Samstag, 13. Juli 2019

Meine Woche (bis 12.07.19)





Eigentlich sind es nun schon fast zwei Wochen, seit ich hier im Blog von meiner Woche erzählt habe..., ich war mal wieder unterwegs... Aber nach der letzten hier dokumentierten Woche ging es erst mal relativ geruhsam weiter und ich hab sogar das Schulgarten-Gießen an eine Kollegin weiterreichen können, so dass es dann doch vor meiner Abreise nicht so eng wurde wie befürchtet... Die hohe nicht nur von mir viel bewunderte Königskerze hat die raumgreifenden Bauarbeiten der letzten Wochen im Vorgarten (Abwassergrube und Zaun) überlebt. Und das war nicht leicht..., Karen weiß Bescheid...









Das heiße Wetter lud sehr dazu ein, mal Solarfärbungen mit Baumwollstoffen anzusetzen, mein Mann hat den Winter über fleißig Spreewaldgurken aus großen Gläsern gegessen... Ich bin gespannt, und es könnte ein Sommer-Ritual werden: "Sommer ist, wenn ich Solarfärbungen ansetze..." Außerdem war ich damit beschäftigt zu packen, natürlich auch wieder die "kreative Reiseapotheke". Ich habe es allerdings zu gut gemeint, und davon unterwegs gar nicht viel geschafft. Die Verlockungen des Ecoprintkurses in Speyer waren viel zu groß und auch zu erschöpfend, als dass ich da abends noch zu großen Taten in der Lage war... Da waren eher Eis und Lesen und Spazieren angesagt... Und beim Griechen sitzen, mit dem ganzen Kurs am ersten Abend.









Speyer empfing mich nach reibungsloser 8stündiger Reise im Adenauer-Park gleich mit einem Gemeinschaftskunstwerk im Rahmen der Aktion "Das gryne Band - Kunst und Natur", ein Boot mit Müll von Bürgern in Speyer, das auf dem Goldfischbecken treibt und die Frage aufwirft: "Wann sinkt das Boot?" Eine Frage, die sich nicht von selber beantwortet. Ignorieren hilft auch nicht.









Nachmittags war Zeit für einen Bummel durch die Altstadt in Speyer, meine Zeit zum Ankommen, Tuchfühlung aufnehmen mit Vertrautem, mit Neuem... Ich habe das Rathaus besucht, den Berzelhof (den ich durch mein Treffen mit Birgitt im Februar gefunden habe) und einen privaten Altstadthof, alle mit Ausstellungen und Installationen zum Thema "Das gryne Band". Inspirierend und anregend. Ich habe viele Fotos gemacht und hoffe, ich kann daraus noch Posts machen, Lust hätte ich schon, aber meine schwächelnde Technik erfordert so viele Umwege, bis ich die Fotos am Rechner verfügbar habe, dass mich das im Moment etwas ausbremst, weil es soviel Zeit kostet und mir etwas die Lust nimmt...











Die nächsten vier Tage gehörten dem Ecoprintkurs bei Brunhilde Scheidmeir und Fritz Jeromin, mein vierter seit 2016... Und nach über 10 Jahren bis 2014, in denen ich sagen konnte: "Sommer ist, wenn ich auf die Insel Sylt zum Batik-Ferienkurs fahre", ist nun durch den Umzug meiner dortigen Lehrerin wohl eine Ablösung erfolgt. Ich weiß jetzt schon, dass ich auch im nächsten Sommer wieder in Speyer sein möchte... "Sommer ist, wenn ich nach Speyer zum Ecoprintkurs fahre". Denn ich sag's euch, wie die Wachsbatik hört auch Ecoprint niemals auf spannend und experimentell zu sein und ich bekomme langsam mehr und mehr Sicherheit in meinem Tun, vor allem, weiß ich langsam auch wirklich, was ich da tue ;-)... Und ich liebe Kurse, in die man sich wegen ihrer Dauer so richtig hineinbegeben kann. Vier Tage sind eben nicht nur ein Wochenende. Leider sind meine Draußen-Werktische hier zu Hause wegen der Bauarbeiten gerade komplett mit Holz belegt, so dass ich nicht gleich weiter machen konnte hier. Gut, ist eben so, vorübergehend... Dieses Loslassen-Üben immer...









Mein Morgen begann meist mit einem kleinen Draußen-Frühstück in einem der Cafés in der Maximilianstraße, von denen einige schon um 8.00 Uhr für ihre Gäste da sind. Da blieb anschließend noch Zeit auch mal in den Dom zu schauen und für einen geruhsamen Spaziergang entlang des Rheins hin zum Industriehof, wo das Textilstudio zu Hause ist und der Kurs um 10.00 Uhr begann. Die Nachrichten der Tage waren da gerade angefüllt vom Schicksal der Sea-Watch 3, ihrer Crew mit der Kapitänin Carola Rackete und den an Board genommenen Flüchtlingen. Das hat mich sehr bewegt, auch als ich im Dom wie immer bei einem Gebet mein Kerzchen anzündete, nicht nur für die Liebsten daheim, sondern für alle, die mir nahe sind und auch für alle Menschen, die in Not sind und Hilfe brauchen. Ich hatte wie immer ein paar Bücher und Texte mit, einen von Tolstoi konnte ich in diesen Tagen nur mit den Gedanken an das Drama der Flüchtlinge lesen und wie herzlos mit dem Thema der Flucht übers Mittelmeer zum Teil umgegangen wird. Ich habe den Text für die Papierliebe "Ozeanum" weiterverarbeitet, zeige ich euch demnächst. Noch gärt da was ;-).









Von meinen morgendlichen Gängen am Rhein entlang flussaufwärts war ich wirklich begeistert. Eine Fülle wilder blühender Pflanzen steht am Deich und entlang der Flutschutzwände, sowas von voller Insekten... Einiges an Pflanzen habe ich beim Ecoprint ausprobiert, aber das Sammeln wurde von der Blütenpracht mit den Insekten drin und drumherum noch übertroffen... Einmal wäre ich fast zu spät gekommen, weil ich mich nicht trennen konnte... Auch hier habe ich noch viele Bilder... Zz. ist ja ein bisschen Sommerpause unter den Bloggern, und überhaupt, die Dichte der Beiträge ist geringer geworden. Ich selber lese nur noch wenige, gehaltvolle Blogs einigermaßen regelmäßig, gebe ich gern zu... Aber ich merke, wenn ich so einen Post schreibe, wie mir das Schreiben (und Bebildern) hilft mich und meine Erlebnisse zu strukturieren, mich zu sammeln, es mir einfach gut tut. Ich blogge weiter, schon deswegen. Und ja, ich schreibe manchmal vielleicht etwas viel ;-). Ich erzähle gern. Und ein Blog ist für mich kein eiliges Medium...










Am letzten Abend in Speyer gönnte ich mir einen Konzertbesuch in der Gedächtniskirche mit einem tollen Sinfoniekonzert des Rheinland-Pfälzischen Staatsorchesters, das zum Abschluss seiner Saison in Speyer eine Sommerresidenz pflegt. Ich habe es nur zum Schlusskonzert geschafft...







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Am letzten Morgen hatte ich noch einmal ausreichend Zeit gemütlich zu frühstücken und auf dem Weg zum Bahnhof noch zwei weitere Anlaufpunkte von "Das gryne Band" zu besuchen: im Landesarchiv der Evangelischen Kirche eine Ausstellung über Paradiesvorstellungen, am St. Guido - Stiftsplatz die öffentlichen Hochbeet-Gärten für jedermann und im Adenauer-Park noch mehr Kunstwerke. Gefunden habe ich außer dem Boot dann leider dort nur noch eins, denn ein Leitsystem fehlte oder ich habe es nicht entdeckt. Für die paar Tage hatte ich ja nur meinen kleinen "Rolli" mit, der läuft fast von allein... Ich hatte einen Zug am späteren Vormittag gewählt, ausschlaggebend dafür ist immer, dass ich die Chance habe, zu Hause noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzukommen und dass ich ein Sparticket erwische. Die sind für Reisen am Tage eher verfügbar als für solche am frühen Morgen... Und da ich nicht unter Termindruck stand, war es gut so, wie es war (auch wenn ich für die letzte Fahrt dann doch ein Taxi nehmen musste, weil der letzte Bus weg war, da habe ich mir die Zeit dann noch bei meinem Lieblings-Chinesen vertrieben, zu Haus war ja eh der Kühlschrank leer...). Und wenn ich schon nicht alle Kunstwerke im Park gefunden habe..., aber ein steinernes Montags-Mandala lag im Efeu.


















 
Am nächsten Morgen holte ich bei der Nachbarin die gesammelte Post ab und ich konnte mich gleich sehr freuen, denn Karen und Sigrun hatten mich bedacht... Und das finde ich so schön: Bloggerpost, die ich bekomme, enthält so oft punktgenau etwas von dem, mit dem ich mich gerade beschäftige, was mich interessiert, was ich sammle, was ich verarbeiten will oder wo ich noch lernen kann oder recherchiere. In diesem Sinne, herzlichen Dank, meine Damen... Da ich mit der Sommerpost 2019 in meiner Gruppe wieder ziemlich früh dran bin, habe ich die Woche nicht nur zum Auspacken und Sortieren meiner Mitbringsel, zum Waschen und Gärtengießen genutzt, sondern auch für eine Inspirationssammlung zum Thema "Vögel". Dazu habe ich alte Sammlungen von Schulstunden-Planungen in Textilkunde und Zeichnen genutzt und dabei gleich sortiert in "kann weg", "kann die oder die gebrauchen", "behalte ich selber". So sind aus den 7 Sammelbänden jetzt 3 übriggeblieben und ich bin wieder ein winziges Stückchen weiter im Trennen und Loslassen meiner üppigen Sammlungen... Kann ich doch zufrieden sein... Und ein paar inspirierende Vögel mehr als die Hähnchen hier habe ich auch gefunden und nun schon eine ziemlich Gestaltungs-Idee im Kopf... Stempel werde ich keine schnitzen. Erstens bin ich da etwas aus der Übung gekommen und zweitens habe ich schon so viele schöne Sommerpostkunst-Vogel-Stempelchen auf Insta gesehen, dass ich ruhigen Gewissens verzichten kann ;-)









Vor unserem Haus wächst und grünt die mit Tochter und Enkelinnen vollbrachte "Massen"-Aussaat meiner alten Samensammlung, ich musste jetzt schon hinein und ein bisschen ausdünnen, sonst bleiben am Ende nur Kürbisse und Amaranth übrig ;-) . So ist der kahle Fleck erst mal wieder grün, an der blühenden Kresse wuselt es schon herum, und bald wird es auch schon ein bisschen bunt sein. Mit dieser Zwischenlösung habe ich Zeit zu überlegen, wie ich den Vorgarten und die Zaunbepflanzung gestalte. Nachhaltig soll es werden, pflegeleicht, trockenheitsresistent und halbschatten- bis schattenverträglich, naturnah und insektenfreundlich. Schön anzusehen nebenbei natürlich auch. Eine Pflanz- und Aussaatliste vorwiegend aus Wildpflanzen wächst in meinem Notizbuch. Nächstes Jahr spätestens um diese Zeit sprechen wir uns dann wieder ;-)










Unser Jahreszeitenspaziergang durch die Blutbuchenallee auf den Streganzberg stand auch wieder an, wir Frauen hatten Glück, nach hundekaltem, windigen Beginn kam die Sonne doch noch durch und wir konnten eine ganze Reihe verschiedener kleiner und größerer Schmetterlinge beobachten, dank der wilden Blüten, die zwischen Weizenfeld und Waldrand standen... Und zum Schluss die Schafe vom Schafmilchhof in der Nähe. Hier sieht man auch, wie trocken die Wiesen sind...









Gestern abend kam eine Regen verheißende Wolke vorbeigeschwebt, ich habe sie sogar noch am See gefilmt, aber Regen ließ sie dann doch nicht fallen. Der kam, sehr seicht, sehr wenig, erst am frühen Morgen, aber nun schon öfter mal eine halbe Stunde heute im Laufe des Tages... Da bin ich doch vom Gießen befreit und ich hoffe, alles hält nun bis Dienstag aus, denn ein nächstes Unterwegssein steht an.









Heute nachmittag fuhr endlich auch das Postauto vor und nicht vorbei und zauberte so schöne Post wunderbaren Inhalts in meinen Kasten. Da es immer wieder etwas regnete, saß ich heute oft unterm geschützten Haustürplatz und habe da auch den Brief ausgepackt, in dem es nicht nur sehr Schönes anzuschauen, sondern auch viel zu lesen gab. Ich mag diesen Austausch so... und muss wohl auch mal nach Hildesheim... Danke, liebe Mano!












Und nun warte ich auf den Ehemann, der aus seiner Arbeitswoche nun zu mir kommt, bevor wir morgen im Laufe des Vormittags nach Sachsen fahren, neue Gartenpläne schmieden. Verpasse ich wieder meinen Sohn, der morgen nach hier an den See einfliegt...

Habt ein gutes Wochenende, ein erholsames und stärkendes für all das, was an Schwerem bewältigt werden muss, was ihr an Schönem erwartet, ihr erhofft, tun wollt...


Samstagsplausch...
Sommer ist, wenn... 
Sommer in der Stadt...

Donnerstag, 11. Juli 2019

Naturdonnerstag (95/100) - In meinem wilden Garten





In der vergangenen Woche war ich einige Tage unterwegs, habe in Speyer zum Ecoprint-Seminar Station gemacht und die Gärten sich selbst überlassen müssen. Doch zweimal schickte der Himmel eine kleine Notbewässerung vom Himmel und in den Schulgarten eine Kollegin, so dass es wohl ohne größere Trockenschäden abging und mir der erste Gartenrundgang eine Freude war. Es blüht und summt...









Unter meinen Füßen knirschte es, die Singdrosseln füttern offenbar eine nächste Brut und schlagen das Innenleben der Gehäuseschnecken auf den Trittplatten aus und tragen die Schnecken ins Nest in die hungrigen Schnäbel ihrer Kinder... Die Schneckenhausreste bleiben liegen. Wegen der Trockenheit hatte ich bisher kaum Schnecken im Garten gesehen, aber die Drosseln finden sie doch...









Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  



Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann von Donnerstag 8.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr. Der 1. Donnerstag im Monat gehört dabei ausschließlich den Bäumen in Fortführung meiner langjährigen Reihe "Mein Freund, der Baum". Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.


Bitte, setzt euren Link in die Kommentare. Wir sind nun bei Nr. 95 in der Reihe "Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe" angekommen. Ich mache die 100 noch voll, und damit möchte ich diese Aktion beenden. Es hat mir viel Freude gemacht mit euch und euren Naturerlebnissen. Aber ich habe in diesem Jahr auch gemerkt, dass ich selber inhaltlich zu wenig Zeit und Energie einbringen kann, um die Reihe so zu entwickeln, wie ich sie mir einmal vorgestellt habe, als ich sie vor über zwei Jahren übernahm. Natürlich werde ich weiter über meine Naturbeziehung bloggen. Doch habe ich zz. im wahrsten Sinne des Wortes zu viele "Baustellen" zu betreuen, so dass ich mich nach und nach von regelmäßigen Verpflichtungen zurückziehe.

Donnerstag, 4. Juli 2019

Naturdonnerstag (94) - Mein Freund, der Baum - Bäume am See


Sommer ist, wenn wir am Seeufer sitzen können, schwimmen gehen und es sich bei aller Hitze und trotz regen Bootsverkehrs auf dem Wasser dort gut aushalten lässt... Denn da sind die Bäume...


Heute sind ja beim Naturdonnerstag wieder die Bäume und die Baumfreunde dran. In diesen heißen Tagen der vergangenen beiden Wochen war unser Platz am See wirklich eine Oase... So manches Mal bin ich abgetaucht, am Wochenende dann zu zweit mit meinem Mann... Obwohl die Wassertemperaturen auch schon weit über 20°C liegen, ist es für den Körper doch noch eine Erfrischung und Abkühlung. Danach schmeckten dann Yoghurt-Obst-Nuss-Imbiss und Tee da unten am Wasser unter den wunderbar Schatten werdenden Bäumen am Ufer nochmal so gut. Von Zeit zu Zeit wird vom Bundeswasserstraßenamt der eine oder andere Baum gefällt, denn die Seeufer sind unbefestigt und damit der Erosion ausgesetzt. Da neigt sich mancher Baum irgendwann zu gefährlich übers Wasser. Hinter den beiden Birken seht ihr vom Nachbargrundstück aus eine Eiche ins Bild ragen. Wir hoffen, sie darf trotz ihrer Neigung noch lange stehen.











Das Seeufer ist nämlich durchgehend mit Bäumen bestanden, bis auf zwei Strandabschnitte. BBirken, Erlen, Ebereschen, die eine oder andere Eiche stehen hier. Ein Treffpunkt und Nistplatz für die vielfältige Vogelwelt hier, und für uns Menschen gerade in diesen Sommerzeiten Schatten und Sauerstoff spendende (relative...) Kühle... Am Badestrand in praller Sonne wäre es (für mich) nicht auszuhalten, auch die Stege am jeweils besonnten Ufer sind derzeit immer leer, zu heiß. 

Beim frühen Morgenschwimmen am Montag habe ich sogar mal wieder einen Eisvogel an der Uferlinie entlangfliegen sehen. So ein toller Blitz in Blau-Türkis und Orange... 
Kommt gut durch diesen heißen Sommer!








Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  



Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann von Donnerstag 8.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr. Der 1. Donnerstag im Monat gehört dabei ausschließlich den Bäumen in Fortführung meiner langjährigen Reihe "Mein Freund, der Baum". Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.


Es bleibt so: Eine Verlinkung kann ich - außer in den Kommentaren - nicht anbieten. Danke, dass ihr dennoch mitmacht. Wir sind nun bei Nr. 94 in der Reihe "Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe" angekommen. Ich mache die 100 noch voll, und damit möchte ich diese Aktion beenden. Es hat mir viel Freude gemacht mit euch und euren Naturerlebnissen. Aber ich habe in diesem Jahr auch gemerkt, dass ich selber inhaltlich zu wenig Zeit und Energie einbringen kann, um die Reihe so zu entwickeln, wie ich sie mir einmal vorgestellt habe, als ich sie vor über zwei Jahren übernahm. Natürlich werde ich weiter über meine Naturbeziehung bloggen. Doch habe ich zz. im wahrsten Sinne des Wortes zu viele "Baustellen" zu betreuen, so dass ich mich nach und nach von regelmäßigen Verpflichtungen zurückziehe.


Sommer ist, wenn...

Samstag, 29. Juni 2019

Meine Woche (22.-29.6.19)





Der vergangene Samstag lief entspannt, alle Mahlzeiten draußen, viel Garten, Schwimmen, ein bisschen einkaufen fürs Sonntagsfrühstück mit Gästen, mit zwei befreundeten Paaren feierten wir ein bisschen meinen Geburtstag nach...









Fürs jüngste Geburtstagskind der Woche wurde rechtzeitig ein Päckchen gepackt, und als ich am Montagvormittag Karen vom Bus abholte, in den Briefkasten gesteckt. Davor hatte ich schon im dürstenden Schulgarten gegossen und mich am leuchtenden Blumenbunt und den Schmetterlingen erfreut.









Mit Karen pendelte ich zwischen Gartenplätzen, Küche, See und Werktisch, wir erwischten ja zwei arg heiße schwüle Tage... Wir hatten uns viel zu erzählen und so wurde uns nicht langweilig. Schöngeschrieben haben wir auch. Ich glaube, wir freuen uns nun schon beide auf mein Winterhalbjahr in Sachsen, dann sehen wir uns wieder und der Weg ist nicht so weit. Bloggen verbindet. 












Nachdem ich Karen zum Bus gebracht hatte, fand ich eine neue Gartenbrache vor, ein neuer Zaun wird gesetzt. Ich kann mich nicht erinnern, jemals soviel Platz fürs Zaunsetzen gebraucht zu haben, so dass ich - anders als beim Setzen der neuen Abwassergrube - mit keinem Gedanken daran gedacht habe, Pflanzen zu retten... Aber nun ist das so und ich kann mir Gedanken um die völlige Neugestaltung der durch Abwassergruben- und Zaunbau pflanzenleer gewordenen Vorgartenteile machen. Ein wildes Eck ist vorn noch da und das wird auch bleiben. Erfülle ich damit doch schon ein Kriterium für "Bayern blüht - Naturgarten" (Schaut mal in Sigruns Post) Das nützt mir ja zwar in Brandenburg wenig, aber vielleicht wacht Brandenburg da auch noch irgendwie auf und erkennt die Leistungen von Naturgärten für die heimische Biodiversität an ;-).











Das gelb blühende Pfennigkraut stand auch im Vorgarten zuhauf, hier eine Stelle am Sumpf im hinteren Gartenteil. Was noch so alles gelb hier und im Schulgarten blüht, habe ich diesmal zum Naturdonnerstag gezeigt.










Am Mittwochmorgen war ich in aller Früh nochmal im Schulgarten, vor allem die Stauden- und Blumenrondelle und die Beerensträucher brauchten Wasser, es sollte ja der bisher heißeste Tag werden... Mein Thermometer bei mir am Haus am Wald zeigte nachmittags über 37°C... Während der Schlauch zum Schluss noch unsere kleinen Teiche auffüllte, schaute ich mal genauer auf die Indianernessel (Monarde). Was die doch für faszinierende Blüten hat. Die sehen übrigens sehr hübsch im Kräutertee aus. Meine Lieblingssommermischung: je ein Zweiglein Pfefferminze und Zitronenverbene und eine Monardenblüte auf meine Halbliter-Tasse. Damit wandle ich dann durch den Garten...








Seit ich blogge, habe ich auch einige Künstlerinnen entdeckt, deren Kunstwerke ich sehr mag, und hin und wieder leiste ich mir eins. Von Mano, Lisa und Stefanie ist bei mir schon Einiges zu entdecken. Nun kommt eine Arbeit von Ines dazu: "Ways to remember trees", eine gewachste Mixed-Media-Collage. Ich mochte sie vom Anschauen schon auf Anhieb und nun, da ich sie berühren und passende Plätze für sie aussuchen kann, mag ich sie noch mehr... Sie passt aber auch zu gut zu mir und meiner Baumliebe.








Bald geht es auch im Haus mit Bauarbeiten weiter, da muss dann auch etwas Baufreiheit her und so bin ich gut beschäftigt, endlich meine letzten Aktenberge und Kreativvorräte im Keller zu entwirren, zu sortieren und z. T. auch mal zu entsorgen. Da unten ist's jedenfalls schön kühl... Erholt von soviel Aktenstaub habe ich mich am Donnerstag bei einem Spaziergang in die Blutbuchenallee mit einer meiner treuen Mitwanderinnen, die nicht immer Zeit hat, wenn unsere Frauengruppe loszieht. 







Freitag war Berlin-Tag, ein Treffen mit einer meiner ehemaligen Erzieher-Studierenden, die inzwischen ein allersüßestes kleines Baby hat, mit Rundgang in "heimatlichen" Gefilden ins Grüne zwischen Alex und Friedrichstraße rund um die Museumsinsel... Von 1972-74 und 1976-84 habe ich inklusive zweier Babyjahre an der Humboldt Universität studiert, eine Zeit, an die ich mich gerne erinnere Ich liebe es, mich manchmal auf alte Pfade zu begeben und die Veränderungen zu entdecken. Aufs Humboldt-Forum freue mich sehr. Ich hätte allerdings gut darauf verzichten können, dass es äußerlich in Gestalt des alten Schlosses daherkommt...






Abends hatte mich mein Mann nach Cottbus zum Ausklang eines Besuchs einer japanischen Firma eingeladen, deren Entsandte ich in Japan kennenglernt habe. Fleisch, Gemüsespieße und Auberginenscheiben vom Grill, dazu Spreewaldgurken aller Arten... Gleich am Mühlengraben zur Spree, mit Drosselgesang in alten Bäumen, eine angenehme Atmosphäre. 








Heute morgen begrüßte uns zum Frühstück am Tisch unten im Garten eine zart duftend blühende New Dawn, ich hatte die Hoffnung, dass sie sich am Platz einlebt, schon fast aufgegeben, aber nun hoffe ich doch wieder... Wir werden uns mit unserer hiesigen Baustelle beschäftigen, Räumarbeiten und was noch so nach Aufmerksamkeit verlangt in diesem in die Jahre gekommenen Haus. Dazwischen sitzen wir im Schatten im Garten und im Wasser und tauchen daselbst ab. Wird wieder heiß, merken wir jetzt schon... Habt ein gutes Wochenende!


Samstagsplausch ist wieder bei Andrea
Und bei der anderen Andrea geht's "Ab in den Garten"