Sonntag, 15. Juli 2018

Meine Woche 2018 (27 und 28)

In diesem ehemaligen Kulturhaus in Lindow besuchte ich mit meinem Vater mein erstes Sinfoniekonzert. Anfang der 60er kamen in der DDR Orchester aufs platte Land.

























Am letzten Juni-Wochenende lösten wir (m)ein Geburtstagsgeschenk an meinen Mann ein. Wir verbrachten zweieinhalb Tage in und um Lindow, wo ich von meinem 6.-8. Lebensjahr zu Hause war und zur Schule kam, auch eine der mit Seen gesegneten Brandenburger Landschaften in der Nähe von Neuruppin. Wir wohnten in einer netten Pension mit Blick auf das Kloster Lindow, waren einen guten halben Tag mit dem Rand um den Vielitzer See unterwegs, besuchten alte Dorfkirchlein, meine alte Adresse, meine Schule, unsere Badestelle und unseren heute mit einer Bungalowsiedlung bebauten "Pfifferlingsberg" und ganz ausgiebig das Kloster, das mir als Kind nur ein sonderbarer Name war. Auf der Rückfahrt am Sonntag bogen wir auf Fontanes Spuren noch nach Wustrau zum Schloss Zieten ab, seinen Bericht aus den "Wanderungen" im Ohr.






Kloster Lindow. Hier war die erste Schule des Ortes untergebracht.
Schloss Zieten in Wustrau (heute Deutsche Richterakademie)





In der darauffolgenden Woche drehte sich fast alles um die Gärten und die Vorbereitung des Enkelbesuchs... Jeder Morgen begann mit ausgiebigem Schwimmen im See, Kraftquell und Entspannung für die dichten Tage. Neben meinem und dem Schulgarten wird in einem dritten Garten meine gießende Hand benötigt. Meine Freundin steht ihrem erkrankten Mann bei der REHA zur Seite und ich gieße bei ihr die Töpfe und ernte im entzückenden Obst- und Gemüsegärtchen.





Meditatives Morgenschwimmen.
Besuch am Sonnenhut.
Alles schlappt... Wochenlange Trockenheit und Waldbrandstufe 5 in Brandenburg.


Auf dem Weg zum dritten Garten komme ich an dieser schönen Feuchtwiese an der Dahme vorbei, u. a. mit Blutweiderich und Mädesüß.






Und dann war's soweit. Die älteste Tochter brachte am Freitagabend mit der ganzen Familie ihre älteste Tochter zur Oma-Ferienwoche und reiste Samstagfrüh weiter in den Urlaub. Am Samstag kam dann die jüngere Tochter und brachte in Begleitung des kleinen Mädchens die große Schwester und reiste am Sonntag nach Hause zurück. Damit war das Cousinen-Duett komplett und die Bastel-, Lese-, Wander-, Schwimm und Bootzeit hier im Wald und am See konnte beginnen...





Das kleine Mädchen probiert mal mit der Mama den neuen Buddelkasten aus...
Schwimmen..., jeden Tag...
In den Gärten beim Gießen und Ernten helfen, hier bei meiner Freundin im Garten.
Im Wohnzimmer und auf meinem Werktisch wird "Eulenhausen" auf- und weitergebaut, mit den im Vorjahr entstandenen Schuhkarton-Häusern und natürlich neuen... Die Eulenfamilie hat sich ja vergrößert...
Abendliches Picknick auf dem Boot, mit Floßfahrt der Eulen...
Entdeckungen auf dem Trockenrasen mitten im Dorf (Sportplatz) und Eisessen...
Wandertag mit Kunstausstellung, Fluss und See, Schleuse und Moor, Baden und Abschiedsessen im Restaurant. 10 km legten unsere Beine zurück, lange Strecken barfuß, die Mädels schafften es prima! Und chwuppdiwupp waren die Ferientage bei Oma schon wieder vorbei...






Was wir am Donnerstag so getrieben haben, gab es hier schon zu sehen... Das wichtigste Ereignis: Endlich Regen, eine ganze Nacht und einen ganzen Tag... Wie gut. Am Freitagabend reisten wir nach Freiberg, wo die Mädchen am Samstagabend abgeholt wurden und wir noch ein paar Stunden mit den Töchtern, deren Liebsten und meinen fünf Enkelkindern hatten. So selten, mal alle beieinander zu haben...






Familienstadtbummel in Freiberg mit Spielplatz, Stadtpark, Eis essen und Wasserspielen auf dem Obermarkt.





Vor ein paar Stunden sind wir nun wieder hier im Wald am See angekommen... Und genießen nach all dem Trubel den Sonntagnachmittag zu zweit...

Ich hoffe, ihr lest jetzt wieder öfter hier von mir... Es ist viel los zurzeit um mich her und in mir drin. Mit Zeit und Kräften hauszuhalten ist eine Kunst, in der man sich immer wieder üben kann ;-). Liebe Grüße!

Samstagsplausch


Donnerstag, 12. Juli 2018

Mehr als 12 von 12 im Juli 2018





















Kaum zu fassen, es hat heute nacht endlich geregnet, soviel, dass der ausgetrocknete Boden es erst mal nicht fassen konnte... Hach, Aufatmen im Grünen, wie gut... Durchs nasse Gesträuch bin ich nach unten an den See zum Morgenschwimmen gegangen... Von diesem Ritual kann mich nichts abhalten... Zumal das Wasser trotz der eingeflossenen Regenmengen immer noch über 20°C warm ist.











Es ist Enkelzeit bei mir, bisher haben wir jeden Morgen draußen gefrühstückt. Die Mücken sind dieses Jahr sehr gemäßigt unterwegs und durch einiges Räumen und Umräumen ist vor der Haustür unterm Dach eine winzige Frühstücksterrasse entstanden, für drei reicht sie gerade... Es gibt Klaräpfel und Lieblingstee (nicht im Bild) aus Zitronenverbene und Indianernessel aus der Freundin Garten, um den ich mich momentan auch etwas kümmere, da sie ihren erkrankten Mann zur Kur begleitet.






 




Schon vor dem Frühstück entstand dieses Kunstwerk, im Laufe des Tages legte die jüngere Cousine nach... So schön, wie selbständig die beiden Mädchen auf meinem Werktisch kreativ sind...

 


Flusslandschaft im Gebirge. (DIN A 4) Von J., 12 Jahre
 
Flusslandschaft im Gebirge. (DIN A 7) Von H., 8 Jahre










Auf der Suche nach Inspiration fürs gemeinsame Kreativsein. Geht bei Regen schließlich immer...














Hochkonzentriert waren die beiden beim Heftbinden dabei... Im Vordergrund des Fotos ist ein Teil von "Eulenhausen" zu sehen, eine komplett selbstgebastelte Schuhkartonstadt für zwei Eulenfamilien, die eifrig bespielt wird. In Anbetracht des Regens wurden sogar Regenbekleidung und Schwimmwesten gebastelt. Schließlich sind die Eulen begeisterte Floßfahrer, die uns begleiten, wenn wir auf dem See per Boot unser Abendpicknick einnehmen. Das hat nun leider heute nicht geklappt, zu nass von oben...














Aber erst mal war ja Mittag... Altes frisch aufgewärmt, aus dem übrigen Kartoffelbrei und Möhrchen von gestern wurden heute Kartoffelplätzchen mit Apfelmus... Und ich nahm mir eine kleine Ruhezeit in der Waagerechten, mit Blick ins Grün...















Dann war die Schwimmenszeit heran, und auch Regen konnte die Mädels nicht abhalten. Die Haare wurden extra hochgesteckt, damit nach dem Schwimmen nicht mit langen nassen Haaren gefroren wird, half aber gar nichts, denn vom Tauchen ließen sie sich auch nicht abhalten... Naja, wir waren als Kinder ja nicht anders... Ich habe inzwischen das Boot ausgeschöpft und mich an der Sitzecke "im Werden" am Seeufer erfreut, der Junior überbrückt gerade bei uns eine "Zwischenzeit" und hat sich der Sache mal angenommen. Das Loch unten links ist Absicht, da ist nämlich ein langjähriger Wildwechsel am Ufer entlang, den wollten wir nicht versperren.










Wenn Lebensphasen zu Ende und in andere übergehen, ist irgendwann großes Aufräumen angesagt. In dieser Phase befinde ich mich dieses Jahr verstärkt. Nun, da meine Umweltbildungsaktivitäten mit Kindern in sinnlich-poetisch-spirituelle Naturerfahrungssequenzen mit Frauen übergegangen sind, steht meine Vogelnestersammlung aus vielen Jahren nur noch herum. Einfach auf den Kompost wollte ich sie auch nicht werfen, brauchen kann und will sie hier auch keiner... Da habe ich mit den Mädchen auf einer schönen Abschiedszeremonie herumgedacht... Mal schauen... Nach dem Kaffeetrinken (mit Eulen...) sind wir noch ein Stück mit unserer Idee weiter gekommen. Nun fehlt echt nur noch eine Stunde Sonne ;-)










Bei all dem Gewerkel um mich her hatte ich dann auch Zeit mir ein neues "Dreifreudentäglich-Büchlein" zu binden, die Nr. 8 habe ich heute angefangen (unten rechts)... Und vielleicht ist dieser Post heute auch der Anfang wieder regelmäßigeren Bloggens hier bei "jahreszeitenbriefe"...








12 von 12 

 

Naturdonnerstag (78 + 56) - Regenbogen

Gestern Abend war ich noch im Schulgarten. Ich hatte tatkräftige Hilfe um an den "im Werden" befindlichen Plätzen "Trockenbeet" und "Teich" endlich die großen Steine zu setzen, die ich alleine nie und nimmer hätte bewegen können... Nun kann ich mich aufs Erde-Bewegen und Pflanzensetzen freuen. Während der Steine-Aktion lief der Wasserschlauch im Gehölzsaum, denn so richtig geregnet hat es immer noch nicht. Ein zwei Stunden am Dienstag haben immerhin mal alles oberflächlich befeuchtet und den Staub abgewaschen. Und gestern abend gab es trotz der eigentlich für den ganzen Tag angekündigten Gewitter nicht mal ein Donnern, sondern wieder nur ein paar Tropfen im Sonnenschein... Aber immerhin, das gibt einen zauberhaften Regenbogen überm Wald! Und der zaubert einem doch sogleich ein Lächeln ins Gesicht...


















Den Natur-Donnerstag bekam ich im April 2017 von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  





Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es aktuell leider kaum schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...



Donnerstag, 5. Juli 2018

Naturdonnerstag (78 + 55) - Schulgarten - natürlich naturnah...

Noch gar nicht fertig, doch die erste Selbstaussaat - ganz ohne Gießen - schmiegt sich ans warme Holz: Reiherschnabel im Trockenbeet



Die Steine liegen noch längst nicht am vorgesehenen Platz, doch Schmetterlinge wärmen sich da schon, sobald die Sonne kommt...

Ganz ohne Gießen kommen auch Sandstrohblume und Bergsandglöckchen im Magerrasen aus.
Auch die Wiesenflockenblume trotzt der Trockenheit.












Die letzten Tage bin ich im Schulgarten kaum zum Fotografieren gekommen, die wochenlange Trockenheit in Brandenburg (in sämtlichen Landkreisen ist die höchste Waldbrandstufe 5!) fordert zeitlich ihren Tribut. Die Kinder gießen sehr fleißig ihre Hochbeete... Aber die Wassertonnen müssen immer wieder nachgefüllt werden, denn der Regen bleibt offenbar auch die nächsten 10 Tage hier noch aus, erst hat der Wind alles weggesaugt, nun sind es die hohen Temperaturen.... Und die jungen im letzten Jahr gepflanzten Wildfrucht-Gehölze überstünden ohne Wassergaben diesen Sommer wohl noch nicht allein... Erst litten sie im strengen Barfrost, nun dürsten sie... Ein Streifzug durch den Garten (28.06.18)





Selbstaussaat im Erdbeerbeet: Borretsch.
Kartoffel- und Tomatentöpfe im Topfgarten beim Kompost.

Pflanzenanzucht aus Stecklingen und Risslingen: Sedum und Topinambur.
 
Leben in der Kräuterspirale. Sie ist viel zu klein für viele Arten. So haben die Kinder inzwischen ein weiteres Hochbeet als Kräuterbeet bepflanzt. In der Kräuterspirale wachsen zz. Lungenkraut, Waldmeister, Pfefferminze, Frauenmantel, Baldrian, Knoblauchsrauke und Oregano. Ach ja, und eine Nachtkerze!

 
Der blühende Oregano ist zz. der "Hotspot" in der Spirale. Hier mit Kaisermantel.

Und gleich noch mal, weil er so schön ist... Viele winzig kleine Wildbienen schwirrten hier auch umher...
Einer, der blühend sämtliche Hummeln verführt: Natternkopf am Garteneingang.
Nur aufs Foto wollte keine Hummel... Mein Fotoapparat hat sich verabschiedet, ich hab aktuell nur das Handy und das hat seine eigenen Vorstellungen davon, was es scharf ziehen will... Hummeln offenbar nicht... ;-)
 
Unser Blumenmandala von 2015 ist in die Jahre gekommen und wild geworden... In mir streiten die Alternativen "alles neu" und "wachsen lassen"... Denn da wächst so einiges für die Welt der Insekten...

Bartnelke (erfolgreich ins zweite, ins blühende Jahr gebracht), Steinklee-Selbstaussaat, Luzerne (ausgesät), Cosmea-Selbstaussaat, Hornveilchen-Selbstaussaat und...
... vor zwei Jahren hat eine bezaubernde Lichtnelke freiwillig im Rund Quartier genommen... Es summt und brummt und flattert da im Rund... Und die hohen Stauden sind beliebter Übernachtungsplatz für die sechsbeinigen Flatterer.
Die Johannisbeer- und Stachelbeerenzeit im beliebten Naschgarten ist schon vorbei. Nun gehen die Kinder in die Ferien, es reifen noch Brombeeren und vielleicht wird bis zum Schulanfang auch das eine oder andere Kürbislein zwischen den Beerensträuchern groß...



Den Natur-Donnerstag bekam ich im April 2017 von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  



Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es aktuell leider kaum schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...