwohl es die letzten Nächte ziemlich gefroren hatte, trennt sie sich noch nicht von ihrem Laubkleid... Außerdem ist unsicher, ob sie so stehen bleiben kann oder zurückgeschnitten werden muss für den Neuaustrieb, denn leider hat sie bei Bauarbeiten starke Rindenverletzungen davongetragen... Eine ganze Weile habe ich mich dann noch mit Doreen Trittels Ausstellungs-Rückblick beschäftigt. Ich schätze die Art ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit ihrer DDR-Vergangenheit.







Fürs November-Licht-Grau-Buch habe ich noch nach passendem "Zeug" für ein Band zum Umwickeln gesucht, da könnte was draus werden. Der Knopf passt auch. Die Farben finden sich in dem Ecoprint wieder. Morgen zum Mustermittwoch zeige ich die entstandenen Mond-Doppelseiten.







Und aus dem gestern gebundenen grünen Zwilling des Minibuchs vom Dresdener Kreativtreffen wird ein Waldtierbüchlein für die Papierliebe. Das Rehlein ist mir in mehrfacher Ausführung auf dem Kreativtreffen zugelaufen...






Dass unsere Veranda auch für Nachbars Katze interessant ist, wusste ich noch nicht, sie kam mich auf dem Fensterbrett besuchen, drehte mir dann aber auch gleich wieder den Rücken...






Dabei habe ich gemerkt, dass nach diesem grauen Novembertag über der Stadt so schönes Abendrosa aufzieht, bin unters Dach geflitzt und habe euch noch einen Petrikirch-Blick vom 12.11. mitgebracht und gleich die Wäsche aufgehangen, also auch erledigt... Ein - für mich - guter Tag neigt sich. Morgen folgt nochmal ein ähnlicher. Am Donnerstag geht es für zwei Tage ins Sommerquartier, da ist noch etwas zu erledigen. Vor allen Dingen habe ich was vergessen einzupacken... Heute bereite ich noch den Post für morgen vor, mache mir was zum Abendessen, telefoniere mit dem in der Ferne weilenden Liebsten und gehe nicht allzuspät schlafen. Vielleicht taucht morgen in der Früh der erwartete Handwerker auf... Wie war es bei euch heute? 







12 von 12 
Samstagsplausch 

Ganz schön knapp war die Kreativzeit...




... in den letzten Wochen. Es war Einiges los, bedurfte der Überlegung und Entscheidung und klärender Gespräche, und das hat mich abgehalten öfter zu Schere, Papier, Faden und Stoff zu greifen. Ende September waren noch eine Schnörkel-Geburtstagskarte und die Doppelseiten aus dem gemeinsamen Collagenbuch von den großen Enkelmädchen und mir fertig geworden und warten nun noch auf die beiden letzten Herbstcollagen der Mädchen... Das Collagenbuch hatte ich für uns drei aus einem alten Kalender der Dresdner Kalligraphie-Gruppe Papiergeflüster gebunden.



H.s Sommer. Der als Kalenderblattausschnitt vorhandene Fluss mit Fisch bekam ein Ufer.

 
J. s Sommer. Zarte, lichte Weite, vielleicht auch sehr heiß?


Mein Sommer stand ganz unter dem Zeichen des heiß ersehnten und selten gefallenen Sommerregens... und Regen-Spiralen für den vergangenen Mustermittwoch-Monat kringelten sich auch hinein.


In meinen Herbst floss Frau Nahtlusts Papierlieben-Baumthema. Nun freue ich mich, wenn das Buch gefüllt zu mir zurückkommt. Dann gibt es noch mehr Herbst und unser Buch ist voll mit 4 Jahreszeitenseiten und 12 Collagen.


Im Oktober war der Umzug ins sächsische Winterhalbjahr zu organisieren, die Gärten waren winterfest zu machen. Ein paar Speyertage unterbrachen die Geschäftigkeit. Und zwischendrin hüpfte eine Woche lang eins der kleinen Enkelmädchen bei mir herum, zwischen all der Auf-, Ein- und Umräumerei in Garten, Haus und Keller, das Mädchen immer im Schlepptau, schaffte ich es immerhin ihr auch mal Farben, Kreide und Stifte hinzustellen, sie - leider erst ab dem 2. Tag... - in eine Uralt-Frottee-Kinderwerkschürze zu stecken und jeden Tag ein bisschen malen zu lassen... Auf allen vier Spielplätzen des Ortes und im Wald und am See waren wir aber auch ;-).












Als dann die Sehnsucht nach Ruhe bei mir größer und größer wurde, sich die Umzugstaschen im Flur aufreihten, flatterte mir kurz vor unserer Fahrt nach Freiberg noch eine Farbmeditation von Kristina in den Briefkasten, die sich im Herbstlaub ganz wunderbar ausnahm... Die ruhigen Farben passten so gut zu mir und meiner Stimmung in diesen Tagen...







In Freiberg wurde das Mädchen der glücklichen Familie wohlbehalten übergeben, der Mann hatte Arbeit am Wochenende, Gelegenheit für mich mir das Auto zu leihen und Uta und Karenl auf dem Freitaler Kunsthandwerkermarkt mit meinem Besuch zu überraschen... Inspiration kann ja nie schaden und ein netter Plausch schon gar nicht. Und natürlich hatte ich auch ein kleines Beutelchen netter Sachen im Gepäck...


Utas Liebe gehört dem Papier... So feine Sachen.




Habt ihr erkannt, in was für einem wunderbaren hölzernen Lager Karen ihre wunderschönen kostbaren Perlen zeigt? In einer alten Zigarrenpresse... Ich hätte das nicht erkannt... Genial, nicht wahr? Die Perlen stehen dem Gerät viel besser als Zigarren.







In ein paar Harz- und Klostertagen habe ich dann wirklich die Ruhe gefunden, die ich mir gewünscht hatte fürs Ankommen in Sachsen, und ich habe neue Lust und Kraft geschöpft, eine Art Rhythmus scheint sich einzustellen, und ich hoffe, das bleibt so. Ich habe - die Adventspost verlangt Handschrift...., viel abgeschrieben, vom Mond und von Hirschen, von denen japanische Tanka erzählen. Genutzt habe ich mit Pflanzenfarben eingestrichenes Papier, das noch von meinem Sommertreffen mit Mano auf weitere Verwendung wartete. Nun ist sie gefunden. Ein paar Gelliprints sind auch beschriftet worden.




Mini-Onesheetbook, im Format A8



Aus einem Blatt entstand ein kleines Mondheftchen für Mano, die mich ja in Kloster Drübeck besuchen kam... Sie brachte auch ihr tolles Møn-Tagebuch mit, dass sie in ein Buch gestaltet hatte, das ich aus Fotos eines alten Rügen-Kalenders gebunden hatte... Ich hatte das Buch schon auf Instagram und auf Manos Blog gesehen, aber es in natura durchblättern zu können, hat eine ganz andere Dimension. Ich bin so begeistert, was da entstanden ist. Kunst. Und bin nun noch glücklicher den Kalender nicht entsorgt zu haben...




Doppelseite aus Manos Møn-Tagebuch

Doppelseite aus Manos Møn-Tagebuch


Während der Klostertage habe ich mir die Lagen für ein Novemberbuch zurechtgeschnippelt und sortiert- zu füllen "beziehungsvoll" mit Grautönen, Handschrift, mit Sonne, Mond und Sternen und Waldtieren. Davon zeige ich zum Mustermittwoch mehr. Und auch ein bisschen was vom schönen Kreativtreffen in Dresden am vergangenen Samstag. Denn inzwischen bin ich zurück aus der Klostereinsamkeit und habe nicht nur Grautöne mitgebracht. Schon auf meinem winzigen Arbeitstisch im Klosterstübchen gestaltete es sich je nach Perspektive ganz schön bunt. Auch dank Mano, die für mich kräftiges Rot in ein grauschwarzes Stoff-Papier-Büchlein gemischt hat. Und überhaupt hatte ich ja bei ihr diese unglaublich farbintensive und doch so gar nicht grell wirkende Karte gewonnen ;-). Wenn ich das alles so sehe, geht's mir richtig gut...







Creadienstag 

Sonntag, 10. November 2019

Samstagsplausch - Auf der Suche nach Ruhe (fast) ganz in grau...

Freiberger Morgenblick zum Nachbarhaus
 
Eine Familienübernachtung in unserer Wohnung brachte mir und dem Gefährten mal wieder den Blick auf die Petrikirche ein...


 
Verregneter und staubiger Fensterblick vom Frühstückstisch im Wohnzimmer.


In diesem Jahr hatte ich mir ja gesagt, dass es günstig wäre, den Wechsel vom Sommer- ins Winterquartier nicht im vollen Lauf, sondern bewusst und mit einer Ruhepause zu zu gestalten, denn letztes Jahr bekam mir die Hektik der Umstellung vom Dorf in die Stadt erstmal gar nicht und ich war und fühlte mich wochenlang krank... So wollte ich den November in all seinen Grautönen mal richtig auf mich wirken lassen und mich mal wieder etwas achtsamer auf den Weg machen zu mir... Ich konnte aber nicht verhindern, dass mir dennoch soviel Farbe begegnete, dass ich manchmal regelrecht in Rausch geriet... (Von diesen Farben werde ich in folgenden Posts noch berichten.) Zunächst brachte mir aber eine kleine Harzreise in die Wälder und zu Klöstern mit Schwesternzeit, Klosterzeit, Freundinnen-, Kaffee- und Kreativzeit tatsächlich die erhoffte Beruhigung, Stille und einen wunderbar maßvollen Rhythmus in allem Tun, den ich nun versuche mit in die Zeit vor Weihnachten zu nehmen... 





Harzspaziergang bei Treseburg mit der Schwester. Aus den grauen gestorbenen Fichten blinkt schon wieder Laubgrün. Unsere auf schnelles Holz ausgerichtete Monokulturen-Nutzforst-Zeit muss ein Ende haben. Holzmöbel z. B. halten sehr viel länger, als uns die flotten Wechsel der Wohntrends glauben machen wollen!!! Hier bei uns stehen Möbel, die nun die 5. Generation schon freudig nutzt, und auch neue Möbel, die das Zeug haben auch eine Weile zu halten und einfach zeitlos schön sind...


Morgendlicher Schlossblick vom Bahnhof Wernigerode aus.


Ich war mit Bussen und Zügen unterwegs, sehr viel langsamer, als das mit dem Auto ginge. In dem Falle hat es mich nicht gestört. Von Freiberg nach Thale im Harz braucht man mit 4 Umstiegen in Chemnitz, Leipzig, Halle, Halberstadt 6 Stunden. Flott ging es am nächsten Morgen mit dem Bus von Wernigerode zum Kloster Drübeck. Die 22 Minuten waren mir fast zu kurz. Die Rückfahrt dann nach Freiberg ging diesmal mit drei Umstiegen von Kloster Drübeck über Wernigerode, Halle, Zwickau, auch wieder 6 Stunden, denn der frühe Bus schaffte angesichts der vielen Schüler seine Zeit nicht und so kam ich noch zu einer netten ungeplanten gemütlichen Frühstücksstunde auf dem Bahnhof Wernigerode.










Nach einem ersten Rundgang auf dem Klostergelände richtete ich mein Zimmer im Stall ein, hochmodern, gar nicht stallmäßig... und packte meine Kreativsachen aus. Der Rhythmus von Andachten in der Klosterkirche St. Vitus, Mahlzeiten morgens und abends im Speiseraum und Spaziergängen auf dem weitläufigen Klostergelände gab den Rahmen für kreatives Arbeiten und Lesen und Ruhen in meinem Zimmerchen oder an den netten Leseplätzen im Gärtnerhaus-Café oder im Äbtissinnenhaus... Die Zeit der Gartenbank-Lesestunden ist wettermäßig leider nun gerade vorbei...




Handschrift mit japanischen Tanka auf mit Blauholz und Katechu eingestrichenem Papier.
Diese Ausstellung gab es gerade. Ja: "Der Weg wohin..." Große Frage...



Nicht jede*n hätte ich in diesen Rückzugstagen zu mir eingeladen, Zeit mit mir zu teilen. Da bin ich ganz ehrlich... Aber Mano und ich empfinden und denken bei aller Verschiedenheit eben auch auf viele Weise ähnlich, und so haben wir die Stunden in den Harzklöstern Ilsenburg und Drübeck und auch unseren Regenspaziergang in die leuchtenden feuchten Buchenwälder so sehr miteinander genießen können...




Mano ganz zauberhaft tierisch beschirmt...



Rundgang im Kloster Ilsenburg

 
Kunstvolle alte Fußböden.
















Am nächsten Morgen machte ich nach dem Frühstück erst einmal einen ausgedehnten Spaziergang rund um das Kloster und setzte mich noch einmal ein paar Minuten in die immer geöffnete Klosterkirche, verbrachte den Tag in meiner Zeit, vor allem mit der Arbeit an (m)einem Novemberbuch. Der Himmel wolkenverhangen...





 
In der Klosterkirche. So einfach und schlicht...


Gartenspaziergang zur kahlen Birke.
 
Lichtreflex an meiner Zimmerwand.




Freitagmorgen dann die Rückfahrt durch viel Grau nach Freiberg, das Ankommen zu Hause, der erste Einkauf, der erste Abend mit dem Liebsten.




 


Auspacken, Sortieren, Einpacken, Vorfreude auf den nächsten Tag, Frühstück zuzweit, dann die einstündige morgendliche Fahrt durch grauen Nebel nach Dresden-Neustadt ins Stadtteilhaus in den Raum "Louise", wo ich mich mit Tabea, Katja, Lucia, Anne und Sirid zu einem kreativen Tag mit Schrift und Minibuchbinden traf. Herrlich, und auch Grautöne spielten mit... Auf dem Weg dorthin am Morgen noch ein Innehalten an einem alten jüdischen Friedhof, der zufällig an meinem Weg liegt. Es ist 9. November. Und zu diesem Datum denke ich noch immer zuerst an die Pogromnacht...




Auf der Zugfahrt von Freiberg nach Dresden.

Jüdischer Friedhof Dresden-Neustadt.

Handschrift mit Grauanteilen von Tabea.


Abendliche Rückfahrt, mit dem Gefährten am Kaminfeuer essen, wohlig erschöpft einschlafen und vergnügt aufwachen im blassgrauen Schutz der (einzigen!) Gardine, hinter der Novemberlichter aus dem Nachbarsgarten leuchten... Habt noch schöne Sonntagsstunden! 




 

Samstagsplausch bei Andrea
Monatsmotto bei noch einer Andrea - Grautöne