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Samstag, 22. Juni 2019

Meine Woche...

Lange gab es nichts mehr zu meinen Wochen hier zu sehen und zu lesen..., manchmal sind die Zeiten so, die Wochen waren voller Leben, voller Arbeit, voller ungeplanter Ereignisse, voller Freuden und auch dem einen oder anderen Frust... Und voller wildem Garten... Da gibt's doch was zu plaudern...









In meinem Küchengärtchen an der Ostsonnenseite unseres Hauses steht auch ein Wiesenstorchschnabel, im Topf, in der sandigen Trockenheit meines Waldgrundstücks drohte er unterzugehen... Ich hab ihn schon so lange, das Geschenk einer Kollegin vor vielen Jahren, ein Wiesenstorchschnabel aus dem Spreewald.







Nach meinem Druck- und Buchbindeseminar in der vorletzten Woche füllte sich der Werktisch rasch wieder mit meinen Materialien zu den Themen Briefpost, Gelatinedruck, Buchbinden... Schließlich wollte ich doch endlich auch mal wieder beim Mustermittwoch dabei sein... Da habe ich vergangenes Wochenende losgelegt.




Kornblume, Mohn, Färberkamille, Bartnelken, Luzerne im Blumenrondell im Schulgarten.

Katzenminze, Bunte Kronwicke, Borretsch und Schafgarbe im Trockenbeet im Schulgarten. Der Borretsch mag es eigentlich feuchter, aber er hat sich freiwillig dort ausgesät und kommt klar...


Am Samstag, am Montag, am Dienstag und am Freitag war ich im Schulgarten. Gießen und hie und da ordnend eingreifen. Mit den Kindern der 3. Klasse war ich am vorletzten Donnerstag noch mal im Garten, nun sind in Brandenburg schon Sommerferien... An unseren bunten Blumeninseln im Rondell, im Staudenbeet, am Teich und im Trockenbeet gab es jede Menge Leben zu beobachten. Viele Bienen, Wildbienen, Hummeln, Käfer und Libellen sind unterwegs...








Das Montagsmandala entstand diesmal aus Pfeifenstrauchblütenblättern auf einem bunten Gelatinedruck. An zwei Stellen wächst Pfeifenstrauch (Philadelphus, Falscher Jasmin) im Garten und ich mag den Duft so, wenn man an den Sträuchern vorbeigeht...




S-Bahnhof Frohnau in Berlin

 
"Mein" See.



Am Dienstag habe ich in Berlin einen Freund in der REHA besucht und wir waren wieder in der Natur rund um das Zentrum unterwegs. Frohnau hat übrigens noch ganz altes Bahnhofsinventar und ein paar Cafés... Ansonsten waren sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt (der Besuch ist immer eine kleine Tagesreise...) von Zugausfällen und Verspätungen betroffen, durch Polizeieinsätze auf Bahnhöfen... Zum Schluss musste ich ein Taxi nehmen, der letzte Bus zu mir aufs Dorf war weg... Aber ich war noch zeitig genug für ein ausgiebiges abendliches Schwimmen zu Haus...







Aus der dicken Wolke regnete es da hinten irgendwo, bei uns leider nicht.




Mittwoch gab es einen schönen entspannten Sommerabend ganz für mich allein zu Haus. Das war anders geplant, aber manchmal kommen geballte Ladungen von Ereignissen dazwischen, durchkreuzen die Pläne und meine kleine Runde war gesprengt. Aber so war es auch schön... Auf einmal hatte ich zwei Stunden Zeit geschenkt und konnte ganz in aller Ruhe meine Tasche packen, noch mal einiges gießen im Garten und schwimmen gehen...









Denn am Donnerstag war ich kurz in Freiberg. Ein "verschwitzter" Arztbesuch stand an und unsere Gartenplanung ging bei einem Treffen mit der Planerin wieder ein Stückchen vorwärts... Während der Umsteigepause auf der Hinfahrt in Dresden schaute ich mir - mit vielen anderen, die kürzer oder länger stehen blieben und intensiv lasen - die Ausstellung "entkoppelt" an, eine berührende Dokumentation zum Leben junger Menschen auf der Straße. Beeindruckend die Selbstreflexionen der Jugendlichen zu lesen, von ihren Erlebnissen, ihren leidvollen Erfahrungen, ihren Einsichten, erfahrener Hilfe und Unterstützung, aber auch von ihren Freuden und ihrem Selbstbewusstsein das Leben mit eigenen Händen und selbstbestimmt gestalten und leben zu wollen und auf dem Weg zu sein.









Unsere Veranda nimmt Gestalt an, hier spiegelt sie sich in einem der Fenster und draußen sieht man den spät blühenden der bei den Bauarbeiten übrig gebliebenen sehr alten Rhododendren... Es war nach dem Arztbesuch noch Zeit für einen Stadtbummel. Glanzlichter waren die schwärmenden Bienen über mir...., 







... die Ausstellung von beeindruckenden Bronzen und inspirierenden Landschaftscollagen der Künstlerin Antje Müller-Palásti in der Petrikirche (und die Kaffeepause um die Ecke in der Petersstraße). Bei meiner abendlichen Recherche im Internet herauszufinden, dass die Künstlerin sich als Lehrerin des Freiberger Frauenstein-Gymnasiums gemeinsam mit ihren Schülern zum Thema Rassismus künstlerisch auseinandersetzt und damit Zeichen für Menschlichkeit setzt, hat mich gefreut. Die Petrikirche als Kirchen-, Gemeinde- und Veranstaltungsraum wächst mir immer mehr ans Herz. Trotz der Mehrfachnutzung ist es ein spiritueller und stiller Raum geblieben, den ich an dieser zentralen Stelle der Stadt sehr schätze... Zumal wir die Kirche von unserem Dachfenster aus immer im Blick haben können.
















Am Freitag fuhr ich wieder zurück, in Regionalbahnen mit gefühlten 100 Halten, dreimal umsteigen, und fand - pünktlich zur Sommersondenwende - beim Heimweg durch den Wald das Johanniskraut blühend... Zu Hause...








 
 

Am Sonntag freuen wir uns auf den Besuch von Freunden zum Sonntagsfrühstück. Ich wünsche euch ein erholsames entspanntes/spannendes Wochenende... 

Der Gedanke, dass mir nun inzwischen drei Gärten am Herzen und in Händen liegen, beglückt mich zum einen, zum anderen arbeite ich sehr intensiv daran, dass es für mich, für uns, einigermaßen pflegearm bleibt. Und dennoch naturnah mit vielfältigen Lebensraumangeboten für heimische Pflanzen und Tiere... Da wird viel von Gelassenheit und von standort- und klimagerechter Bepflanzung abhängen, und dazu gehören für mich weder Rasen, Hochzuchtstauden noch lebensfeindliche nackte Schotterflächen.

Monatsmotto im Juni bei Andrea am Bodensee: Ab in den Garten... 
Samstagsplausch, auch bei einer Andrea, bei einer in Berlin...

Donnerstag, 28. Juni 2018

Naturdonnerstag (78 + 54) - Am Gartenzaun

New Dawn lugt über meinen Gartenzaun... Ich mag die offenen Blüten, die auch Insekten einladen zum Schmause...








Ach du liebe Zeit, da bin ich doch wirklich zu spät heute... Verbrachte gestern spontan einen netten Abend mit meinem Sohn auf einem ausgedehnten Spaziergang durch Wald und Feld und Dorf mit Essen am Streganzer See und hab's doch glatt vergessen, den PC noch mal hochzufahren nach der schönen blauen Stunde draußen... Entschuldigt, ihr Lieben!!!








Den Natur-Donnerstag bekam ich im April 2017 von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  






Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es leider kaum schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...







Donnerstag, 17. Mai 2018

Naturdonnerstag (78 + 48) - Aus meinem wilden Garten























Heute schaue ich mit euch von unserem Sitzplatz "oben", von unserer Terrasse in den Garten hinunter. Abends ist hier noch Sonne und so sitzt es sich in dieser Jahreszeit besonders schön. Meist essen wir hier Abendbrot. Unsere Sitzecke "unten", von der aus ich das Foto in der vergangenen Woche aufgenommen hatte, ist der ideale Frühstücksplatz mit Sonne, später wird es durch die hohen Bäume ringsum dort schattig, weswegen der Platz im heißen Sommer als Arbeitsplatz beliebt ist. Rechts auf dem Foto seht ihr unsere Liegen. Nachmittags bekommen wir hier Sonne ab, wenn sie scheint. Dieses Jahr war wegen allerhand Tagwerk erst einmal Gelegenheit für ein Liegestündchen dort... Wie ist das bei euch? Habt ihr auch mehr als einen Gartensitzplatz? Schaut mal, zwischen den beiden beschriebenen Plätzen schauen noch mal zwei Stühle hervor, für den Kaffee zwischendurch... Da ich finde, dass man Gartensitzplätze gar nicht genug haben kann, besonders, wenn man sonst immer der Sonne oder dem Schatten mit seinen Stühlen hinterherlaufen müsste, habe ich noch zwei Sitzplätze, im Küchengärtchen, in das die frühe Morgensonne lugt, und am überdachten Hauseingang, um auch mal bei Regen draußen sitzen zu können. Ach ja, auch im blauweißen Gärtchen steht noch ein weißer Stuhl an einem kleinen weißen Tisch, auch mal für den Kaffee oder Tee zwischendurch, mit Kalender oder Notizblock in der Hand... Gerade sind so viele "Hochzeiten" im Gange, dass ich ohne beides nicht mehr über die Tage kommen. Und nein, es ist kein Stress ;-). Nur viel. Und jetzt bin ich ja gerade im Urlaub, sogar im Geburtstagsurlaub. Doch heute trinke ich meinen Geburtstagskaffee nicht in meinem wilden Garten, sondern an der Ostsee ;-). Bis bald!





Den Natur-Donnerstag bekam ich im April 2017 von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  








Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es leider kaum schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...




Donnerstag, 26. April 2018

Naturdonnerstag (78 + 45) - Zurück im wilden Garten

Schon wieder war ich seit vergangenem Freitag auf einer kleinen Rundreise in Deutschland unterwegs, und als wir Dienstagabend zu Hause ankamen, erwartete uns ein wunderschöner Anblick in meinem wilden Garten: Zierkirschen, Zieräpfel, Zierquitten, Felsenbirnen, Ranunkelstrauch und Rhododendron sind erblüht und sprenkeln weiße, rosa, gelbe, orange und rote Farbtupfer ins Grün und Braun... Ich bin jedes Jahr aufs Neue begeistert von der Blütenfülle (und dann im Herbst von den kleinen Früchtchen von Zierapfel, Zierquitte und Felsenbirne, die ich zusammen mit Mahonienfrüchten zu einem Gelee verarbeite..., sofern mir die Vögel nicht zuvor kommen). Hach, es ist so schön die Jahreszeiten zu erleben, diesen ewigen Kreislauf mitzugehen... Nun ist der Frühling mit Macht angebrochen...
















Den Natur-Donnerstag bekam ich im April 2017 von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  








Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es leider kaum schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...


Wenn ihr wollt, sehen wir uns hier auch am Sonntag, dem letzten des Monats: Mit einer neuen Folge von "Mein Freund, der Baum" lade ich  wieder für drei Wochen zum Verlinken von Beiträge über eure Beziehung zu Bäumen ein.



Donnerstag, 22. März 2018

Naturdonnerstag (78 + 42)

Seit Montagabend bin ich wieder im "Sommerquartier". Und am Dienstagmorgen bescherte mir der geliebte Blick aus der Terrassentür in den Garten dieses Blauhimmelbild mit alter Kiefer, Ahorn, Eberesche und Birken, deren Gezweig schon knospenschwellend violettbraun gefärbt ist. Aber es ist eisig kalt, und am Donnerstag soll es noch mal schneien. Na sowas. Es muss doch Frühling werden...








Den Natur-Donnerstag bekam ich im April 2017 von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  








Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es nicht immer schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...





Donnerstag, 28. September 2017

Naturdonnerstag (78 + 21) - Aus dem Herbstgarten
























Wenn Melancholie Farben haben kann, dann wohnt sie in meinem Herbstgarten...






 


 



 
Der Naturdonnerstag pausiert. Ich begebe mich auf eine (Bildungs)reise, ohne Notebook ;-). Wir sehen uns hier wieder am Donnerstag, dem 19. Oktober. Ich öffne die Verlinkungsmöglichkeit diesmal aber bis Freitag, 13. Oktober, damit eure vielleicht schon geplanten Beiträge nicht in der Luft hängen...


Und nun seid ihr dran.



Den Natur-Donnerstag bekam ich im April von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  







Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es nicht immer schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...



Montag, 14. November 2016

Montags-Mandala (106) - Winke aus (m)einem wilden Garten



Komm raus, es ist schön hier!






Oft sagt mir die Natur noch ein bisschen mehr als mir einfach "nur" ihre Schönheiten zu zeigen, was allein schon Grund für Dankbarkeit wäre... Als gäbe sie mir Winke. Wenn ich meine Sinne und mein Herz auf Empfang geschaltet habe und nicht herumnörgele, weil mit die Finger abfrieren, während ich endlich meine frostgefährdeten Gefäße aus dem Garten in den Keller rette..., am Sonntagmorgen (am Samstag war schließlich Collagentag...)




Zwischen all dem Dunkel und Zweigechaos ist da Momente lang ein Leuchten von fern.

Struppig und keine preisverdächtigen Baumschönheiten, meine Kiefern am Zaun - aber bei solchem Licht betrachtet, einfach herrlich.






Die Natur fordert Perspektivwechsel geradezu heraus.  Sie ist uns vertraut, beständig und doch immer neu. Jahreszeiten, Tageszeiten, Wetter, Licht und Schatten, Hell und Dunkel, Warm und Kalt, Werden, Wachsen und Vergehen. Wandel. Lebendigkeit. Die Dinge immer wieder mal bei anderem Licht besehen... Mit dem Herzen verstehen...





Mir so bekannt eigentlich... und nun sind da auf einmal ganz neue "Aspekte".
Die Kleider eines anderen ausprobieren...


Mit dem Herzen schauen, mit offenem, aufmerksamem, mit "liebendem Blick". Wärme schenken. Sich einfühlen.




Die Sonne leckt die frostigen Rauhreif-Glitzer ab. Wärme verschenken.


Abfall? Gering? Unscheinbar? - Was für ein Moment kraftvollen Leuchtens.





Achtsam gegenüber unvermuteten, überraschenden Momenten bleiben. Sie wahrnehmen, sich öffnen...




Rückzug, Kräfte sammeln für neues Erblühen.
 
Ruhen, warten, sich sammeln, aber bereit sein zum Aufbruch.

 
In sich selber ruhen und sich dann kraftvoll entfalten.






Seit Ende Januar, heute zum 33. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr mir von solchen Spuren erzählt, wie kürzlich Astrid in einer Mail.




 
Geschenke annehmen, dankbar sein können, Geschenke machen, Freude empfinden und Freude machen - der letzte späte Sonnenhut, vom Rauhreif-Schmuck auf dem alten Baumstubben umkränzt - mein Montags-Mandala für diese Woche.




 



Astrid schickte mich während meiner Familienzeit zum Landlebenblog. Eine Freude dort zu lesen. Da geschah doch eines Samstags Folgendes - der Museumsverein lud als Helfer für eine kräftezehrende Räumaktion auch Bewohner der Flüchtlingsunterkunft ein. Sieben junge Männer aus Syrien und dem Irak kamen, packten voll mit an, die Arbeit war bald getan, alle hatten jede Menge Spaß miteinander und zum Schluss gab's eine Einladung zum Kardamomkaffee in der Unterkunft. Begegnung wagen, Beziehungen knüpfen und leben, Lichtfunken sehen und ihnen folgen, nicht aufgeben, wenn sie sich verbergen, es wird neue geben, immer wieder, manchmal auch ganz unvermutet. 










Habt eine gute Woche!



Montagsfreuden
Mein Freund, der Baum






Samstag, 29. Oktober 2016

Aus (m)einem wilden Garten...








Noch mal die Bilder der Fülle ernten, noch einmal Herbstfarben aus dem Garten... Seit wir von der Ostsee zurück sind, war ich manches Mal auf einer Runde im Garten, dies und das richten, aber vor allem: genießen, nachdem es dann auch mal mit dem Dauerregen aufgehört hatte. 







 



Im Herbst hat der Garten einen ganz bestimmten Duft. Ich liebe dieses Erdige. Und die Farben des Herbstes. Außer Astern, ein paar Studentenblumen im Küchengärtchen und ein paar verspäteten Sonnenhüten blüht nichts mehr bei mir.








Alle Fotos entstanden zwischen 17. und 28. Oktober. Mehr geseheh habt ihr aus diesen Tagen schon bei meinen Gartenblicken hier und hier. Da war schon zu sehen, dass unser Hausbaum, der Spitzahorn in dieser Jahreszeit im Garten eine tragende Rolle spielt. Das hier vor der Tür ist er nicht, aber gewiss ein Kind von ihm. Er stützt, obwohl kurzgehalten - die riesigen Hundsrosentrieben über der Treppe und lässt Wilden Wein und Winterjasmin an sich hochranken. 







Den Gedanken, dass das viele Ahornlaub spätestens im Frühjahr zusammengeharkt sein will, lasse ich einfach wieder ziehen. Denn bei mir bleibt viel Laub den Winter über liegen. Nur von den Wegen - damit keiner ausglitscht - und von den Pflanzenpolstern, die unter einer dicken Laubschicht auch mal ersticken können, wenn der Winter sehr nass wird, wird das Laub weggenommen und kommt unter die Sträucher und auf die künftigen Hügelbeetplätze. Bodenlebewesen und anderes Getier danken für dieses Winterfutter und diesen Frostschutz. Und was übrig bleibt, zieht im zeitigen Frühling um.





 


Auch Staudenstengel und Samenstände schneide ich nur zurück, wo sie unseren schmalen Weg durch den Garten zu sehr einschränken würfen. Die Stengel gehören Insekten und anderen Klein- und Kleinstlebewesen als Rückzugsort im Winter, schützen die Mutterpflanze ganz natürlich vor Frost (wie es die Wildkrautstauden auch machen) und wenn man Glück hat und Frostnächte die Stengel und Samenstände mit Reif oder Schnee bedecken - herrlich. (Unser neu gestalteter Gartensitzplatz hat sich übrigens sehr bewährt!)




 


Wir sind in unseren Breiten mit vier Jahreszeiten gesegnet, und was spricht dagegen, dann auch dem Winter im Garten seine Aufmerksamkeit zu schenken, weniger arbeitend als staunend. Da sehe ich immer noch viel zu viele komplett auf-, aus- und abgeräumte Gärten, langweilig. Da hilft auch Deko nicht mehr viel. Und im nackten Boden hungern die Bodenlebewesen, weil der Futternachschub von oben ausbleibt. Das ist auch das Los von noch zu vielen Feldern, auf denen dann der Bodenfruchtbarkeit mit Unmassen chemischen Düngers auf die Sprünge geholfen werden soll. Warum nicht den natürlichen Kreislauf zulassen und fördern?















Der See gehört ja
nicht unmittelbar zum Garten, ist aber von dort aus über einen schmalen Pfad entlang zu erreichen... Der erweiterte Garten nach unten quasi..., wie nach oben auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Wald. Auch mit ein Grund, weshalb ich versuche den Garten nicht isoliert zu sehen und zu gestalten, sondern mit der umgebenden Landschaft verbunden, an sie angepasst, und deshalb eben "wilder" als andere Gärten. Auf dem Weg zum See stehen beim Nachbarn auch zwei alte Lieblingsbirken, sie gehören zu meiner Gartenperspektive nach Nordwesten dazu, hoffentlich leben sie noch so lange, bis meine in diesem Jahr gepflanzten drei jungen Birken soweit sind, dass ihre Silhuetten den Gartenrand gegen den Himmel abschirmen.










Nach diesem kleinen Abstecher zum See kehren wir in den eigentlichen Garten zurück. Die trüben nebligen Tage sahen im Garten dank des gefärbten Laubs gar nicht so trübe aus, eher weich und ein bisschen melancholisch...









Auch das Laub der kleingehaltenen Ulme im Vorgarten ist ein gelber Farbtupfer, den man jetzt doch verstärkt wahrnimmt, nachdem sie die ihr zugestandene Wuchshöhe erreicht hat und die Amerikanische Traubenkirsche ihr zur Seite gefällt wurde und nur noch als Strauch fortbesteht.









Die beiden Gartenmotive, die ich zum Schluss ausgewählt habe, kennt ihr schon von hier und hier. Nun, ein paar Tage später, bei anderer Tageszeit und bei anderem Wetter, sehen sie schon wieder ganz anders aus... Es ist des Schauens und Wunderns und Staunens kein Ende in einem Garten...






 




 Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.


In heaven.
Samstagsplausch.