Mittwoch, 15. April 2020

MittwochsMix

Ein bisschen Pink auf der Fläche des Industriehofs Speyer in blühenden Bäumen.



Wir sind im April schon bei "Pink und Fläche" angekommen, und ich schiebe euch jetzt noch mal ein Stück zurück bis Ende Februar in Speyer. Just in diesen Tagen begann mein Blog-, Facebook- und Instagramfasten und ihr habt seit "Tropfen und Zahl" nichts mehr von mir gesehen. Was aber ja nicht heißt, ich hätte nichts getan... Aber das könnt ihr euch wahrscheinlich denken.





Morgendlicher Gang in Speyer, am Dom vorbei und am Rhein entlang zum Textilstudio.
 
Hier, an einem Garten am Rhein, schon Pink als Fläche, Ende Februar.







Die Tage mit Brunhilde Scheidmeir und Jude Kingshott waren wieder begeisternd, voller Inspiration und dicht gepackt mit wunderbaren gestalterischen Tipps und technischen Kniffen. Mein Seminarplätzchen fand ich neben Carmen von Mein Wintergartenatelier, eine schöne Begegnung... Ecoprint, Indigo und Sticken beschäftigten uns auch nach Verlassen des Studios dann noch bis in die Abendstunden im Hotel... Und alles mit dem Ziel aus unseren Werken kleine Bücher zu falten und zu binden. Da machten wir auch zum ersten Mal diese Webbindung, die gerade auf Instagram in die Herzen und Finger der Buchbinder Einzug hält...





Meine erste Webbindung an einem Onesheet-Büchlein, abends im Hotel gestichelt, inzwischen an einen guten Platz weitergezogen.







Wieder zu Hause in Freiberg angekommen entstand dann zum März-Thema "Schicht und Tulpe" ein weiteres kleines One-Sheet-Büchlein mit Webbindung.











































Durch die Faltung des Büchleins entstehen Möglichkeiten Fächer und Taschen abzunähen und mit allerhand Material rund um die Tulpe zu füllen, entnommen aus alten Büchern, Gartenzeitschriften, Postkarten... Leider hat sich das Büchlein gerade irgendwohin verdünnisiert, so dass ich nicht mehr fotografieren konnte. (Dabei habe ich mir doch extra einen Sammelkarton für handgebundene Bücher angelegt..., tststs...)








Die Collagen-Materialien und Tulpenpapiere stammen zum großen Teil aus Beständen einer Freundin, die vor ihrem anstehenden Umzug gerade ganz viel aussortiert hat, u. a. Papier aus der alten Bäckerei und auch alten Modeschmuck, wie man an den zu kleinem Kettchen-Gebamsel verlängerten Stick- und Heftfäden sehen kann... Es wurde also ein sehr sehr hübsches Tulpenbüchlein, und genug Pink ist auch drin, so dass ich es auch diesen Monat hier noch gut zum MittwochsMix einbringen kann. Und diesmal ging mir auch die Webbindung mit einem Farbverlaufsstickgarn schon flotter und strammer von der Hand.







Waren in diesem Tulpenbüchlein allerhand Gesammeltes und passende Reste verarbeitet worden, entstand die Blüten für mein "Hauptwerk" zum Thema Schicht und Tulpe eher zufällig. Karen war wieder bei mir einen Tag in Freiberg zu Besuch und lehrte mich ein paar Faltungen, u. a. eine Leporellofaltung aus einem A3-Papier, in die noch Inhalt gesteckt werden konnte. Einige Papiere hatte ich für den Tag mit Karen bereitgelegt, darunter auch Walzendruckpapiere einer Frühlings-Postkunst der vergangenen Jahre. Und siehe da, das Papier von Tabea trug Tulpenblüten, da lag die Idee nahe ein Tulpenleporello zu gestalten. Die ersten Schritte passierten dann an unserem schönen Dresdener Kreativtag Anfang März.



Zufall, keine Absicht, war das Zusammentreffen von Zeitungsblatt und Tulpe und der daraus entstandene Tulpenbaum...
Tulpenblütenschichtungen aus verschiedenen Materialien, mit Stickstichen zusammengehalten.


Es wurde geschnippelt, gefaltet, geklebt, gebunden, geschnitzt, gestempelt... Toll war's, was da so am Ende zusammenkam... Ein Tag, der nach Fortsetzung rief, hoffentlich geht so etwas bald wieder.



Im Vordergrund die Anfänge von Manos Tulpenbuch, im Hintergrund mein Leporello



Zu Haus an meinem Werktisch ging es dann doch noch mal richtig zur Sache, und zum Schluss bekamen meine Tulpen noch Namen..., meist nach den Frauen, von denen ich Material mit einbezogen hatte. Es ist wunderbar, von wo überall einem was zufliegt. Rahmen und Rückseiten meiner Tulpenkarten wurden mit farblich passenden Philipp-Morris-Tulpenpapieren gestaltet, Fundstücke in einem vor einem Jahr in Japan gekauften Block voller toller Morris-Muster.  











"Tulipa Astrid" kam übrigens mal als Magnolie auf einem Walzendruck zur Welt, ich hatte aber für ein anderes Projekt im Eifer von Messen und Abschneiden das wunderschöne Papier seitenverkehrt in die Schneidemaschine gelegt und die Magnolien angeschnitten, furchtbar...., und wie bin froh, nun diese Magnolie wenigstens als Tulpe gerettet zu haben...









In diesem Jahr mache ich ja mit meinen großen Enkelmädchen gemeinsam ein Kalenderprojekt, bei dem wir zum Thema Landschaft monatlich die MusterMix-Themen aufgreifen und jede eine Postkarte für einen Kalender erarbeiten. Die Mädchen bekommen dazu am Anfang des Monats von mir Post mit einer Karte, zwei Materialien und Thema und gestalten unter Hinzunahme ihrer eigenen Materialien und ihren Ideen ihre Karte und schicken sie mir zurück. Ich sammle alle, und zu Weihnachten bekommt jede von uns einen mit Karten von uns Dreien gemixten Kalender. Hier unsere drei März-Kalenderblätter, herrliche Tulpenfelder, nur leider nicht bei optimalem Foto-Licht aufgenommen...







Am nächsten Mittwoch gibt's dann mehr Pink und Fläche, ein Buch dazu ist im Entstehen, und viele kleine Pink-und-Fläche-Klappkärtchen gehen morgen zur Post

Bis dahin alles Gute euch, bleibt gesund, gebt aufeinander acht und bleibt geduldig in diesen Zeiten!


MittwochsMix bei Michaela und Susanne.

Sonntag, 12. April 2020

12 von 12 - Ostersonntag 2020

Frohe Ostern euch allen! Bleibt, wenn ihr könnt, zu Hause, und bleibt gesund. Und danke all denen, die nicht zu Hause bleiben können, weil sie uns versorgen mit allem, was wir brauchen oder sich um Menschen kümmern, die krank und pflegebedürftig sind oder für die die Abstandsregeln eine Herausforderung sind, die sie nicht allein meistern können. Mir einzugestehen, dass ich mit und anderen gerade am meisten helfe, wenn ich mich nicht aus Haus und Garten herausbewege, ist nicht leicht.  
 





Schönes Osterfrühstück zuzweit im Garten, mit Sonne, Lichtstrahl vom Himml, Vogelgesang und liebem Nachrichten-Hinundher in den Familien-Chats. Es geht uns allen gut, dafür bin ich sehr dankbar. 







Die Birken und der Spitzahorn blühen, der Garten-Baumblick von der Terrasse aus hatte sich den Winter über nicht verändert, wie eigentlich aus Sicherheitsgründn geplant. Dass es zu wenige Baumfäller gibt, hätte ich ja nicht gedacht... Nun, bis zum nächsten Sturm freuen wir uns einfach erst mal über das Wiedersehen nach der Rückkehr aus Sachsen...







Der nächste trockene Sommer kommt bestimmt, wir haben Wasserversorgungsinventur gemacht und Zubehör ausgemessen und online nachbestellt. Nicht um Wasser zu vergeuden, aber um es im Fall der Fälle etwas leichter zu haben als bisher (also ich... ;-)). Und ich brauche dazu nicht in den Baumarkt, wie gut...








Unser Osterspaziergang führte uns in den Wald vor unserer Haustür, was für ein Luxus in diesen Tagen... Die jungen Birken grünen... Der Badestrand ist gesperrt, um Unvernünftigen die Gelegenheit zur Gruppen- und Lagerbildung zu nehmen. Schade, aber offenbar gab es auf Grund von Vorkommnissen berechtigte Sorgen der Behörden.







Nach der Rückkehr aus dem schon ganz schön aufgeheizten und trockenen Wald tat ein Glas frischen Wassers gut. Wir haben auch in diesen Zeiten ungehindert Zugang zu frischem Trinkwasser, andere Menschen nicht. Ohnehin wird uns bewusst, wie gut wir es haben, jedenfalls sollte es uns bewusst sein. Insofern habe ich überhaupt keinerlei Verständnis für Jammereien, weil man z. B. zz. nicht zum Friseur oder ins Nagelstudio kann.








Beim Studium der Sonntagszeitung das Essen fürs nächste Wochenende entdeckt, einfach, gesund und mit Zutaten, die mir mein freundlicher Zulieferer-Laden ganz gewiss bringen kann.











Mahonien-Blüte auf dem Weg zu unserem kleinen Platz am Ufer. Leider hat es nicht geklappt eine der hungrigen Hummeln zu erwischen.







Geliebter Blick auf den See...








... und die im letzten Jahr gesetzten Lunaria-Sämlinge blühen. Vielleicht gelingt es und sie richten sich dort am schattigen Ufer dauerhaft ein.

















.. 




Unsere Wochenend-Kaffeemahlzeit hat sich im Laufe des Winters nicht verändert. Yoghurt, diverse frische  und Trockenfrüchte, Körner und Nüsse, und ein Schluck Ahornsirup. Und da die Milch gerade "aus" ist, kein Kaffee, sondern Grüner Tee.







Meinem Sammelplatz für Fundstücke zwei neue Schneckenhäuser zugefügt. 















Den Bedürftigen unter meinen Pflanzen Wasser gegeben (ich habe begonnen, nach dem blühenden Intermezzo vom vergangenen Jahr, den Vorgarten neu zu bepflanzen. Anwuchspflege muss sein...)

Nun mache ich Abendessen, gestern alles schon vorgekocht, um heute wirklich einen ruhigen Feiertag zu haben. Anschließend werden wir noch Bachs h-Moll-Messe lauschen im Stream des Gewandhausorchesters Leipzig. 

Ich komme jetzt wieder öfter hier entlang. Die (Social-Media)-Fastenzeit (Instagram, Facebook und keine eigenen Blogposts) ist ja nun zu Ende. Sehr schwergefallen ist es mir nicht. Bin also von Suchtgefahren weit entfernt, das wollte ich für mich echt mal klären. Es gab nur wenige "Sünden". Aber davon erzähle ich ein anderes Mal. 

Ich freue mich jedenfalls mich hier wieder ein bisschen mit euch austauschen zu können.

Morgen einen schönen Ostermontag euch!

12 von 12 
Samstagsplausch

 

Mittwoch, 26. Februar 2020

Monatscollage - Mein Februar 2020






Ein so überaus reicher Monat war der Februar für mich wieder... Da ich auf eine kleine Reise gehe, kommt meine Collage diesmal schon vorfristig. Außerdem ist schon Aschermittwoch. Während ich an meinem Leporello mit heilenden Worten gearbeitet habe, wurde mir bewusst, dass die vorösterliche Fastenzeit unmittelbar bevorsteht. Ich habe für dieses Jahr entschieden, mich für diese Zeit weitgehend aus den sozialen Medien zurückzuziehen, bis Ostern kein Instagram, kein Facebook. Ich werde auch nicht bloggen, aber wieder mal im einen oder anderen Lieblingsblog lesen. Manchmal möchte ich zz. ein Schild heraushängen: "Wegen Überfüllung geschlossen". Was auf den verschiedenen Kanälen auf mich einstürmt, ist mir einfach zuviel geworden, für Geist und Seele vor allen Dingen. Ich muss mich da sehr ernsthaft neu sortieren. Vor allem wohl aussortieren. (Nein, ich werde nicht aufhören zu bloggen...) Dringlichen gesellschafts-, umwelt- und weltpolitischen Themen möchte ich mehr Zeit widmen, auch wenn die Zeit eigenen (parteipolitischen) Engagements für mich vorbei ist. Da hatte ich 20 sehr intensive, kräftezehrende Jahre. Doch lesen, unterstützen, für Gespräche bereitstehen, ermutigen, Erfahrungen teilen - das geht. Im kleinen oder kleinsten Kreis, ohne große Bühne, manchmal auch per Briefwechsel oder in Kommentaren und Dialogen auf den oft so erfrischenden Accounts junger Politiker*innen. Nein, die Sorge, dass sich junge Menschen zu wenig engagieren, habe ich nicht mehr. Den jungen grünen Wahlkämpfer*innen in Hamburg beispielsweise über die Schulter zu schauen, war mir eine Freude und Ermutigung.




 


Gern denke ich an die Begegnungen, Unternehmungen und Gespräche diesen Monat zurück, ich hatte zwei enge Freundinnen für ein paar Tage und dann Tochter und Enkelmädchen zu Besuch, die beiden ältesten noch eine ganze kreative Winterferienwoche. Ich habe Lucia in der Oberlausitz besucht und ein Kreativvorrats-Reisebüchlein von ihr mitgenommen. Karen habe ich bei mir in Freiberg am Werktisch zum Falten empfangen und sie hat Frühlingspflanzensamen dagelassen. Liebe Post zum Ausmalen flog mir von der Hansedeern, Vogelpost und -wissen von einem Enkelmädchen und von Christine - mit einem bezaubernd bestickten Täschchen-Geschenk aus Südamerika - ins Haus. Herzlich Danke! 

Mit dem Manne war ich ein Weihnachtsgeschenk einlösen bei einem ganz wunderbaren Gewandhauskonzert, ein weiteres bei einem Fahrsicherheitstraining auf dem Lausitzring. Mit den Mädchen war ich stundenlang auf Tauchstation in alten Gemäuern zu "terra mineralia" und in der Schwimmhalle, mit den Freundinnen im Dom, mit einer von ihnen zum offenen Singen in der brandenburgischen Heimat (kleiner Kontrollgang zu Hause), alleine in der Sonderausstellung zur aufwendigen Restaurierung eines Holzschnitts (Jan Hus) von Lucas Cranach d. J. im Stadt- und Bergbaumuseum. 

"Tropfen und Zahlen", alte und neue Bücher begleiteten mich, selbstgemachte und gedruckte, manche täglich, manche in einzelnen Raten, manche ganz neu oder wiederentdeckt, wie "Der Faden" von Melanie Becker-Hoffmann. Das passte ganz wunderbar zu meiner Arbeit am eingangs erwähnten Leporello.

Es gäbe noch hunderterlei mehr zu erzählen... Ostern sehen und lesen wir uns hier wieder. Habt eine gute Zeit bis dahin, ihr Lieben.

Monatscollagen sammelt Birgitt

Donnerstag, 20. Februar 2020

Naturdonnerstag - Besuche am See



Birkenzwillinge am Weg zum See. Ja, der rechte steht doch noch, selbst Holzfäller sind heute knapp...




Ab und zu fahre ich den sächsischen Winter über ins Brandenburgische nach dem Rechten schauen, gehe zum geliebten See hinunter, schaue in den ruhenden Garten, in die nun kahlen Bäume, füttere die sofort hurtig herbeifliegenden Vögelchen, besuche die liebe  Nachbarin, die sich um den Briefkasten kümmert, falls trotz Nachsendeauftrag doch mal was im Kasten landet, räume ein bisschen... Winter(garten)glück in natura, sozusagen...














Jedes Mal entstehen auch ein paar Fotos... Hier von Anfang Dezember. Nur eineinhalb Tage liegen zwischen den nebligen und den sonnigen Fotos. Was für verschiedene Stimmungen... Und wie menschenleer die Umgebung in dieser Zeit...
















Von Anfang Januar habe ich keine Fotos, denn zwischen den Jahren hatte den "Kontrollbesuch" mein Bruder gemacht und ein paar Auszeit-Tage in seinem alten Heimatort verbracht. Anfang Februar war ich selbst noch mal dort und erwischte einen überaus grauen Tag. 













Der Garten ruht, sagte ich eingangs... Aber ein bisschen Quicklebendiges gibt es doch noch bzw. schon wieder zu sehen...




Vexiernelke, blühend, Anfang Dezember...
Winterjasmin Anfang Februar.
Die Ende Oktober mit dem kleinen Enkelmädchen gesteckten Wildtulpen gucken schon mit Blättern...
Der Waldgeißbart am Weg zum See hatte Anfang Februar schon frische Knospen...


Ich freue mich nun schon ganz sachte auf Ende März, wenn ich für ein halbes Jahr wieder dauerhaft ins Sommerquartier einziehe... Aber bis dahin sind es noch ein paar Wochen, und die Zeit in Sachsen wird mir auf keinen Fall lang...



Naturdonnerstag  
Gartenglück - Winterglück