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Mittwoch, 26. Juni 2019

Mustermittwoch - Bordüren (2)

Ein paar Seiten aus meinem 15fünfzehn-Gelatinedruck-Bordüren-Collagen-Heft habe ich noch zu zeigen... Zunächst zwei "asiatische" Doppelseiten mit Mitbringseln aus unseren Japanreisen, ausgeschnippelt aus Ausstellungsprospekten (Abbildungen eines alten Kruges, eines 500 Jahre alten Briefes und eines nicht ganz so alten Wandschirms), dem Deckblatt eines antiquarisch gekauften Büchleins, einer japanischen Buchzeile und einer Scherenschnittbordüre. Schön, dass ich mit diesen Bordüren auch noch zur Papierliebe dieses Monats etwas beitragen kann...




Bordüren, Bordüren, Bordüren, überall Bordüren, auch in Asien... Links übrigens der Rest eines Drucks in Michaelas Art-Studio im Februar... So lang schon her...




U.a. in Textilstunden-Arbeitsblättern aus den 80er Jahren für die Grundschule wurde ich bordüren-, spitzen- und zackenlitzenfündig...




 
Bordürenschnipseleien aus meinen Papiervorräten...





Auch in der Kunst lässt sich allerhand Bordürenartiges finden, was anregt, etwas in eigene Bordüren-Versuche zu adaptieren... Und in Schrift sehe ich auch oft Bordürenstrukturen. Auf die "rote" Doppelseite kamen u. a. Tunesisch und Afghanisch als Bordüre (aus einem alten VHS-Sprachen-Kalender). Webarbeiten, ein Klöppelbriefausschnitt u. a. kamen dazu...




 
Hier rechts der Ghost-Print des Scherenschnitt-Abdrucks links im Bild darüber, Porzellan und ein Bilderrahmen mit Bordüren...




Eine Gelatinedruck-Doppelseite mit in die Gelliplate "geschriebenen" Bordüren bekam einen Marmor-Palais-Entwurf für Potsdam verpasst... Probeweise habe ich dann auch mal die Bänder-Geschenke von Christine auf der anderen Seite ausgelegt. Die edlen Stücke brachte mir der Postbote, aber da nehme ich höchsten ein winziges Stückchen von jeder hinein ins Heft und male den Rest ;-) ... Diese Feinen sind doch irgendwie zu was Höherem berufen ;-) Danke, liebe Christine!








Fürs Bordüren"Schreiben" auf Papier hatte ich am Wochenanfang sehr liebe und kompetente Unterstützung. Karen hat mich von Montag auf Dienstag besucht und mich von ihrem tollen Vorrat aus Federn und Stiften ausprobieren lassen... Die schöne gemeinsame Zeit am Werktisch, am Bücherregal und zu ausgiebigem Gespräch am See und auf verschiedenen Schatten- und Sonnenplätzen im Garten ging viel zu schnell zu Ende... Nun ist aber für mich die Hemmschwelle überwunden und ich traue mich ans Schreiben mit Feder und Tinte auch heran. Danke, liebe Karen! Hatte ich mir doch vor fast zwei Jahren von der Wartburg auch schon einen Federhalter und 3 Federn mitgenommen... Aber nun heißt es üben, üben üben... Unschwer ist hier zu erkennen, welche Hälfte des Fotos wohl nicht nur aus Karens Federn stammt, sondern auch von ihr geschrieben ist ;-)... Aber mit meiner Bordüren-Feder-Zeichnung in der rechten Hälfte des Fotos bin ich auch schon ganz zufrieden...






Ich bin gespannt auf eure Bordüren-Posts, und überhaupt gespannt aufs Sommer-Musterthema. Übrigens, es ist Sommer-Postkunst-Zeit, Hefte werden gebunden und gestaltet und kommen in ein Buch hinein. Hier kann man sich noch anmelden...

Mustermittwoch - Bordüren
Papierliebe - Asien

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Musik und Reduktion - Mustermittwoch und Papierliebe





Es steht ein Tännlein kerzengrad und Da draußen in dem Winterwald, die alten Lieder habe ich erst mal aus einem Stapel Noten aus einem Liederbuch ausgewählt, um sie zu "musikalischen" Tännchen zu vermustern, ganz reduziert und einfach als spitze Dreiecke, die mich an einen schneebedeckten und noch ganz jungen Kiefernbestand erinnern. Wenn ich das nächste Mal welche sehe, muss ich doch mal lauschen, wie sie singen...







Schnippeln und kleben, hinein in die noch freien Seiten des im November begonnenen sketchbook, Ausschnitte zu einem Mustersegment montieren und weitermustern.








Geschenkpapier ganz ohne Glitzer entstand auch aus der ersten Tännlein-Doppelseite.









Zwei Doppelseiten animierten mich zu reduzierten Collagen. Reduziert in den Farben, zu Buntes abgedeckt, Konturen nachgezogen, Passendes aus meiner Sammlung eingeklebt. Ein Papier passt noch zum Vormonatsthema Tapete und war in einem der Briefe drin, die ich in den letzten Tagen erhielt...










Eine Idee habe ich noch, mal schauen, ob sich die Gelegenheit ergibt...


Mustermittwoch - Musik
Papierliebe - Reduktion
Monatsmotto - Bitte ein bisschen weniger

Mittwoch, 28. November 2018

Kreativ im November (2)

Rot und Weiß. Und Grau.





Ich habe weiter Tapetenstücke geklebt, geschnitten und gemalt und Bilder an tapezierte Wände gehängt, immer auf der Spur der Monatsthemen: Tapeten für Mustermittwoch, Kontraste für Papierliebe und markmaking für die Postkunstwerk-Adventspost Schwarz-Weiß mit Zwischentönen und "an Farbtöpfen vorbei"... Auch aus Rom und einem Freiberger Café kann ich noch etwas beisteuern. Und freut euch nicht zu früh, ein paar sketchbookseiten müsst ihr euch nächste Woche auch noch anschauen, das Thema markmaking bleibt ja noch...




Bettüberwurf in unserem ersten Hotel in Rom.
Petrus vor Tapete im Petersdom.
Marmor im Petersdom.
markmaking gewebt, schaut dochmal die Marmorstufe und die Schatten... Irre...
Von Rot nun zu Orange und Braun...
... um doch noch mal zu Rot zurückzukehren. Rot und Weiß und Schwarz und... Grün...
Grüne Tapiete im Doppelpack im Freiberger Café, wo ich letzten Freitag frühstücken war.
Grüne Tapete aus Fundstücken (aus meiner Papier- und Stoffkiste) und mit Stift.
Serviettentapete und eine Papierspende von Lucia von Anfang des Jahres. Immer noch Grün...
Grau und Grün und besser als jede Bildtapete das Original da draußen. Bei mir stünde die Sofalandschaft natürlich genau anders herum ;-)
Serviette, ein altes meiner Fotos mit markmaking durch Meereswellen an altem Holz, und noch mehr in Grün, Gold, Orange und Braun.
Nun mal endlich ein richtiger Kontrast von Orange und Blau... Und Spiralen- und Strichel-Tapeten.
Da hatte ich einen schönen Kontrast von Blau und Rot, um ihn dann doch wieder mit sanftem Blauweiß in Papier und markmaking-Schneelandschaftsfotos aufzulösen...
Braunes Tapetenmuster auf Teefarben-Papier.
markmakings aus der Natur und ein Stückchen Faltschnitttapete.


Damit bin ich auch wieder im gewünschten Farbspektrum der Adventspost angekommen. Es schreitet voran. Aber es ist schon irgendwie schwierig mit dem Schwarz, für mich... Mal sehen, wo ich letztlich ankomme... Wenn man doch immer noch Romfarben im Kopf hat... Nun klappen wir das sketchbook erst mal zu. Ein paar Seiten sind noch drin, fertige und leere, es reicht also noch in den Dezember hinein. 











Übrigens habe ich mich entschieden im Winter ein paar Wochen mal ganz und ungeteilt der Kreativität zu widmen, meinen Mann allein zu Haus zu lassen und mir langgehegte Kurswünsche zu erfüllen (und damit auch den Wunsch meines vor einigen Jahren verstorbenen Onkels, mir etwas zu gönnen, das mich erfreut...). Nein, ich will keine neuen Techniken mehr lernen, aber das, woran ich so große Freude habe, Papier, Ecoprint, Textiles und Buchbinden, gerne noch vervollkommnen, neue Aspekte kennen lernen, wachsen... Vor allem mal wieder ohne andere Verpflichtungen, Haushalt und Termine ganz im Flow sein, mit tollen Kursleiterinnen und Gleichgesinnten mehrere Tage zusammen, in wunderbaren Kurshäusern mit toller Umgebung... Hier und hier im von mir sehr geliebten VHS-Heim Kloster Inzigkofen, im mir auch immer vertrauter werdenden Textilsstudio im Industriehof Speyer und vielleicht auch noch bei Michaela könnt ihr mich von Ende Januar bis in die zweite Februarhälfte hinein finden. Dass diese Kurse so optimal terminlich aufeinander folgen, habe ich echt als Glücks-Wink genommen... Mag sein, es hat auch eine von euch Lust und wir sehen uns irgendwo da... Ich feiere damit meinen offiziellen Übergang in die Rente ab 1.1. des neuen Jahres, auch wenn ich natürlich weitermache mit ein paar meiner eigenen Workshops und Spaziergänge, in kleinem, fast privaten Rahmen...



Mustermittwoch
Papierliebe
Postkunstwerk-Adventspost
15fünfzehn-Themenhefte
15fünfzehn-Collagen 

  
 
Der Post enthält freiwillige und unbezahlte Werbung durch Verlinkung: für Seminar- und Workshopleiterinnen und Seminarhäuser, wegen eigener Erfahrungen aus ganzer Überzeugung.

Mittwoch, 21. November 2018

Kreativ im November

Mustermittwoch, Papierliebe und Postkunstwerk-Adventspost haben ihre Themen ausgestreut: Tapeten, Kontraste, SchwarzWeißes mit Grautönen und "an Farbtöpfen vorbeistreifen"..., und Markmaking... Du liebe Zeit... Soviel auf einmal im November... Und ich doch unterwegs zwischen Brandenburg und Rom, Sachsen und München..., gerade irgendwie in einer Zwischenzeit und nirgendwo mehr oder noch nicht richtig zu Hause, und mit dem Herzen eh noch immer in Rom. Aber jetzt erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zum 300. Mustermittwoch, liebe Michaela! Und ja ja, natürlich weitermachen mit dem Mustermittwoch, wenn du es mit uns weiter aushältst ;-)




Keine Tapete..., kein Vorhang..., alles gemalt... (Vatikanische Museen Rom)






Wenn soviel auf einmal auf mich einstürzt, werde ich besonders empfänglich und sensibel - zum Glück -  für Sekundenglücks... Wobei es mir dann auch manchmal passiert, dass ich - zum Glück - minutenlang darin versinke... Auf diese Weise sind meine sketchbook-Seiten entstanden... Gefundenes, Gesehenes, Gesuchtes, Gesammeltes unter dem Fokus der Monatsthemen ausgeschnippelt, sortiert, neu zusammengestellt..., in - manchmal noch nicht so recht "vollendeten... - 15fünfzehn-Collagen in einem 15fünfzehn-Buch.





Marmor hat an seinen faszinierenden Markmakings hart gearbeitet..., und die Künstler im Petersdom auch..., und nicht nur schwarzweiß...



Klar, dass ich da auch unter dem Einfluss von Roms Farben stand..., die sich witzigerweise schon vorher als Einband- und Spiegelpapier in mein Buch aus Prospekt- und Packpapieren geschlichen hatten... Durch die Verwendung von (ästhetisch für mich akzeptablen...) Prospekten entfällt die "Angst vor dem weißen Blatt" komplett. Es ist ja schon was da, das Farben- oder Formenanregungen gibt, man braucht nur zu komplettieren, verstärken ... oder lässt auch mal was verschwinden durch Übertünchen oder Überkleben... ;-)



Gelatinedruck (Keramikstempel in Farbauftrag auf der Platte)

Gelatinedruck (Abklatsch der angesprühten Restfarben von der Platte)




 Angefangen, Inspirationen für die Monatsthemen ins 15fünfzehn-Buch zu kleben... Markmaking, Kontraste...




Kontraste mit Blau, Fläche und Linie. Markmaking mit Farbstrukturen.

Spiegelungen-Markmakings. Stempelpapierrest-Tapete. Grünweiß-Kontrast.




Kontraste und Markmakings, ja, aber Tapete? Offenbar aus der Mode gekommen, oder? Jedenfalls boten die sonst beiseite geschobenen und diesmal hoffnungsvoll aufgeschlagenen Wohnen-Prospekte unserer Wochenendzeitungen so gut wie nichts... Oder ein bisschen nur, doch... Ein Schaufenster in München auch... Und meine "Servietten-Tapete" aus dem römischen Café Magnolia.





Diese Zimmerpflanzenmuster könnten eine Tapete abgeben oder gar eine sein. Ich weiß es nicht ;-).
"Tapezierte" Rückwand eines Schaufensters am vergangenen Donnerstag in München.
Tapetenfotos aus Prospekten. Servierttenschnipsel.






Auf dem Werktisch lagen noch vom letzten Buchbinde-Workshop nach Sachsen mitgenommene Ecoprintschnipsel. Ich erinnerte mich an so blaue Streifentapeten in Schlössern... So edel und fein wie da sehen meine ja nicht aus, naja ;-). Ecoprint hinterlässt in gewisser Weise auch Markmakings, und Teeblätter im geschöpften Papier auch... 





Streifentapete aus geschöpftem Papier und Ecoprintstoff.






Viel eher "Trend" scheinen gerade diese unregelgemäßig getünchten Wände zu sein, die ich übrigens auch sehr mag und die in Rom an den alten Häusern Standard sind... Eine charmante Kunst Putz- und Farbschäden auszugleichen. Zeige ich noch irgendwann, bin noch immer dabei die Fotos zu sortieren...  Da habe ich übrigens ein bisschen in die Raumgestaltung eingegriffen, nicht sehr kontrastreich, gebe ich zu..., aber auch mit einem Stückchen Faltschnitttapete und einem Stückchen Papierserviette aus dem genannten Café Magnolia an der Piazza Navona in Rom, immerhin.




 
Collage. Faltschnitt. Ecoprint.





Mit assyrischer Keilschrift und einem Mosaikfußboden aus Rom und einigen Papierüberbleibseln aus Hotel und vom Flug schaffe ich noch mal den Bogen zu Markmaking und Schwarzweiß, zu Kontrast und Tapete.




Vatikanische Museen. Assyrische Keilschrift.

 
Vatikanische Museen. Fußbodenmosaik.

 
Minimalistische Wald-Tapete aus gesammelten Reisepapieren.



Und mit einem Blick auf den sächsischen Werktisch schließe ich für heute. Da bin ich jetzt gerade dran: Diese schwarzweiße Klebestreifen-Tapete an der Wand sieht doch nicht verkehrt aus... Ein bisschen schwarzweiße Kunst und "Winter-Markmaking"-Fotos will ich daran auch noch aufhängen... Mal schauen, ob ich nächsten Mittwoch nochmal was zeigen kann. Denn wo bin ich da? Unterwegs. An einem liebsten Ort. Bis dahin ist für mich Halbzeit in der Adventspost-Herstellung. Technik ist jetzt klar, Ideen, Farbe und Werkzeuge sind schon vollständig zur Auswahl bereitgelegt, Postkartentaugliches Papier kommt am Freitagabend hier an. Wird also ein kreatives Intensiv-Wochenende. Markmaking in Schwarzweiß sprenkeln und bunte wilde Marmelade kochen. Ich hoffe, ich verwechsle da nichts... Und ihr so? Bei einigen habe ich unterwegs auf der Reise manchmal in die Blogs geguckt..., nur ganz selten kommentiert, dazu war die Romzeit dann auch mit acht vollen "Wander"-Tagen einfach zu kurz...









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