Dienstag, 18. Januar 2022

2021 - 12 x Begegnungen mit Freund*innen



 

Ganz private Begegnungen mit lieben Freunden, weniger zum Feiern, als zu einem guten Gespräch mit einer kleinen Mahlzeit und vielleicht noch einem gemeinsamem Spaziergang, der die Gedanken noch einmal anders zum Fließen bringt, sind mir so wichtig... Den Anfang machte im März mein Besuch bei H. in ihrer so gemütlichen Wohnung. (Sie überliegt später im Ruhestand wegzuziehen, denn inzwischen liegt die Wohnung nun voll im Einzugsbereich des BER...) Die Bibliotheksleiterin ist eine meiner langjährigen Teilnehmer*innen bei poetischen Spaziergängen, Jahreszeitenabenden und Kreativkursen. Was für ein schöner Vormittag mit ihr...




Zu meinem Geburtstag überraschten uns nach dem Frühstück auf ein Gartenstündchen S., eine meiner besten Freundinnen, und ihr Mann, und sie brachten Schlüsselblumenzöglinge aus ihrem Garten mit... Wir haben ja seit dem Wegzug einer weiteren gemeinsamen Freundin vor einem guten Jahr wöchentlich unser gemeinsames Drei-Frauen-WhatsApp-Video-Kaffeestündchen, doch so eine persönliche Begegnung ist dann wie ein Sahnedessert obendrauf ;-).




Auch ein Besuch Anfang Juni bei meiner alten Kreativlehrerin Helga Duttke in Königs Wusterhausen, einer wahren Web- und Patchwork-Künstlerin, von der ich so viel lernen konnte, hat geklappt. (Manchmal hat sie hier im Blog oder auf Instagram Erwähnung gefunden) Langsam merkt man einige Begleiterscheinungen des nun schon hohen Alters, doch als ich dann einmal bei ihr angekommen und eingelassen war, hatten wir so eine schöne Stunde mit gemeinsamen Erinnerungen. Auch meine Töchter lernten bei ihr spinnen, und so gibt es übers Jahr dann immer viel zu fragen und zu erzählen... Dass dieses öffentliche Stückchen Wiese wachsen und blühen darf, ist übrigens ihr zu verdanken, denn sie hat das persönlich mit dem Herrn der Mähwerke ausgehandelt...




Um das Gedeihen des ja noch relativ frisch angelegten Gartens in Freiberg im ersten Jahr zu beobachten, zupfend nachzuhelfen und Pflanzungen noch zu vervollständigen, war ich öfter dort als sonst im Sommerhalbjahr, doch dieses Foto stammt aus einem Dresdner Garten, wo ich Karen besuchte. Zu diesem Anlass hatten wir allerbestes Juniwetter, und schwubs, war der Vormittag mit Naschen und ausführlichem Gartenrundgang schon wieder verflogen. Schön, wie ansteckend und seelenheilend doch Gartenfreude ist... Und morgen - endlich - frühstücken wir bei mir.




Das schöne Juniwetter reichte auch noch für eine Fahrt ein Stückchen ins Erzgebirge hinein, wo in einem lauschigen Kreativ- und Gartenreich  Uta und ihr Mann beheimatet sind. Was es da alles zu sehen, zu bestaunen und zu beschnattern gab. Wunderbar die kleinen Schattenoasen in Laube und unter berankten Gehölzen...




Im August besuchte ich in Neue Mühle Thekla Krenz, auch eine meiner Kreativlehrerinnen, die Anfang der 90er unsere ABM-Kreativstube in Prieros führte und anschließend noch lange an der VHS Kurse gab. Auch sie hat so einen schönen verwunschenen Garten... Hier besuchte ich auch mein erstes Batikseminar, als sie in ihrem Kreativ-Haus die Sylter Batikkünstlerin Maria Ilona Poppendieck zu Besuch hatte. Da trockneten die Batiken an der Wäscheleine in diesem Garten. Diesmal nun ein Garten-Kaffeestündchen mit leckerem Kuchen.





Eine alte Kollegin aus nachwendlichen Gemeindezeiten - bei ihr lernte ich 1990 als frische Bürgermeisterin einen Haushaltsplan lesen - habe ich sogar dreimal im vergangenen Jahr auf ein Schwätzchen gesehen. Bei mir auf der Terrasse und dann noch zweimal bei ihr... Beim ersten Mal hatte ich in ihrem Garten Felsenbirnenschösslinge entdeckt, und die durfte ich mir dann im November noch ausgraben und wir haben Blumenzwiebeln gesteckt. So gab es noch ein Extrakaffeestündchen obendrauf... Und nun mal ehrlich - habe ich nicht ein tolles Talent, mir Freundinnen mit wunderbar natürlichen Gärten auszusuchen? Man findet sich da wohl, denke ich mir so gerade... Hier schimmert durchs Gesträuch sogar ein bisschen der See...




Unsere soweit in den Norden gezogene Freundin kam auf eine Woche in die alte Heimat, so dass wir mal live zusammensitzen konnten für ein ausführliches Frühstück, leider passte das Wetter für den Garten nicht, also rein ins Renovierungschaos und alles um uns rum ausblenden... In derselben Wochen kam es noch zu einem Treffen mit der weit Hergereisten und zwei alten Kolleginnen aus der VHS/MS bei einem der Bäcker im Nachbarort. Er hat eine große überdachte Terrasse, so dass wir wettergeschützt sorgenfrei draußen sitzen konnten... Denn in einem Jahr (da fand das Treffen auf meiner Terrasse statt) sammelt sich allerhand Gesprächsstoff...




Hätte da noch nen schönen Garten, ganz in der Nähe vom Scharmützelsee, wo ich im August auch noch meine Freundin Brigitte Fricke zum Waffelessen besucht habe, hm... Sie ist in ihrem hohen Alter immer noch mit federführend in einem Kulturverein aktiv, der ein hochkarätiges kulturelles Angebot rund um die alte Schulscheune Diensdorf-Radlow organisiert. Bewundernswert. So eine herzliche begeisterungsfähige Frau. Immer noch arbeitet sie regelmäßig mit behinderten Frauen aus einer betreuten Einrichtung auf dem Gebiet der Wachsbatik, mit manchen schon seit deren Kindesalter. Nun hoffen wir auf ein Wiedersehen im Frühjahr bei mir...




Bei mir im Garten fanden sich dann im September noch Ch. (Sie brachte mir eine in einen so hübschen selbstgenähten Umschlag eingeschlagene Edith-Holden-Ausgabe mit...) und ein paar Tage später noch einmal H. auf ein Gesprächsstündchen mit leckerem dreigängigen Schmaus... So schließt sich langsam aber sicher der Kreis... 

 


 

Im September hatte ich auch in Lindow Klassentreffen mit der Einschulungsklasse, die ich aber nur drei knappe Schuljahre besucht hatte. Aber eine Freundin ist seitdem geblieben, und wenn ich kann, geselle ich mich zu den Klassentreffen dazu. Ne lustige Runde... Mein Mann und ich nutzten die Gelegenheit gleich für ein Neuruppin-Wochenende und auf der Rückfahrt machten wir bei unseren Freundin von der Insel Sylt halt, die inzwischen seit mehreren Jahren im Brandenburger Norden von Berlin leben. Auch hier ein liebevoll gedeckter Kaffeetisch und der Blick in einen weiteren zauberhaften Garten...

 


 

Im November klang dann der Reigen der "außerfamiliären" persönlichen Begegnungen erstmal aus, zum einen mit dem Besuch bei meiner Freundin nach ihrem Geburtstag. Zum anderen begleitete mich ihr Mann dort in Storkow auf die Burg zu einem beeindruckenden Film-Vortrag über Indien. So langsam rücken Fernreisen, die man vielleicht mal so auf der Wunschliste hatte, aus ganz verschiedenen Gründen in immer weitere Fernen, da kann ja etwas Ersatz, mit dem man näher hinschauen kann, nicht schaden...

Dann gab ich Mitte November mit dem Wechsel nach Freiberg mein Mietauto zurück, es stiegen die Inzidenzen, ich sagte eine schon geplante Bahnreise zur älteren Tochterfamilie und meinen Freundin im höheren Norden Deutschlands erst mal ab. Wenn Omikron durch ist und für alle hoffentlich glimpflich abgeht, die sich damit näher auseinandersetzen müssen, plane ich wieder... Schön, dass bald wieder mehr Draußensein möglich ist...

Montag, 17. Januar 2022

2021 - 12 x Enkelferien-Momente

Meine Enkelkinder für ein paar Tage bei mir zu haben, ist immer eine besondere Freude... Die verschiedenen Ferientermine in den einzelnen Bundesländern, die Entfernungen, die familiären Urlaubspläne und aus regelmäßigen Freizeitaktivitäten herrührendes Anknabbern der Ferienzeiten machen es nicht immer leicht zu planen. Und nun noch Corona... Doch im Juli hatte ich drei meiner Enkeltöchter in Prieros, erst die Große, später die beiden jüngeren. Und wenn ich jetzt die vielen Fotos sehe, wird mir wieder ganz warm ums Herz...




Die Älteste meiner Enkelinnen ist sehr tierlieb und überhaupt an Natur, Tieren, Pflanzen und Garten interessiert, da lag es nur nahe, dass sie immer wieder auf der Pirsch war, vor allem, um verschiedene Arten von Schmetterlingen in meinem Garten zu dokumentieren...




Auch zu verfolgen, wie sich ihre kreative Ader entfaltet, bereitet mir Freude. Während ihrer Tage bei mir schöpften wir Papier (davon werde ich später noch bei einem Kreativ-Rückblick erzählen), sie sortierte meine Restefäden und baute für die (früher regelmäßig hier Lesenden schon bekannten) Eulen-Familien ein neues Floß...



Hier wird im Regenfass die Schwimmfähigkeit des Floßes getestet und nochmal etwas umkonstruiert und auf Nr. Sicher gegangen, damit die Eulen keinen nassen Po bekommen bei der Ausfahrt...



In der Kellerwerkstatt wird gesägt, genagelt, gebohrt und geschraubt. Ich brauchte eigentlich nur zuzuschauen... Und konnte dank unserer Vorräte alle Material- und Werkzeugbedürfnisse stillen. Die Tage vergingen wie im Fluge, Waldspaziergänge, Schwimmen, Boot fahren, kochen, auf unserem winzigen überdachten Plätzchen essen, Schmetterlinge beobachten und ausführlich schwatzen... Eine bald 16jährige als Gesprächspartnerin, toll...



Die erste Amtshandlung des nächsten Enkelinnenbesuchs war, die Oma nach Schönefeld (dieser Hibiskus blühte am Parkplatz) zur Covid-Zweitimpfung zu begleiten und ihr die nächsten 36 Stunden etwas Ruhe zu gönnen... Hat prima geklappt.



Die große Enkelin hatte für die beiden kleineren zwei der in den Vorjahren entstandenen Eulenhäuser wieder her- und eingerichtet, so dass Eulenhausen wieder ausgiebig bespielt werden konnte. Die Kleine hat dabei nun auch schon so schön mitgemacht, im Vorjahr waren damit Cousin und Schwester in ihren Ferien beschäftigt...



Etwas Pech gab es auch zu beklagen: Unsere Schiffsfahrt fiel aus, weil der Kapitän unsere Platzbestellung fürs Oberdeck in der falschen Woche einsortiert hatte und uns in den von einer Seniorengruppe dicht besetzten Schiffsbauch setzen wollte. Das war mir in Coronazeiten mit zwei noch ungeimpften Kindern zu heikel. Zum Glück hatten wir vorher schon allerhand im Dorfe gespielt, nun gab es im Nachbarort noch ein Eis, denn das geplante Café im Ort hat noch nicht aufgemacht. Und auf dem Rückweg bewunderten die Mädchen einen Baggerfahrer beim Abriss eines Häuschens derart ausgiebig, dass er es bemerkte und ihnen mit seiner Baggerschaufel zuwinkte... Diese strahlenden Augen...



Unser Bootspicknick fiel dem Umstand zum Opfer, dass Oma das verrostete und schon vorher immer wieder hakende Schloss nun gar nicht mehr öffnen konnte und mein Mann erst am Wochenende darauf den Schaden beheben konnte (und mit der Kleinen noch eine Paddelboottour machte). Also Boot und Schiff-Fahren müssen wir echt diesen Sommer nachholen. Der Kapitän beglückte uns wegen seines folgenreichen Versehens mit einem Gutschein per Post. Na dann, bald wieder Schiff ahoi mit lecker Eis an Bord...  Das geplante Ruder-Picknick nahmen wir dann halt auf dem am Ufer festliegenden Boot ein und beobachteten derweil den Schiffsverkehr auf dem See. Herrje, die Anzahl der Hausboote... Es werden immer mehr.



Die in diesem Sommer mal wieder häufigeren Regenfälle ließen sich spielend, malend und (vor)lesend überbrücken, inmitten des Renovierungs-Chaos. Besonders die Kleinste fand es ja spannend den Malern über die Schulter zu schauen... 



Ein Besuch im Haus des Waldes ist immer wieder lehrreich und unterhaltsam, da wegen Corona keine Kindergruppen da waren, war es besonders schön und entspannt... Ausgiebig wurden alle Stationen ausprobiert. Macht jedes Jahr aufs Neue wieder Spaß und meistens gibt es auch noch irgendetwas Neues auszuprobieren...




Eins der größten Ereignisse war dann, bei endlich passendem Wetter - vor allem der oft so stark auffrischende Wind hielt uns vorher immer wieder ab - das von der großen Cousine gebaute Floß mit all den vielen Eulen mal auf große Fahrt zu schicken... Vorher bekamen alle Eulen noch die von der Großen aus Korken und handgeflochtenen Kordeln gebastelten Rettungswesten umgebunden, ein witziger Anblick... Tja, und dann war die Woche auch schon wieder um...





Aber wir hatten die beiden Schwestern dann auch noch für ein ganzes Adventswochenende bei uns. Beim Backen größerer Plätzchenmengen fürs Füllen der Keksdosen für die Weihnachtspäckchen waren sie eine echte Hilfe... Und mir macht es dann auch noch so viel mehr Freude, als wenn ich alleine in der Küche stehe... Nun sind bald schon wieder Winterferien, und ich hoffe, dass dabei auch wieder fröhliche Enkelferientage bei Oma herausspringen ;-)


Sonntag, 16. Januar 2022

2021 - 12 x Familien-Momente

Ja, Corona hat auch bei uns Familienaktivitäten mit unmittelbaren Begegnungen noch mal eingeschränkt, die auf Grund einiger Entfernungen zwischen den jeweiligen Lebensmittelpunkten ohnehin seltener sind als bei denen, wo mehrere Generationen praktischerweise im selben Dorf leben... Da sind die heutigen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten schon irgendwie tröstend. In Familienchats werden Bilder und Neuigkeiten ausgetauscht, und gelegentlich, wie gleich Neujahr 2021, gibt's einen Videochat mit allen Kindern, Partner*innen und Enkel*innen...




Erst im März gab es wieder echte Begegnungen, wie mit meiner Schwester auf einem Spaziergang an "ihrem" See, wenn sie zeitweise bei ihrem Freund wohnt...

 


 

Wenn wir in unserer Wohnung in Sachsen sind, lassen sich Treffen mit der Familie meiner jüngeren Tochter auf Grund der in einer  Autostunde zu überwindenden Entfernung noch am leichtesten organisieren, immer eine Freude, wenn sie mit ihren Töchtern zu einer gemeinsamen Mahlzeit auftauchen und auch noch Zeit ist zu einem Spaziergang aufzubrechen... Schnelltests sind in jedem Falle Pflicht und immer im Gepäck... Schöne Erinnerungen an gemeinsame Stunden. Hier waren wir auf dem Spielplatz am Freiberger Tierpark, den wir bequem zu Fuß erreichen können.

 


 

Groß war die Freude auch, zum erstem Mal im Jahr Sohn und Freundin in Prieros draußen zu einem Osterfrühstück zu begrüßen. Dick eingemummelt und mit heißem Tee und Kaffee versorgt ließ sich auch Anfang April schon ein gutes Stündchen im Garten verbringen. Ein Segen in diesen Zeiten, sich zu viert draußen begegnen zu können und dabei sehr viel sorgenfreier zu sein als im geschlossenen Gehäuse... Das haben wir noch einige Mal in Prieros so machen können, wenn die zwei zu uns rauskommen... Demnächst wollen wir sie auch mal in ihrer Berliner Wohnung am südlichen Stadtrand besuchen.




Im April nahm meine jüngere Tochter eine mehrtägige Familienauszeit und schrieb bei uns unterm Dach in Freiberg an einer Belegarbeit. Zum Mittagessen und zum Kaffee trafen wir beide uns auf ein Stündchen zum Kochen, Essen und Schwatzen, manchmal konnten wir sogar schon draußen im erblühenden Garten sitzen. Seitdem kann ich One-Pot-Pasta machen... ;-)

 


 

Im Mai, wieder in Prieros, kamen meine Schwester und ihr Freund zum Geburtstagskaffee bei uns. Zu viert oder zu sechst ein zwei Stündchen zusammen sein zu können, ist mir inzwischen soviel wertvoller geworden als eine große Feier, in der die Kommunikation mit den einzelnen Gästen zu oft viel zu kurz kommt. Es ist so sehr viel intensiver. Liegt vielleicht auch am Alter? Mein Mann und ich kneifen schon lange bei für unser Wohlbefinden zu großen Feiern oder verdrücken uns nach zwei Pflichtstündchen. Das war schon vor Corona so und siehe da, nun wurden wir durch Umstände, Regeln und eigene Einsicht sanft gezwungen und fühlen uns eigentlich erleichtert. Jedenfalls werden wir Vierer- bis Sechser-Runden für solche Kaffeetafeln beibehalten...

 


 

Im Juni besuchten wir unseren sächsischen Lieblingsrosengarten mit den alten Obstbäumen bei der Tochterfamile an der Mulde... Das hatte ich glatt vergessen, wie gut, dass ich doch noch die Fotos einigermaßen ordentlich sortiert hatte... Da wollen wir in der Rosenzeit wieder hin, denn inzwischen wandern da auch noch Hühner und andere Vögel durch den Garten... Und na klar, Kinder und Enkel drücken...

 


 

Im Juli war ich wieder bei meiner Schwester auf ein Frühstück zusammen mit ihrem Freund und einen Spaziergang mit ihr an ihrem See. Diese Zeiten 2021 mit meiner Schwester gehören zu den kostbarsten, die ich hatte, denn natürlich hoffen wir auf weitere 30 (;-) ;-) ;-)) gemeinsame Jahre, wie mein Mann gestern bei einer schönen Begegnung mit ihr in Leipzig sagte, aber wir können es nicht wissen. Gerade sind wir wieder hoffnungsvoller. Und ich bin dankbar für diese Erinnerungen aus dem vergangenen Jahr.

 


Meine älteste Tochter und ihre Familie habe ich echt nur eine gute Stunde lang gesehen 2021..., nämlich als sie im Juli die älteste Enkelin von ihrer Ferienwoche bei mir abholten und weiter fuhren in den Sommerurlaub... So schade. Weitere Treffen haben wir aus Vernunftgründen verschoben auf entspanntere Zeiten, vor allem meinen vorweihnachtlichen Besuch an der Ostsee. So blieben dann schließlich nur wieder ein Videochat in den Weihnachtstagen, Familienchat und Enkelpost, die ich von Zeit zu Zeit in den Norden schicke... 





Im August besuchten wir den jüngeren Enkel meines Mannes, um ihm in seiner ersten Schulwoche zur Einschulung zu gratulieren. Ehrlich: die große Feier haben wir abgesagt. So verlebten wir mit ihm und seiner Familie zwei Stunden mit dem Enkel in seinem Zimmer, im Garten an der Schaukel und mit seinen Geschwistern und den Kaninchen und aßen zusammen zu Abend. Vorher waren wir beide beim Augenarzt und nach Jahren mal wieder auf ein Eis auf der Außenterrasse im Cottbuser Café Lauterbach...

 



Unser 2020 wegen Corona schließlich doch ausgefallenes "großes" Familientreffen mit meinen Geschwistern und all unseren Kindern und Enkeln holten wir am zweiten Septemberwochenende auf dem weitläufigen wunderbar geeigneten Gelände des Guthofes Buberow im Norden von Berlin nach, ein am anderen Ende der Welt lebendes Paar und zwei fünfköpfige Familien fehlten wegen der Entfernung und Sorgen um die (noch) ungeimpften Kinder mit so vielen aus so verschiedenen Landesteilen Anreisenden. Wir anderen 15 verlebten - geimpft und/oder getestet - mit Spaziergängen, Spielen und gemeinsam bereiteten Mahlzeiten in einer riesigen Scheune mit großem offenen Tor und dem Feuer zum Tagesausklang ein allerschönstes Frischluftwochenende - bis auf die nächtlichen Schlafenszeiten in den hübschen Ferienwohnungen in den alten Gemäuern. Aber auf dem stillen Dörfchen heißt es dann auch zur leichten Herzens "Fenster auf"... 




Im November Brunch bei uns in Freiberg mit der wie wir in winters in Sachsen lebenden Tochterfamilie, nach unserer Rückkehr aus dem Schwarzwaldurlaub... Diesmal sogar wieder mit Streicheleinheiten für die zauberhaften Zicklein... Weihnachten und Silvester verbrachten wir allein und freuten uns aber von ferne so sehr am Treffen meiner Töchter und ihrer inzwischen zumindest einmal "gepieksten" Kinder zwischen den Jahren an der Ostsee...





Das letzte Bild ist etwas geschummelt, weil schon im Januar 2022 aufgenommen. Passt aber so gut zum Schließen des Kreises... Am ersten Sonntag im neuen Jahr kamen mein Sohn und seine Freundin zum Kaffeetrinken nach Prieros. Geboostert und in Testroutinen erfahren, mussten wir diesmal nicht bis April auf einen gemeinsamen Kaffee im Garten warten, sondern konnten guten Gewissens bei uns drinnen sitzen, immer noch etwas im Räum- und Renovierungsmodus, doch langsam ist ein Ende abzusehen. Wir haben bei den beiden inzwischen sozusagen ein Kuchen-Abo, denn auf dem Weg nach draußen halten sie bei einem der Cafés an und bringen Kuchen mit... Schön..., aber auf die Dauer nicht so richtig förderlich für meine eigenen Bäckerinnen-Qualitäten ;-). Ja, vor dem Freiberger "Montagsspaziergänger-Straßentheater" und den trotz Verkaufsverbot zu befürchtenden "Freiheits-Silversterknallerorgien" hatten wir uns zum Jahreswechsel ins still(ere) Dorf in Brandenburg verzogen, und es war gut so...

Ich freue mich auf neue Familienmomente 2022. Zu unserer Freude gab es schon einige ;-). Doch erstmal gucke ich noch nach den Enkelmomenten 2021... Auch wenn diesmal nicht alle 7 unserer Enkel ausführlich beteiligt waren, gab es mit den anderen sehr schöne und intensive gemeinsame Zeiten...


Ein ganzes Jahr lang nicht, und nun setze ich mich gleich zweimal zu Andreas Samstagsplausch, denn da darf man auch noch am Sonntag hin...

Samstag, 15. Januar 2022

2021 - 12 von vielen "Zuzweit"-Momenten

Als ich zwischen den Jahren begann die Fotos zu sortieren, wurde mir bewusst, wie reich auch dieses vergangene Jahr war... Bei allem Schwierigen und Schweren, die persönliche Ernte ist fällt dann doch reich aus... Da will ich mal genauer hinschauen und suche unter verschiedenen Aspekten 12 Fotos raus. Fange an mit "zuzweit". 

Noch immer hatten mein Mann und ich im vergangenen Jahr "nur" die Wochenenden gemeinsam, doch die immerhin wirklich allzumeist. Ich habe schon länger nahezu komplett aufgehört am Wochenende eigene Termine zu machen, mein Mann fliegt nur noch selten übers Wochenende in die weite Welt, so dass wir die Wochenendzeiten wirklich gemeinsam haben, zum Miteinandersein, Ausfliegen, (wegen Corona dann doch noch seltener als die Entfernungen eh schon zu schaffen machen) Familie und Freunde sehen, Renovierungspläne im märkischen Haus schmieden und begleiten, im Wald oder in der Stadt vor der Haustür spazieren gehen... Und oha: seit Neujahr 2022 ist mein Mann in der Regel einen kompletten Tag mehr bei mir, von Donnerstagabend bis Montagmorgen in aller Herrgottsfrühe...

 

Januar: Neujahrsspaziergang an der Mulde

 
Februar: einer der gemeinsamen Stadtspaziergänge in Freiberg, ach Freiberg...

 

März: Sein Geburtstag mit Lieblingsblumen der Kollegen

 

April: Radtour zum Ziestsee

 

Mai: nur noch ganz selten bin ich in Cottbus, dem Arbeitsort meines Mannes.

 

Juni: Zum Kaffee bei Freunden auf dem Gartengrundstück.

 

Juli: Bootspartie mit einem der Enkelmädchen.


August: Ausflug zum Schloss Moritzburg bei Dresden

September: Wochenende in Neuruppin anlässlich meines Klassentreffens

Oktober: Im Schloss Lichtenwalde (Kimono-Ausstellung) und im wunderbaren Schlosspark

November: Lebensmittelpunkt wird den Winter über wieder Sachsen

Dezember: Weihnachtszeit in der geliebten Veranda.


Auch Urlaub hatten wir, diesmal samt und sonders in Deutschland, Japan und Andalusien schon seit 2020 verschoben. Doch auch Tagesausflüge und Kurzurlaube im Märkischen und zwei Wochen Schwarzwald waren wunderbar. Da gibt es noch einen Extrarückblick drauf... Wie auch auf so schönen und kostbaren Familienzeiten. Und die Gärten, den Wald vor der Haustür, den See, die Baumbegegnungen, meine Einzelausflüge, meine Leseerlebnisse, Nachdenk- und Kreativzeiten... Vielleicht komme ich damit im Januar durch. Merke, dass ich noch nicht fertig bin mit 2021 ;-) ;-) ;-). Aber schon im Dezember zurückzublicken, ist mir einfach zu früh...

 

Liebe Grüße euch! 

 

Samstagsplausch mit Andrea