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Donnerstag, 21. November 2019

Naturdonnerstag - Novemberrosen...

Eingang zum Rosengärtchen auf dem Gelände von Kloster Drübeck.




Immer schon habe ich mich gewundert, wenn in Gartenblogs über das "Vorbei" der Rosenzeit gejammert wurde, als gäbe es nun keine Rosen mehr... Es gibt sie doch, die öfter oder dauernd oder nachblühenden Rosen, die auch im November noch nicht durch sind mit dem Blühen, herrlich..., auch in ihrem vergehenden Charme... Aus meiner stillen Zeit im Kloster Drübeck und Kloster Ilsenburg habe ich "Beweismittel" mitgebracht.











 
An einer alten Kirsche beginnt ein Rambler sein Werk.





Riesige Eiben säumen den Durchgang ins den folgenden Gartenraum.



Mit Mano war ich ja im Kloster Ilsenburg, und auch da hatten wir Rosenbegegnungen.


Die Rose im Wiesenblumenstrauß ist eine seidene...
Links von der seitlichen Kirchentür steht ein Rosenbusch...

Da ist er, voller Hagebutten und mit noch einer...
...blühenden Rose...


Darauf trinken wir jetzt Kaffee, im bezaubernden Café im Gärtnerhaus im Kloster Drübeck. Davor ein Rosenstrauch, jetzt voller Hagebutten...






Naturdonnerstag

Sonntag, 10. November 2019

Samstagsplausch - Auf der Suche nach Ruhe (fast) ganz in grau...

Freiberger Morgenblick zum Nachbarhaus
 
Eine Familienübernachtung in unserer Wohnung brachte mir und dem Gefährten mal wieder den Blick auf die Petrikirche ein...


 
Verregneter und staubiger Fensterblick vom Frühstückstisch im Wohnzimmer.


In diesem Jahr hatte ich mir ja gesagt, dass es günstig wäre, den Wechsel vom Sommer- ins Winterquartier nicht im vollen Lauf, sondern bewusst und mit einer Ruhepause zu zu gestalten, denn letztes Jahr bekam mir die Hektik der Umstellung vom Dorf in die Stadt erstmal gar nicht und ich war und fühlte mich wochenlang krank... So wollte ich den November in all seinen Grautönen mal richtig auf mich wirken lassen und mich mal wieder etwas achtsamer auf den Weg machen zu mir... Ich konnte aber nicht verhindern, dass mir dennoch soviel Farbe begegnete, dass ich manchmal regelrecht in Rausch geriet... (Von diesen Farben werde ich in folgenden Posts noch berichten.) Zunächst brachte mir aber eine kleine Harzreise in die Wälder und zu Klöstern mit Schwesternzeit, Klosterzeit, Freundinnen-, Kaffee- und Kreativzeit tatsächlich die erhoffte Beruhigung, Stille und einen wunderbar maßvollen Rhythmus in allem Tun, den ich nun versuche mit in die Zeit vor Weihnachten zu nehmen... 





Harzspaziergang bei Treseburg mit der Schwester. Aus den grauen gestorbenen Fichten blinkt schon wieder Laubgrün. Unsere auf schnelles Holz ausgerichtete Monokulturen-Nutzforst-Zeit muss ein Ende haben. Holzmöbel z. B. halten sehr viel länger, als uns die flotten Wechsel der Wohntrends glauben machen wollen!!! Hier bei uns stehen Möbel, die nun die 5. Generation schon freudig nutzt, und auch neue Möbel, die das Zeug haben auch eine Weile zu halten und einfach zeitlos schön sind...


Morgendlicher Schlossblick vom Bahnhof Wernigerode aus.


Ich war mit Bussen und Zügen unterwegs, sehr viel langsamer, als das mit dem Auto ginge. In dem Falle hat es mich nicht gestört. Von Freiberg nach Thale im Harz braucht man mit 4 Umstiegen in Chemnitz, Leipzig, Halle, Halberstadt 6 Stunden. Flott ging es am nächsten Morgen mit dem Bus von Wernigerode zum Kloster Drübeck. Die 22 Minuten waren mir fast zu kurz. Die Rückfahrt dann nach Freiberg ging diesmal mit drei Umstiegen von Kloster Drübeck über Wernigerode, Halle, Zwickau, auch wieder 6 Stunden, denn der frühe Bus schaffte angesichts der vielen Schüler seine Zeit nicht und so kam ich noch zu einer netten ungeplanten gemütlichen Frühstücksstunde auf dem Bahnhof Wernigerode.










Nach einem ersten Rundgang auf dem Klostergelände richtete ich mein Zimmer im Stall ein, hochmodern, gar nicht stallmäßig... und packte meine Kreativsachen aus. Der Rhythmus von Andachten in der Klosterkirche St. Vitus, Mahlzeiten morgens und abends im Speiseraum und Spaziergängen auf dem weitläufigen Klostergelände gab den Rahmen für kreatives Arbeiten und Lesen und Ruhen in meinem Zimmerchen oder an den netten Leseplätzen im Gärtnerhaus-Café oder im Äbtissinnenhaus... Die Zeit der Gartenbank-Lesestunden ist wettermäßig leider nun gerade vorbei...




Handschrift mit japanischen Tanka auf mit Blauholz und Katechu eingestrichenem Papier.
Diese Ausstellung gab es gerade. Ja: "Der Weg wohin..." Große Frage...



Nicht jede*n hätte ich in diesen Rückzugstagen zu mir eingeladen, Zeit mit mir zu teilen. Da bin ich ganz ehrlich... Aber Mano und ich empfinden und denken bei aller Verschiedenheit eben auch auf viele Weise ähnlich, und so haben wir die Stunden in den Harzklöstern Ilsenburg und Drübeck und auch unseren Regenspaziergang in die leuchtenden feuchten Buchenwälder so sehr miteinander genießen können...




Mano ganz zauberhaft tierisch beschirmt...



Rundgang im Kloster Ilsenburg

 
Kunstvolle alte Fußböden.
















Am nächsten Morgen machte ich nach dem Frühstück erst einmal einen ausgedehnten Spaziergang rund um das Kloster und setzte mich noch einmal ein paar Minuten in die immer geöffnete Klosterkirche, verbrachte den Tag in meiner Zeit, vor allem mit der Arbeit an (m)einem Novemberbuch. Der Himmel wolkenverhangen...





 
In der Klosterkirche. So einfach und schlicht...


Gartenspaziergang zur kahlen Birke.
 
Lichtreflex an meiner Zimmerwand.




Freitagmorgen dann die Rückfahrt durch viel Grau nach Freiberg, das Ankommen zu Hause, der erste Einkauf, der erste Abend mit dem Liebsten.




 


Auspacken, Sortieren, Einpacken, Vorfreude auf den nächsten Tag, Frühstück zuzweit, dann die einstündige morgendliche Fahrt durch grauen Nebel nach Dresden-Neustadt ins Stadtteilhaus in den Raum "Louise", wo ich mich mit Tabea, Katja, Lucia, Anne und Sirid zu einem kreativen Tag mit Schrift und Minibuchbinden traf. Herrlich, und auch Grautöne spielten mit... Auf dem Weg dorthin am Morgen noch ein Innehalten an einem alten jüdischen Friedhof, der zufällig an meinem Weg liegt. Es ist 9. November. Und zu diesem Datum denke ich noch immer zuerst an die Pogromnacht...




Auf der Zugfahrt von Freiberg nach Dresden.

Jüdischer Friedhof Dresden-Neustadt.

Handschrift mit Grauanteilen von Tabea.


Abendliche Rückfahrt, mit dem Gefährten am Kaminfeuer essen, wohlig erschöpft einschlafen und vergnügt aufwachen im blassgrauen Schutz der (einzigen!) Gardine, hinter der Novemberlichter aus dem Nachbarsgarten leuchten... Habt noch schöne Sonntagsstunden! 




 

Samstagsplausch bei Andrea
Monatsmotto bei noch einer Andrea - Grautöne

Donnerstag, 3. Mai 2018

Naturdonnerstag (78 + 46) - Wanderung zum Kloster Drübeck

Wieder die netten Leberblümchen zuhauf am Wegesrand...
... und ein Teich mit einem riesigen Froschkonzert, das wir schon weithin hörten...
Und dann sahen wir sie auch..., Frösche in Hülle und Fülle...








Als wir neulich mit unseren Verwandten zusammen waren, wanderten wir ja nicht nur im Bodetal, sondern am Tag zuvor auf dem Klosterwanderweg zu den Klöstern Ilsenburg und Drübeck, bei herrlichem Wetter... Wir hörten und sahen auf dem Weg zwischen Ilsenburg und Drübeck Frösche in großer Zahl in einem großen Teich im Wald. Dass es so etwas noch gibt, macht mich froh (auch am vergangenen Wochenende sahen wir mit dem Enkel des Gefährten bei unserem Besuch einen großen Waldteich im Saurierpark Kleinwelka in Sachsen, in dem Tausende Kaulquappen dichtgedrängt in der Flachwasserzone am sonnigen Ufer unter der Wasseroberfläche ein Sonnenbad hielten...).


Das Kloster Drübeck hat viele Gartenflächen, von denen zwar nicht mehr alle bewirtschaftet werden, doch einladend und sehenswert sind sie alle.





Nutzgarten während der Frühjahrsbestellung.
Klosterkirche.
Ein riesiger alter Efeu mit Amselnest lehnt an einer der alten besonnten Mauern, die mit ihrer aufgetankten Sonnenwärme ideal zum Gärtnern sind...
Noch ein Gärtchen, mit Buchshecken für Astrid.
Streuobstwiese.





Mit dem Rücken zu dieser wunderbaren Streuobstwiese tranken wir noch einen leckeren Kaffee zu hervorragend mundendem leckeren Kuchen... Das war am 10. April, noch kaum Obstblüten zu sehen, und nun ist die Obstblüte schon wieder durch, herrje, das ging aber auch schnell... In den nächsten beiden Wochen - nach dem kommenden Wochenende, an dem auch ich nun schon zum zweiten Mal Gastgeberin zu den Tagen der offenen Ateliers in Brandenburg werde -  bin ich schon wieder unterwegs, womöglich ganz ohne Web... Die in diese Zeit fallenden Naturdonnerstage habe ich aber mit kleinen "Ein-Foto-Beiträgen" aus meinem wilden Garten vorbereitet, so dass ihr planmäßig eure schönen Naturbeiträge verlinken könnt. 

Natürlich haben wir in Drübeck auch die sagenhaft wunderbar schöne alte Linde vor dem Seiteneingang der Klosterkirche gesehen, aber mein Akku war alle, keine Fotos...

Den Natur-Donnerstag bekam ich im April 2017 von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  








Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es leider kaum schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...





An InLinkz Link-up

Sonntag, 29. April 2018

Mein Freund, der Baum (61) - Im Bodetal (und ein kleiner Plausch...)

Wenn ich bei meiner Schwester im Harz bin, gehört ein ausführlicher Spaziergang im Bodetal und auf den Höhen dazu. Ein paar Bilder gab es schon. Vierzehn Tage ist es erst her, inzwischen wird nun auch dort alles grün sein. Aber ich erlebte noch die Zeit, in der die noch laublosen Bäume das Licht für die zarten Waldblumen brauchen, nachdem sie ihnen unter dichtem Laub Schutz geboten und den nahrhaften Boden bereitet haben. Es ist immer wieder ein Wunder, was dort für Miniaturgärten entstehen, ohne jedes Zutun einer ordnenden Gärtnerhand, ohne Laubharken. Im Gegenteil, solches würde den blühenden Schönheiten den Garaus bringen. Wenn sich das Blätterdach schließt, sind die kleinen Blumen verschwunden, und erst im nächsten Jahr ist Gelegenheit sie zu sehen... Heute geht es also nicht nur um Bäume allein, sondern auch um das pflanzliche Leben zu ihren Füßen. Das gäbe es nicht ohne die Bäume darüber. Zumindest würde es nur schwerlich gedeihen können. Insofern war ich froh, dass der Frühling hier noch nicht so weit war wie in anderen Teilen Deutschlands, dann hätte ich diesen Blütenreigen glatt verpasst. So intensiv erlebt habe ich ihn zum ersten Mal, obwohl ich ja schon öfter im Harz war.





Auch im Bodetal haben die Stürme tüchtig zugeschlagen.

Hier geht es hinein in den wildromantischen Teil der Bodetalwanderung zwischen Treseburg und Thale.
Über dem Friedhof. Buschwindröschen unter jungen Buchen.
Das Bodetal gehört zum Nationalpark Harz und ist Naturschutzgebiet. Totholz bleibt liegen als Lebensraum für zahlreiche Organismen, die es im Laufe von vielen Jahren zersetzen.
Buschwindröschen kommen überaus zahlreich vor.
Waldveilchen.
Waldveilchen, ein ganz hell geratenes.

Auf dem Burgberg hoch über der Bode.
Die Bode ist dunkel links neben der Straße zu erahnen.
Stellenweise gibt es auch Leberblümchen in großen Mengen.
Leberblümchen an einem steilen Hang. Ein ganz zauberhaftes Arrangement von Mutter Natur.
Gelbe Frühlingsanemone und Buschwindröschen.
 
Meine Favoriten heute: Die alte Eiche und die Buchen auf den Mauerresten der Treseburg. Beeindruckend.

 



Nach meinem Gang vom Bodetal aus auf die Höhen ging es nachmittags mit unseren Verwandten noch einmal dicht an den Fluss. Und da tauchten zu unseren Füßen noch mehr Arten blühender Gewächse auf, von denen ich Gelbsternchen und Milzkraut auch aus den märkischen Breiten hier in Brandenburg kenne...





Gelbsternchen.
Waldbingelkraut, ein eher unscheinbarer Vertreter der blühenden Zunft.




Den Abend beschloss ich mit meiner Schwester auf der überdachten Terrasse. Aus dem Bodetal stiegen zwischen den Bäumen Dunstschwaden auf, nach heftigem Gewitter und Regen....








Ihr merkt, es ist ungewöhnlich still hier zurzeit. Obwohl ich ja so viel zu zeigen und zu erzählen hätte. Die Tage sind sehr arbeitsreich, Schulgarten und eigener Garten verlangen nach mir, obwohl ich ja eine Gärtnerin bin, die allzugern auch mal fünf gerade sein lässt. Auch das Haus verlangt nach der langen Winterpause nach Zuwendung. Die Tage der offenen Ateliers stehen am ersten Maiwochenende an, an denen ich mich wieder beteilige und voller Vorfreude räume, werkle, gestalte... Und dann ist da noch mein "Wochenend"-Ehemann, der mich gelegentlich mit auf eine Dienstreise nimmt, diesmal über Freiberg mit Keramikmarkt nach Boffzen, von wo aus ich einen guten halben herrlichen Tag rund ums Kloster Corvey verbrachte. Seit vielen Jahren hörte ich meinen ersten Kuckuck somit diesmal nicht in Prieros, sondern an der Weser... Und so geht das weiter hier... Aber spätestens, wenn wir aus dem Urlaub zurück sind, zu Pfingsten, werde ich wieder mehr bloggen. Und wieder mehr bei euch lesen... Fehlt mir nämlich, beides... Wem das jetzt alles nach "zuviel Stress" klingt, lese ich ja manchmal in euren Kommentaren, nein, das ist es nicht. Ich habe gerade einen tollen Lauf und bin glücklich in meiner Haut und in meinem Leben, auch wenn das manchmal ein bisschen nach Nomadisieren aussieht. Einst waren wir alle Nomaden, und bei manchen steckt es halt noch mehr im Blut... Ich liebe mein Zuhause, meinen wunderbaren Rückzugsort, aber ich bin auch gerne unterwegs ;-). Und danke an Lisa... Das zauberhafte Mobile hat einen Platz gefunden, ich freue mich so an ihm... Habt einen wunderbaren Sonntag und bis bald.

Samstagsplausch