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Donnerstag, 20. Februar 2020

Naturdonnerstag - Besuche am See



Birkenzwillinge am Weg zum See. Ja, der rechte steht doch noch, selbst Holzfäller sind heute knapp...




Ab und zu fahre ich den sächsischen Winter über ins Brandenburgische nach dem Rechten schauen, gehe zum geliebten See hinunter, schaue in den ruhenden Garten, in die nun kahlen Bäume, füttere die sofort hurtig herbeifliegenden Vögelchen, besuche die liebe  Nachbarin, die sich um den Briefkasten kümmert, falls trotz Nachsendeauftrag doch mal was im Kasten landet, räume ein bisschen... Winter(garten)glück in natura, sozusagen...














Jedes Mal entstehen auch ein paar Fotos... Hier von Anfang Dezember. Nur eineinhalb Tage liegen zwischen den nebligen und den sonnigen Fotos. Was für verschiedene Stimmungen... Und wie menschenleer die Umgebung in dieser Zeit...
















Von Anfang Januar habe ich keine Fotos, denn zwischen den Jahren hatte den "Kontrollbesuch" mein Bruder gemacht und ein paar Auszeit-Tage in seinem alten Heimatort verbracht. Anfang Februar war ich selbst noch mal dort und erwischte einen überaus grauen Tag. 













Der Garten ruht, sagte ich eingangs... Aber ein bisschen Quicklebendiges gibt es doch noch bzw. schon wieder zu sehen...




Vexiernelke, blühend, Anfang Dezember...
Winterjasmin Anfang Februar.
Die Ende Oktober mit dem kleinen Enkelmädchen gesteckten Wildtulpen gucken schon mit Blättern...
Der Waldgeißbart am Weg zum See hatte Anfang Februar schon frische Knospen...


Ich freue mich nun schon ganz sachte auf Ende März, wenn ich für ein halbes Jahr wieder dauerhaft ins Sommerquartier einziehe... Aber bis dahin sind es noch ein paar Wochen, und die Zeit in Sachsen wird mir auf keinen Fall lang...



Naturdonnerstag  
Gartenglück - Winterglück 

Sonntag, 24. November 2019

Mein Freund, der Baum, nochmal...

Alte Birke.









Pilzlein am Stamm der alten Birke.




Zwillingsbirke noch vollständig. Der linke Zwilling muss altershalber fallen.




... Bäume bei mir zu Haus. Der eigentlich für heute vorgesehene Baumfreund aus dem Harz muss wegen der fortgeschrittenen Zeit noch ein bisschen in die Warteschleife... Aber Bäume habe ich natürlich auch ohne diesen besonderen immer parat. Wie gestern schon beim Samstagsplausch erzählt, war ich für zwei Tage in der brandenburgischen Sommerheimat. Das Wetter war gar nicht klischeehaft novembermäßig grau, sondern ziemlich hell und sonnig. Was lag da näher, als die Bäume um mich her noch einmal in Augenschein zu nehmen, nun, da die Birken im satten Herbstgelb stehen, und auch noch einmal ein paar Minuten an den See zu gehen... Wenn ich darüber nachdenke, dass ich diese Blicke nun schon über 50 Jahre kenne und wohl hunderte von Malen schon fotografiert habe, wundert es mich dennoch nicht, dass ich sie mir wieder und wieder anschaue... Da ist eine tiefe Verbundenheit...





Erlen und Robinien am See.



Jung-Ahorn. Kein Spitzahorn. Dann verlassen sie mich mit der sicheren Unterscheidung.


Erle, Jungesche und Birke am Ufer.









Alte Kiefer.


Baumnachwuchs. Eberesche.



Mein Freund, der Baum
Naturdonnerstag

Donnerstag, 14. November 2019

Naturdonnerstag - Abschiednehmen vom See




Als mich neulich eins der kleinen Mädchen in Prieros besuchte und wir mit dem Packen und Winterfestmachen des Brandenburger Sommerquartiers beschäftigt waren, kam natürlich auch das Abschiednehmen vor der Winterpause in Sachsen nicht zur kurz. Wir waren im Wald, bei der Nachbarin, am Strand (sie wollte baden gehen...........), bei den Groß-Cousins, im Schulgarten und natürlich "bei uns unten" am Wasser. Habe ich sie früher noch an die Hand genommen, meistert sie jetzt allein und ganz sicher den schmalen "krabbeligen" Weg hinunter durch Laub, über Wurzeln und zwischen Zaun und kitzelndem Gesträuch hindurch... 







Was hatten wir an diesem 30. Oktober doch für eine herrliche Stunde fürs Abschiednehmen erwischt... Glatt wie ein Spiegel lag uns der See in der Spätnachmittagssonne zu Füßen. Und diese Spiegelungen interessierten das Mädchen sehr. Klar, an der immer fließenden Mulde hat sie das nicht. Ob die Wolken ins Wasser gefallen sind? Und wieso kann man die Flugzeuge im Wasser sehen. Das Gucken und Beobachten und Spekulieren, sogar ein Fischerkahn kam noch vorbei, fesselte die Kleine so sehr, dass sogar ein Video-Anruf von Mama und Schwester erst mal unbeantwortet blieb, denn wir hätten flott hinauf gemusst, nach unten an den See reicht das Netz nicht... Nein, natürlich mussten wir noch eine Weile unten bleiben...











Die kleine trug übrigens in unseren gemeinsamen Tagen so gerne meine Wandermütze, die vom letzten Regenspaziergang noch in der Garderobe lag. Sie war zu groß und sie trug sie verkehrt herum, denn der Schirm schränkte ihre Sicht so ein... In Händen hielt sie Notizblock und Stift und machte Notizen ;-) ;-) ;-). Schließlich war die Oma tagelang auch mit Zetteln und Stift durchs Haus, um bloß nichts zu vergessen für den Umzug (hat sie aber doch)...











Nach dem Vorbeifahren des Fischerkahns kam das Wasser in Bewegung, Wellen kamen, schlugen ans Ufer und gingen wieder und Fische stupsten dazu noch Kreise ins Wasser und in die Wolkenschiffe... Was für ein Flimmern... Faszinierend, nicht nur für Kinder. Kurzum, wir konnten uns kaum satt sehen an dem, was da auf dem Wasser passierte, umringt von den so wunderbar entweder noch grünen oder auch schon herbstlich gefärbten Bäumen an den Seeufern...










Doch dann hieß es irgendwann wirklich "Tschüs, See". Wir kommen wieder. Ich schaue auch den Winter über immer mal nach dir, und im kommenden Sommer werde ich wieder hier schwimmen können..., und bestimmt gibt es auch wieder Enkelzeiten am See.







Naturdonnerstag

Freitag, 8. November 2019

Mein Freund, der Baum - Im Mischwald rund um den Wehlaberg





Der Sohn hatte mir einen Ausflug geschenkt, mit dem Auto, zu einem Ort, an den ich ohne eigenes Auto nicht mehr kommen kann, weil die Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln so elend lange dauern würde, dass einem die Wanderlust dann doch vergeht. Also hatte ich mir - nachdem auch die Kinder dort waren und es gut fanden - einen Ausflug zum Wehlaberg gewünscht. Man findet ihn auf dem Weg vom Naturpark Dahme-Heideseen in den Spreewald, hinter Märkisch Buchholz unweit der B179 gelegen. Von Groß Wasserburg aus starteten der Sohn, seine Freundin und ich unsere Wanderung.








Da wir nach Erreichen des Aussichtsturms auf dem Wehlaberg denselben Weg zum Parkplatz zurück gehen mussten, bremsten wir uns auf dem Hinweg Pilze einzusammeln und erfreuten uns an der frischen Luft und den vielen Eichen, die den Weg säumten. Schließlich erreichten wir den Aussichtsturm auf dem 144 m hohen Berg.











Wir nahmen uns ausgiebig Zeit für den Rundumblick in alle Himmelsrichtungen.



Blick Richtung Norden zu den Heideseen. Das wäre auch eine schöne Tour.
Tropical Island.


Blick Richtung Süden. An diesem Feuerwachturm und Funkturm waren wir vorbeigekommen.





Auch einen dritten Geocache fanden wir noch, bevor wir uns auf den Rückweg und ans Pilzesammeln machten. Dabei entdeckten wir die Umgebung noch genauer. Das Gelände ist durch die letzte Eiszeit quasi modelliert worden. Der Mischwald verschiedenen Alters wirkte auf uns recht gesund, intakt und naturbelassen, und es lief sich ganz famos auf dem moosigen Untergrund und zwischen den alten Farnen. Viele Eichen in verschiedenen Altersstadien begleiteten unseren Weg. Besonders beeindruckend natürlich die älteren...





Stehendes Totholz, ein einzigartiger Lebensraum...., doch der Baum lebt noch...
 
... wie einige kräftige grüne Äste zeigen.

Liegendes Totholz.

Hunderte von Mini-Eichen unter den großen Bäumen, sobald umstürzendes Holz Lichtungen schafft.
 
Hier links kommt eine Jungeiche auf, Seite an Seite mit den großen alten.
  


Es waren sehr schöne Stunden mit meinen beiden, trotz gelegentlicher Regentropfen, und am Ende wanderten so rund drei kg Pilze mit: Birkenpilz und Steinpilz, Butterpilze und Goldröhrlinge, Maronen und Pfefferröhrlinge ergaben nach dem gemeinsamen Putzen eine herrlich leckere Pilzpfanne am Abend...







Mein Freund, der Baum
Naturdonnerstag