Montag, 12. Oktober 2015

12 von 12 - mit Montags-Mandala (61)

Den Gefährten nach dem gemeinsamen Frühstück auf den Weg geschickt und erstes Morgensonnenlicht im Garten entdeckt...




Die Leipziger Reisetaschen ausgeräumt, an die vergangene Woche gedacht, langsam wieder zu Hause ankommen...




 
Die eingegangene Post sortiert und quergelesen...






Einen Stapel frischer getrockneter Schöpfpapiere zum Pressen zusammengestellt.






Die getrocknete Samenernte zum Eintüten zusammengetragen und beschriftet. Ha, ich krieg nicht mehr alles zusammen..., es gibt also eine neue Sorte: "Fragezeichen". Und eine neue Mischung: "Schulgarten-Mix"..., alles fürs Samentausch-Paket der Naturgarten-Pflanzenkiste...





Einen Blick aus der Küche durchs herbstlich bunte Fenster geworfen...




Daran gearbeitet Frau Müllerin für den textilen Mustermittwoch einen Wunsch zu erfüllen und die Hälfte meiner Batiktücher draußen aufgehängt, eine (nicht nur fotografische) Herausforderung, denn erst musste ich mal eine Leine spannen und Rosen- und Feuerdorn-Stachliges aus dem Flatterweg schneiden. Eine Collage hängender gleicher Dinge...



Maulbeere, Aronia, Fünfblättriger Wilder Wein und Kornelkirschenblätter umrunden die Blüte einer Herbstanemone. Das Montags-Mandala auf ein strubbliges Hochbeet gelegt. Noch immer denken die Waschbären, da wäre noch was zu holen aus der eingearbeiteten Komposterde... 



Papierliebe-Orange und gleich nochmal eine Collage gleicher Dinge: Dieser Tunnel in Orange aus einer Zeitung lud mich geradezu dazu ein, ihn mit ein paar orange-farbigen Bücherpaketen aus vielerlei Disziplinen auszustatten. Eher nichts für Romanleser. Aber vielleicht könnte Christine noch ein paar passende Stühle dazustellen. (Die Collage entstand schon letzte Woche in Leipzig und hatte heute nur ihren Fototermin.) 





Einen kalten Mittagsimbiss mit heißem Tee genommen...





Freudig ein aus dem Norden angereistes duftendes Paket mit Birnen-Quitten in Empfang genommen, hoffentlich halten die bis nach dem Urlaub, vorher schaffe ich es nicht mehr... Aber es ist noch viel Flaum dran, so hoffe ich doch mal, dass sie das Zwischenlager im Keller aushalten...




Beim Nachdenken über die Rezepte Kaffeedurst bekommen und ein wenig in Urlaubsvorfreude schon mal auf der Karte um diesen schönen See gewandert...



Habt einen schönen Abend - ich werde noch Wäsche aufhängen, Urlaubsutensilien zurechtstapeln, nach Holland telefonieren, den Werktisch für die nächste Papierschöpfrunde abräumen und meine "analogen" Herbst-Jahreszeitenbriefe weiterschreiben...


Bunt ist die Welt - Collage gleicher Dinge
Papierliebe - Orange
12 von 12

Dienstag, 6. Oktober 2015

Bunt ist die Welt...

... und bevor ich für diese Woche in eine Blogpause gehe, lasse ich euch noch mal auf meinen Terrassentisch gucken. Da hat sich so Einiges für fast die ganze Blogwoche angesammelt. Genug für einen vergnüglichen Sammelpost vom Hundertsten ins Tausendste...



Am Sonntag eröffnete Lotta den bunten Reigen der Kerzenständer. Ich habe davon eine Menge..., hier eine mehr als kleine Auswahl. Besonders mag ich den aus Birkenholz (aus Schweden mitgebracht für mich) und die aus Bambus, alle drei hat mir mein Sohn schon vor vielen Jahren geschenkt. Kind war er da noch. Und die tönerne, von einer Freundin getöpfert, mag ich auch besonders. Im Sommer ist der Terrassentisch fast ihr Stammplatz, wenn die Mücken kommen und es am Abend kühler wird.



Dann mag ich meine selbstgemachten Lichterschüsseln. Upcycling. Ich mag nicht sonderlich gern Kristallschüsseln, aber Glas mag ich schon. Klares Glas hat den Nachteil, dass man jeden "Datsch" darauf gleich sieht. Und dann mag ich sie nicht mehr auf dem Esstisch. Aber so verkleidet mit Resten aus dünnem Papier (Seidenpapier, Strohseide), das mit Tapetenkleister eingeweicht und aufgetragen wird), und mit Teelichtern gefüllt, da mag ich sie dann wieder. Sehr. Die weiße Schüssel in Papierverkleidung ist so an die 15 Jahre alt, denke ich. Ein Papierkurs bei Angelika Wolpert war Auslöser. Zwischen zwei dünne Papierschichten habe ich ausgesamte Fruchtstände von..., ja..., ich weiß nicht mehr... mit eingebaut.


 
Seit ein paar Jahren steht nun schon wieder so eine angeschlagene Glasschüssel im Schrank (auf dem Foto ganz oben links), und meine Gelb-Liebe treibt noch immer Blüten. Da habe ich neulich im Batikseminar ein Stück von der Schwester spendiertes zartes weißes Japanpapier bearbeitet. Zunächst einen der wunderbaren und bei meiner Batiklehrerin seit ein paar Jahren vorrätigen Ginkgo-Blatt-Stempel von Blauweißchen ins heiße Wachs getaucht und eine Reihe gestempelt. Dann das Ganze mit einem Schwammpinsel mit gelber Farbe eingestrichen. Trocknen lassen. Eine zweite Reihe Ginkgo-Blätter kam dazu, indem der Stempel wieder in heißes Wachs getaucht und auf dem Papier abgedruckt wurde. (Langsam! Der Stempel muss sich im Wachs erst richtig erhitzen, sonst erkaltet das Wachs am kalten Stempel und druckt nicht ab). Nun kam wieder der Schwammpinsel zum Einsatz, mit Orange befeuchtet. Inzwischen ist das Blatt trocken, das Wachs aus den Blättern ins Papier hineingebügelt. Und ich bin gespannt, wie es sich an der Glasschüssel verarbeiten lässt. Aber das Papier kann ich ja schon mal zu Susannes Papierliebe schicken, denn diesen Monat hätte sie es gern orange. Hier meine Zartorangevariante für die Lichterschüssel.


Das wird ein feines Licht...










Kräftiger orange das Geschenk meiner Batiklehrerin zum Seminarschluss an ihre Teilnehmerinnen. Ein feines Mini-Heftchen mit einem Jahreszeiten-Haiku darin... So schön... Ich habe schon eine ganze Sammlung (denn ich bin seit Jahren regelmäßig  Seminarteilnehmerin bei Maria Ilona Poppendieck...).



Der Wachsauftrag erfolgte mit einem breiten Pinsel auf das über Wellpappe gelegte Papier, dann Farbe mit dem Schwammpinsel auftragen, wieder Wellpappen-Wachs usw. Den ersten Pinselstrich, der das weiße Papier reserviert, kann man oben gut erkennen. Auch Stoff (Seide, Baumwollbatist) kann man über Wellpappe legen und so dieses Streifenmuster erreichen. Ich hoffe es euch diesen Monat noch am Beispiel meiner Batiken zeigen zu können. Alles eine Frage der Foto-Zeit...



Meine Schwester hat beim selben Seminar mit dem Ginkgo-Stempel über mehrere Rot-Blau-Violett-Färbungen den Rand einer Tischdecke gestaltet (die einmal ein rosa Bettlaken war, Flohmarktkauf), und ich ärgere mich sehr, dieses auch so tolle Upcycling nicht fotografiert zu haben, denn nun erscheint das Laken als in tiefes - durch die Altleinenfussel changierendes - Violett getauchte edle Festmahl-Tischdecke... Und wäre gleich noch ein toller Beitrag zum Mustermittwoch gewesen. Da geht es diesen Monat textil zu. Und mein Kopf mit Ideen ist wieder mal voller als die Hände die Ausführung schaffen können. So gebe ich diesmal bescheiden - und als Übergang vom Küchenmuster zur Textilmusterei - meine kleine Tischdecke in den Ring. Auch gebatikt. Auf einem Bettwäscherest. Gestempelt mit einem "verdorbenen" Tischlerei-Holzscheit, das der Mann zur Batiklehrerin auf  einen Stiel montiert hat, so dass es sich gut handhaben lässt. Ganz ungefährlich ist das Hantieren mit Stempeln und heißem Wachs nämlich nicht. Drei gestempelte Wachsaufträge, zwei (EDIT: drei! hellblaub, grün, dunkelblau) Färbungen. Passt zu meinen Geschirrfarben, fürs stilvolle Kaffee- oder Teegedeck für zwei.


 
So ganz nebenbei haben sich beim Fotografieren dann die Spiegelungen gezeigt, so dass ich auch gleich den Blog-Freitag dieser Woche noch bedienen kann: Weekend reflections. 


Candle light reflections

Und Friday-Flowerday, denn im Hintergrund der Szenerie stehen schon die ganze Zeit still und schön die am letzten Wochenende auf einer Radtour geernteten Minihagebutten in einer Vase, die ich vermutlich noch nie gezeigt habe, denn sie kam mir jetzt beim Räumen wieder ins Blickfeld und ich habe sie einstweilen nicht auf ihren hohen Regalplatz zurück gestellt. Da tummeln sich außerdem gerade umgestellte Bücher.





Übrigens gibt es heute das neue Impulsfoto zum Bilder-Pingpong. Diesmal bei Sabine von teamworkart. Lucia hat Sabine interviewt. Schaut mal rein und lasst eure kreativen Ideen kreisen, bis dann am letzten Oktober-Dienstag unsere kreativen "Verarbeitungen" gefragt sind und bei Sabine verlinkt werden können.

Bunt ist die Welt. Papierliebe. Creadienstag. Dienstagsdinge. Meertjes Stuff. Handmade on Tuesday. Crealope. Scharlys Kopfkino. Upcycling. Muster-Mittwoch. Freutag. Freitagsblumen. Weekend reflections.


Montag, 5. Oktober 2015

Montags-Mandala (60)


Heute kommt mein Montags-Mandala mal wieder aus dem Schulgarten... Als ich während der letzten AG-Stunde am 1. Oktober nach dem fleißigen Gießen (seit 6.9. hier wieder kein Tropfen von oben...) vorschlug zum Dank für die Farben- und Erntefülle im Schulgartenjahr ein Mandala zu legen, waren nach kurzer Rückfrage, was das denn wäre, alle sieben Drittklässler beim Sammeln und Legen mit Begeisterung dabei...




Es ist so schön über das rein Naturkundliche und Gartenarbeitstechnische hinaus zu erleben, wie über Poetisches, Kreatives, Sinnliches und Emotionales Verbundenheit entsteht, Verbundenheit zu Mutter Erde, zu uns selbst, zu anderen Menschen, zu unseren eigentlichen Quellen, die nicht im Geldbeutel und auch nicht im Supermarkt sprudeln. 



Von der Verbundenheit zur Natur, von ihren Freuden, ihrer Lebenkraft, ihrer Inspirationskraft, auch von den Gefährdungen der Natur und unserer Beziehung zu ihr erzählt Lisa in ihren Antworten auf meine Fragen. Ihr wisst: Astrid fragte mich und ich fragte fünf weitere mir lieb gewordene Bloggerinnen. Jana und Lisa haben geantwortet. Auch eine sinnliche Herbstreihe, bei der ich dabei sein kann, gibt es bei Nathalie


 
Ein schönes Herbstfest gab es am 3. Oktober bei uns im Landkreis im Schenkenländchen. Wohltuend Einwohner und Asylbewerber so privat beieinander zu sehen. Da die Bilder von Matthias Rackwitz auf Facebook eingestellt sind und so nicht für alle sichtbar sind, habe ich auch welche hierher mitgebracht. Miteinander kochen, essen, sprechen, musizieren, miteinander lachen.


Foto: Matthias Rackwitz
Foto: Matthias Rackwitz





Foto: Matthias Rackwitz


Mit sich und der Welt zufrieden und ganz eins zogen meine sieben Kinder aus dem Schulgarten wieder in den Hort. Es war so einfach mit diesen Kindern eine Stunde lang glücklich zu sein, mit Blumengießen, Bohnenstangen abbauen, Blüten bewundern, Mandala legen und einem Mutter-Erde-Tanz der Indianer. "Das macht so Spaß!" Das überaus freundliche Wetter tat ein Übriges.



 
Und ihr? Verpasst bloß das schöne Herbstwetter nicht und geht raus! Weit über die Hälfte der Menschen in Deutschland gibt an, dass ihnen bei Stress der Aufenthalt in der Natur gut. Aber so viele tun es dennoch nicht..., weil sie zuviel Stress haben? Da ich ja den Wald vor der Tür habe, kenne ich die Versuchung, jetzt noch unbedingt und sofort dies oder das ganz schnell zu erledigen, kaum noch. Ich weiß ja inzwischen, nach einem Spaziergang draußen geht mir das, was erledigt werden muss, viel schneller von der Hand... Nur eiskalter Regen mit Wind vermag mich abzuhalten und auf besseres Wetter hoffen lassen. Zurzeit ist hier aber soooo toller Goldfarbenherbst.


Die Mitte: Hagebutten und Früchte des Fünfblättrigen Wilden Weins (Jungfernrebe)
Drumherum Kanadische Goldrute. Achtung Neophyt, sehr ausbreitungsstarke Staude, verdrängt heimische Flora. Willkommene späte Bienenweide. Ich entferne die Samenstände vor der Reife.
Drumherum Tagetes-Blüten, Amaranth und Blätter der Jungfernrebe, dann zarte Grasrispen.






































































































Auch die dünnen Blattstiele kamen sorgsam außen herum.





































Mehr Grünzeug mit Kindern bei Caroline

Sonntag, 4. Oktober 2015

Aus (m)einem wilden Garten - Rückblick September

Der Vorgarten ist nach dem Frühlingsschnitt schließlich doch wieder schön "blickdicht" eingegrünt












Der September ist wieder bunter als der August in meinem Garten. Die ersten Früchte, die ersten Laubfärbungen, späte Blüten... Lasst euch einladen auf einen Rundgang und ein wenig Gartenklatsch. Die Bilder sind wieder chronologisch und nicht thematisch geordnet. Eben etwas wild durcheinander, wie mein Garten...



Meine Mini-Apfel blieben diesmal als Futter für die lieben Tiere am Baum.
Am 6. September Regen, seitdem: Trockenheit...
Wiedergefunden, ein Herzsteinchen aus einem lange zurückliegenden Urlaub, welcher war's bloß...
Im Frühjahr frisch gepflanzt, angewachsen und gleich gefruchtet.
Den Schlingknöterich gebändigt und zu einer Kugel in die "Lampenschale" gerollt.
Diesen vor 200 Jahren aus Nordamerika eingewanderten Sauerklee als Insektenweide und (sparsam verwendet, Oxylsäure!) Kräutermix-Zutat im Salat entdeckt.
In der Sedum-Kinderstube geht es schon wieder wilder zu als gedacht...
Wiedergefunden und alle Fundstücke zusammen in eine Schale gepflanzt, gelb blühendes Herbstsedum
Marokkanische Minzenblüten bewundert..., und Mixed-Minze-Tee getrunken
Nochmal Gartenzeit zum Arbeiten im Liegestuhl...
...zum Lesen und Kaffeetrinken (aus solchen bei einer Kollegin geernteten Pflaumen wurde phänomenales Pflaumenmus à la Lisa)...
... und dann noch japanische Mini-Pralinen genascht...
Über den klammheimlich zwischen Schnittlauch und Gundelrebe den Schnecken entkommenen Basilikum gefreut und immer wieder geerntet...
... und über die aus der Wanne schlüpfende Gundelrebe (oder Gundermann)..., Lieblingswildkraut, z. B. für diesen Salat.
Der Wein dürfte da gern dichter ranken, immerhin rötet er sich.
Als mein Sohn zum Garteneinsatz da war, wurden auch dicke Steine versetzt.
Ja, ja, es ist nicht zu leugnen, mein Garten liegt im Wald.
Ebereschenernte am Gartenteich. Dieses Jahr behalten die die Vögel
Die im Frühjahr auch gepflanzte Apfelbeere (Aronia) erfreut mit sauergesunden Beeren und schöner Herbstfärbung.
Sonnenhut und Herbstanemone, diesmal in einen großen Topf gepflanzt, im trockenen märkischen Wald-Sand versiegt ihre Triebwilligkeit nämlich sonst schnell...
Auch schon herbstlich: Fächermispel
Eine Zuchtform des Johanniskrauts kam erneut zur Blüte, die Blüten fanden schnell Freunde, aber wozu? Salat für Käfer, Nistbaumaterial für Wildbienen? So spät noch? Keine Ahnung, hab nur diese Spuren gesehen.
Septemberlicht
Vom Gefährten zwischengelagerte Pilzernte vom Wegesrand.
Unermüdlich: Vexier- oder Kronenlichtnelke
Samenernte schon erledigt: Silbertaler
Immerhin: zwei Pflanzen haben die Schneckenrasuren überstanden, sie keimten später und das war wohl gut so.
Kaum zu sehen: Efeublüte. Unscheinbar und doch so begehrt jetzt im Herbst, bei Bienen, Hummeln und Hornissen... Eins meiner Gartenziele - Schmetterlings-, Wildbienen-, Wespen- und Hummelnahrung durch die ganze Flugzeit..., und Nistplätze natürlich, Nistmaterial, Raupenfutter...
Septemberlicht... Wohlfühllicht.
Habt einen schönen Sonntag heute! Wir hoffen noch einmal im Garten zu sitzen. Gestern waren wir mit dem Rad unterwegs und hatten ein sonniges Kaffeetrinken an der Strecke, nochmal richtig warm auf der Haut...

Samstagsplausch und Sonntagsfreude.