Samstag, 18. Juni 2016

Himmlischer Schmetterling - heavenly butterfly




Crazy outdoor-indoor-feflection - from the terrace on a picture at the wall... - at home



Nach dem Batikseminar am letzten Wochenende (und einer verrückten Spiegelung durch die Terrassentür auf ein Bild über dem Tisch...) saßen wir nach einem abendlichen Imbiss dann doch noch zu viert draußen auf der Terrasse. Von den Batikfarben berauscht und bestens eingestimmt und sensibilisert, sahen wir Frauen auf einmal auch am Himmel Farben... (die Männer nicht...). Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sich dieses Schauspiel fotografieren ließe, habe es aber probiert, und der Fotoapparat hat die sanften lichten Farben noch besser erkannt als wir gegen das grelle Licht...





Some reflection in the sky...


Nach und nach verwandelte sich der himmlische Farbklecks in einen Falter...




... a heavenly butterfly?


So unvermittelt wie der himmlische Schmetterling aus dem Nichts gekommen war, zerstob und verschwand er auch wieder..., ein Schauspiel von ungefähr 10 Minuten... Wie genau da oben Wasser, Wolken, Temperatur und Sonne zusammengetroffen waren und Regenbogenfarben produzierten, wissen wir nicht. Aber egal, der Schmetterling zählt! 



rainbow - colours



Meine Woche war - nach Waldsassen und Goslar - auch zu Hause ziemlich ereignisreich,  auch motivierend. Ich konnte viel draußen sein, kreativ sein. Der Regen, der endlich auch hier angekommen war, ließ fürs Draußensein immer wieder Pausen. Nasse Schuhe, das ist ok... Mücken, naja... Nun ist mir noch mal nach einem ruhigen Gartenwochenende. Mal schauen, ob's klappt.

Euch ein erholsames Wochenende.


Weekend reflections.
In heaven.
Samstagsplausch.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Natur-Donnerstag - heimatlich








Die beiden letzten Tage war ich in Sachen Natur unterwegs, nicht weit weg, nur hier im Dorf, zuerst morgens kurz in der Schule, um mir unbekannte Pflanzen aus dem Schulgarten zu  holen und mit zur Bestimmungshilfe zu nehmen. Beim Abstellen des Fahrrades am Rand des Schulhofes dachte ich, dass ich ja unbedingt mal unser Bartnelkenparadies fotografieren müsste. Die Pflanzen stammen aus den Einsaaten, die meine Enkelmädchen vor zwei Jahren im Herbst in Töpfe gemacht hatten, selber Samen gewonnen aus meinen Pflanzen und selber ausgesät. Oma hat gegossen und letztes Jahr in den Schulgarten geschleppt und mit den Kindern ausgepflanzt. Nun ist es so weit und es blüht. Hoffentlich gelingt es mir wieder Samen zu nehmen...


 








Dann führte mein Weg zur
Prieroser Dorfaue. Bäume von da habe ich schon manchmal gezeigt. Ein Teil der Wiesenflächen wird naturnah gepflegt, ist die Dorfaue in diesem Teil doch auch das unmittelbare Aushängeschild der dort in der alten Schule ansässigen Verwaltung des Naturparks Dahme-Heideseen. Gestern morgen hatte ich dort einen Termin und dabei neue Pflanzennamen gelernt und ich konnte trotz Regen anschließend nicht einfach so wieder aufs Rad und wegfahren...

















Denn nach dem Wiesensalbei blühen dort jetzt doch die Wiesenflockenblumen ... Ich liebe den Anblick blühender Wiesen und bin froh, dass wenigstens diese auch hier vor Ort sein darf und nicht vorzeitig unter den Mähbalken kommt...








Wie's aussieht, wenn der blaue Wiesensalbei im Mai dort blüht, habe ich euch vor zwei Jahren schon einmal gezeigt, einfach nur berauschend..., hier - KLICK. So eine Salbeiwiese verbinde ich mit dem Begriff "paradiesisch blau"...









Heute ging es dann wieder in den Schulgarten, die Arbeitsgemeinschaft fand sich zusammen, es gab drei neue kleine Mitarbeiterinnen. Wir haben Erdbeeren geerntet und vernascht, Spitzwegerichöl zubereitet und sind damit bestens gegen Mückenstichjucken gerüstet. Aber trotz richtig Regen die letzten beiden Tage mussten die Hochbeete und Töpfe gegossen werden... Aber das machen sie gerne, die Kinder... Unser Liebstöckel ist zu einem Herkules herangewachsen und blüht - ein Paradies für Insekten...




 

Insektenumschwärmt ist auch der gerade blühende Mauerpfeffer, bald kommen auf der kleinen Magerwiese Sandstrohblume und Bergsandglöckchen dazu.







Auf kleinster Fläche konnte ich fünf verschiedene Hummelarten gleichzeitig ausmachen, aber natürlich bekam ich sie nicht alle "ordentlich" vor die Linse. (Bei Andrea gab es neulich einen schönen Hummelbeitrag mit Literaturempfehlung.)










Seit mehreren Tagen hatte ich bemerkt, dass rund die Hälfte unserer Nachtkerzen (in diesem Jahr sind es schon runde Zweidutzend, die auf dem Gelände zur Blüte kommen wollen) ziemlich angefressen aussehen. Und ich ahnte auf Grund einer Vorjahreserfahrung, dass es wohl keine Raupen waren. Heute erwischte ich nun jemanden auf frischer Tat...














Möglicherweise sind es Blattschneiderbienen, Wildbienenarten
(es sind Solitärbienen), die ihre Brutzellen mit Blattstückchen austapezieren. Es müssen eine ganze Menge Bienen und Nester sein den Fehlstücken an den Nachtkerzen nach zu urteilen... Schön finden wir das und staunen..., denn Insekten haben bei uns Vorfahrt, nicht etwa der Rasenmäher oder gar eine Giftspritze. EDIT: Es ist keine Blattschneiderbiene, sondern eine Mörtelbiene, die den Mörtel zum Verschluss des Nestes aus Pflanzenmaterial herstellt... Haben mir meine Spezis aus der Naturgarten-FB-Gruppe rausgefunden ;-)







Auch unser Hausmeister gewöhnt sich mehr und mehr ans Naturgärtnern und hat bei der letzten Wegemahd diesen Natternkopf und eine Stelle mit Sandstrohblumen ganz sanft umfahren... Über sowas kann ich mich als Naturgärtnerin dann freuen wie ein Kind... Aber auch drei kleine fast konventionelle Staudenbeete gibt es bei uns. Der Rittersporn ist noch immer zaghaft unterwegs, aber sein Blau ist die reine Freude...









Da die Bartnelken in den Pflanzkästen so dicht standen, habe ich mir erlaubt ein bisschen auszudünnen... Auch der mannshohe Steinklee im Blumenrondell wurde ein bisschen zurückgeschnitten. So habe ich jetzt ein kleines Stückchen Schulgarten schon über eine Woche auf dem Tisch, mal drinnen, mal draußen, meine Freitagsblumen..., die auch auf dem Terrassentisch umsummt werden von Hummeln und Bienen... Diese Summ-Geräusche machen mich sehr zufrieden, ein kleines Stückchen Welt ist hier in Ordnung...









Hier hattet ihr den Strauß schon mal gesehen. Dazugesellt hat sich nun die kleine an eine Birne erinnernde alte Vase aus der Sammlung meiner Mutter, mit dem Sträußchen aus dem Gästezimmer. Das hielt nun auch schon 10 Tage lang, mit blühendem Giersch, Glockenblume, Gräsern und einem roten Blatt vom Purpurglöckchen.









Habt eine gute Zeit.


EDIT: Spitzwegerich-Öl
Im Mai/Juni trockene saubere Spitzwegerichblätter in 1-2 cm lange Stücke zupfen und locker in ein Marmeladenglas schichten, mit einem guten (Bio)-Olivenöl auffüllen, bis die Blättchen komplett bedeckt sind. Sanft drehen und schütteln, bis alle Luftbläschen entwichen sind. Glas gut verschließen und ca. 3 Wochen lang an einem sonnigen Fenster stehen lassen, alle paar Tage sanft schütteln. Dann Öl abseihen und in kleine Gläschen füllen, ggfs. an geplagte Mütter und Kinder verschenken. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren, hält dort bis zu zwei Jahren. Bei Mückenstichen mit einem Wattetupfer o. ä. ein Mini-Tröpfchen auf die juckende Stelle geben, kühlt und wirkt..., ggfs. noch einmal wiederholen.

Bunt ist die Welt
Naturdonnerstag
Freutag
Freitagsblumen
 

Mittwoch, 15. Juni 2016

Muster-Mittwoch im blauen Paradies...




Das blaue Paradies neulich bei Mano war so anregend, dass ich auch (m)ein blaues Paradies haben wollte. Da lag wieder so ein bisschen noch auf meinem Tisch herum... Und siehe da, aus Fischen von Eva, zwei Heftchen meiner Freundin und Batiklehrerin Maria Ilona Poppendieck und blauen Glasmurmeln lässt es sich auch schon paradiesisch mustern...










Überhaupt habe ich jetzt ein paradiesisch blaugrün schimmerndes Glasmurmelmeer (bei uns wurden diese Glasmurmeln früher "Bugger" genannt und waren Schätze...). Mano hat mir die Bugger geschenkt, als ich sie neulich besuchte und ich hatte sie (also die Bugger) gleich aus ihrer Tüte befreit und in eine alte Glaswanne geschüttet...








Beim Aussuchen der Fotos wunderte ich mich über die roten Sprenkel, die da seltsamerweise im Blaugrün erschienen, bis ich merkte, das bin ja ich...







Passendes Blau wurde ins Musterbuch gestapelt. Ich hatte es ja in Goslar dabei und Schere und Klebstoff dazu und hab abends, wenn der Gefährte noch "Dienst" hatte, im Hotelzimmer (das einen Schreibtisch am Fenster hatte, ja!!!) vor dem Schlafengehen diese Doppelseite geklebt... In der ist auch ein Mano-Kreis in wirklich paradiesischem Südseeblau untergekommen... Der klebte an ihrem Geburtstagspäckchen für mich... Jaja, hier kommt nichts weg! Da auch ein paar Vögel (15!) und Federn auf die Seite geraten sind, darf die Doppelseite auch zur Papierliebe.



 


Wie gut, dass ich gestern Batikpapiere für meine Paradies-Heftchen brauchte und beim Ausbügeln auch auf das eine oder andere "Blau" stieß, hab ich sogleich beiseite gelegt... Das sind doch schon ganz gute paradiesische Wassermuster..., entweder direkt als Papierbatik angelegt, oder die Wachsspuren sind beim Batiken von der Seide auf ein Papier durchgedrückt und dann eingefärbt und weiterbearbeitet worden (links oben), oder es gab einen wachslosen Abklatsch auf Papier, wenn ich nach dem Einstreichen mit dem Schaumstoffpinsel überschüssige Farbe von der Papierbatik abgenommen habe (dabei mustert das meist etwas erhaben im Papier stehende Wachs von der Unterlage auch noch mit, rechts oben). 










Vielleicht wird noch mehr Paradies draus..., blaues paradiesisches Chaos... Heute habe ich leider gar keine Zeit noch weiter zu mustern. Aufregende Dinge passieren gerade und ich muss zusehen, dass ich einen roten Faden durch die nächsten Tage kriege... Da lass ich mal noch schnell die Sonne überm Blau aufgehen..., hier regnet es sanft und ich brauche nicht zu gießen, bestens...







Übrigens, Leute, die Sommerpost geht los. Nach meinem Aussetzen in diesem Frühjahr war ich diesmal besonders hibbelig und erwartungsvoll: "Das Paradiesbuch", welch herrliches Thema! Tabea und Michaela haben uns ein paradiesisches Kreativ-Ei ins Bloggerhausen-Nest gelegt, ausbrüten dürfen wir die Paradies-Eier selber... Klar, dass ich wieder dabei bin. Noch könnt ihr euch anmelden: Genau hier.

 



Papierliebe - Vögel
Mustermittwoch
MMI - Mittwochs mag ich Sommerpost!
Achtsamkeit - Nachhaltigkeit - Lebensstil - wieder mal alles "altes Zeug", nix gekauft, nur achtsam gewesen: aufmerksam hingeguckt, gesammelt und arrangiert...








 

Dienstag, 14. Juni 2016

Paradies-Heftchen








"Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen. Das Leben gehört den Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein."


(Johann Wolfgang von Goethe)







Als ich vorgestern vom Batikseminar erzählte, hatte ich nicht erwähnt, dass es in dieser Konstellation möglicherweise zum letzten Mal stattfand... Es gibt Veränderungen, ein paar Fragezeichen und somit keine Gewissheit, ob wir in diesem Kreis auch im nächsten Jahr zusammentreffen können. Immerhin, der Termin steht, ein Raum ist schon bestellt, die Kursleitung auch bereit, aber manche von euch wissen ja selbst, wie das ist, wenn Beruf oder Gesundheit - oder beides und noch mehr - Veränderungen mit sich bringen, erfordern.











In solchen Zeiten hilft mir und vielen anderen auch ein bisschen Rückbesinnung aufs Wertvolle und Schöne im Leben, auf das achtsame Wahrnehmen kleinerer und größerer Freuden. 











Ich habe mich zur diesjährigen Sommer-Mailart-Aktion "Das Paradiesbuch" angemeldet, und nun übe ich schon mal und verschenke an die mir so lieb gewordene Teilnehmerinnen-Schar eine Variation: kleine Paradies-Heftchen, in die sie erlebte und ersehnte paradiesische Freuden schreiben, kleben oder malen können.









Verwendet habe ich eigene Schöpf- und Batikpapiere (erst mal musste ich sie eine Stunde ausbügeln, da regnete es leider noch), eine alte Berlin-Umgebungs-Landkarte, zusätzlich Blanko-Papiere zwischen die "bunten" Lagen eingefügt,
alles farblich passend sortiert. Nun schon draußen, bei Sonnenschein.








D
as Innenleben habe ich nach dem Einsortieren der Lagen und vor dem Binden passend geschnitten (den Schöpfrand des Umschlagpapiers liebe ich zu sehr, als dass ich ihn abschneiden wollte). 








Die Heftbindung ist mit altem stabilem graublauem Wollfaden gemacht. Die ersten vier Heftchen konnte ich noch draußen auf der Terrasse binden, dann fing es wieder an zu regnen. Aber ich will mich da gar nicht beschweren, Regen wird hier so dringend gebraucht...










In die Paradiesheftchen hinein kommen ein paar meiner selbst gemachten Stempelmotive (Gummi und Moosgummi) und auch die liebgewordenen gekauften Buchstaben aus dem Berliner Buchstabenmuseum.




 

Das Jahrtausende alte und auf der ganzen Welt verbreitete Symbol der Blume des Lebens ist ein Motiv, das im Kurs über die Jahre immer wieder einmal zur Anwendung kam und in eine Batik eingearbeite wurde. Da war ich doch froh, dass sie sich auch gut auf geschöpftes Papier drucken lässt und nun die Heft-Umschläge zieren wird. Morgen früh, nach einem Morgentermin im Dorf, wird alles vollendet und mit einem kleinen eingelegten Text eingepackt und in die Runde verschickt, die am kommenden Wochenende noch mal ein Treffen hat.






Auf die Sommerpost freue ich mich sehr. Sie passt diesmal ideal in meine kreative Jahresplanung. Vielleicht macht ihr auch mit? Dann schaut mal bei Tabea und Michaela rein.


Creadienstag
Dienstagsdinge
Handmade on Tuesday
Meertjes Stuff
Achtsamkeit - Nachhaltigkeit - Lebensstil