Am vergangenen Wochenende haben wir im Garten geackert, nach den Bauarbeiten am neuen Zaun und der neuen Abwassergrube ist der Vorgarten in wesentlichen Teilen neu zu gestalten, zunächst muss das Ausgangsniveau in der Höhe wieder hergestellt und Erde aufgefüllt werden... Ich wundere mich immer noch, wieviel Garten und Erde bei diesen Bauarbeiten einfach verschwunden ist... Pausen gab's zu den Mahlzeiten und zum Schwimmen... Und da wir keinen Gehweg an der Straße haben, habe ich Töpfe vor den Zaun gestellt und das Saatbett unterm Zaun ein wenig nach draußen verbreitert und mit Astwerk aufgefangen, um der Angewohnheit von Post- und anderen Fahrzeugen entgegenzuwirken allzudicht an den Zaun zu fahren, ich hab nämlich die Nase voll vom Bremsspurenauffüllen ;-). Außerdem staubt's. Am Sonntagabend erblühte meine erste Nachtkerze von denen, die ich letztes Jahr am Sumpf ausgesät hatte...
....
Der Montag gehörte wieder einmal dem Freund in der REHA in Berlin. An der Bushaltestelle erfreuten mich morgens die rosa Wolken der blühenden Sandnelken auf dem alten Sportplatz, in Frohnau saß ich eine Weile an einem Weiher, bevor es zum gemeinsamen Kaffeetrinken und zum Spaziergang übers Gelände ging. Abends spät war ich wieder zu Hause, es gab zwar wieder diverse Fahrplanänderungen und Umwege, aber es hat alles geklappt, besser als beim letzten Mal...
Am Dienstag und Mittwoch habe ich im Garten und an der Straße weiter geschuftet, auf der Parkfläche habe ich die Unebenheiten mit Holzhächsel aufgefüllt, nachdem ich eine runde Tonne Sand, Kies und Holzhächsel von der gelieferten Palette ins Grundstück gekarrt hatte. Der Weg ums Haus erhält eine veränderte Führung, und es ist Platz für einen vorübergehenden schattigen Liegeplatz entstanden. Vorübergehend deshalb, als er eigentlich im hinteren Grundstücksteil verlegt werden soll, aber unter der brüchigen alten Kiefer ist zwar Schatten, aber die gelegentlich herunterbrechenden alten Äste ofer Teile davon verlocken nicht gerade dazu, sich dort sicher zu fühlen. Ich mag die alte Kiefer beim Nachbarn sehr gern, aber ich sehe ihr an, dass sie inzwischen einiges Gefährdungspotenzial hat. Beim Harken blieb ich irgendwo hängen und fand dann einen alten Metallschuh, beim besten Willen bekomme ich ihn nicht raus, habe auch gar keine Peilung, wie er dorthin kam, denn er steckt außerhalb der Flucht unserer alten Zaunlinie. Da müssen Männer ran.

Die Pausen zwischendurch nutzte ich zum Lesen, Schwimmen, Werkeln an meinen Sommerpostheften und für kleine leichte hitzeverträgliche Mahlzeiten. Immer wieder drängten sich die Sorgen um ein erkranktes kleines Enkelkind in den Vordergrund, aber zum Glück kamen nach Tagen der Ungewissheit Entwarnung und Gesundungsnachrichten... Naturbeobachtung geht bei mir immer, gerade auch in nicht so guten Zeiten. Aus den im Schulgarten und in meinem Garten fotografierten Schmetterlingsgästen wurde mein Beitrag zum aktuellen Naturdonnerstag mit einigen Gedanken zum Insektenschwund.


Am Mittwoch war ich morgens schon im Schulgarten, verabredet mit meiner Verbindungslehrerin, um über die Fortsetzung meiner ehrenamtlichen Arbeit dort zu beraten. Ich hatte Vorschläge schriftlich zusammengefasst und bin gespannt, was sich tut. Die Verantwortung allein zu tragen, wird mir langsam zu viel. Nachmittags habe ich Kaffee gekocht, denn bei einem unserer Bürgermeisterkandidaten kann man einen Termin zum Kaffeetrinken bestellen. Er backt den Kuchen. War eine nette kleine Runde, in der wir uns über viele Dinge ganz ungezwungen ausgetauscht, mögliche Vorhaben diskutiert und ganz nebenbei eine Menge voneinander aus unserem (privaten und politischen) Leben erfahren haben. Der Kuchen - Zupfkuchen mit Sauerkirscheneinlage - war übrigens vorzüglich.
Abends nach dem Schwimmen hatten meine Nachtkerzen alle ihr neues Blütenlichterkränzchen angezündet...
Parallel zu meinen Sommerpostvorbereitungen traf wundervolle Post ein..., von Christine ein Fische-Heft, von Anika die Sommerpost Nr. 1 und von Eva ganz persönliche Baum(kinder)geschichten, was für eine Freude... Danke!
Inzwischen sind meine Hefte für die Sommerpost gebunden, die Gestaltungen fürs Innenleben der Hefte liegen abgezählt, gedruckt und geschnitten bereit zum Einfügen und Einkleben... Morgen und Montagvormittag will ich mir dafür Zeit nehmen, um 15.30 Uhr soll alles pünktlich zur Leerung im Dorfbriefkasten liegen....

Heute morgen war ich wider Erwarten allein zu Haus, der Gefährte hatte einen dringenden Termin in Freiberg. Nach dem sehr frühen Frühstück auf der Miniterrasse vor der Haustür, mit Blick auf meine wilde Einsaat, war ich drei Stunden im Schulgarten, alles einmal durchdringend gießen, in der Hoffnung, dass es am Montag wie angekündigt endlich wieder regnet, Samen sammeln, Einiges von allzugroßem Wirrwarr abschneiden, die überhand nehmende Graukresse eindämmen, Brombeeren pflücken... Am frühen Morgen kann man die Blütenkränzchen der Nachtkerzen auch hier sehen, bevor sie den Tag über vergehen und abends ein neues Blütenkränzchen erscheint... Tag für Tag, über Wochen hinweg... Ich weiß nicht, wie oft ich es schon gesagt habe.... Ich liebe Nachtkerzen.
Habt ein gutes Wochenende!
Samstagsplausch
Sommerpost
Diesmal habe ich mir für Papierliebe und Mustermittwoch meine getrockneten Teebeutel genommen, die vom Roiboos-Tee, der hinterlässt so einen schönen warm-rostigen Farbton, und sie mit an einem Nachmittag im Garten gedrehten Drahtspiralen auf handgeschöpfte Papiere geklebt. Die (und noch mehr...) sind jetzt mit Friedenstauben-Vorlage von Lisa in die weite Welt unterwegs... (Die Vorlage habe ich hier gezeigt und angeboten, ich versende auch gern noch mehr...)
Frau Nahtlust erkundet gerade Andalusien und verbrachte viel Zeit in der berühmten Alhambra... Daran musste ich denken, als ich meine Karten zum heutigen Teemuster zusammengelegt und verarbeitet habe... Aber die Alhambra ist noch vieeeeeeeel schöner....
Gewissermaßen ein Traumreiseziel... Vielleicht nächsten Herbst? Mal schauen... Jetzt zeige ich euch noch mal die Übersicht meiner Sommerpost-Sammlung. Ich hatte die einzelnen Collagen immer in meinen Wochenrückblicken vorgestellt. Gestern dann auch den Entstehungsprozess von meiner. Aus unserer Gruppe hat Birgitt eine wunderschöne Zusammenfassung gemacht! So in Gänze ist das doch ein herrlicher Anblick! Und jeder der Collagen konnte ich ganz persönlich für mich etwas entnehmen, an voller Zustimmung, Aha-Erlebnissen und Inspiration, für Reisen, für Collagen... Das war toll!
Danke noch mal Tabea und Michaela, meiner tollen Sommerpost-Gruppe 4 und meinen Überraschungspost-Senderinnen.
Papierliebe - Draht
Mustermittwoch - Tee
Sommerpost 2018 - Traumreise-Collagen
Es war eine Freude, während des ganzen "Traumreise"-Prozesses meist im Garten sitzen zu können, als Inspiration diente mir das Sommerlicht in meinem Hausbaum. Als ersten Schritt frottierte ich mit blauer und grüner Ölkreide seine Rinde auf die zurecht geschnittenen Papiere. Und machte mit einem Tjanting die ersten Wachsspuren, erste Umrisse von Sonne und Baum... Die erste Färbung war ein helles Gelb.


Nach dem Trocknen - Batik ist ein langwierigerer Prozess mit vielen Wartezeiten zwischen den Färbungen ;-), die ich entweder für andere kreative Arbeiten oder im Garten zum Gießen nutzte - folgte der nächste Wachsauftrag auf die hellgelben Stellen, die "bleiben" sollten, d. h., sie wurden "reserviert", ein paar neue Baumäste und Sonnenflecken. Darauf kam mit dem Pinsel die nächste Farbe, diesmal ein ganz frisch angerührtes intensives Gelb. Oje, eine durch meine Unachtsamkeit hereinbrechende "Katastrophe": für den Farbansatz mit weniger Wasser als vorgeschrieben hatte ich aber genausoviel Salz wie ursprünglich vorgeschrieben eingerührt... Gesättigte Lösungen...? Hatten wir mal in der Schule... D. h., das Salz löste sich nicht komplett und kristallisierte auf meinen Batiken. Allzu grobe Strukturen konnte ich mit einem feuchten Lappen anlösen und entfernen, dennoch blieb's "wolkig", wie man dann beim nächsten Farbauftrag sehen kann. Insgesamt verlieh es dann aber der Batik eine interessante lebendige Struktur... (War mir das mit dem Salz nicht auch schon bei der Adventspost "Farbstreifen" passiert?...) Übrigens behaupte ich immer, die Atmosphäre der Umgebung wandert mit in meine kleinen Schöpfungen ein, mal unbewusster, mal gezielter, je weiter ich kam, desto mehr kam vom sommerlichen Gartenlicht aufs Papier.



Nach dem Trocknen und Salzabwischen wurden vor allem Sonne und Sonnenstrahlen in dem intensiven Gelb mit heißem Wachs reserviert, dann kam der nächste Farbauftrag, hui, das Blau war viel zu dunkel geraten, so einen tiefen Schatten wollte ich gar nicht, also abspülen, Farbansatz verdünnen, weiter machen. Diesmal habe ich nicht - wie bei einer "regelrechten" Wachsbatik üblich - die ganze Fläche eingefärbt, sondern Sonne und ein Himmelsstück offen gelassen und ein paar weitere Äste mit feineren Pinselstrichen angedeutet. Wieder einmal war trocknen angesagt. Reserviert bzw. gewachst wurden nun die vorher "gezeichneten" Aststücke im Baum und unten herum die "Landschaft". Ausgespart vom Wachs blieb weiterhin das Himmelsstück, der Baumstamm und einige Aststücke. Denn da sollte die letzte Farbe noch drauf arbeiten.








Der letzte Farbauftrag war Bordeaux-Rot. Im Himmelsbereich, wo zuletzt das intensive Gelb noch offen stand, ergibt das ein Orangerot, im Stammbereich des Baumes, wo zuletzt die blaue Farbe aufgetragen und nicht reserviert worden war, einen violettbräunlichen Ton.

Noch mal trocknen. Dadurch, dass schon soviel von der Fläche gewachst war, bleiben Farbflecken vom Rot stehen. Die wischt man mit einem feuchten Tuch ab, es sei denn, man will sie, dann mixen sie sich beim Ausbügeln des Wachses in die Fläche hinein. Das kann man mögen, hier wollte ich es aber nicht, es war schon genug Unruhe ... Ausgebügelt wird zwischen Zeitungspapier und wegen der Geruchsentwicklung am besten unter freiem Himmel. Dabei achte ich darauf, dass die ganze Fläche schmelzendes Wachs abbekommt, hier z. B. der Himmelsteil. Sonst entstehen an den Übergängen zu den ungewachsten Flächen Fettränder, auch die kann man mögen, aber hier hätten sie mich gestört. Nach dem Ausbügeln zeigen sich alle reservierten Farbspuren nun sehr deutlich, auch die anfänglichen Wachskreidenspuren vom Frottieren der Rinde meines Hausbaum-Spitzahorns sowie auch die eigentlich unabsichtlich entstandenen "Salzwolken".

Nun kamen das Aufkleben der Batik auf den Träger dran und das eigentliche Collagieren. Dafür schlug ich meinen Arbeitsplatz unten im Garten auf, da ist mehr Platz um mich herum... Ich hatte alles mögliche für die Collagen gesammelt, mich dann aber letztlich nur für vier Attribute entschieden: Den Text, der mich die ganze Zeit über in Gedanken begleitet hatte, eine Spitzahornfrucht von denen, die alltäglich schon herunterrieselten, eins meiner Federgeschenke, die ich beim Spazierengehen im Wald oder morgens beim Schwimmen im See aufgelesen hatte, und ein Steinchen vom Warnemünder Strand, wo wir unseren diesjährigen Hochzeitstag verbrachten - alles ganz klar Traumreise-Attribute... Ein in diesem Sommer erstandenes Antiquariats-Buch leistete mir allerbeste Dienste beim Pressen... Ich ging schrittweise vor, zunächst das Aufziehen auf die Träger-Pappen (Buchbinderleim), trocknen, pressen. Dann den am PC geschriebenen, auf altes dünnes Schreibpapier ausgedruckten und dann ausgerissenen Text aufkleben (Gelmedium), trocknen, pressen.



Den beiden Klebstoffen traute ich für meine Naturmaterialien dann doch nicht über den Weg und habe einen bewährten Alleskleber benutzt. Bei der Frage, wie ich die Feder gebändigt bekomme, kam ich auf die Idee, sie mit der Ahornfrucht zu fixieren. Dass auf diese Weise so eine Art Vögelchen entstand, wurde mir erst nach und nach bewusst, viele haben es ja auch so gedeutet... Trocknen, pressen, die Pappen immer einzeln um eine Vierteldrehung versetzt übereinandergestapelt und unters Buch zum Pressen gestapelt. Das sollte ganz in Ruhe geschehen. Ich räumte also den ganzen Tisch ab und fuhr auf eine Runde in den Schulgarten zum Gießen...
... Währenddessen kam ein kleiner Regenschauer, so klein, dass ich schon wieder trocken war, als ich wieder zu Hause ankam... Nun sollten die Steinchen geklebt werden, doch oh Schreck, der Stapel war weg... Die nächste "Katastrophe"?
Da draußen lag er... Nichts passiert. Buch und die zwischengelagerten Zeitungspapierblätter hatten die Tropfen daran gehindert in die Collagen einzudringen... Oje..., vor Aufregung zitterte ich wie Espenlaub und habe das Steinchenkleben auf den nächsten Morgen verschoben und abends lieber noch die Briefumschläge vorbereitet... Die Steinchen habe ich nur festgedrückt und ohne zusätliches Pressen in ihrem Klebstoffbettchen trocknen lassen. Bis jetzt haben sie wohl gehalten, höre ich. Irgendwann dann lagen sie da, alle 26... Ja, so viele... Denn ich fand, sie wären auch ein schönes Geschenk, und so habe ich ein paar Überraschungen verschickt und ein paar Geburtstags-, Gast- und Weihnachtsgeschenke zurückbehalten...
Dann wurden noch die Zubehörtüten mit einem Foto aus früheren (Traum-)Reisen beklebt, die Briefbeilage ausgedruckt und alles gut verpackt... Ab die Post...
Und alles passierte - über mehrere Tage hinweg in mehreren Sommerwochen unter der Krone ode im Schutz dieses Baums, meines Hausbaums, dieser wunderbare Spitzahorn, der hier schon angefangen hatte zu wachsen, als wir anfingen zu bauen. So blieb er stehen und wird größer und größer. In diesem Sommer hat er gezeigt, was er drauf hat, der tolle Schattenspender... Und genug Licht kommt immer durch, Sonnenlicht, Himmelslicht, ein Flimmern hier, ein Flimmern dort.

Angesichts der aktuellen Ereignisse widme ich diese meine ganz besondere sommerliche kreative Baumepisode all denen, die im Hambacher Forst vor Ort sind und bis zuletzt versuchen das Roden des wunderbaren Waldgebietes für Braunkohleverstromung und Profit zu verhindern. In Gedanken war und bin ich oft bei ihnen, die da schon so lange Baumhäuser bauten und besetzt hielten und auch jetzt nicht aufhören uns den Spiegel ins Gesicht zu halten, woraus uns allzuoft Gleichgültigkeit, Sattheit, Ignoranz, Arroganz oder gleich alles zusammen anschauen... Ich wünsche mir so sehr, dass #hambibleibt . Und uns endlich klar wird, wohin unsere Sorglosigkeit im Verbrauch von Strom und anderen hierzulande so reich und massenhaft und bezahlbar vorhandenen, produzierten und importierten - und je nach Trend und Mode weggeworfenen oder entsorgten - sinnvollen und sinnlosen und oft unter unsäglichen Arbeitsbedingungen hergestellten Gütern führen wird.
Ich bedanke mich für meine ganz persönliche sommerliche Traumreise bei Tabea und Michaela, meiner tollen Sommerpost-Gruppe 4 und meinen Überraschungspost-Senderinnen. Morgen gibt's noch mal eine Übersicht!
Sommerpost 2018 - Traumreise-Collagen - Eine Idee von Tabea Heinicker und Michaela Müller
Creadienstag
Was hatte ich doch letzte Woche gesagt? Ich gehe am Wochenende in die letzte Runde für die Sommerpost? Am Samstag jedenfalls noch nicht... Dass es soooooooooo lange dauert einen Korb Äpfel in Backofen-Mus und einen Eimer Wildpfirsiche aus dem Schulgarten in herbe Pfirsichmarmelade (oder Chutney-Basis) zu verwandeln..., ich verschätze mich da j e d e s Mal... Und war ziemlich wütend auf mich... Zwischendurch besänftigte mich aber unser geliebter Wochenendzwischendurch-Obst-Dinkelzwieback-Yoghurt-Imbiss (statt Kuchen...) mit Tee.
Und am Sonntag "verschanzte" ich mich dann hinterm Terrassentisch und machte nur Sommerpost... Wunderbar entspannend... Nur Wachs, Farben, Duft, Sonnenschein, Baum...
Das Apfelsinenspalten-Filettieren konnte ich an den Schatz abwimmeln, und so gab es abends draußen noch ein soooo leckeres septemberfarbiges Kürbisgericht, auf etwas Butter gebacken mit Apfelsine und Blauschimmelkäse und einem guten Schuss Mangosaft (ich hatte versehentlich nur eine einzige Apfelsine gekauft, da fiel der im Rezept verlangte Saft von zwei Orangen nicht mehr ab...)
Am Montag waren dann nur noch die sparsam verwendeten Collagenteile auf die Sommerpost-Basis zu kleben, aber auch das dauert seine Zeit, mit Kleben und Pressen und immer der Sorge, dass doch wieder was abfällt...
Abends
dann noch auf ein Rundumgießen ab in den Schulgarten, währenddessen
fiel aus dem Wolkendunkel so ungefähr die Menge von 30 Tropfen pro
Quadratmeter. Jedenfalls war ich wieder trocken, als es nach Hause
ging...
Am Dienstag ging mein Sommerpoststapel zur Post... Am kommenden Dienstag zeige ich hier im Blog den Entstehungsprozess. Dann müssten die Briefe überall angekommen sein.

Vom vergangenen Dienstag gibt es sonst nur ein einziges Foto... Nach diesem Foto hier, so als "Merkzettel" für mich gedacht, habe ich auf dem Weg zum Bahnhof wohl mein Telefon verloren, es erst im Zug gemerkt und nach der Rückkehr von einem aufwühlenden Krankenbesuch in Berlin in der Bahnhofstraße die Läden abgeklappert: "Ist hier vielleicht ein Telefon...?" Nichts... Auf der Rückfahrt im Bus sortierte ich die nächsten zu unternehmenden Schritte... Und aus meinem E-Mail-Fach leuchteten mir dann die Nachrichten meiner Töchter entgegen: Handy gefunden, abzuholen im Bürgerservice der Stadt... Und es wurde noch besser, mein Mann war schon von den Töchtern informiert worden (ich war ja nicht erreichbar) und hat das Dingen gleich abgeholt und so einen ganz und gar ungeplanten Zwischenstopp bei mir über Nacht eingelegt... Aufregend alles... Und wie dankbar ich bin... Dem Finder, dem Bürgerservice, der mit detektivischem Gespür seine Nachricht an die richtigen Adressaten absandte... Und meinem Mann, der mir mit seinem Eingreifen eine weitere Busreise in die Stadt ersparte...

Ob es die Aufregung war rund um Sommerpost, kranken Freund und vermisstes Handy, oder was weiß ich... Ich merkte am Mittwoch, dass ich Ruhe brauchte, nur Ruhe... Also alles ganz langsam... Ausführlich frühstücken, Musterposts lesen, ein bisschen Post fertig machen, ein Spaziergang. Mittags gab es meinen Lieblingssalat, Tomate, Gurke, Pfirsich und Schafskäse... Nachmittags habe ich etwas Gesträuch geschnitten und die Früchte auf dem Tisch "draußen unten" zu einem Mandala gelegt... Habe ich dieses Jahr selten gemacht. Die mir noch immer viel zu wenigen Blüten im Garten gehörten den Insekten... Aber von den Früchtchen? Da erlaube ich mir dann doch was zu nehmen... Und es tut so gut, ein Mandala zu legen...


Wenn die Not am größten, ist manchmal die Hilfe am nächsten. Die Schulgartenstunden am Donnerstag fielen aus, wegen Regen. Endlich zwei Stunden satter Regen... Ich hätte auch gar nicht in den Garten gekonnt. Eine sich schon am Vorabend ankündigende immer heftiger werdende Nesselsucht hielt mich auf Trab... Irgendwas Allergisches, oder Psychisches? Ich weiß es nicht. Wenn es nicht abklingt (gerade fühlt es sich zum Glück so an), soll ich nächste Woche bei meiner Hausärztin in Sachsen vorbeischauen. Ich glaube, es wird Zeit für Rückzug..., so, wie sich das im Herbst gehört. Genug. "Der Sommer war sehr groß", wirklich... Eine Weile nun mal nur tun, wozu ich Lust habe und nur dann, wenn ich Lust habe, ansonsten ausruhen... Schweren Herzens habe ich wieder Termine gestrichen. Aber es bringt ja alles nichts, wenn ich "platt" bin... Bitte bedauert mich nicht, im Grunde geht es mir ja gut, ich bin auf der richtigen Straße ;-)

Unters Draußen-Dach an den Kreativtisch möchte ich gern nochmal zurückkehren, bevor ich alles in den Keller räume zum Überwintern, nächste Woche soll es ja nochmal wärmer werden...
Post mit einer allerschönsten Idee flatterte mir zur ausgehenden Woche ins Haus, von Lisa, ein Täubchen, eine Friedenstaube... Mit der Erlaubnis die Vorlage zu vervielfältigen und weiterzugeben... Friedenswünsche an viele Menschen... Wer mag, maile mir gern seine Post-Adresse, dann schicke ich euch ein Blatt.... Friedenstaubenpost, ein Friedenszeichen, einen Friedenswunsch... Frieden denken. Wir sind eine Welt. Unterschätzen wir nicht die Kraft guter Gedanken. Teilen wir sie miteinander und schicken wir sie in die Welt. Von Herzen Dank für diese schöne Idee, liebe Lisa. Ein paar Briefe eintüten, bei mir am Tisch, vielleicht draußen, sonst drinnen, dabei Frieden denken, das schaffe ich gut ;-). Meine Friedenstaube fliegt jetzt am Fenster zur Straße und grüßt die Spaziergänger.
Ein schönes Wochenende euch!
Samstagsplausch
Sommerpost 2018
Farbe in den Alltag