Als wir neulich ein Wochenende lang in Lindow weilten und auf meinen Kindheitsspuren der ersten drei Schuljahre wanderten, lag gleich gegenüber auch das Kloster. Kirche und Konventsgebäude stehen schon seit dem 30jährigen Krieg nicht mehr, aber einige beeindruckende Mauerreste sind erhalten und inzwischen dank eines rührigen um Spenden und Fördermittel bemühten Vereins soweit gesichert, dass Besucher weitgehend barrierefrei die Anlage erschließen können.
Ich beschränke mich heute darauf die alten Mauern des Konventshauses in seiner Umgebung zu zeigen, in der Nähe des Wutzsees, neben dem alten von vielen Bäumen bestandenen Friedhofs und neben den Fundamenten der zerstörten Kirche, in der heute einfache Bänke und ein schlichter Altar vor einem Holzkreuz unter freiem Himmel wöchentlich zum Gebet einladen. Die Klosteranlage insgesamt ist sehr viel größer und lebendig durch zum Wohnen und Betreuen genutzte ältere und neuere Gebäude. Ein interreligiöses Gartenprojekt ist geplant. Ein Ort der spirituellen Erfahrung, der Ruhe und auch der Begegnung wächst.
Ich gestehe ehrlich, dass mich das Verwachsensein von Natur und Kultur(geschichte) an solchen Orten immer so sehr begeistert, dass ich mich dort lange aufhalten kann. Einfach auch mal irgendwo eine Weile sitzen und der Atmosphäre nachspüren, Geschichten und Gedanken nachhängen, die Gefühle wahrnehmen, die auftauchen.


Als Kind kannte ich den Platz nur dem Namen nach, mag sein, dass wir mal gucken waren, ich meine mich an ein etwas dicht mit Efeu bewachsenes ruinenhaftes Gemäuer zu erinnern, aber das kann auch etwas ganz anderes oder ganz woanders gewesen sein. Falls wir dort waren, habe ich im Alter zwischen 6 und 8 Jahren jedenfalls nicht verstanden, was da ist...
Schon als wir an diesem Nachmittag zurückgingen in unsere Pension, war für mich klar, dass ich noch einmal hierher möchte, zu einer anderen Tageszeit, bei anderem Licht...
Das machte ich am nächsten Morgen in aller Frühe war, diesmal allein, der Gefährte noch in tiefem Schlummer. Ich liebe das, am frühen Morgen umherzustreifen, die Stille einzuatmen, einzutauchen in den Beginn eines noch jungen Tages, an einem solchen Ort...


Wie ihr sehen könnt, hat sich das frühe Aufstehen gelohnt und ich war glücklich, dort zu sein, ganz allein. Nur eine frühe Schwimmerin sah ich im See... Und immer wieder zog die alte Mauer des Konventsgebäudes meine Blicke auf sich, aus verschiedenen Perspektiven, immer wieder anders schön...
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| Sonne auf dem Altar, mein Lieblingsbild. |

Dann machte ich mich auf den Rückweg, den Mann aus den Federn holen, gemeinsam schwimmen und frühstücken gehen...
Den Natur-Donnerstag bekam ich im April 2017 von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.
Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.
Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es aktuell leider kaum schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...











































