Dienstag, 13. April 2021

12 von 12 im April 2021

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Oh, das hat mich überrascht. Gestern morgen in Sachsen.




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Vorsichtig schleiche ich mich wieder an... nach meiner langen Pause hier, für die Fastenzeit noch ums Instagram-Fasten verstärkt. Aber was soll ich sagen, es tat mir gut und wird wohl zur Gewohnheit werden, eine Fastenzeit lang Social Media weitgehend den Rücken zu kehren und weniger Input von außen zuzulassen und mich bewusst der Ruhe zuzuwenden. 

 

 

 

Den Philosophie-Kalender auf Rückkehr vorgestellt. Animal rationale ist tatsächlich zu kurz gegriffen...

 

 

 

In solchen Zeiten wird einem das Eine oder Andere bewusst, die inneren Stimmen - leise geworden und allzuoft überhört oder verstummt vom Überschüttetwerden von guten, spannenden und schlechten, beunruhigenden bis demotivierenden Nachrichten und Inspirationen von außen - werden wieder deutlicher.

 

 

 

 

Angesichts des ununterbrochenen Schneefalls überlege ich umzuplanen...

 

 

Ich habe gemerkt - wie eigentlich schon öfter im Leben - viel zuzulassen und aufzunehmen bedeutet nicht, dass man viel davon hat oder viel damit anfangen kann, im und fürs Leben, für sich und andere. Nach drei Wochen war ich Frau genug, meine Instagram-Abos um zwei Drittel zu reduzieren...

 

 

 

 

 

Aber dem schönen Anblick kann man sich ja doch irgendwie schlecht entziehen. Die blühenden gelben Narzissen unterm alten Apfel sind allerdings nun erstmal verschwunden.

 

 

 

Hab noch schnell einen passenden Topf zum Umpflanzen des Badezimmerfarns gesucht. Umgetopft wurde dann in der Spüle und nicht auf meinem schönen neuen Arbeitstisch draußen.

 

 

 

 

Da die Balance zu finden ist ein stetes Ringen: weniger Versuchungen von außen nachzugeben und stattdessen eigene Punkte setzen, der inneren Kompassnadel folgen und Einiges auch loszulassen, nicht aus Bequemlichkeit oder Gleichgültigkeit, sondern aus Einsicht und gerade auch aus Verantwortung, wenn man spürt, dass die eigenen Kräfte überfordert sind, sich Unlust breit macht und man dann letztlich auch nichts ausrichtet. 

 

 

 

Ulrikes Veltheimia habe ich erfolgreich zum wochenlangen Blühen gebracht, nun die letzten Rockzipfelchen dieser hübschen Balletttänzerin.

 

 


 

Da loslassen zu können, kostet auch Mut, schließlich gab es lange Jahre andere Zeiten in meinem Leben, in denen ich micht durch meine gefühlte und geforderte Verantwortung gekämpft habe und nicht selten auch noch über die nur kleinen Früchte beharrlichen Engagements enttäuscht war. Inzwischen nehme ich deutlicher wahr, dass auch kleine Früchtchen letztlich doch wurzeln können und wieder Früchte tragen, wenn auch nicht sofort und später als gedacht. (Beispiele siehe Garten ;-))

 

 

 

 

Die Benjeshecke zum Nachbargrundstück wächst hinter unserem Schattensitzplatz im Rhododendron-Hain, Schutz vor Blicken, Geräuschen und Mülltonnen-Ansicht für uns und die Vögel lieben sie auch schon.

 

 

 

Und zum Schönsten der letzten Wochen gehört das Wachsen der Überzeugung, dass in meinen Folgegenerationen phantastische Menschen heranwachsen und herangewachsen sind, die das Heft des Handelns in die Hand genommen haben. Ich kann und darf mich ein Stück zurückziehen, ich muss nicht mehr meinen oder fühlen, vieles und noch viel mehr oder gar alles selber initiieren oder - schlimmer noch - selber machen zu müssen. 




Vor der Abfahrt nach Brandenburg noch ein Sprüchlein gezogen, o ja!








 

 

 

 

 


 

 

Mut zu fassen, meinen inneren Bedürfnissen mehr Raum zu geben und staunen zu dürfen, was ich mutig in meinem Leben bisher beherzt angegangen bin, festzustellen, dass das Wort Mut so vielschichtig in seiner Geschichte ist, mir klarzuwerden, wieviel mir Demut und Langmut inzwischen bedeuten... Da war ich in einer tollen Gruppe mit ihrer mutigen Moderatorin zu Gast und war an kostbarem Austausch beteiligt. Und habe zwei Sketchbooks gefüllt.




Der Schneefall ging in Regen über, und so kam ich doch noch mit meinem vollbepackten Mietauto nach Brandenburg... Räumen, Reparieren und Renovieren werden noch länger Anhalten. Auch hier: Loslassen, vor allem von eigenen Erwartungen und Zeithorizonten.


 

Gartenrunde. Kiefernwaldblick.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich lerne mich zurückzuziehen, aus - trotz über Jahre gesetzter Impulse meinerseits - fruchtlos gewordenen Beziehungen, von denen der Mensch ohnehin keine nach oben offene Zahl führen kann. Ich freue mich über Lebenszeichen von Menschen, die ich kurz oder eine Zeitlang im Leben begleiten durfte, ob privat oder beruflich und die mir überraschend nach Jahren Signale der Wertschätzung und Dankbarkeit schicken. 

 

 

 

 

Manos Stengellose Schlüsselblumen mit unbekannter Nachtkerze und umschwärmt von Monardentrieben. (Ja, ich sehe, ist auch Giersch dabei ;-))

 

 

Und ich freue mich,  dass sich Menschen über meinen Gruß freuen, auch wenn ich lange nichts von mir hören ließ. Besonders wertvoll: Menschen, zwischen denen auch dann sofort wieder eine vertraute Atmosphäre herstellt und die sich stattdessen nicht gegenseitig vorwerfen, dass die andere sich zu selten meldet. Sich gegenseitig vermissen darf man aber...




Alte Bekannte begrüßen und einen Terrassentraum erst einmal begraben.










 

 

 

 

 

Mir Struktur gebende Rituale in diesen Zeiten: Dankbarkeit und Freude, Zuversicht und Vertrauen als innere Haltung kultivieren. Der tägliche, wenigstens kurze Gang nach draußen, auch bei Mistwetter. Den Gärten beim Aufwachen zusehen. Das Wochenende zuzweit. Inzwischen wöchentliche Schnelltest in der Apotheke den Berg hinab. Ab und an ganz persönliche Enkelpost schicken und bekommen. Und Geburtstagspost verschicken. Wenn möglich und verantwortbar und am liebsten draußen, aber doch sehr selten: Mini-Familientreffen und Mini-Freund*innen-Treffen. Der Wochenend-Chat in den Familiengruppen. Das wöchentliche WhatsApp-VideoChat-Kaffeestündchen mit zwei der engsten Freundinnen, das Telefonat mit einer weiteren. Die tägliche Sichtung und Meinungsbildung zu politischen Fragen, Pandemie eingeschlossen. Das wöchentliche Corona-Update des NDR hören... Mittagsruhe halten, wenn mir so ist.


Alles Liebe und bis bald hier, mit ein paar Gedanken und Bildern aus meinem Leben.


12 von 12

 

 

Donnerstag, 12. November 2020

12 von 12 im Oktober

Lange nicht hier gewesen, doch heute hatte ich Lust auf 12 von 12 und melde mich mal wieder...

Gemütlich gefrühstückt: Dinkel-Walnuss-Vollkornbrot mit Ziegenfrischkäse und Tomate mit Koriander-Kreuzkümmel-Muskatnuss-Gewürzmischung. Grüner Tee und Wasser.

 


 

Im Anschluss: Nachrichten rund um die Welt gelesen und ein paar Seiten in meinem neuen Buch von Susanne Fischer-Rizzi: Das Geheimnis deines Ortes. Ich bin ja immer noch dabei mich (auch) in Sachsen zu verwurzeln. Vielleicht finde ich den einen oder anderen Wink über das hinaus, was mir eh schon so einfällt. ;-). Ein ganz wichtiger Aspekt im Buch und auch für mich ist die Beziehung zur Natur. Da bin ich hier mit dem eigenen Gartenteil gut dran. Trägt sehr zu meinem Wohlbefinden bei. Aber jedes kleine Fugenpflänzchen im Straßenpflaster ist ein Lebewesen und ist es wert wahrgenommen zu werden, als lebendiger Gefährte unserer Lebensreise.




Als ich heute mein Tageskärtchen aus der von Tomas Sjödin zusammengestellten Sammlung zog und auf der Veranda zu Manos "Großer Garten"-Schachtel stellte, war es für mich ein Volltreffer in dieser Zeit... November und Rückzug passt für mich schon immer so gut zusammen, und nun trifft es sich auch noch, dass Corona uns (wieder) dazu anhält. Und ich gestehe freimütig, dass ich mich füge und den November und seine Ruhe wie eine warme Kuscheldecke um mich fühle. Unterwegs bin ich dennoch genug, so alle zwei Wochen, da die Renovierungsarbeiten im Brandenburger Heim immer wieder mal unsere Anwesenheiten erfordern. Allerdings fahre ich aktuell wieder Auto. Fühle mich aktuell damit sicherer. Aber nur Überland-Touren, hier in der Stadt bin ich zu Fuß unterwegs.





Im Dachgeschoss habe ich dann heute Vormittag ein wenig geräumt, Wäsche zusammengelegt, Kisten ausgepackt, aus dem Dachfenster zur Petri-Kirche geguckt und mal von oben in unseren werdenden Garten. Da wird mir ganz warm ums Herz, langsam wird das, was wir uns vor unserem geistigen Auge ausmalten, tatsächlich Realität. Unser Refugium... Und manchmal haben wir tatsächlich schon zu zweit nebeneinander auf unseren Gartenliegen geschlummert. Momentan parken da die eingesammelten Äpfel. Die Sonne steigt nun schon längst nicht mehr so hoch und erst die Nachmittagssonne schafft es dann in den Garten...

 

 


 

Im kleinen Vorgarten haben wir noch einmal umgeplant, ein Steingärtchen wird um den Rosenobelisken herum angelegt und da dieses Jahr das Wetter für die Pflanzzeit offenbar noch anhält, habe ich noch ein Pflanzensortiment mit Pflanzen, die mageren und trockenen Boden wünschen, bestellt. Auch Frühblüherzwiebelchen liegen noch zum Stecken bereit.




Da es für das Mittagessen noch ein bisschen früh war und ich für den Postboten ohnehin rausmusste, habe ich noch eine ausführliche Gartenrunde gedreht, nach den noch zahlreich vorhandenen Blüten geschaut und die in der Nacht heruntergefallenen Äpfel eingesammelt. Erstmals haben wir aus einem Teil unserer Äpfel Saft pressen lassen, so lecker. Die anderen Äpfel holen wir so wie sie fallen und lassen auch den Vögeln ihren Teil. Elster, Eichelhäher und Amsel sehe ich regelmäßig dort... Im dichten Unterholz wuseln vor allem Meisen und ein Zaunkönig, an der toten Pflaume ein Buntspecht. Auf dem Nachbargrundstück wird noch ein hoher Wildblumensaum angelegt, im frisch verkippten Sandkies dafür sind Igelspuren entdeckt worden. Nichts ist für mich schöner, als wenn sich auch Tiere mit uns im Garten wohlfühlen.






Wenn ich hier in Sachsen die Woche übere allein bin, gibt es zum Mittagessen Schüssel- oder Tellergerichte auf dem Schoß, mit Blick in den Garten. An meinem Lieblingsplatz im Schaukelstuhl. Das genieße ich sehr. Heute gab es aufgebratene Kartoffelklöße von gestern (der Bruder hatte mich neulich in Brandenburg noch besucht und mir in Säckchen Kartoffeln eigener Ernte spendiert), dazu ein Glas von unserem tollen eigenen Apfelsaft...




Ein wenig Tagebuchzeit im Kreativraum. Zwiesprache mit mir und Rekapitulieren von manchem Erlebten, Gelesenen. Das Novemberblatt des mir von meiner ältesten Enkelin handgemachten Sprüchekalenders habe ich nun dort eingeklebt, für Tage, an denen Lustlosigkeit schwer an mir klebt. Kommt zum Glück nicht oft vor, aber manchmal doch. Sich dann was ganz kleines vorzunehmen zu schaffen hilft mir. Aktuell arbeite ich mich Tag für Tag Raum für Raum durchs Haus, wische Staub und putze. Wer weiß, wie ungern ich sowas mache, kann sich vorstellen, wie stolz ich darauf bin, wenn ich dann doch was schaffe ;-).

 


 

 

Draußen schimmern die letzten goldenen Birkenblätter am Baum... Nach einer gemütlichen Lesestunde mit Herbstgartenblick schiebe ich nun meine 12 von 12 ins Netz und nehme mir fest vor heute Abend auch mal wieder bei anderen zu gucken. Bis dahin rumpelt noch eine Runde der Staubsauger.

 


 


Ich wünsche euch einen ganz gemütlichen November!


12 von 12 bei Caro

Novembermotto Im Kokon bei Andrea 

Naturdonnerstag bei Jutta

 


Dienstag, 11. August 2020

Meine Zeit in Blau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hasenglöckchen in Mengen blühten im Mai noch im sächsischen Garten.


 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei der Stauseen rund um Freiberg haben wir im Frühling erwandert.

 

Seit meinem letzten Post zum Mittwochsmix ist eine nicht so kleine Weile  vergangen. Eine sehr schöne lange Weile, in der es viele Freuden gab, viele Gedanken, viel zu tun, und manchmal war ich auch k. o. Aber nun habe ich meine Fotos seit April aufgeräumt und will doch wieder anfangen zu bloggen. Es fehlt mir... Daher heute blaue sehnsüchtige Mai- bis August-Schnipsel...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Meine älteste Enkelin erklärte mir in ihrer ersten Ferienwoche bei mir die Nähmaschine, und auf meinen handgeschöpften Papieren habe ich probiert und die Reste von Collagen vernäht...

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Nachdem wir uns langsam darauf eingestellt hatten mit Corona leben zu lernen, gab es wieder vorsichtige Familienbesuche... Ururopas Sessel wird von kleinen Mädchen bespielt.




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu meiner Freude erblühten dieses Jahr schon zwei blaue Bergsandglöckchen in meinem sandigen Garten... Ich hoffe, sie bleiben.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unseren ersten Urlaub verlebten wir eine Woche lang zu Hause, mit einem Ausflug nach Potsdam. Zum zweiten Urlaub durften und trauten wir uns dann in ein stilles Quartier an der Ostsee, besuchten das Doberaner Münster und Wismar. Hier wird gerade eins der alten noch erhaltenen Klosternebengebäude gesichert. Meine mitgeführte kleine kreative Reiseapotheke und einige meiner handgeschöpften und gesammelten Papiere verhalfen mir zu einigen Urlaubscollagen... In ruhigen Morgen- und Abendzeiten ging es ans Meer...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser sächsischer Garten wächst und gedeiht. Immer wieder schauten wir uns die Fortschritte an und machten Spaziergänge in der Stadt. An einem Parkplatzzaun fanden wir einen ganzen Schwung dieser blauen Glockenblumen... Zu meiner Freude gab es Freiberg auch ein feines Mini-Bloggertreffen mit Lucia und Uta, bei dem wir meinen Kreativtisch beim Schneiden, Falten und Kleben blitzschnell in ein buntes Papierchaos verwandelten... Die Collage mit den Schifflein entstand für Christines #collageteamwork".



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Enkelferien bei mir waren Anlass zum Bringen und Abholen der Enkel zweimal sehr lebendige Wochenendtreffen mit all meinen Kindern und Enkeln zu haben, herrlich... Dazwischen lag die Zeit mit Enkeln Nr. 2 und 3, eine wieder so schöne und erfüllte Zeit im See, beim Abendpicknick-Bootfahren, beim Wandern, beim Spielen...




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Morgens beginnt nun seit Wochen schon mein Tag mit dem Schwimmen im See... Ich kann nicht aufhören die verschiedenen Stimmungen zu fotografieren. Immer wieder anders schön, besonders die stillen Zeiten mag ich so. Wenn ich es ganz früh schaffe, so zwischen 5 und 6 Uhr, habe ich immer wieder mal Glück den Eisvogel zu sehen, oder eine schwimmende Ringelnatter und auf dem Weg die Blindschleiche.




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim letzten Spaziergang auf den Berg kamen wir an einer großen Fläche wild blühender Blumen vorbei, darunter diese wunderbar blaue Wegwarte... Ach ja, meine Sommersehnsüchte nach Garten, See und Familie haben sich doch gut erfüllen lassen, nur etwas Zeit fehlt immer wieder hier und da... Und dennoch, es gab soviel wunderbar erfüllte Zeit, nicht zuletzt die Juni-Tage mit Karen und Ulrike zum Ecoprint bei mir im Garten... Auch da mit Blauholz alles im Zeichen des blauen Sommers...



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PS: Der inzwischen veränderte Blogger-Editor ist gewöhnungsbedürftig. Tut mir Leid, wenn hier jetzt Fotos "auf Abstand" erscheinen, die das gar nicht sollten und brauchten... Ich versuche mich zu bessern...

PS2: Das Sommerinterview, das Michaela und Susanne mit mir geführt haben, ist online... Findet ihr in Michaelas MittwochsMix-Post über diesen Link. Und das oben zu sehende gelbe Schöpfpapier, das ich nachträglich bestickt habe, war da noch ganz unbearbeitet...


 

Mittwochsmix "Blau und Sehnsucht" mit Müllerin Art und Frau Nahtlust

#farbverrückt #lebedeinblau mit Doreen und Katja

 

Mittwoch, 15. April 2020

MittwochsMix

Ein bisschen Pink auf der Fläche des Industriehofs Speyer in blühenden Bäumen.



Wir sind im April schon bei "Pink und Fläche" angekommen, und ich schiebe euch jetzt noch mal ein Stück zurück bis Ende Februar in Speyer. Just in diesen Tagen begann mein Blog-, Facebook- und Instagramfasten und ihr habt seit "Tropfen und Zahl" nichts mehr von mir gesehen. Was aber ja nicht heißt, ich hätte nichts getan... Aber das könnt ihr euch wahrscheinlich denken.





Morgendlicher Gang in Speyer, am Dom vorbei und am Rhein entlang zum Textilstudio.
 
Hier, an einem Garten am Rhein, schon Pink als Fläche, Ende Februar.







Die Tage mit Brunhilde Scheidmeir und Jude Kingshott waren wieder begeisternd, voller Inspiration und dicht gepackt mit wunderbaren gestalterischen Tipps und technischen Kniffen. Mein Seminarplätzchen fand ich neben Carmen von Mein Wintergartenatelier, eine schöne Begegnung... Ecoprint, Indigo und Sticken beschäftigten uns auch nach Verlassen des Studios dann noch bis in die Abendstunden im Hotel... Und alles mit dem Ziel aus unseren Werken kleine Bücher zu falten und zu binden. Da machten wir auch zum ersten Mal diese Webbindung, die gerade auf Instagram in die Herzen und Finger der Buchbinder Einzug hält...





Meine erste Webbindung an einem Onesheet-Büchlein, abends im Hotel gestichelt, inzwischen an einen guten Platz weitergezogen.







Wieder zu Hause in Freiberg angekommen entstand dann zum März-Thema "Schicht und Tulpe" ein weiteres kleines One-Sheet-Büchlein mit Webbindung.











































Durch die Faltung des Büchleins entstehen Möglichkeiten Fächer und Taschen abzunähen und mit allerhand Material rund um die Tulpe zu füllen, entnommen aus alten Büchern, Gartenzeitschriften, Postkarten... Leider hat sich das Büchlein gerade irgendwohin verdünnisiert, so dass ich nicht mehr fotografieren konnte. (Dabei habe ich mir doch extra einen Sammelkarton für handgebundene Bücher angelegt..., tststs...)








Die Collagen-Materialien und Tulpenpapiere stammen zum großen Teil aus Beständen einer Freundin, die vor ihrem anstehenden Umzug gerade ganz viel aussortiert hat, u. a. Papier aus der alten Bäckerei und auch alten Modeschmuck, wie man an den zu kleinem Kettchen-Gebamsel verlängerten Stick- und Heftfäden sehen kann... Es wurde also ein sehr sehr hübsches Tulpenbüchlein, und genug Pink ist auch drin, so dass ich es auch diesen Monat hier noch gut zum MittwochsMix einbringen kann. Und diesmal ging mir auch die Webbindung mit einem Farbverlaufsstickgarn schon flotter und strammer von der Hand.







Waren in diesem Tulpenbüchlein allerhand Gesammeltes und passende Reste verarbeitet worden, entstand die Blüten für mein "Hauptwerk" zum Thema Schicht und Tulpe eher zufällig. Karen war wieder bei mir einen Tag in Freiberg zu Besuch und lehrte mich ein paar Faltungen, u. a. eine Leporellofaltung aus einem A3-Papier, in die noch Inhalt gesteckt werden konnte. Einige Papiere hatte ich für den Tag mit Karen bereitgelegt, darunter auch Walzendruckpapiere einer Frühlings-Postkunst der vergangenen Jahre. Und siehe da, das Papier von Tabea trug Tulpenblüten, da lag die Idee nahe ein Tulpenleporello zu gestalten. Die ersten Schritte passierten dann an unserem schönen Dresdener Kreativtag Anfang März.



Zufall, keine Absicht, war das Zusammentreffen von Zeitungsblatt und Tulpe und der daraus entstandene Tulpenbaum...
Tulpenblütenschichtungen aus verschiedenen Materialien, mit Stickstichen zusammengehalten.


Es wurde geschnippelt, gefaltet, geklebt, gebunden, geschnitzt, gestempelt... Toll war's, was da so am Ende zusammenkam... Ein Tag, der nach Fortsetzung rief, hoffentlich geht so etwas bald wieder.



Im Vordergrund die Anfänge von Manos Tulpenbuch, im Hintergrund mein Leporello



Zu Haus an meinem Werktisch ging es dann doch noch mal richtig zur Sache, und zum Schluss bekamen meine Tulpen noch Namen..., meist nach den Frauen, von denen ich Material mit einbezogen hatte. Es ist wunderbar, von wo überall einem was zufliegt. Rahmen und Rückseiten meiner Tulpenkarten wurden mit farblich passenden Philipp-Morris-Tulpenpapieren gestaltet, Fundstücke in einem vor einem Jahr in Japan gekauften Block voller toller Morris-Muster.  











"Tulipa Astrid" kam übrigens mal als Magnolie auf einem Walzendruck zur Welt, ich hatte aber für ein anderes Projekt im Eifer von Messen und Abschneiden das wunderschöne Papier seitenverkehrt in die Schneidemaschine gelegt und die Magnolien angeschnitten, furchtbar...., und wie bin froh, nun diese Magnolie wenigstens als Tulpe gerettet zu haben...









In diesem Jahr mache ich ja mit meinen großen Enkelmädchen gemeinsam ein Kalenderprojekt, bei dem wir zum Thema Landschaft monatlich die MusterMix-Themen aufgreifen und jede eine Postkarte für einen Kalender erarbeiten. Die Mädchen bekommen dazu am Anfang des Monats von mir Post mit einer Karte, zwei Materialien und Thema und gestalten unter Hinzunahme ihrer eigenen Materialien und ihren Ideen ihre Karte und schicken sie mir zurück. Ich sammle alle, und zu Weihnachten bekommt jede von uns einen mit Karten von uns Dreien gemixten Kalender. Hier unsere drei März-Kalenderblätter, herrliche Tulpenfelder, nur leider nicht bei optimalem Foto-Licht aufgenommen...







Am nächsten Mittwoch gibt's dann mehr Pink und Fläche, ein Buch dazu ist im Entstehen, und viele kleine Pink-und-Fläche-Klappkärtchen gehen morgen zur Post

Bis dahin alles Gute euch, bleibt gesund, gebt aufeinander acht und bleibt geduldig in diesen Zeiten!


MittwochsMix bei Michaela und Susanne.