Posts mit dem Label Singen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Singen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 2. Mai 2019

Naturdonnerstag (85) - Mein Freund, der Baum - Blutbuchenallee Streganz






Seit dem letzten Sommer war ich mehrmals hier unterwegs, in der Blutbuchenallee in Streganzberg im Naturpark Dahme-Heideseen. Jahrzehntelang gesperrt, weil einem Armeegebiet zugehörig, kann sie nun wieder besucht werden, diese eindrucksvolle Allee... Dieses Jahr führen meine Jahrzeszeitenspaziergänge mit einer kleinen Gruppe Frauen dorthin. In der vergangenen Woche war es so weit. War das Wetter am Morgen noch bedeckt, erlebten wir die Allee bei der Rückkehr vom Streganzberg am Mittag in der Sonne liegend. Wie schön das Farbenspiel des jungen Blutbuchenlaubes. Staundend blickten wir nach oben, ganz erfüllt von diesem Anblick und dem Gesang der Vögel, der uns schon den ganzen Vormittag begleitet hatte...





Heike R. hat mich beim Staunen erwischt...




Na, dann legt euren Kopf in den Nacken und staunt und freut euch doch einfach ein wenig mit... Sind das nicht unglaublich schöne herzerwärmend leuchtende Farben?











Wir freuen uns darauf, in sechs Wochen hierher zurückzukehren und uns mit unseren Bäumen zu verbinden und unter ihnen - uns leise schwingend - zu singen:

So tief in die Erde wie ein Baum, so geht mein Weg,
so tief in die Erde wie ein Baum, so geht mein Weg,
so tief in die Erde wie ein baum, so geht mein Weg.

So hoch in den Himmel wie ein Baum, so geht mein Weg,
so hoch in den Himmel wie ein Baum, so geht mein Weg, 
so hoch in den Himmel wie ein Baum, so geht mein Weg.
 
Dann wird auch die letzte Buche in der Allee ihr Laubkleid tragen, die Farben der Blätter werden in ein rötlichdunkles Grün übergegangen sein und der Schatten unterm Laubkleid der Bäume wird dichter.










Ja, und all diese Baumriesen sind einst auch nur ein kleiner Sämling gewesen wie dieser hier...








Die Buche am Eingang zur Allee hat sich Zeit gelassen mit dem Laubtreiben, sie, wohl die älteste im Bunde der Bäume, ist noch fast unbelaubt. Bis in den Juni hinein wird sich das geändert haben... Und auch die jungen nachgepflanzten Buchen werden hoffentlich gut über die Trockenheiten kommen. In den letzten Tagen hat es in Braundenburg geregnet. Nicht eben viel, aber immerhin hat sich die Lage etwas entspannt... Gut so, auch für die Bäume.








Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  




Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann von Donnerstag 8.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr. Der 1. Donnerstag im Monat gehört dabei ausschließlich den Bäumen in Fortführung meiner langjährigen Reihe "Mein Freund, der Baum". Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.



 
(Es bleibt so vorläufig: Eine Verlinkung kann ich - außer in den Kommentaren - noch immer nicht wieder anbieten.)

 

Samstag, 16. April 2016

Samstagsplausch aus Sachsen






Am Kröten-Stein-Reich im Schulgarten.













Nach einem Morgenkontrollgang durch den Schulgarten fuhr ich gestern mit Bus und Zug nach Freiberg, da der Gefährte diesmal aus einer ganz anderen Richtung dorthin kam. Mal wieder ein Sachsenwochenende zwischen die normalen Tage zu schieben war eine schöne Aussicht.








Nach fünfstündiger Fahrt war die Aussicht aufs Wetter aus dem Dachfenster mit dem Blick auf die Freiberger Petrikirche dann aber erst mal nicht so prickeln.... Aber gestört hat es nicht wirklich, denn ich hatte ein kurzweiliges Treffen mit der Bergblumengärtnerin. Sie hat mich unterm Dach abgeholt, mit mir eine kleine Stadtrundfahrt in Gegenden gemacht, in denen ich noch nie war, und mir  ihren zauberhaften blütenreichen Garten gezeigt, in dem wir lange, lange gefachsimpelt und uns den Pflanzen gefreut haben... Und auf diesen Biergarten hat sie mich auch neugierig gemacht... Werden wir nach unserer vom Stammtischlärm etwas gestörten ersten Einkehr im Gastraum dann mal ausprobieren, sobald das Wetter stimmt. Erst in diesem ummauerten Gärtchen fiel mir wieder ein, dass ich ja auch mal ein Foto machen könnte.









Anschließend setzten wir unsere Unterhaltung noch eine Weile im Momo fort. Wie gut, dass der Tisch dann irgendwann reserviert war, sonst hätte der Gefährte kein Abendessen bekommen... Ich war ja eigentlich ohnehin noch gut gesättigt von der fantastischen doppelstöckigen Eierschecke... (die allerdings auch schon aufgegessen war, als ich den Fotoapparat aus der Tasche holte...). Danke, liebe Sigrun, für drei Stunden Vergnügen und Austausch übers Leben im Allgemeinen und Besonderen...
































Der Heimweg fand doch tatsächlich im Abendsonnenschein statt... Aprilwetter eben. Aber wer würde in dieser Jahreszeit was gegen Sonne und blauen Himmel einzuwenden haben...









Auf dem Weg nach Hause habe ich noch ein bisschen Gemüse, Brot und Freitagsblumen gekauft und sie unterm Dach in eine Kaffeekanne auf unseren runden Esstisch gestellt. Rote Tulpen mit zarten weißen Rändern an den Blütenblättern...






Heute morgen nahmen wir uns nach einem gemütlichen Frühstück dann Ziel Nr. 1 vor, den Keramikmarkt in Freiberg. Der Regen konnte uns nicht abhalten. Wäre ja noch schöner. Ein schönes Treiben erwartete uns, ohne Beschallung, nur eine Okarina klang manchmal herüber, viele, viele wunderbare Keramik und manches nette Gespräch mit den Handerwerkerinnen und Handwerkern. So macht auch mir Einkaufsmuffel das Einkaufen Freude... Auch ein paar regionale Leckereien gab es zu verkosten...





Wir waren doch tatsächlich ungefähr vier Stunden lang unterwegs, zu Fuß und mit Rucksack... Wir hatten ziemlich genaue Vorstellungen, womit wir unsere Keramik-Bestände ergänzen wollten, doch die Auswahl war groß und das Vergleichen und Abwägen dauerte seine Zeit, soviele tolle Dekors und Formen, doch irgendwie soll es ja in unsere zwei Haushalte passen und dann auch noch jedem von uns beiden gefallen ;-)... Etwas pflastermüde kamen wie zu Hause an, aber sehr glücklich über unsere neuen Schätze, die uns hoffentlich lange begleiten werden. Dieser Brottopf ersetzt jetzt zu unserer Freude die mobile Tütensammlung unterm Dach.





Nun ist schon wieder die Zeit heran für einen frühen etwas improvisierten Abendimbiss, denn dann geht's in die Oper, im Kino. Ich bin so gespannt, wie sich das wohl anfühlen wird....



 

Euch auch noch einen feinen Abend und einen schönen Sonntag.


Freitagsblumen
Samstagsplausch

Mittwoch, 13. Januar 2016

Eis und Schnee - Mustermittwoch


Die Zeitreserven reichen nicht weiter... Heute gibt's nur Einblicke in mein Muster-"Entwurfs"-Tagebuch, Gefundenes, Gesehenes, Geschnippeltes, Ausprobiertes, Assoziiertes,  Geklebtes.... - alles aus dem, was halt grade da war...







Schneesterne, von einem urururalten Aufkleber-Bogen, gefunden in einer Weihnachtskiste..., Schneesterne aus Druck-Papierresten geschnippelt und bemustert, Zeitungs-Schneesterne ausgeschnitten und weiterbearbeitet.... und eine eisige Landschaft mit "Schnee von gestern" aus den 2015er MailArt-Kalenderresten...






Mal wieder mit dem Füllfederhalter schreiben... Schnee- und Eisworte auf silbrig glänzendem Papier, auf dem die Tinte grau ermattet... Als ich Abbildungen von Bildern aus Kunstauktionen in der Zeitung sah, dachte ich - Muster-Mittwoch-Thema-Eis-und-Schnee-fokussiert - an Schlittschuhkufenspuren auf dem Eis..., haben wir manchmal versucht, mit Schlittschuhen aufs Eis zu schreiben...





Und als ich dieses gnomartige Wesen entdeckte, das unter meiner Schere hervorkam und das eigentlich ein echter sechszackiger Faltschneestern nach dieser doch eigentlich nachvollziehbaren Anleitung werden sollte, gab ich das Falten gleich wieder auf und dachte eher an die Wilde Jagd der Rauhnächte, obwohl..., er blinzelt dann doch recht gutmütig... Soll er ein bisschen eistanzen...







Aus einem alten bebilderten Adventsgeschichtenkalender eine Teestunde ausgeschnitten, mit Eisblumen vor dem Fenster, Schneeflocken, Schneeberge und Schneegestöber aus den schon erwähnten Kalenderresten, Januar... Januar... Da hatte ich plötzlich einen Ohrwurm, die Vertonung eines Eva-Strittmatter-Gedichts von Gunter Erdmann für Chor... So floss das Lied zum Bild... (neben vielen vielen Liedern, auch wunderbaren Kinderliedern auf dieser Doppel-CD)






Altes Lied

Wenn der Sturm kommt im Januar
Über den Hang,
Halten wir uns. Sturm im Januar
Macht einen bang.

Wenn der Schnee kommt im Januar
Über Dach uns und Wände,
Halten wir uns. Schnee im Januar
Macht Angst uns vorm Ende.

Wenn die Kälte im Januar
Kommt über unser Bette,
Halten wir uns.
Wie wenn der Winter 
Kein Ende nie hätte.

Kommt der Mai, kommt der Mai,
Geht alles vorbei.

Eva Strittmatter





Zitiert habe ich Eva Strittmatter nach dem ausführlichen Booklet (S. 18) o. g. Doppel-CD, alle Texte sind dort wiedergegeben, so dass die CD sich für Kinder auch zum Mitsingen eignet, wenn sie Feuer gefangen haben. Das tun sie spätestens bei "Ilse Bilse, keiner will se"... und auch, weil die Lieder von Kindern gesungen werden, herzerfrischend und gut, gute Musik eben..., da hat man Lust mitzumachen.



MMI - Chorlieder von Gunter Erdmann (Komposition und Satz)
und natürlich den Mustermittwoch, im Januar mit Schnee und Eis, und, da war doch noch was, Typo bei der Papierliebe.

Montag, 11. Januar 2016

Montags-Mandala (72)














Während meiner eine Woche in das neue Jahr hinein verlängerten Pause zwischen den Jahren in Freiberg war ich an einem der (wenigen) sonnigen und klaren Tage bei meinen Lieblingsbäumen... (und stelle fest, dass ich ganz entgegen meiner Absicht wohl fast ein Jahr dort nicht fotografiert habe...).



 

Wie schön klar, fest und sicher sich die Baumgestalten gegen Sonne und den blauen Himmel abzeichnen. Klar, dass ich die noch zur Baumfreund-Runde dieses Monats bringen muss.




 





Wahrscheinlich fragt ihr euch schon, wo das Mandala bleibt? Diesmal habe ich es selbst in mit meinen Schritten in den Schnee gezeichnet. Seht ihr die Spuren der Spirale?






Bei Jana neulich gesehen, von Iria und ihren Mittänzer/innen auf y**tube gelernt, und nun unter Bäumen in der Sonne ausprobiert, gesungen und geübt. In die Spirale hinein gehen und wieder hinaus. Einatmen, ausatmen, aufnehmen, loslassen... Ein wachsendes, unglaubliches Glücksgefühl, dort unter alten Bäumen allein zu sein, zu singen und zu gehen, von der Wintersonne gewärmt werden, Dasein spüren, zuversichtlich und kraftvoll. Wie wunderbar das erst mit einer Gruppe ist. Im März werde ich Irias Lied mit in mein nächstes Naturpädagogik-Seminar nehmen. Und hoffe, dass sich auch die Frauen dort dann kaum satt singen und schreiten mögen... Singen kann glücklich machen.




 

Ich gehe und gehe, weite die Kreise,
gehe zum Ursprung und Ziel,
ich gehe die Pfade der großen Spirale
und singe das uralte Lied... 
Iria Schärer



In heaven.
Bunt ist die Welt - Glücksboten.
Mein Freund, der Baum. 
Montagsfreude.


Montag, 1. Dezember 2014

Montags-Mandala (26)


Heute fange ich erst mal mit Novembernebel an... Geht ja gerade noch, oder...? Ich bin noch immer am Räumen, um den Werktisch frei zu bekommen für die Adventspost-Gelatinedruckerei. Von einigen lieben Bloggerinnen, die schon ausprobiert haben, sehe ich Bilder, die nach viel, viel Platz rufen... Eigentlich wollte ich am Wochenende anfangen, aber das Wochenende gestaltete sich etwas anders als geplant und meine Hände und Gedanken gingen andere Wege. Den Nebel schicke ich noch zu Dreierlei, das war mir doch glatt durchgerutscht, obwohl es ja wohl in einigen Landstrichen d a s  Thema zumindest für die zweite Novemberhälfte war. (Ausrede, ich war bei Erscheinen des Themas im Urlaub..., und im Dezember ist Sternengefunkel kreatives Thema bei Dreierlei!). Die Collage ist gelegt (nicht geklebt) aus dem, was ich heute so an "Nebligem" beim Aufräumen auf dem Tisch gefunden habe: Pflanzenfarbversuche auf Pappe, ein Leinenfaden "ichweißnichtwoher", vermutlich mal nach dem Waschen von Stoffresten irgendwo abgezuppelt, von den Enkelmädchen ausgepackte Silbertaler und Wespennest (das finde ich irgendwie immer..., ich weiß nicht wohin damit, also bleibt es da...). Eine kreative Fingerübung am Morgen, vor dem Rausgehen...



Die Mandala-Fingerübung fand wie meistens bei mir draußen statt, fieser kalter Regen mag ja eine Ausrede sein, Kälte ist es nicht. Erstmals musste ich heute fürs Mandala Handschuhe anziehen und beim Sammeln der Stöcke im Wald kräftig zufassen, um sie vom gefrorenen Boden abzubekommen. Mal schauen, vielleicht sind die nun der Grundstock für ein paar weitere Wintermandalas der nächsten Wochen am Garteneingang ;-). Sie werden jedenfalls nicht so leicht wegfliegen. 


Die Mitte ist ein Stück Moos, von dem die Wildschweine wieder reichlich gelockert haben bei ihren nächtlichen Streifzügen hier im Wald vor der Haustür. Darauf ein pünktlich mit dem Kälteimpuls aufgeblühtes Sternchen des Winterjasmin und drumherum rötlicher Efeu, der keine besondere Sorte ist, sondern sich entschieden hat von der Wand weg in einen vormittags prall besonnten Zaun zu wachsen. Das gibt ihm seine festliche Farbe.



Während ich draußen war, hörte ich nichts außer den Wintergoldhähnchen in den Kiefernwipfeln mit ihrem zarten Gezwitscher. Da summte mir auf einmal ein gern gesungenes Lied aus vergangenen Chor-Adventskonzerten durch den Kopf, nach einem Text von Joseph Eichendorff. In mir klingt es anders, weniger in so getragenem Tempo als ich es auf meiner Suche im Internet fand, eher noch freudiger empfangend, diese stille Zeit. (Dank nebenbei also auch an unsere Chorleiterin damals, ich vermisse das gemeinsame Singen.) Dass die Schlusszeile "Gute Nacht" hieß, war mir nicht mehr bewusst. Noch ist heller Tag, aber auch am hellen Tag ist manchmal Zeit für stille Zeit. (Und die Adventszeit über brennt jetzt wieder jeden Tag in der Laterne ein Teelicht in die Dunkelheit.)

O du stille Zeit,
Kommst, eh wir´s gedacht
über die Berge weit,
über die Berge weit
Gute Nacht!    


In der Einsamkeit
rauscht es nun so sacht,
Über die Berge weit,
über die Berge weit,
Gute Nacht!


Ich wünsche euch in diesen Tagen Zeit, Zeit für stille Zeit.

Ein Montagsmandala heute auch wieder bei Heidi im Sonnentagebuch.

Samstag, 7. September 2013

Wenn ich ein Vöglein wär...

Wohin mag dies Vöglein "in heaven" tanzend schweben? Beim Sonntagmorgenschwimmen kam es vorbei, sanft, langsam und leicht. Mich hat es sehnsüchtig gemacht, nach Singen. Wie ich das Chorsingen vermisse... Es passte terminlich nicht mehr in mein Leben, vielleicht, hoffentlich, doch bald wieder, irgendwann...



Dreimal Robert Schumanns wunderbaren Vöglein-Satz für euch, je nach Geschmack mit Chor (Cantus Novus Ulm), Männerstimmen (Peter Schreier/Dietrich Fischer-Dieskau) oder Frauenstimmen (Barbara Bonney, Angelika Kirchschlager), drei ganz verschiedene Vöglein, scheint's...

Habt ein schönes noch mal wärmend-sonniges Wochenende, am Himmel hier gibt's die ersten großen Vogelzugversammlungen: Kiebitze, Kraniche, Schwalben, Stare... Und schaut mal zu Katjas Himmeln.