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Sonntag, 27. März 2016
Mein Freund, der Baum (37)
Ich gebe gern zu, dass ich, wenn ich unterwegs bin, besonders nach Bäumen schaue... Und wenn ich Kiefern oder Birken sehe, hüpft mein Herz, weil diese Bäume heimatliche Gefühle in mir wecken, denn wo ich wohne, sind ja viele davon zu Hause. Aber auch andere Bäume tun mir ganz einfach gut, ich habe an ihnen meine Freude, fühle mich ihnen verbunden... Und so suche ich gerade, wenn ich meine Wald-Komfortzone verlasse und in Städte reise, dort nach Bäumen. Wo ich sie finde, fühle ich mich wie unter Bekannten und gleich ein bisschen mehr zu Hause.
Diesmal waren es die Bäume in einem schmalen Park in Bochum nahe der Dürerstraße, wo ich mit meiner Cousine einen herrlich sonnigen Spaziergang hatte, als ich die zweite Märzwoche zwischen dem Seminar in Bergisch Gladbach und dem Kurs in Speyer mit Kunst und Begegnung füllte. Und mit Spazierengehen. Meine Cousine erzählte, dass der letzte Sturm in Bochum viele alte Bäume gebrochen hat. Wie mir geht auch ihr so etwas nahe und sie sorgt sich um genügende Nachpflanzungen. Schön, so ein Spaziergang mit einer verwandten Baumfreundin...
Übrigens hatte ich ja das Glück, dass vor jedem meiner "Schlafzimmer"fenster auf der Reise ein Baum zu sehen war. Das finde ich sehr schön, schon beim Aufwachen aus dem Fenster herausschauen zu können und einen Baum im Blick zu haben. Weshalb ich vorhandene Gardinen und Vorhänge vor dem Schlafengehen immer weit aufziehe und es beim Unterwegssein mit dem Gefährten schon lange keine Frage mehr ist, welches Bett ich haben möchte. Natürlich das mit dem besten Fensterblick am Morgen.
Da heute Ostersonntag ist, stelle ich den Parkbäumen aus Bochum noch ein winziges Bäumchen aus Chemnitz zur Seite, wie ich es am Donnerstagmorgen auf dem Weg zum Friedhof fand. Es brachte mich zum Lächeln, wie mir überhaupt der Spaziergang von der Bahn zum Friedhof dort richtig gut tat und sehr interessant war. Das Wetter hatte ein Einsehen und zeigte sich freundlicher als gedacht. Aber was ich da so entdeckt habe, davon erzähle ich ein anderes Mal mehr.
In heaven Samstagsplausch Bunt ist die Welt Sonntagsfreude
Habt einen frohen Ostersonntag heute, mit viel Farbe und vielleicht auch mit lachenden Kindern. Mal schauen, ob es wirklich das versprochene Osterspaziergangs-Wetter gibt?
Wie immer freue ich mich auf eure Baumfreunde-Geschichten, die ihr, unter Hinweis in eurem Beitrag auf die Baumfreunde-Aktion hier bei mir, nachfolgend verlinken könnt.
Montag, 14. März 2016
Wieder zurück... - Montags-Mandala (80)
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| Schneeglöckchenmandala am Sonntagmorgen im Garten der Papiermühle Alte Dombach. |
Zehn Reise-, Begegnungs- und Kurstage von ziemlicher Intensität liegen hinter mir, puh, und ganz bin ich noch nicht wieder hier zu Hause angekommen... Fürs erste daher "nur" ein paar Mandalas entlang der Wegstrecke Berlin-Brandenburg - Bergisch-Gladbach - Köln - Bochum - Speyer und zurück, es war eine wunderbare Zeit. Sie begann mit meinem - zunächst extrem regenreichen - Aufenthalt an der Strunde und dem tollen Stempelschnitz-Druck-und-Buchbindekurs bei der Müllerin auf dem "Heuboden" der Papiermühle Alte Dombach. Wie schön, Michaela - endlich - auch persönlich kennenzulernen, all die kreativen Frauen im Seminar, und für einen kurze Kurs-Stippvisite auch Eva. Wir schnitzten mutig, musterten fröhlich und nahmen fein gebundene Buchschätze mit nach Hause (und ich die Absicht, nun jede Woche ein Buch zu binden, um es nicht wieder zu verlernen...).
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| Auch unter den Stempeln kamen Mandalas hervor... |
Am Sonntagabend brach ich auf nach Köln und wurde dort liebevoll aufgenommen bei Astrid und ihrem Mann... Das Blümchen leuchtete mir in die Nächte im gemütlichen Gästezimmer. Näher hineinschauen könnt ihr hier bei der Hausherrin persönlich.
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| Zu Besuch in Köln |
Hatten wir den ersten Abend "für uns" zum Erzählen (und Schmausen, dank der Kochkünste des Herrn K....), führte uns beide der zweite Abend mit weiteren drei Kölner Bloggerinnen zusammen, nämlich den Frauen hinter Creatures &Creations, Buntpapierfabrik und A daily perfect moment. Eine fröhliche Mischung, vier Kölnerinnen und eine Brandenburgerin im Morio. Wie immer, wenn man sich mit Menschen gut unterhält, eilte die Zeit schneller als gedacht... und war eigentlich zu kurz..., Bloggerinnen-Kennenlernen auf Raten... (Wie gut ist es doch, dass es die Blogs zu den Frauen und (E-Mail-)Adressen gibt...)
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| Kolumba. Ausgrabungen |
Im Morio den leckeren runden Fladen mit Tomate und Schafskäse als appetitliches Mandala zu fotografieren, hat sich nicht ergeben, zu sehr verlockten sie zum Reinbeißen. Aber am frühen Nachmittag war ich drei Stunden lang im Kolumba auf den Beinen und habe in den Ausgrabungen den Bogen über dem Eingang zur ehemaligen Sakristei kurzerhand in ein Mandala verwandelt... Bevor es am Dienstag gut gestärkt nach Bochum weiter ging, war noch Zeit für den Kölner Dom... Ich liebe es durch die Fenster das Tageslicht hereinfallen zu sehen.
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| Kölner Dom |
Auch in Bochum bei meiner Cousine erwartete mich zum Wohlfühlen ein gemütliches Gästezimmer. Das ist wunderbar auf Reisen, wenn man willkommen ist, irgendwo "ankommen", sich auch mal zurückziehen und herrlich schlafen und sich dann erfrischt an einem gedeckten Frühstückstisch wieder trifft. Dankeschön an meine lieben Gastgeberinnen!
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| Auf meinem Bett in Bochum. |
Meine Cousine war mir auch eine kenntnisreiche Führerin in der Ausstellung Situation Kunst (für Max Imdahl) im Park von Haus Weitmar in Bochum. Da möchte ich wieder hin, noch längst nicht alles gesehen, wirken lassen, erkundet... Und denkt euch, es war zwar kalt, aber es gab endlich Sonnenstrahlen! Die Beziehung von Kunst und Landschaft ist hier so stark erlebbar.
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| Ausstellung Situation Kunst im Garten von Haus Weitmar. |
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| Sammlung Asiatische Kunst |
Noch einmal gab es Szenenwechsel, zum ersten Mal besuchte ich Speyer. Die Stadt begrüßte mich mit Sonnenschein, so dass sogar Tee und Kuchen draußen möglich waren, mit herrlichem Blick die Maximilianstraße hinunter auf den Dom, ein beeindruckendes Denkmal romanischer Baukunst mit bald 1000jähriger Geschichte. Einen Nachmittag lang hatte ich mir Zeit genommen, den Dom zu erkunden, zu umrunden und ein paar der Altstadtgassen zu erlaufen.
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| Fensterrosette über dem Hauptportal im Dom zu Speyer |
Aber hauptsächlich war ich hier, um von Brunhilde Scheidmeir und Fritz Jeromin Handwerk und Kunst der Pflanzenbilder auf Papier, wie sie mit Ecoprint und anderen Schablonier- und Drucktechniken möglich sind, zu erlernen und zu begreifen..., im Textilstudio Speyer. Sabine macht die wunderbaren Blogposts dazu, und durch ihren Blog war ich so richtig neugierig geworden! Hier gibt's was zu unseren Blueprints. (Und wer Mannheimer/in ist oder in erreichbarer Nähe, am kommenden Samstag, 19.03.16, gibt's dort einen Stoffmarkt, ich wäre fast noch eine Woche lang geblieben, um schauen zu können...)
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| Frühlingsblumen für Auge, Herz... und Pflanzenbilderkurs. |
Ein weites Feld hat sich eröffnet, das ich sicher noch aufgreifen werde hier im Blog... Und ich bin gespannt, wohin mich die mit ersten Schritten begangenen Pfade noch führen werden. Begonnen haben wir mit Pflanzenfarbensuden, Eco Print "von der Rolle" und Blueprint. Neugierig geworden? Dann bleibt mal dran hier in der nächsten Zeit... Hach, es war eine wunderbare Zeit, für die ich sehr dankbar bin...
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| Rosenblütenblätter auf Pflanzenfarben-Papier |
Aber lasst mir Zeit, ich muss mich erst mal wieder sortieren... Ein bisschen ist so eine kreative Reise auch eine Reise in eine Welt außerhalb des Alltags... Und der aber ruft nun gerade wieder. Denn nun ist es leider amtlich - tatsächlich sind die Daten meiner nach Weihnachten spontan außer Dienst gegangenen Festplatte unrettbar verloren, und damit sämtliche Entwürfe, Projekte und Dokumente vieler Jahre beruflicher und ehrenamtlicher Arbeit, die meisten meiner eigenen Texte (die ich leider auch nicht handschriftlich aufbewahrt hatte), Fotos aus über 10 Jahren digitaler Fotografie und noch so einiges mehr. Mal schauen, womit ich nun aufhöre oder was ich noch oder neu anfange... Immerhin alles kein Grund zur Verzweiflung. Da gäbe es weiß Gott Schlimmeres, was einem passieren kann. Auch habe ich die Tendenz solche Ereignisse immer als Zeichen von Umbruch ins Leben einzuordnen. Das alles fühlt sich für mich zwar immer noch traurig an, auf der anderen Seite ist es in Teilen vielleicht aber auch entlastend. Kann ich brauchen.
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| Dieses Gänseblümchen-Mandala ist dann in ein Blueprint verewigt worden. |
Ich wünsche euch eine gute Woche! Und jetzt gehe ich Mandalas gucken. Ausgerechnet zu diesem "Bunt-ist-die-Welt-Mandala-Post" war ich ja nicht da...
Montagsfreuden
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