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Dienstag, 27. März 2018

Frühlings-Postkunst 2018 - Walzendruck (1)













Nach einem ersten Probelauf mit einer manipulierten Schaumstoffwalze war auch ein nächster Test mit auf eine Fusselrolle geklebten Moosgummi-Streublümchen gut ausgegangen und die Briefumschläge wurden damit bewalzt. Ich fühlte mich nun recht sicher, die Aufgabe als erste meiner Gruppe ins Walzenrennen gehen zu müssen zwischen all den anderen Anforderungen dieser Wochen (Geburtstag des Angetrauten, Umzug ins Sommerquartier) meistern zu können...


















Es erweist sich übrigens als ratsam, die Rolle bis an den Rand und ohne allzugroße Zwischenräume zu bekleben, sonst nimmt auch die Rolle Farbe auf, wo sie nicht soll und aufs Papier wieder ab. Erste Erkenntnis. Habe die Rolle am Rand mit weiteren Moosgummischnipseln beklebt. Dadurch entsteht aber dann eher ein Streifen- als ein Streu-Eindruck. Zweite Erkenntnis: Wenn es zeitlich eng wird, vergesse ich das Fotografieren... "Meinen" sanften Morgentau zu mixen, ging dann wieder ganz gut.











Um das Mischen zu üben, habe ich prinzipiell nur die drei Grundfarben vorrätig + Schwarz und Weiß. Aus Blau und Gelb zu gleichen Teilen mischte ich ein warmes Grün, machte es mit etwas einer Spatelspitze Schwarz kühler und hellte dann das Ganze mit vieeeeeeel Weiß auf, bis ich bei sanftem Morgentau ankam, jedenfalls bei dem Farbton, der mir dafür genehm war ;-)













Mit einer einfachen Schaumstoffwalze kam ein erster breiter Streifen "sanfter Morgentau" aufs Papier, danach wurde der Rest des Blattes in derselben Farbe mit einer textilen Farbwalze eingefärbt. (Ich hätte schmale weiße Streifenlinien lassen können, zu spät...)












Ich war im Flow und machte abends am Wohnzimmertisch bei einer Radiosendung weiter, indem ich eine alte Malerwalze mit meinem Moosgummimuster beklebte. Mit einem haltbaren Alleskleber. Und in eine meiner vielen Farbwalzen schnitzte ich ein Streifenmuster (nur mal zum Probieren, für das Gefühl in den Fingern..., denn es gibt da eine Schnitzkönigin...) Aber beides funktionierte nicht recht, die quer zur Laufrichtung aufgeklebten Moosgummitulpen auf der Malerwalze stolperten beim Rollen übers Papier und gaben kaum ihre Farbe ab... Die kleine Farbwalze hatte einen viel zu geringen Durchmesser, um mit Farbe übers ganze Papier zu reichen.... Dritte Erkenntnis: größere Formen längs zur Laufrichtung aufkleben. Vierte Erkenntnis: Statt Alleskleber lieber doppelseitiges Klebeband verwenden, denn der Alleskleber hält alles fest, wie sich das gehört für Alleskleber. Die Rolle ist nur noch für das Umwickeln mit weiteren Schichten verwendbar. Jemand Ideen? Fünfte Erkenntnis: Walzen mit größerem Durchmesser verwenden oder einen Einfärbe"automaten" bauen wie die geniale Lisa.



 
















Dann war erst mal wieder zwei Tage Pause, Geburtstagsbrunch-Vorbereitungen standen an, erst am Sonntag vor meinem gewünschten Absendetermin kam ich wieder an die Walze. Da mein erster Versuch mit einer Fusselrolle ganz gut lief und ich sicher gehen wollte, kaufte ich beim Geburtstagseinkauf auch neue Fusselrollen... Denn das Streublümchen-Muster auf meiner ersten wollte ich noch ein paar mal abdrucken und es nicht gleich wieder abnehmen. Also am Sonntagmittag neu geschnippelt...



















Meine sechste Erkenntnis: Es ist beim Kauf von Fusselrollen ratsam, gleich zu probieren, ob die einigermaßen gängig sind, spätestens aber, bevor man sie beklebt... Beides habe ich nicht gemacht... So stockte diese Walze, besonders beim Ansatz und fünf meiner geplanten 20 Papiere konnte ich deshalb so nicht versenden, weil sie verschmierten, bevor die Walze loslief... Aber ich habe noch "Sanften Morgentau" ;-). Siebte Erkenntnis: Es gibt nicht nur bezüglich der Leichtgängigkeit Unterschiede bei Fusselrollen. Die Rolle stieß ihre Moosgummiaufkleber beim Trocknen ab, klebte bei weitem nicht so gut wie die erste, ich muss neu kleben..., ich sage euch: auf einer anderen Fusselrolle, die klebt und leicht geht... Nun weiß ich ja Bescheid. (Nun wäre noch die Frage zu klären, ob ich überhaupt eine Fusselrolle aus dem Winterquartier mitgenommen habe, ich schaue jetzt lieber nicht nach...)










Nach der Musterwalze kam abschließend noch eine handgeschnippelte Streifen-Schaumstoffwalze zum Einsatz in einem noch mal aufgehellten "nebligen" sanften Morgentau. Die Schaumstoffwalze kann mehr Farbe aufnehmen, so hält sie länger und reicht gut über die ganze Länge des Papiers. (Achte Erkenntnis). Meine Güte, was man walzenderweise so alles lernt... Ich bin glücklich mit meinem Papier...










Um einen zu starken Knick zu vermeiden, habe ich beim Einpacken in die Briefumschlge einen Blasenfolien-Streifen in die Mitte eingeklebt...








Ich hoffe sehr, alle Briefe sind angekommen, von einigen weiß ich es schon. Das Schöne daran, wenn man  als erste ins Rennen gehen muss, ist ja, dass man sich anschließend genießend zurücklehnen kann... Das ging mir bei der Frühlingspost schon mehrmals so... Und siehe da, diesen Montag konnte ich dann die Nr. 2 aus dem Briefkasten holen, Annette hat mir dieses wunderschöne Briefpäckchen geschickt... Mit ihr war ich schon öfter in einer Postgruppe, und auch diesmal war das wieder ein Vergnügen...


 

 






Und noch acht Papiere kommen, ich freue mich... Habt Dank, liebe Michaela und Tabea, für eure schönen Ideen, eure Organisation und den Postkunstwerk-Blog. Solche Freude.



Frühlingspost 2018 

Creadienstag

Sonntag, 25. März 2018

Meine Woche 2018 (11 und 12)

Ein Lichtstreif am Dienstagmorgen auf dem Weg nach Cottbus





























Ereignisreiche Wochen... Wir waren aus Termingründen des Gefährten schon sonntags nach Prieros aufgebrochen, und ich habe Montag wieder sortiert und einige Bücher verlost und verschenkt... Am Dienstag ging es in aller Frühe nach Cottbus, bei Regen, ein zarter Himmelssonnenstreif zeigte sich aber doch... Büroarbeit und mittags ein Spaziergang entlang des Mühlengrabens an der Spree, mit Frühlingsboten. Abends Japanischkurs.






Verlost und/oder verschenkt.
Winterlinge am Mühlengraben zur Spree.
Im Oberstufenzentrum zum Japanischkurs der VHS. Spiegelung der Lampen im Foyer. Weekend reflection.




Noch am Abend nach dem Kurs ging's gleich zurück nach Freiberg. Dort verpackte ich ein paar der verschenkten Bücher, lasierte den neuen Küchentisch, erwischte unterm Dach mal einen sonnigen Ausblick und probierte an der Frühlingspost herum, zunächst klappte alles prima, aber an einem Problem hatte ich dann doch noch zu knabbern... Aber das erzähle ich am Dienstag...









Bücherpost.

 .



Am Freitag kam Karen noch einmal zu einer kleinen kreativen Auszeit, die wir glücklich mit Falten, Löchern und Ösen verbrachten und etwas Fachsimpelei zur Frühlingspost. Kaum war Karen wieder weg, brach der Winter noch einmal herein. Nachdem er seine ganze Jahreszeit hindurch eher geschwächelt hatte, wollte er nun noch mal zeigen, was er kann und ich machte ein paar dringende Einkäufe (ich sage nur Frühlingspost und Fusselrollen...) in dichtem Schneetreiben. Abends verpackte ich noch die Geburtstagsgeschenke für den liebsten Menschen und verpackte meine Geburtstagskarte (mit Ausflugs-Gutschein für Ende Juni an einen meiner Kindheitsorte) in der gerade bei Karen gelernten schönen Faltung...




















Am letzten Samstagmorgen wurde alles fürs Geburtstagsbrunch bereitet, allerdings sorgten die Buchmesse und der gefährlich rutschige Wintereinbruch mit Staus und Unfällen um Leipzig für über zweistündige Verspätung bei unseren Gästen... Gott sei Dank kamen alle, die sich trauten loszufahren, auch heil an... Während ich später den Abwasch besiegte, ging der Gefährte mit den Gästen in der Stadt spazieren und kaufte sich selber die Lieblingsblumen, die die Angetraute - also ich - am Vorabend vergessen hatte zu holen...















Am Sonntag gehörten nach der Abfahrt der Übernachtungsgänste noch ein paar Stunden der Frühlingspost, aber es blieb noch Zeit für einen ausgedehnten Winterspaziergang, mal wieder auf unbekannten Wegen und wir entdeckten eine farbenfroh neu gestrichene Kita mit alter Kunst am Bau. Abends konnte ich die Frühlingspost eintüten und wie geplant am Montag nach dem Packen und Verladen für unsere Abfahrt "zu mir nach Haus" in einen großen Briefkasten versenken... Puh, geschafft, in all dem Wirbel...






(DDR-)Kunst am Bau. Kita.
Frühlingspost fertig eingetütet.

Abfahrbereit....






Der Gefährte hatte noch einen Termin in Dresden, und wie es sich manchmal fügt, hatte ich für die Stunde Wartezeit bestes sonniges Blauhimmel-Frühlingswetter, die ich auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Dresden verbracht habe, der unvermutet direkt neben unserem Parkplatz lag. Ich hoffe, ich finde die Zeit, euch davon noch mal näher zu erzählen...





Neuer Jüdischer Friedhof in Dresden.








Am Abend nach unserer Ankunft machte ich noch ein weiteres Geburtstagsgeschenk fertig, fürs "kleine" Tochterkind, ein Notizbuch, mit Buchringen gebunden... Kann sie glaube ich gerade gut brauchen... Die Buchdeckel hatte ich schon in Sachsen vorbereitet, mit Walzendruck. Da der Brief ganz dringend auf den Postweg musste, habe ich doch glatt vergessen, das fertige Buch zu fotografieren, also hier nur die Buchdeckel... 







Außen: Walzendruck auf Abklatschpapier - Innen: Walzendruck









Nun bin ich für das nächste halbe Jahr wieder überwiegend in meinem wilden Garten zwischen Wald und See... Aber auch hier war ja noch Winter, jedenfalls von den Temperaturen her, das Laub, das ich wegharken wollte, war noch festgefroren... Aber auch so gab es genug zu tun und während ich meine Frühlings-Veranstaltung und das erste Seminar vorbereitete, entdeckte ich Freitagsfisch auf einer Postkarte und fand noch einmal zwei Bücher zum Verschenken, beide stehen als Dubletten in meinem Regal. Wenn jemand Interesse hat, kann sie/er mich gern anfragen, beides sind umfang- und kenntnisreiche Werke von über 300 bzw. 200 Seiten. EDIT: Wer zuerst mag, bekommt zuerst.)







Freitagsfisch: Postkartenabbildung aus Japan (Museum Idemitsu) mit einer 500 Jahre alten Vase aus Korea
Zu verschenken: Ulrike Bogdan - Von Fasern, Farben und Fäden (2015, ca. 300 S.) und Rudolf Smend - Batik Handbuch (1980, ca. 200 S., SW-Abb.) - Wer möchte eins oder beide haben? Edit: Wer zuerst ruft, bekommt das Buch. Edit 2: Ulrike Bogdans Buch ist vergeben.
(Fast) alles bereit für den poetischen Frühlingsabend zum Thema Gärten.
Ein zauberhaftes Sträußchen aus dem Garten brachte mir eine Besucherin mit. Ich habe es in das letzte erhaltene Weinglas von meinen verstorbenen Eltern gestellt.





Nach dem schönen Mittwochabend verlief der Donnerstag dann ruhiger als gedacht, die geplante erste gemeinsame Wanderung ließen wir aus Krankheits- und Wettergründen ausfallen und freuen uns nun auf den April-Termin. Die Entscheidung war gut, denn es war ausgesprochen biestiges und feuchtkaltfrostiges Wetter... So konnte ich mich noch einmal etwas intensiver mit geliebter Musik beschäftigen.  Fanny Hensel war eine ebenso begabte Musikerin wie ihr Bruder Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der schätzte wohl ihr Talent und war seiner Schwester innig verbunden, aber veröffentlichen durfte Fanny nicht, jedenfalls nicht unter ihrem Namen, im Gegenteil, Felix veröffentlichte einige ihrer Liedvertonungen unter seinem Namen... Wieder so eine Geschichte, wie sie uns Astrid immer wieder vor Augen führt: Wie sehr Frauen und ihre Talente übersehen, an den Rand gestellt und unterdrückt wurden und werden und wie sie sich - je nach Temperament und Durchsetzungswillen - dennoch ihren Platz im Leben eroberten und Spuren hinterließen. Fanny betrieb einen Salon und ein Jahr vor ihrem frühen Tod wurde dann doch eine Auswahl ihrer Lieder publiziert. Auch nach 200 Jahren noch wird ihr die anlässlich ihres Geburtstages gezeigte Ausstellung im Jahr 2006 nicht wirklich gerecht, wie man in dem Artikel lesen kann...






Diese beiden CDs sind Spitze, ich hab leider nichts annähernd Vergleichbares auf y*utube gefunden...





Am Freitag dann Kreativseminar: Falten und Binden - Es entstanden jede Menge kleiner Hefte aus meine üppigen Papiervorräten... Und eine Teilnehmerin brachte mir einen ganz zauberhaften Blumenstrauß mit...






Kann losgehen...




Nach soviel Packen, Umzug, Vorbereiten, Konzentrieren braucht es nun ein entspannendes Wochenende... Am Samstagmorgen haben wir herzlich gelacht: Die Brötchentüte zeigt fröhlich Winter, wo wir doch so auf den Frühling warten... Der zeigte sich dann aber noch, schüchtern zwar, mit Vogelzwitschern und Emsen-Sonnung auf einem Spaziergang an unseren See, und danach sogar im Garten, wo ich mich mal wieder der Laubberge annahm, noch ist längst kein Ende abzusehen. Aber das Wühlen im Garten tut so gut... Und ich hoffe doch sehr, dass ich nun auch wieder zum Bloglesen komme





Beim Bäcker ist noch Winter...
Geliebter Seeblick. Eine große Eisscholle treibt noch vor sich hin...
"Grün, wie lieb ich dich grün..." (Kriechspindel)



Habt einen schönen Sonntag!

Mein Freund, der Baum - der aktuelle Monatspost ist heute morgen erschienen, bei Bedarf einfach einen Post zurückblättern...


Samstagsplausch
Weekend reflection
In heaven
Freitagsfisch
Freitagsblumen
Frühlingspost 2018

Mittwoch, 7. März 2018

Papierliebe zu dritt...






















Hach, war das schön heute... Mit Lucia und Karen hatte ich ein kreatives Bloggertreffen bei mir zu Haus. Im Nu war der Tisch übersät mit Papieren, wir haben geschnippelt, geklebt, gefaltet, in tolle Bücher geguckt, geredet und gelacht...






 










Lucia hatte einen Kalender mitgebracht, Karen machte den Vorschlag daraus einen Text als Collage zu bearbeiten. ich habe obenstehenden Text der Astronomin Caroline Herschel (1750 - 1848) ausgesucht... Und der Impuls führte uns in ganz unterschiedliche Richtungen. Spannend was da herauskam. Und wie schade, dass zum Schluss die Zeit gar nicht mehr reichte darauf noch mal tüchtig "herumzudenken"... Aber spannende und ein bisschen geheimnisvolle Beiträge sind so für die Papierliebe entstanden, die in diesem Monat alles zum Thema Weltall und Planeten einsammelt.






Die Collagen von Lucia, Karen und mir.
Lucias Collage.
Karens Collage
Und meine..., 15fünzehn Nr. 65




Ich freue mich sehr auf weitere Treffen hier in Sachsen... Und dann sind bestimmt auch Tabea und Katja (gute Besserung euch beiden und den Familien) und vielleicht auch Mano dabei. Ab November bin ich wieder hier. Bis dahin ist nun meine kreative Basis wieder in Brandenburg. Jedenfalls hat unser Kreativraum in Freiberg heute seine Feuertaufe gut bestanden, das freut mich sehr.


Die für den Mustermittwoch entstandenen Streublümchen will ich auch noch loswerden. Die ersten standen bei mir im Fenster... Die nächsten kamen ins Musterbuch.











Dann habe ich die ersten Walzendrucke für die Frühlingsmailart ausprobiert und eine Streublümchenwiese aus den bunten Minikreisen gemacht. Ich habe nämlich endlich begonnen die Adventspost-Streifenkarten zu lochen... Leider ging dabei der Locher kaputt... Lucia half mir heute aus, die Einbanddeckel sind fertig, nun wird nur noch "beringt"...











Eine weitere Streublümchenwiese wurde mit einem Schablonendruck auf den Walzendruck "gepflanzt": Tulpen. Denn mein Freezerpapier ist angekommen, das musste ich gleich ausprobieren.






 




Papierliebe
Mustermittwoch
Frühlingspost 2018
15fünfzehn