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Donnerstag, 6. Februar 2020

Ein Garten im Werden

Geplant ist schon eine Menge, vor allem naturnah und dank standort- und klimagerechter Aussaaten und Pflanzungen auch pflegearm soll der Garten werden, er soll uns erfreuen, beherbergen und zur Ruhe kommen lassen, Gäste empfangen, und - eigentlich vor allem - Insekten, Vögeln und allerlei Kleintieren und Kleinstlebewesen Lebensraum bieten und sie ernähren. Das hat bei unseren Überlegungen neben ästhetischen Gesichtspunkten eine ganz zentrale Rolle gespielt. Die ersten Pflanzen sind gesetzt, die erste Aussaat ausgebracht, viele Blumenzwiebelchen gesteckt... Wir warten...




Alter Apfel und aufstrebende Birke.



Das Gerüst des Gartens (dort, wo es auf dem Foto grün ist, nutzen die Mieter den Garten) sind seine Bäume, zu denen noch einige weitere kommen werden. Aber hier erst mal die, mit denen wir und viel Getier hier leben und die wir lieben... Schließlich sind wir bekennende Baumfreunde. Immer im Blick von der Veranda aus ist die Birke, von der wir noch nicht wissen, ob wir sie nicht doch erst mal abschneiden müssen und sie wieder austreiben lassen, sie hat während der Bauarbeiten an der Rinde ziemlich gelitten. Bisher sieht sie allerdings so aus, als würde sie es wegstecken. Links davon steht der alte Apfel. Noch weiter links dann der tote alte Pflaumenbaum, solange es geht, bleibt er als Lebensraum-Baum stehen, gehalten wird er schon von einem Arm der Ahorngruppe an der Grenze zum Nachbargrundstück. Ob wir die noch ausdünnen, steht noch nicht fest. Davor, vor der noch etwas zu verschiebenden Totholz-Stammstück-Sammlung, kaum zu sehen, aber im Spätsommer schon mit süßen kleinen Früchtchen behangen, ist ein junger Pflaumenbaum, offenbar durch Selbstaussaat aufgewachsen. 



 
Rechts hinter dem Stammabschnitthaufen stehendes Totholz (Pflaume), eine ganz junge davor. Hinterm Holz eine Ahorngruppe, sehr wahrscheinlich auch aus Selbstaussaat aufgekommen.





Nicht zu sehen, aber in unserem Garten bzw. gleich nebenan, wachsen noch zwei junge Eichen, eine junge Buche, eine Eberesche, eine weitere Birke heran. Schon zu den Alten gehören eine Kastanie, eine Bergkirsche und eine Fichte... Es wird eine kleine Gratwanderung zwischen Licht und Schatten, Hell und Dunkel, mal schauen...

Im Garten wird sich dieses Jahr hoffentlich noch eine Menge tun... Das möchte ich genauer beobachten. Zum ersten Mal entsteht ein Garten nach unseren Wünschen, die eine professionelle Naturgartenplanerin zu Papier gebracht hat und nun unter Einbeziehung verschiedener geeigneter Firmen nach und nach realisiert. Hier also die Perspektiven, aus denen ich dieses Jahr regelmäßig in den Garten schauen werde. Denn für die Anwuchs- und Unterhaltspflege werden wir auch in unserer Brandenburgzeit monatlich ein Wochenende hier in Sachsen verbringen.




12tel Blick - Motiv 1: Vorgarten.
 

Der nicht eingezäunte Vorgarten ist etwas erhöht hinter einem Mäuerchen aus Gneis und soll einmal weitgehend als Frühlingsblüher- und Trockenblumenwiese fungieren. Vor der alten Fichte sind im etwas schattigeren und feuchteren Bereich bereits ein Sommerflieder und Rosen gepflanzt, von denen eine in die Fichte hineinranken wird, hoffen wir. An das alte Zaunrelikt im Vordergrund rechts ist eine alte Rose umgepflanzt worden, die sich da hinüberlehnen darf. Ein erstes ihrer Augen zeigt sich bereits knospig. Und die Gießkanne steht dort, weil die Gehölze erst sehr spät im vergangenen Jahr in die Erde kamen und auch in Sachsen noch ein riesiges Regen-Defizit besteht. Da ist in frostfreien Zeiten kräftiges durchdringendes Gießen im Abstand von zwei Wochen angesagt. 




12tel Blick - Motiv 2: Hinter dem Haus. Vom Rand des Gartens aus geblickt.



Es erweist sich als ausgesprochen schwierig den Garten hinter dem Haus als Ganzes fotografisch zu überblicken... Hier der bisher einzige Schnee, der ein bisschen liegenblieb. Da ich an dem Morgen zum Bahnhof musste und es noch ziemlich dunkel war, konnte ich die anderen Perspektiven nicht mehr fotografieren... Erkennbar ist die Wegestruktur, wir haben uns für sandgeschlemmte Schotterdecke entschieden, in die sich auch gerne was aussäen darf... Die Breite des Weges trägt dem Umstand Rechnung, dass wir älter werden, nicht unbedingt nur hintereinanderhertrippeln wollen und hier vielleicht eines Tages mit einem Rollator unterwegs sind. Das linke der Rondelle (nur im Anschnitt zu sehen) wird einer unserer Sitzplätze, der "große", wo wir auch mal mit Besuch sitzen können.)  Zwischen den Rondellen entsteht ein kleiner flacher wechselfeuchter Graben. Je nach Regen wird er feucht sein oder trocken. Es soll Pflanzen geben, die das aushalten. Ich bin gespannt. Es gibt im Garten übrigens keine rechten Winkel, nur geschwungene Linien. So bin ich eben.




12tel Blick - Motiv 3: Apfelbaum und Rondell



Hier bei diesem Motiv wird sich voraussichtlich recht schnell was tun, das Rondell wird demnächst zur Hälfte von einer Trockenmauer eingefasst werden, das dahinter rechts ansteigend aufgefüllte Gelände wird bepflanzt, unterm Apfelbaum sollten bald Zwiebelblumen und Blumenwiese sprießen. Eigentlich war unterm Apfelbaum eine Rundbank vorgesehen, aber das wird uns nun doch zu viel und zu eng. Ein kleines Tischchen mit Stuhl, um da unterm blühenden oder tragenden Apfelbaum mal ein Brieflein zu schreiben und auf den schlafenden Mann oder von hinten aufs Haus zu gucken, sollte aber passen. Ein weiterer - ganz geschütztere und schattiger - Sitzplatz für zwei ist noch in Hausnähe geplant, den zeige später im Jahr, wenn was zu sehen ist davon. Von da aus hat man dann auch einen schönen Blick in den Garten. Ich bin Perspektiven- und Blickachsen-Junkie, merkt ihr... Ich liebe gelenkte Blicke und zugleich einen gewissen Überblick. Dennoch wird es auch lauschige Plätzchen und noch etwas Geländemodellierung geben... Noch steht ja keins der zu pflanzenden Gesträuche ;-)





12tel Blick - Motiv 4: Blick in den Garten von der Veranda aus.



Die Veranda ist fast fertig und es stand nun innen die Planung der Fensterbretter an. Da ich nun schon einige Wochen hier immer wieder entlang gehe und aus den Fenstern gucke, kam mir noch eine zündende Idee, die vom Manne ganz schnell und bereitwillig aufgegriffen wurde. (Bei anderen Vorschlägen musste ich mehr Überzeugungsarbeit leisten...) Wir werden hier - neben einer Sitzecke weitere links - einen kleinen Schreibplatz integrieren, mit Blick in den Garten, gern auch mal mit "Fenster auf". Übrigens jubilieren hier schon einige Vögelchen ziemlich frühlingshaft und ganz langsam finden sich gefiederte Gäste an einem der ersten Futterplätze ein. Da habe ich gemerkt, was es ausmacht, wenn man mit seinen Vögeln schon langjährig kommuniziert, einander kennt und quasi "per Du" ist... Hier wird es noch eine Weile dauern, bis sie so vertraut in unserer unmittelbaren Nähe futtern, wir sie das in unserem Brandenburger Garten machen...

Ob im Garten alles so wird, wie wir uns das ausmalen und vor allem so schnell, wie wir das nach der langen Wartezeit (diese Trockenheit im letzten Herbst auch hier...) erträumen? Wir werden sehen. Auf jeden Fall wird es grünen. Und das ist doch schon mal was... Außerdem, auch wenn was schief oder in eine ganz andere Richtung gehen sollte, die Natur weiß sich irgendwie immer zu helfen, hoffe ich... Ich entwickle gerade eine große Vorfreude auf das, was hier wird übers Jahr...


Mein Freund, der Baum
Naturdonnerstag 
12tel Blick 
Gartenglück - Winterglück

Donnerstag, 29. August 2019

Mein Freund, der Baum - die Eiche am Seeufer

Wie schön, wenn über lange Zeit Liebgewordenes weitergetragen wird und andere den verlorenen Ball (wieder) aufnehmen. Wie schön, dass aus meinen Händen "Mein Freund, der Baum" bei Astrid und der "Naturdonnerstag" bei Jutta ohne Unterbrechung in gute Hände gelangt sind...









Der große tief grün belaubte Baum gehört zu dem uns anvertrauten kleinen Stückchen Seeufer so sehr dazu, obwohl er eigentlich schon beim Nachbarn steht, dass ich gar nicht daran denken mag, er könnte eines Tages fallen oder aus Sicherheitsgründen gefällt werden... Wir haben einfach Freude an ihm, seit 37 Jahren..., wer weiß, wie lange er da vorher schon stand. Nun ist wieder die Zeit angebrochen, in der die Stieleiche mit leiserem oder lauterem Plitsch und Plop die reif werdenden Eicheln in den See fallen lässt, über den sie sich leicht neigt. Und schon braune Blätter... So sah es vor ein paar Tagen morgens um 7.20 Uhr aus, als ich schwimmen war. 








 
Als ich nach 20 Minuten Schwimmrunde - immer fein entlang des Ufers - wieder "anlegte", leuchtete schon die Sonne durch die Bäume. Vom Wasser aus mache ich ja selten Fotos, nicht, dass mir mein Telefon noch ins Wasser rutscht... Aber für diesen Post habe ich mich dann doch mal getraut...







Hier links steht sie, zwei Birken, eine jüngere Eberesche und eine alte Robinie rücken nah an sie heran, und hier kann man auch sehen, dass ihr Stamm über der Wasserfläche zu schweben scheint, sie muss enorme Wurzeln in den Seegrund getrieben haben, um zu stehen. Anders kann ich es mir kaum erklären, dass sie noch nicht ins Wasser gefallen ist... Unsere im vergangenen Jahr vom Sohn gezimmerte Sitzecke kann man auch sehen, von dort habe ich schon manches schöne Foto gemacht. Aber heute spielt ja die Eiche die Hauptrolle.








Die beiden letzten Fotos sind wieder vom Steg aus gemacht. Jedes Jahr nimmt die Eiche mehr vom Blick auf den See, hängt ihre beblätterten Äste und Zweige weit hinunter. Aber so wissen wir, es geht ihr gut, und wer weiter gucken will, muss halt ins Wasser und unter ihr durchgucken oder ein Stück rausschwimmen ;-)








Oft nehmen wir als selbstverständlich hin und kaum der Beachtung wert, was uns so umgibt. Und das Gejammere über den Laub"entsorgungsstress" klingt mir jedes Jahr aus verschiedenen Richtungen in den Ohren. Vielleicht lernen wir nie, wie wertvoll Bäume für uns sind? Hohe Zeit wäre es... Und wie liebenswert sie sind, die Bäume, die jungen, die gestandenen, die alten..., ja, noch die sterbenden und toten. Vom Keimling bis zum toten Holz sind sie voller Leben, voller Lebensvielfalt. Und unsere Eiche trägt mit ihren Eicheln die Chance für einen ganzen Wald.




Mein Freund, der Baum - bei Astrid
Naturdonnerstag - bei Jutta

Donnerstag, 25. Juli 2019

Naturdonnerstag (97/100) - Schmetterlinge und eine gute Nachricht!







Die gute Nachricht zuerst: Der Naturdonnerstag geht auch nach der Nummer 100 weiter. Jutta, von der ich den Naturdonnerstag einst übernommen hatte, als sie sich aus zeitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sah, ihn weiterzuführen, hat mich nun gefragt, ob sie ihn nun wieder weiterführen könne. Da habe ich doch von Herzen danke und ja gesagt... Bei ihr weiß ich den Naturdonnerstag in guten Händen. So werden wir uns donnerstags weiter begegnen und unsere Naturaufnahmen, unsere Erlebnisse und unsere Gedanken teilen können... Ich bin mir sicher, auch das kann dazu beitragen, dass wir aufmerksamer und achtsamer draußen unterwegs sind und unseren Teil dazu beitragen können die so vielfältige Natur rund um uns her zu schützen und sie nicht achtlos oder gedankenlos oder unwissentlich zu zerstören. Wir brauchen diese Vielfalt sehr, aber es wird immer deutlicher, wie fragil das Gleichgewicht der Natur ist....





Blühender Oreganum vulgare ist eine beliebte Futtertankstelle.




Nehmen wir das Beispiel die Schmetterlinge: Wenn ich die 35 Jahre in meinem Garten sehe, denke ich traurig an die Jahre zurück, in denen die Schmetterlinge nur so aufflogen, wenn ich an den Oreganos vorbeiging. Obwohl ich in den vergangenen Jahren noch intensiver auf insektenfreundliche Pflanzungen und Ansaaten geachtet habe, sind Schmetterlinge bei mir nur noch Einzelbesucher und ich bin glücklich, wenn ich einen entdecke. Nicht einmal Weißlinge oder Pfauenaugen gibt es in großen Mengen, früher selbstverständlich... Nun, da der Rückgang der Insekten Bienen und Schmetterlinge auch  die Allerweltsarten erfasst, wird das von manchen erst bemerkt und bedauert. Von vielen aber auch noch immer nicht, denn Insekten sind ihnen herzlich egal, manchmal sogar widerlich oder mindestens suspekt und stehen auf der Beliebtheitsskala mancher Zeitgenossen nicht sehr weit oben. Nach persönlichen Vorlieben oder Aversionen geht es hier aber schon lange nicht mehr...





Baumsäfte trinken.





Wie gravierend der Rückgang von Schmetterlingen und Insekten von der Diversität der Arten her und von der absoluten Anzahl her überhaupt inzwischen ist, mögen folgende Veröffentlichungen aus den Jahren 2016 - 2019 belegen.

https://www.welt.de/wissenschaft/article157418070/Deshalb-sehen-wir-nur-noch-wenige-Schmetterlinge.html

https://www.welt.de/wissenschaft/article167877150/Wieso-Mais-Schuld-am-Sterben-der-Schmetterlinge-ist.html 

Ganz aktuell aus dem Bundesamt für Naturschutz: https://www.bfn.de/themen/insektenrueckgang-daten-fakten-und-handlungsbedarf/gefaehrdungsursachen-und-handlungsbedarf.html

Unsere konventionelle Landwirtschaft mit Überdüngung und Einsatz von "Unkraut"vernichtungsmitteln und "Schädlings"bekämpfungsmitteln, Monokulturen und der Rückgang geeigneter Lebensräume sind Hauptursachen. Dazu zählen auch die vielen super schicken und gepflegten kurzgeschorenen, auf- und ausgeräumten Gärten... Vor Jahren sah ich in einer Zeitschrift eine Karikatur, ungefähr so: Ein Pärchen sitzt auf Liegestühlen in seinem Garten, der aus kurzgehaltenem und von jeglicher Blüte befreitem Rasen und einer Koniferenhecke bestand. Die Frau sagt zum Mann: Schmetterlinge gibt's auch nicht mehr.... Ach nee...





Schlafplatz



Wie sind eure Erfahrungen, gerade auch der Älteren unter euch, mit dem Rückgang der Schmetterlinge... Wer versucht etwas dagegen zu tun? Wer kann welche Pflanzen empfehlen, die Insekten nähren? Und auch ihre Kinder? Wer Schmetterlinge liebt, muss auch Raupen mögen. Und Raupen brauchen Futter. Zahlreiche Falter sind so spezialisiert, dass sie neben geeigneten Nahrungspflanzen für sich selbst während ihres nur Wochen dauernden Lebens auch noch ganz bestimmte Pflanzen zur Eiablage brauchen, um den Räupchen einen guten Start ins Leben zu erlauben, und erst am Ende eines langwierigen, von vielen möglichen Störungen betroffenen Prozesses erfolgt an einem geeigneten Platz verpuppt die Metamorphose zum Schmetterling, z. B. unter Laub, das von nicht einmal wenigen Gärtner*innen so gern auch noch aus der letzten Gartenecke gekratzt wird, damit es "ordentlich" aussieht und "sauber". Unsere Ordnungskategorien haben mit denen der Natur nichts zu tun... Naturschutzgebiete allein reichen nicht. Wenn man weiß, dass die Fläche der deutschen Hausgärten ähnlich groß ist wie die der Naturschutzgebiete, ahnt man, was in unseren Gärten für ein Potenzial liegt. Selbst auf unseren Balkons. Solange wir unsere Pflanzen aber nur nach fragwürdigen subjektiven Schönheitskriterien aussuchen, vergeben wir die Chance mit dem Pflanzen auch etwas für die Insekten zu tun. Und damit übrigens auch was für die Vögel. Wenn alle, die in jedem Jahr vor allem auf gefüllt blühende Geranien auf ihren Fensterbrettern und Balkonen setzen, die Hälfte ihrer Pflanzen gegen Oregano oder Katzenminze oder gar heimische Blühpflanzen austauschen würden, was für ein Gesumme und Geflattere könnte es werden... Und wer einen Garten pflegt, hat auch Verantwortung. Meiner Meinung nach nicht primär dafür, dass es immer "ordentlich" aussieht, sondern dafür, dass dieses Stückchen Erde auch Bestandteil der natürlichen Kreisläufe bleiben kann und nicht - ökologisch gesehen - Wüste wird, wo nur wenige Insekten Nahrung finden und überleben können. Denn auch mit den allerschönsten Hortensien können sie es nicht. Die werden zwar wegen der Farben vielleicht sogar zunächst von Insekten angeflogen, aber vergeblich, denn Nahrung finden sie hier nicht. Ausnahmen sind - mit Einschränkungen allerdings - Teller- oder Rispenhortensien.








Die Fotos im heutigen Beitrag stammen aus den letzten beiden Wochen und sind im Schulgarten und in meinem Garten aufgenommen. Ich habe diesmal die Schmetterlinge (noch) nicht bezeichnet. Vielleicht könnt ihr sie mal erraten? Ich bin gespannt und freue mich, wenn ihr die bezaubernden Falter in den Kommentaren mit ihrem Namen ansprechen könnt...

Und wer für Schmetterlinge und Insekten pflanzen will, dem empfehle ich die auf langjährigen Erfahrungen beruhenden Aussaat- und Pflanz-Ratschläge von Reinhard Witt in seinen Büchern: Wildpflanzen für jeden Garten / Das Wildpflanzen Topfbuch. Heimische Wildpflanzen auf dem eigenen Balkon oder im eigenen Garten und in den Pflanzungen öffentlicher Anlagen sind überdies oft wahre Schönheiten. Oder kennt ihr ein schöneres Natur-Klöppelspitzenmandala als das einer Wilden Möhre?









Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  



Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann von Donnerstag 8.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr. Der 1. Donnerstag im Monat gehört dabei ausschließlich den Bäumen in Fortführung meiner langjährigen Reihe "Mein Freund, der Baum". Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.


Bitte, setzt euren Link zu eurem Naturdonnerstag-Beitrag in die Kommentare. Wir sind nun bei Nr. 97 in der Reihe "Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe" angekommen. Ich mache die 100 noch voll, und damit möchte ich diese Aktion beenden. Es hat mir viel Freude gemacht mit euch und euren Naturerlebnissen. Aber ich habe in diesem Jahr auch gemerkt, dass ich selber inhaltlich zu wenig Zeit und Energie einbringen kann, um die Reihe so zu entwickeln, wie ich sie mir einmal vorgestellt habe, als ich sie vor über zwei Jahren übernahm. Natürlich werde ich weiter über meine Naturbeziehung bloggen. Doch habe ich zz. im wahrsten Sinne des Wortes zu viele "Baustellen" zu betreuen, so dass ich mich nach und nach von regelmäßigen Verpflichtungen zurückziehe. Jutta, von der ich die Reihe vor gut zwei Jahren einst übernahm, wird den Naturdonnerstag weiterführen! Danke, Jutta!

Nächste Woche, am ersten Donnerstag im Monat August, heißt es beim Naturdonnerstag noch einmal "Mein Freund, der Baum" 

Donnerstag, 18. Juli 2019

Naturdonnerstag (96/100) - Stadtnatur in Freiberg

Grüne Wand auf einer als Parkplatz genutzten Brache zwischen Häusern. Sauerstoffspender und Lebensraum für Pflanzen und Tiere.



Schon sehr lange gehe ich in Städten mit neugierigem prüfendem Blick durch Parks und an Straßenrändern entlang, besonders seit ich weiß, wie gefährdet unsere Biodiversiät ist, wie rapide und schnell Pflanzen- und Tierarten abnehmen und wie sehr es da an Futter für Insekten und damit auch für Vögel mangelt... Dabei ließe sich letzteres so leicht verändern, wenn wir mal unsere übertriebenen Ordnungs- und Sauberkeitsbedürfnisse, aber auch unser davon oft geprägtes ästhetisches Empfinden auf den Prüfstand stellten, wenn es uns wirklich ernst ist mit unseren Sorgen um Biodiversität und Klimawandel.




Wildes Blühen zwischen Gehweg und Parkplatz. u. a. Wilde Möhre, Schafgarbe, Johanniskraut, Rainfarn. Ohne Eingreifen wird allerdings eines Tages die Kanadische Goldrute das Zepter ganz übernehmen.




Am letzten Wochenende war ich wieder einmal in Freiberg und nach ein paar Poststündchen im Regen im Schutze der Veranda am Montagmorgen ein Stückchen den Berg hinauf zum Briefkasten unterwegs. Es scheint etwas Bewegung zu kommen in die Pflege öffentlichen Grüns, weg vom zwanghaft regelmäßigen Mähen hin zur extensiveren Variante, was an einem Hügel im Park der Generationen heißt, dass die im Gras ohnehin vorhandene Schafgarbe zumindest teilweise wachsen darf. Paradies für Insekten. Es führt sogar ein gemähter Weg über den Hügel, doch den konnte ich aus Datenschutzgründen gerade nicht fotografieren, aber ahnen kann man das auch so an den Bildern.



 
Schafgarbenwiese.






Doch es gibt natürlich auch noch viele weniger erfreuliche Anblicke: Auf dem Weg zur Post musste ich wegen Straßenbauarbeiten einen Umweg gehen und fand an der Rückseite des Einkaufszentrums diesen über zwei Meter breiten mit Rindenmulch versehenen bewuchslosen Streifen vor. Was könnte auch der, mit geeigneten Pflanzen ausgestattet, für ein Hort von Lebendigkeit sein. Nehmen wir mal an, er ist vielleicht in diesem Zustand nur "vorbereitet" und bekommt demnächst oder spätestens im Frühling wieder ein grünes Kleid...




Ordentlich, aber trostlos.




Doch es sollte nach diesem Erschrecken noch schlimmer kommen. Eine Treppe hinauf kommt man von hinten auf der Freifläche des Einkaufszentrums an, in dem schon länger mehrere Läden leerstehen. Um wildes Befahren und Parken zu verhindern, hat man eine lange Reihe von Pflanzkübeln aufgestellt... Mit einer geeigneten trockenheitsresistenten Bepflanzung würden sie auch jetzt noch blühen können und die Pflege und Wasserbedarf hielten sich in Grenzen. Hier scheint sich aber so gar niemand verantwortlich zu fühlen und der Anblick ist geradezu trostlos... Vertrocknete Stiefmütterchen konnte ich erkennen, in den sonstigen üblichen Balkonpflanzen kenne ich mich nicht so aus, sie sind an einem solchen sonnigen heißen Standort und dann noch ohne Pflege auch nicht die erste Wahl, und für Insekten in der Regel ohnehin nicht...



Noch trostloser.




Immerhin, mit den Pflanzen in den letzten beiden Kübeln scheint jemand mitzufühlen, sie grünen und die mir bisher unbekannte niedrige Nachtkerzensorte blühte sogar verführerisch schön...




Pachysandra und Nachtkerze.



Auf dem Rückweg am Fuße des Parkes der Generationen gab es dann noch einmal einen versöhnlichen Anblick und ich entdeckte noch eine schöne blühende Bepflanzung. Gelb blühender Star ist hier die Färberkamille, nachdem verschiedene Salbeiarten und Kronenlichtnelke nun schon abgeblüht sind. Mal schauen, ob das dann auch abgeblüht im Winter stehen bleiben darf, wenn die Stengel der Pflanzen Rückzugs- und Überwinterungsort für zahlreiche Insekten und deren Larven sind.









Achtet auch ihr darauf, was in euren Städten wachsen und blühen darf und ob es neben dem ästhetischen Wert als Pflanzenschmuck fürs Auge auch Sinn und Nährwert für Insekten und das Stadtklima hat?



Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  



Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann von Donnerstag 8.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr. Der 1. Donnerstag im Monat gehört dabei ausschließlich den Bäumen in Fortführung meiner langjährigen Reihe "Mein Freund, der Baum". Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.


Bitte, setzt euren Link in die Kommentare. Wir sind nun bei Nr. 96 in der Reihe "Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe" angekommen. Ich mache die 100 noch voll, und damit möchte ich diese Aktion beenden. Es hat mir viel Freude gemacht mit euch und euren Naturerlebnissen. Aber ich habe in diesem Jahr auch gemerkt, dass ich selber inhaltlich zu wenig Zeit und Energie einbringen kann, um die Reihe so zu entwickeln, wie ich sie mir einmal vorgestellt habe, als ich sie vor über zwei Jahren übernahm. Natürlich werde ich weiter über meine Naturbeziehung bloggen. Doch habe ich zz. im wahrsten Sinne des Wortes zu viele "Baustellen" zu betreuen, so dass ich mich nach und nach von regelmäßigen Verpflichtungen zurückziehe.

Donnerstag, 11. Juli 2019

Naturdonnerstag (95/100) - In meinem wilden Garten





In der vergangenen Woche war ich einige Tage unterwegs, habe in Speyer zum Ecoprint-Seminar Station gemacht und die Gärten sich selbst überlassen müssen. Doch zweimal schickte der Himmel eine kleine Notbewässerung vom Himmel und in den Schulgarten eine Kollegin, so dass es wohl ohne größere Trockenschäden abging und mir der erste Gartenrundgang eine Freude war. Es blüht und summt...









Unter meinen Füßen knirschte es, die Singdrosseln füttern offenbar eine nächste Brut und schlagen das Innenleben der Gehäuseschnecken auf den Trittplatten aus und tragen die Schnecken ins Nest in die hungrigen Schnäbel ihrer Kinder... Die Schneckenhausreste bleiben liegen. Wegen der Trockenheit hatte ich bisher kaum Schnecken im Garten gesehen, aber die Drosseln finden sie doch...









Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  



Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann von Donnerstag 8.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr. Der 1. Donnerstag im Monat gehört dabei ausschließlich den Bäumen in Fortführung meiner langjährigen Reihe "Mein Freund, der Baum". Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.


Bitte, setzt euren Link in die Kommentare. Wir sind nun bei Nr. 95 in der Reihe "Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe" angekommen. Ich mache die 100 noch voll, und damit möchte ich diese Aktion beenden. Es hat mir viel Freude gemacht mit euch und euren Naturerlebnissen. Aber ich habe in diesem Jahr auch gemerkt, dass ich selber inhaltlich zu wenig Zeit und Energie einbringen kann, um die Reihe so zu entwickeln, wie ich sie mir einmal vorgestellt habe, als ich sie vor über zwei Jahren übernahm. Natürlich werde ich weiter über meine Naturbeziehung bloggen. Doch habe ich zz. im wahrsten Sinne des Wortes zu viele "Baustellen" zu betreuen, so dass ich mich nach und nach von regelmäßigen Verpflichtungen zurückziehe.

Donnerstag, 20. Juni 2019

Naturdonnerstag (92) - Es blüht blau...



Natternkopf und Mutterkraut im Naschgarten.



Die Tage eilen viel zu sehr... Es regnete hier hin und wieder nachts, aber von den schweren Regenfällen in anderen Teilen Deutschlands war und ist hier keine Spur, obwohl sie doch ganz in der Nähe auch in Potsdam und Berlin waren. Also heißt es aktuell wieder Tag für Tag umschichtig gießen, mal im eigenen, mal im Schulgarten... Dabei bleibt zum Glück auch mal Zeit die aktuellen Blütenschönheiten näher in Augenschein zu nehmen und zu fotografieren...



 
Natternkopf im Naschgarten.





Die 7 Gruppen aus der 3. Klasse, die in diesem Jahr mit mir im Schulgarten zusammengearbeitet haben, haben je eine im Garten wachsende Wildblume als "Patenpflanze". Ich habe A4-Laminate mit Reproduktionen alter Pflanzenzeichnungen aus historischen botanischen Werken anfertigen lassen, auf denen die Kinder die blühende Pflanze sehen können. Im Garten entdecken sie die Standorte und verfolgen die Entwicklung der Pflanzen, befühlen und malen sie, und beobachten, welche tierischen Gäste sich dort einstellen. Eine der Patenpflanzen ist bei diesem Post heute dabei, der Natternkopf. Die Patenpflanzen haben bei uns "Vorfahrt", d. h. sie werden auch im Naschgarten und im Staudenbeet nicht nur geduldet, sondern freudig begrüßt. Denn inzwischen haben die Kinder eine Ahnung davon bekommen, wie wichtig sie für die Insektenwelt sind...




Natternkopf im Trockenbeet.







Die drei heute hier im Post vorgestellten Wildblumen sind allesamt Trockenheits-Überlebenskünstler, weswegen ich gern noch mehr von ihnen in den Gärten hätte... Denn um die muss ich mich beim Gießen gar nicht kümmern oder nur, wenn es denn wirklich über viele Wochen hinweg gar nicht regnen will. (Selbst dann würden sie überleben und aus im Boden vorhandenen Samen bei günstigen Bedingungen neu keimen und wachsen, doch die aktuelle Generation wäre verdorrt, das will man im Garten dann verständlicherweise nicht so gerne...) Der Natternkopf ist zweijährig, d. h., man muss nach der blauvioletten Blüte seinen ziemlich abgerissen und schlampig wirkenden grauen Fruchtstand akzeptieren, damit er aussamen, im nächsten Jahr erst mal nur als Rosette erscheinen und im zweiten Jahr dann wieder blühen und Hummeln und Schmetterlinge anlocken kann. Die Pflanze bildet wie so manche Wilde eigentlich sehr viele Samen, aber längst nicht alle keimen bzw. entwickeln sich zur Pflanze, zuviel kann dazwischen kommen...



 
Pfirsichblättrige Glockenblume mit Schlafgästen in meinem Garten, vermutlich hat sich sogar die Glockenblumen-Scherenbiene hier im Doppelstock-Himmelbett eingerichtet.





Die Pfirsichblättrige Glockenblume ist eine ausdauernde Staude, aber nicht sonderlich langlebig. Auch hier tut man gut daran, die Fruchtstände nicht abzuschneiden, sondern das Reifen und Aussamen zu tolerieren, damit sich die Schönen ein geeignetes Plätzchen für die Fortsetzung der Glockenblumenfreuden im Garten suchen können... An solchen selbst gewählten Plätzen wachsen sie am besten. Diesmal habe ich in einer Glockenblume zwei Wildbienen im blauen Doppelstock-Himmelbettchen beim Mittagsschlaf erwischt... Ob das vielleicht sogar die Glockenblumen-Scherenbiene ist, weiß ich leider nicht, da kenne ich mich nicht so gut aus, aber nach ein paar Insta-Posts, die ich gesehen habe, glaube ich es doch....Das Halten einiger der geliebten Pflanzen im Topf, erleichtert die Kontrolle und damit auch die Samenernte, die einem bei den irgendwo im Garten stehenden Vagabunden schon mal "durchgeht". Ich versuche immer wieder Samen gezielt auszubringen, manchmal wird was draus, manchmal nicht. Die hier im Topf wäre bei den aktuellen Bauarbeiten im Vorgarten verloren gewesen, nun dankt sie es mir mit Blühen...




 
Bergsandglöckchen mit Bienen und Käfer am Rand der dort nicht gemähten (!) Liegewiese.






Einer meiner ganz besonderen Lieblinge ist das Bergsandglöckchen, eine selten gewordene Wildpflanze auf mager-schütteren Trockenrasen. Sie ist einjährig und sät sich selbst aus. Sie ist zunächst mit ihrem schmalen grauen Laub so unscheinbar, dass ich sie immer erst entdecke, wenn sie anfängt Blütenstände auszubilden. Jedes Jahr habe ich Sorge, ob sie wohl wieder kommen mag... Die Samen konnte ich noch nie abnehmen, es war immer zu spät, jedenfalls habe ich nichts gesehen beim Ausschütteln der vertrockneten Blütenköpfe. Die Samen müssen winzig klein sein... Ich hoffe also, dass das Bergsandglöckchen immer ein zusagendes Plätzchen zum Keimen und Wachsen findet... Für manche Bienen muss sie eine Delikatesse sein. Diese hellgestreiften Wildbienen hier sah ich bisher nur an diesen Bergsandglöckchen. Sobald die blühen, sind sie da.







Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  




Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann von Donnerstag 8.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr. Der 1. Donnerstag im Monat gehört dabei ausschließlich den Bäumen in Fortführung meiner langjährigen Reihe "Mein Freund, der Baum". Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.



(Es bleibt so vorläufig: Eine Verlinkung kann ich - außer in den Kommentaren - noch nicht wieder anbieten. Danke, dass ihr dennoch mitmacht.)

Gern verlinke ich mich bei Andrea unter ihrem Monatsmotto "Ab in den Garten"

Donnerstag, 3. August 2017

Der Natur-Donnerstag (78 + 13) - Biogarten Prieros


Instektensuche auf der Streuobstwiese










Immer wieder habe ich in Posts schon bruchstückhaft vom Biogarten Prieros erzählt, aber bisher so richtig doch noch nicht. Dabei ist es dieser Garten, neben meinem und dem Schulgarten der dritte, der mir hier ganz besonders am Herzen liegt. Während meiner Zeit als Bürgermeisterin in den 90ern als ABM-Projekt entstanden, zählt er nun schon mehr als 20 Jahre. Und in den Jahren 2010-2012 habe ich dort als freie Umweltbildnerin mit insgesamt bis zu 800 Kindern in der Saison gearbeitet...







Blütenmeer








Eine Trägergemeinschaft mit VGS (Kreisverband der Siedler und Kleingärtner), VHS (Landkreis Dahme-Spreewald) und Gemeinde Heidesee ermöglicht einen Basis-Finanzierungsstock und die Einwerbung von Fördermitteln. Das ist oft schwierig und von Durststrecken finanzieller, organisatorischer, inhaltlicher und fachlicher Art gekennzeichnet, aber der Garten hält sich nun schon 22 Jahre lang und ist ein Aushängeschild für biologisches und naturnahes Gärtnern, bietet ein entsprechendes Bildungsangebot für Kleingartenvereine und Garten- und Naturschutzinteressierte, und ebenso Umweltbildungsangebote für Kinder.





Echinacea - ein Paradies für Falter und mit Faltern.
Hier stört die gelbe Königskerze nicht und darf bleiben.

Falter, Bienen, Wespen, Schwebfliegen, Käfer, alle sind sie hier.
Admiral, Pfauenauge, C-Falter, Rosenkäfer u. a.





Der Garten enthält klassische Bestandteile des Biogartens wie Beerengarten, Hochbeete, Hügelbeet, Kraterbeet mit Gemüse und Obst-Anbau in Mischkultur, die Ernte wird gegen Spenden an Besucher verkauft und der Erlös wieder in den Garten investiert. In einem anderen Teil sind Naturräume des hiesigen Naturparks Dahme-Heideseen in Miniatur nachgebildet, ein Teich, ein Tümpel, ein Moor, ein Trockenrasen, eine Streuobstwiese, ein Kiefern- und ein Mischwäldchen. Ein ehemaliger Heidegarten wartet zz. darauf irgendwie wieder (anders?) wachgeküsst zu werden. Ein Bauerngarten ist im Entstehen, im Apothekergarten wachsen Kräuter und Heilpflanzen. Nicht zuletzt werden im Garten ganz konkrete Vorschläge zum Naturschutz im Garten gezeigt, wie z. B. Nisthilfen, Insektenhotel, Totholzstapel, Steinhaufen.





Agastache






Seit über einem Jahr gibt es einen neuen "Chefgärtner", der auf Minijob-Basis im Garten wirkt und die Arbeitskräfte (aus dem 2. Arbeitsmarkt) anleitet. Ein Glücksgriff. Der Österreicher Franz Heitzendorfer ist der Liebe wegen hier im Naturpark Dahme-Heideseen gelandet, während des Studiums zum Gartenbauingenieur lernte er seine Frau kennen und beide sind mit einer Gärtnerei in der Region sesshaft.





Kürbis-Klettergerüst aus Weidenästen, die - dank der an Feuchtigkeit sehr reichen letzten zwei Wochen - austreiben.
Aus dem Komposter hangeln sich die Kürbisse ans Weidengerüst.
Da, ich seh einen... Ja, ich auch... Reiche Ernte in Sicht.









Seitdem Franz Heitzendorfer dreimal die Woche für ein paar Stunden vor Ort ist, hat die Ästhetik und Vielfalt des Gartens, der über eine
damals sorgsam geplante und inzwischen solide eingewachsene Grundstruktur verfügt, noch einmal sehr gewonnen. Jedes freie Nutzgartenfleckchen ist erblüht, gehört doch das Herz von Franz Heitzendorfer den Stauden und den wild lebenden Insekten, wie Schmetterlingen und Wildbienen... Und Weidenbögen lockern den Garten in die Vertikale hinein auf.





Bauerngarten im Werden. Phlox und andere Stauden unter Weidenbögen umgarnen das Gemüse.
 


 


Das üppige Blühen zeigen die Bilder, die ich heute mitgebracht habe, einen kompletten Gartenrundgang mache ich ein anderes Mal mit euch. Denn eigentlich wollten wir doch am letzten Freitag nur Mangold kaufen... Aber meine Enkelmädchen waren sofort auf Entdeckungstour im Garten unterwegs und so habe ich dann doch ein bisschen fotografiert... und an Heidis aufrüttelnden Post gedacht. Hier klappt es mit dem biologischen, naturnahen Gärtnern. Und von diesen Inspirationen etwas in oftmals noch konventionell, "exotisch" bepflanzte und "giftig" bewirtschaftete Gärten und Kleingärten hinüberschwappt, wäre das toll. Denn wir Gärtner*innen können mehr für die Natur und das Netzwerk ihrer Lebewesen tun.




Monarden
Alant
Nach unserer Runde schauen wir noch einmal von der anderen Seite auf die Streuobstwiese, aufs Insektenhotel.






Und nun seid ihr dran euch hier zu verlinken. Wenn ein Baumfreund darunter ist, könnt ihr auch noch zu meiner aktuellen Linksammlung von "Mein Freund, der Baum" beitragen, die immer am letzten Sonntag im Monat beginnt.



Den Natur-Donnerstag bekam ich im April von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  










Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

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