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Samstag, 13. Juli 2019

Meine Woche (bis 12.07.19)





Eigentlich sind es nun schon fast zwei Wochen, seit ich hier im Blog von meiner Woche erzählt habe..., ich war mal wieder unterwegs... Aber nach der letzten hier dokumentierten Woche ging es erst mal relativ geruhsam weiter und ich hab sogar das Schulgarten-Gießen an eine Kollegin weiterreichen können, so dass es dann doch vor meiner Abreise nicht so eng wurde wie befürchtet... Die hohe nicht nur von mir viel bewunderte Königskerze hat die raumgreifenden Bauarbeiten der letzten Wochen im Vorgarten (Abwassergrube und Zaun) überlebt. Und das war nicht leicht..., Karen weiß Bescheid...









Das heiße Wetter lud sehr dazu ein, mal Solarfärbungen mit Baumwollstoffen anzusetzen, mein Mann hat den Winter über fleißig Spreewaldgurken aus großen Gläsern gegessen... Ich bin gespannt, und es könnte ein Sommer-Ritual werden: "Sommer ist, wenn ich Solarfärbungen ansetze..." Außerdem war ich damit beschäftigt zu packen, natürlich auch wieder die "kreative Reiseapotheke". Ich habe es allerdings zu gut gemeint, und davon unterwegs gar nicht viel geschafft. Die Verlockungen des Ecoprintkurses in Speyer waren viel zu groß und auch zu erschöpfend, als dass ich da abends noch zu großen Taten in der Lage war... Da waren eher Eis und Lesen und Spazieren angesagt... Und beim Griechen sitzen, mit dem ganzen Kurs am ersten Abend.









Speyer empfing mich nach reibungsloser 8stündiger Reise im Adenauer-Park gleich mit einem Gemeinschaftskunstwerk im Rahmen der Aktion "Das gryne Band - Kunst und Natur", ein Boot mit Müll von Bürgern in Speyer, das auf dem Goldfischbecken treibt und die Frage aufwirft: "Wann sinkt das Boot?" Eine Frage, die sich nicht von selber beantwortet. Ignorieren hilft auch nicht.









Nachmittags war Zeit für einen Bummel durch die Altstadt in Speyer, meine Zeit zum Ankommen, Tuchfühlung aufnehmen mit Vertrautem, mit Neuem... Ich habe das Rathaus besucht, den Berzelhof (den ich durch mein Treffen mit Birgitt im Februar gefunden habe) und einen privaten Altstadthof, alle mit Ausstellungen und Installationen zum Thema "Das gryne Band". Inspirierend und anregend. Ich habe viele Fotos gemacht und hoffe, ich kann daraus noch Posts machen, Lust hätte ich schon, aber meine schwächelnde Technik erfordert so viele Umwege, bis ich die Fotos am Rechner verfügbar habe, dass mich das im Moment etwas ausbremst, weil es soviel Zeit kostet und mir etwas die Lust nimmt...











Die nächsten vier Tage gehörten dem Ecoprintkurs bei Brunhilde Scheidmeir und Fritz Jeromin, mein vierter seit 2016... Und nach über 10 Jahren bis 2014, in denen ich sagen konnte: "Sommer ist, wenn ich auf die Insel Sylt zum Batik-Ferienkurs fahre", ist nun durch den Umzug meiner dortigen Lehrerin wohl eine Ablösung erfolgt. Ich weiß jetzt schon, dass ich auch im nächsten Sommer wieder in Speyer sein möchte... "Sommer ist, wenn ich nach Speyer zum Ecoprintkurs fahre". Denn ich sag's euch, wie die Wachsbatik hört auch Ecoprint niemals auf spannend und experimentell zu sein und ich bekomme langsam mehr und mehr Sicherheit in meinem Tun, vor allem, weiß ich langsam auch wirklich, was ich da tue ;-)... Und ich liebe Kurse, in die man sich wegen ihrer Dauer so richtig hineinbegeben kann. Vier Tage sind eben nicht nur ein Wochenende. Leider sind meine Draußen-Werktische hier zu Hause wegen der Bauarbeiten gerade komplett mit Holz belegt, so dass ich nicht gleich weiter machen konnte hier. Gut, ist eben so, vorübergehend... Dieses Loslassen-Üben immer...









Mein Morgen begann meist mit einem kleinen Draußen-Frühstück in einem der Cafés in der Maximilianstraße, von denen einige schon um 8.00 Uhr für ihre Gäste da sind. Da blieb anschließend noch Zeit auch mal in den Dom zu schauen und für einen geruhsamen Spaziergang entlang des Rheins hin zum Industriehof, wo das Textilstudio zu Hause ist und der Kurs um 10.00 Uhr begann. Die Nachrichten der Tage waren da gerade angefüllt vom Schicksal der Sea-Watch 3, ihrer Crew mit der Kapitänin Carola Rackete und den an Board genommenen Flüchtlingen. Das hat mich sehr bewegt, auch als ich im Dom wie immer bei einem Gebet mein Kerzchen anzündete, nicht nur für die Liebsten daheim, sondern für alle, die mir nahe sind und auch für alle Menschen, die in Not sind und Hilfe brauchen. Ich hatte wie immer ein paar Bücher und Texte mit, einen von Tolstoi konnte ich in diesen Tagen nur mit den Gedanken an das Drama der Flüchtlinge lesen und wie herzlos mit dem Thema der Flucht übers Mittelmeer zum Teil umgegangen wird. Ich habe den Text für die Papierliebe "Ozeanum" weiterverarbeitet, zeige ich euch demnächst. Noch gärt da was ;-).









Von meinen morgendlichen Gängen am Rhein entlang flussaufwärts war ich wirklich begeistert. Eine Fülle wilder blühender Pflanzen steht am Deich und entlang der Flutschutzwände, sowas von voller Insekten... Einiges an Pflanzen habe ich beim Ecoprint ausprobiert, aber das Sammeln wurde von der Blütenpracht mit den Insekten drin und drumherum noch übertroffen... Einmal wäre ich fast zu spät gekommen, weil ich mich nicht trennen konnte... Auch hier habe ich noch viele Bilder... Zz. ist ja ein bisschen Sommerpause unter den Bloggern, und überhaupt, die Dichte der Beiträge ist geringer geworden. Ich selber lese nur noch wenige, gehaltvolle Blogs einigermaßen regelmäßig, gebe ich gern zu... Aber ich merke, wenn ich so einen Post schreibe, wie mir das Schreiben (und Bebildern) hilft mich und meine Erlebnisse zu strukturieren, mich zu sammeln, es mir einfach gut tut. Ich blogge weiter, schon deswegen. Und ja, ich schreibe manchmal vielleicht etwas viel ;-). Ich erzähle gern. Und ein Blog ist für mich kein eiliges Medium...










Am letzten Abend in Speyer gönnte ich mir einen Konzertbesuch in der Gedächtniskirche mit einem tollen Sinfoniekonzert des Rheinland-Pfälzischen Staatsorchesters, das zum Abschluss seiner Saison in Speyer eine Sommerresidenz pflegt. Ich habe es nur zum Schlusskonzert geschafft...







 .


Am letzten Morgen hatte ich noch einmal ausreichend Zeit gemütlich zu frühstücken und auf dem Weg zum Bahnhof noch zwei weitere Anlaufpunkte von "Das gryne Band" zu besuchen: im Landesarchiv der Evangelischen Kirche eine Ausstellung über Paradiesvorstellungen, am St. Guido - Stiftsplatz die öffentlichen Hochbeet-Gärten für jedermann und im Adenauer-Park noch mehr Kunstwerke. Gefunden habe ich außer dem Boot dann leider dort nur noch eins, denn ein Leitsystem fehlte oder ich habe es nicht entdeckt. Für die paar Tage hatte ich ja nur meinen kleinen "Rolli" mit, der läuft fast von allein... Ich hatte einen Zug am späteren Vormittag gewählt, ausschlaggebend dafür ist immer, dass ich die Chance habe, zu Hause noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzukommen und dass ich ein Sparticket erwische. Die sind für Reisen am Tage eher verfügbar als für solche am frühen Morgen... Und da ich nicht unter Termindruck stand, war es gut so, wie es war (auch wenn ich für die letzte Fahrt dann doch ein Taxi nehmen musste, weil der letzte Bus weg war, da habe ich mir die Zeit dann noch bei meinem Lieblings-Chinesen vertrieben, zu Haus war ja eh der Kühlschrank leer...). Und wenn ich schon nicht alle Kunstwerke im Park gefunden habe..., aber ein steinernes Montags-Mandala lag im Efeu.


















 
Am nächsten Morgen holte ich bei der Nachbarin die gesammelte Post ab und ich konnte mich gleich sehr freuen, denn Karen und Sigrun hatten mich bedacht... Und das finde ich so schön: Bloggerpost, die ich bekomme, enthält so oft punktgenau etwas von dem, mit dem ich mich gerade beschäftige, was mich interessiert, was ich sammle, was ich verarbeiten will oder wo ich noch lernen kann oder recherchiere. In diesem Sinne, herzlichen Dank, meine Damen... Da ich mit der Sommerpost 2019 in meiner Gruppe wieder ziemlich früh dran bin, habe ich die Woche nicht nur zum Auspacken und Sortieren meiner Mitbringsel, zum Waschen und Gärtengießen genutzt, sondern auch für eine Inspirationssammlung zum Thema "Vögel". Dazu habe ich alte Sammlungen von Schulstunden-Planungen in Textilkunde und Zeichnen genutzt und dabei gleich sortiert in "kann weg", "kann die oder die gebrauchen", "behalte ich selber". So sind aus den 7 Sammelbänden jetzt 3 übriggeblieben und ich bin wieder ein winziges Stückchen weiter im Trennen und Loslassen meiner üppigen Sammlungen... Kann ich doch zufrieden sein... Und ein paar inspirierende Vögel mehr als die Hähnchen hier habe ich auch gefunden und nun schon eine ziemlich Gestaltungs-Idee im Kopf... Stempel werde ich keine schnitzen. Erstens bin ich da etwas aus der Übung gekommen und zweitens habe ich schon so viele schöne Sommerpostkunst-Vogel-Stempelchen auf Insta gesehen, dass ich ruhigen Gewissens verzichten kann ;-)









Vor unserem Haus wächst und grünt die mit Tochter und Enkelinnen vollbrachte "Massen"-Aussaat meiner alten Samensammlung, ich musste jetzt schon hinein und ein bisschen ausdünnen, sonst bleiben am Ende nur Kürbisse und Amaranth übrig ;-) . So ist der kahle Fleck erst mal wieder grün, an der blühenden Kresse wuselt es schon herum, und bald wird es auch schon ein bisschen bunt sein. Mit dieser Zwischenlösung habe ich Zeit zu überlegen, wie ich den Vorgarten und die Zaunbepflanzung gestalte. Nachhaltig soll es werden, pflegeleicht, trockenheitsresistent und halbschatten- bis schattenverträglich, naturnah und insektenfreundlich. Schön anzusehen nebenbei natürlich auch. Eine Pflanz- und Aussaatliste vorwiegend aus Wildpflanzen wächst in meinem Notizbuch. Nächstes Jahr spätestens um diese Zeit sprechen wir uns dann wieder ;-)










Unser Jahreszeitenspaziergang durch die Blutbuchenallee auf den Streganzberg stand auch wieder an, wir Frauen hatten Glück, nach hundekaltem, windigen Beginn kam die Sonne doch noch durch und wir konnten eine ganze Reihe verschiedener kleiner und größerer Schmetterlinge beobachten, dank der wilden Blüten, die zwischen Weizenfeld und Waldrand standen... Und zum Schluss die Schafe vom Schafmilchhof in der Nähe. Hier sieht man auch, wie trocken die Wiesen sind...









Gestern abend kam eine Regen verheißende Wolke vorbeigeschwebt, ich habe sie sogar noch am See gefilmt, aber Regen ließ sie dann doch nicht fallen. Der kam, sehr seicht, sehr wenig, erst am frühen Morgen, aber nun schon öfter mal eine halbe Stunde heute im Laufe des Tages... Da bin ich doch vom Gießen befreit und ich hoffe, alles hält nun bis Dienstag aus, denn ein nächstes Unterwegssein steht an.









Heute nachmittag fuhr endlich auch das Postauto vor und nicht vorbei und zauberte so schöne Post wunderbaren Inhalts in meinen Kasten. Da es immer wieder etwas regnete, saß ich heute oft unterm geschützten Haustürplatz und habe da auch den Brief ausgepackt, in dem es nicht nur sehr Schönes anzuschauen, sondern auch viel zu lesen gab. Ich mag diesen Austausch so... und muss wohl auch mal nach Hildesheim... Danke, liebe Mano!












Und nun warte ich auf den Ehemann, der aus seiner Arbeitswoche nun zu mir kommt, bevor wir morgen im Laufe des Vormittags nach Sachsen fahren, neue Gartenpläne schmieden. Verpasse ich wieder meinen Sohn, der morgen nach hier an den See einfliegt...

Habt ein gutes Wochenende, ein erholsames und stärkendes für all das, was an Schwerem bewältigt werden muss, was ihr an Schönem erwartet, ihr erhofft, tun wollt...


Samstagsplausch...
Sommer ist, wenn... 
Sommer in der Stadt...

Montag, 20. Februar 2017

Montags-Mandala (117)
















Montags mit einem selbst gestalteten Mandala die neue Woche achtsam beginnen und sich auf die kommenden Tage einstimmen, auf dass sie möglichst "rund" werden, ist mir seit über zwei Jahren zur Gewohnheit, zum lieb gewordenen Ritual geworden. Am liebsten mache ich das draußen, im Garten, im Wald. Oder drinnen, kreativ. Heute ging es endlich mal wieder im Garten. Erstens bin ich nach drei Wochen zurück zu Haus, zweitens sind die Temperaturen zumindest etwas milder und das Eis hält nicht mehr alles gefangen. Eine meiner Tulpen von drinnen habe ich spendiert und war erstaunt, wie farbig sich die Blütenblätter von innen zeigten.










Seit Ende Januar 2016, heute zum 44. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr solche Spuren entdeckt und von ihnen erzählt. Heute erzähle ich euch von Ahmed und Bassil aus Syrien, die in Chemnitz als Pflegehelfer arbeiten, geschätzt von ihrem Arbeitgeber ASB und von den alten Menschen, die sie als Pflegehelfer betreuen. 
Ihre Geschichte las ich in Freiberg in der Freien Presse und informierte mich weiter: Auch z. B. in den Kirchengemeinden von Freiberg und Umgebung engagieren sich viele Menschen für die Geflüchteten, Träger der Wohlfahrtspflege und Studenten der Uni, es gibt ein weitläufiges Netzwerk verschiedener Träger, die sich abstimmen und handeln, ohne davon Aufhebens zu machen. Nicht nur im Netz, überall in Schaukästen, Läden und Cafés entdeckt man Hinweise auf Möglichkeiten des Engagements. Darüber habe ich mich sehr gefreut und mich der Mailing-Group Gastfreundliches Freiberg angeschlossen, um informiert zu sein und vielleicht auch einmal etwas Konkretes tun zu können, wenn ich wieder einmal länger dort bin.





Blätter meiner immergrün und wintergrün belaubten Pflanzen: Vinca, Eyonymus, Mahonia, Euphorbia




In meiner Regionalzeitung hier las ich diesen Artikel über das Rauher- und Roherwerden der zwischenmenschlichen Alltagsbegegnungen hierzulande, gerade gegenüber Menschen, die sich äußerlich vom Klischee, wie ein Deutscher wohl auszusehen hat, unterscheiden. Und dass man dagegen nicht machtlos sein muss. 

Habt eine gute Woche.


Montagsfreuden

Montag, 6. Februar 2017

Montags-Mandala (116)



Montags mit einem selbst gestalteten Mandala die neue Woche achtsam beginnen und sich auf die kommenden Tage einstimmen, auf dass sie möglichst "rund" werden, ist mir seit über zwei Jahren zur Gewohnheit, zum lieb gewordenen Ritual geworden. Am liebsten mache ich das draußen, im Garten, im Wald. Oder drinnen, kreativ, wie diese im Januar entstandene Wachsbatik-Spirale.









 

Seit Ende Januar 2016, heute zum 43. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr solche Spuren entdeckt und von ihnen erzählt. 












Gestern im Kino, in einem Kino in Sachsen. Wir sehen eine Doku über die Orte heute entlang der legendären Seidenstraße, die Orte in Usbekistan. Das Publikum überwiegend älteren Jahrgangs (ups, wir auch...). Die märchenhaft schöne Architektur von Samarkand oder Buchara wäre ohne die jahrhunderte Lange Prägung des Landes vom Islam nicht denkbar. Muslimische Gelehrte waren große Mathematiker und Astronomen, erfanden z. B. die 0 und wussten schon, dass die Erde keine Scheibe ist, als das in unseren Breiten noch heftig umstritten war. Die Mehrheit der Usbeken sind sunnitische Muslime. Angehörige zahlreicher Ethnien leben in dem Land zusammen. Als der Film zu Ende ist, sagte eine Frau im Aufstehen zu ihrem Mann. "Hab'sch dir doch imma gesocht, Islom geht auch friedlisch." Differenzieren statt Pauschalisieren. Eine gute Voraussetzung das Zusammenleben zu lernen.



Habt eine gute Woche.


Montagsfreuden


Montag, 30. Januar 2017

Montags-Mandala (115)


Entdeckt an einem alten Baum.






Montags mit einem selbst gestalteten Mandala die neue Woche achtsam beginnen und sich auf die kommenden Tage einstimmen, auf dass sie möglichst "rund" werden, ist mir seit über zwei Jahren zur Gewohnheit, zum lieb gewordenen Ritual geworden. Am liebsten mache ich das draußen, im Garten, im Wald. Oder drinnen, kreativ. 






Auch Vögel können Spiralen laufen ;-)






Seit Ende Januar 2016, heute zum 42. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr solche Spuren entdeckt und von ihnen erzählt.















Die Spur des Gelingens, von der ich heute erzähle, schickte mir Mano in der vergangenen Woche mit einem Zeitungsartikel: Zwei syrische Jungs sind in einer Braunschweiger Familie aufgenommen worden, leben in den Zimmern der erwachsenen Söhne, die schon flügge sind. Die beiden Freunde sprechen schon sehr gut Deutsch, gehen noch zur Schule und ihre Gastfamilie hilft ihnen nach Kräften auf ihrem Weg. Ich finde das großartig... (und war entsetzt ob der vielen gehässigen und neiderfüllten Kommentare unter dem Artikel, natürlich keiner davon mit Klarnamen, anonym hetzt es sich leichter). Danke, liebe Mano für deine Post, auch für die wunderschöne handgedruckte Karte, die schon Frühlingsfarbenanmutung hat..., und die Eukalyptusblätter für Ecoprints ;-).






Gestern während unserer Winterwanderung gelegt.






Habt eine gute Woche. 

Montag, 23. Januar 2017

Montags-Mandala (114)




Montags mit einem selbst gestalteten Mandala die neue Woche achtsam beginnen und sich auf die kommenden Tage einstimmen, auf dass sie möglichst "rund" werden, ist mir seit über zwei Jahren zur Gewohnheit, zum lieb gewordenen Ritual geworden. Am liebsten mache ich das draußen, im Garten, im Wald. Oder drinnen, kreativ. Heute zeige ich einige während meiner "Winterwoche" in den vergangenen Tagen entstandenen Mandalas.



Winter-Mandala auf dem Tisch, zu meinem Winterabend letzte Woche. (Arrangement mit Wachsbatik, Papierschüssel, Glaskugel, Silberfäden, Weinrebenzweigen und Schneckenhäusern. Den unter der Schale liegenden transparent-weißen Faltstern sieht man von oben leider gar nicht...)




















Seit Ende Januar 2016, heute zum 41. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr solche Spuren entdeckt und von ihnen erzählt.






Spirale, gelaufen während meiner Winterwanderung mit Frauen.











Heute verlinke ich einen aktuellen Beitrag unserer Regionalzeitung, auf den ich durch eine Freundin aufmerksam wurde, die ihn auf Facebook verlinkte. Beschäftigung von Geflüchteten im Brandenburgischen Handwerk. Nicht so einfach, wenn Sprachbarrieren, noch fehlendes Bleiberecht und Arbeitserlaubnis und andere bürokratische Hindernisse im Wege stehen. Doch drei sind auf dem besten Wege und haben bei Praktika ihre künftigen Arbeitgeber und Lehrmeister überzeugt: Saber Hajo aus Syrien wird bei
Monika Nowotny, Friseurmeisterin aus Brandenburg an der Havel, in die Lehre gehen. Der Syrer Shadi Alabd Alrahim, Elektriker aus Syrien, wird bei Hell-Gebäudetechnik GmbH aus Schenkenberg eine Lehre aufnehmen. Er und sein Ausbildungsbetrieb hoffen, dass seine schon vorhandene Qualifikation zumindest in Teilen auf die Lehrzeit angerechnet werden kann. Und der 26-jährige Syrer Alaa Al Salhi wird sogar gleich als vollwertiger Monteur angestellt, bei Thomas Mohr, Treppenbauer aus Butzow mit einem Vier-Mann-Betrieb, sobald der Syrer seinen Sprach- und Integrationskurs beendet hat. Seine künftige Firma kam über den Flüchtlingslotsen der Handwerkskammer mit dem jungen Mann in Kontakt.





Mein am Folgetag beendetes Mandala aus dem Batikpapier-Workshop letzten Freitag. (Wachsbatik auf Papier)








Ich wünsche euch eine gute Woche.





Montag, 9. Januar 2017

Montags-Mandala (112)

Montags mit einem selbst gestalteten Mandala die neue Woche achtsam beginnen und sich auf die kommenden Tage einstimmen, auf dass sie möglichst "rund" werde, ist mir seit über zwei Jahren zur Gewohnheit, zum lieb gewordenen Ritual geworden. Am liebsten mache ich das draußen, im Garten, im Wald. Da bin ich aber gerade nicht. Dann suche ich mir eins, manchmal reicht - wie gestern beim Sonntagsspaziergang - ein Blick in die Baumkronen, um ein Mandala zu entdecken..., oder, oder, oder... 




Erlen am Prieroser Badestrand.






Heute habe ich ein Mandala gemalt, eine zarte Schneeflocke. Wie ich diese Flöckchen bewundere... Meine Mandalaflocke ist auf eine Postkartenrückseite "gefallen", deren Vorderseite mir überhaupt nicht gefiel... Manchmal mache ich dann Collagen drauf, manchmal werfe ich sie tatsächlich weg. Nun aber nicht mehr. Es ist ja starkes und oft ziemlich gutes Papier. Die Rückseite kann man doch auch gut nutzen, ist mir nun aufgefallen.... Da hat mich Susanne diesen Monat auf die Spur gebracht mit ihrem Nachdenken über Postkarten. Hätte glatt Lust auf weitere solcher Miniaturen. Da ich nach wie vor immer wieder unterwegs bin..., so etwas passt doch gut in eine kleine kreative Reiseapotheke. Diesmal hatte ich sogar Wasserfarben dabei.





Hintergrundstruktur durch Einfärbung per "glue stick resist" nach Carla Sonheim.







Seit Ende Januar 2016, heute zum 39. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr solche Spuren wahrnehmt und von solchen Spuren erzählt. Vor Weihnachten habe ich wieder einmal in der Schule vertreten. In meiner Klasse saßen zwei der Jungs, die zz. mit ihren Familien in der Gemeinschaftsunterkunft im Nachbarort leben. Als ich sie im Frühling mal im Schulgarten betreute, sprachen sie kaum ein Wort Deutsch. Und nun, nach über einem halben Jahr, zeigte sich, dass sie inzwischen über einen enormen Wortschatz verfügen und ihnen die Grammatikübung im Zuordnen richtiger Verben und Zeitformen doch tatsächlich leichter fiel als einigen der Klassenkameraden, die mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind. Schnell wie der Wind waren sie fertig und unbändig stolz...


Ich wünsche euch eine gute Woche.



Papierliebe

Montag, 19. Dezember 2016

Montags-Mandala (111)

Seit Ende Januar, heute zum 38. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr solche Spuren wahrnehmt und von solchen Spuren erzählt.
















Das Fremde so nah
. Zu diesem Thema erarbeiteten deutsche, syrische u. a. Jugendliche zwischen 10 und 25 ein Tanzschauspiel am Theater Dessau und führen es auf, u. a. in einer Kirche. Es geht diesmal nicht um Fluchtgeschichten, sondern ums Hier und Jetzt. Wie erleben Protagonisten der Tanztruppee das Fremde und wie entsteht Verbindendes. Hier der Short trailer zum Stück, hier etwas ausführlicher etwas zum Projekt. Hier die Mitwirkenden des Ensemble.





Wage den Weg in deine Mitte.








Vertreter einer sattsam bekannten und lauten Partei im Land haben protestiert, ein solch "links versifftes" Theaterstück mit Landesmitteln zu fördern, hörte ich gestern während einer Autofahrt auf Deutschlandfunk. Ich finde die Fördermittel mehr als gut angebracht, für das Erleben und Miteinander-Wachsen der Mitwirkenden, für die Zuschauer, und für die, die es weitererzählt bekommen.



Montagsfreuden
#carvedecember (19)
 

Montag, 5. Dezember 2016

Montags-Mandala (109)


 



Eine Woche lang habe ich keinen Post fabriziert..., das heißt nicht, dass ich untätig war. Ganz im Gegenteil... Viele Moosgummistempel geschnippelt für die "Kinderdruckerei" auf dem dörflichen Weihnachtsmarkt, fleißig Japanisch gelernt, und mich für einen Tag mit einer guten Bekannten verabredet, zum Frühstück und auf eine Runde draußen in der Natur. Sie brachte herrliches Wetter mit. Da tut es doppelt gut draußen zu sein...












Seit Ende Januar, heute zum 36. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr solche Spuren wahrnehmt und von solchen Spuren erzählt.









 
Mein Gast war nämlich Heike, Bibliotheksleiterin in Blankenfelde, vor einigen Jahren tauchte sie bei meinen "Poetischen Spaziergängen" auf und seitdem wurde unser Kontakt immer intensiver. Wir unterhielten uns u. a. lange über unsere Erfahrungen mit Geflüchteten. Hier erzählte ich schon einmal von Heikes Engagement und dem ihrer Bibliothek. Darüber hinaus unterstützt Heike privat eine afghanische Familie. 



Sonnenuntergang - hinterm Weihnachtsmarkt.






Aber auch dienstlich ist sie für die Integration von Geflüchteten unterwegs. Die Gemeinde finanziert nämlich Arbeitszeit, die die Bibliotheksmitarbeiterinnen einmal wöchentlich für ein paar Stunden in zwei Flüchtlingsunterkünften verbringen. Sie spielen, basteln, singen und sprechen mit Kindern und auch deren Müttern, haben eine Vertrauensbasis aufbauen können und werden schon immer freudig erwartet. 












Gern nehmen die Bibliotheksmitarbeiterinnen dann auch mal die eine oder den anderenen "Skeptiker/in" mit, denn auch ihre Erfahrung ist, dass nichts fürs gegenseitige Kennenlernen und Verständnis so sehr hilft wie die persönliche Begegnung, die manches Klischee oder Vorurteil ad absurdum führt oder zumindest relativieren kann und auch manche ängstliche Zurückhaltung und Sorge. 





Weihnachtskartenproduktion, bei Minusgraden... Es entstanden rund 50 Karten.








Zu den Lesern der Bibliothek zählen inzwischen mehrere Flüchtlingsfamilien, die regelmäßig kommen und diese Unterstützung und Abwechslung beim Erlernen der deutschen Sprache sehr zu schätzen wissen.  Und Heike und ihre Kolleginnen finden, dass das zu den Aufgaben einer Bibliothek gehört. 










Die Frauen können sich auf die Unterstützung ihrer Kommune und auf ein dichtes Netzwerk von Vereinen und privaten Kontakten verlassen. Ganz wichtig: Die Begegnung mit Geflüchteten ist eine auf Augenhöhe und findet in einem gegenseitigen Lernprozess statt, zu dem auch hilfreiche Fortbildungs-Workshops zur interkulturellen Bildung für die Flüchtlingshelfer gehören. Das hilft Enttäuschungen vorzubeugen, die sich einstellen können, wenn ausschließlich die eigenen kulturellen Maßstäbe und Erwartungen angelegt und gelten gelassen werden.


Nach diesem schönen Freitag bis in den Nachmittag hinein hieß es für mich die letzten Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt am Samstag zu machen, drei Taschen zu packen, eine umfängliche Checkliste abzuhaken. Außer an eine Mülltüte hatte ich tatsächlich an alles gedacht und dank hilfreicher Freundinnen, die mich zwischendurch mal mit heißem Punsch und Tee versorgten, habe ich die fünf frostigen Stunden mit meinen kleinen Kartendruckern gut überstanden.  




Adventspost von Heidi ("Bonus-Post"), Fine (ohne Blog), Lisa, Kristina und Angelika - Ist das nicht wunderbar?



Dann hieß es, nachdem Nr. 1 - 4 wohlbehalten ankamen, die Adventspost Nr. 7 für unsere Gruppe 1 fertigzumachen. Die Stempel waren geschnitzt, das Papier geliefert und so verbrachte ich den ganzen 2. Advent stempelnder- und schneidenderweise... Da mein Tag noch nicht dran ist, kann ich das Ergebnis noch nicht zeigen ;-). Aber die Postberge doch, heute morgen mit ein paar Zeilen versehen und ein paar kleinen "Draufgaben", u. a. gestempelte Karten aus unserer Weihnachtsmarktdruckerei.







Das zwar 300 g schwere und satinierte Papier mit versiegeltem Druck habe ich nämlich doch lieber in Briefumschläge verpackt... und mit diesem Wäldchen bestempelt.







Dazu mein erstes selbstgeschnitztes Mandala. Christine, erinnerst du dich? Du hattest mir mal so einen runden Schnitzgummi geschenkt... Nun habe ich mich endlich drangewagt. Die Bäumchen sind aus der Kiste mit meinen Moosgummistempeln. Ich klebe den Moosgummi übrigens mit "U*u-Flinke Flasche" auf Holzbausteine, hält prima, neulich auf dem Weihnachtsmarkt waren sie ja 5 Stunden lang in Einsatz, z. T. auch mit Wasserfarben bepinselt. Astrid nimmt die Heißklebepistole, damit komme ich gar nicht gut zurecht.







Das Mandala habe ich gestern abend noch gemacht, nachdem alle Adventspostkarten fertig waren, zum "Runterkommen" aus der Anspannung. Wollte ich doch heute alles zur Post bringen, damit - zumindest für die Empfängerinnen in Deutschland - der 7.12. tatsächlich pünktlich klappt. 










Vor mir lag heute mittag also der frostige, aber sonnige Weg aus dem Wald ins Dorf hinein, mit so manch filigraner eisiger Überraschung am Wegesrand.







Erleichtert und freudig habe ich gestern abend - während meiner Druckerei, per Klick auf die Nachrichten-App - von Van der Bellens Wahlsieg in Österreich erfahren. Kein Anlass jedoch uns nun aufs Ruhepolster zu legen. Aber ein Spaziergang zum Briefkasten mit Adventspost darf sein, stecken doch dahinter die Freuden von Menschen beim Machen, Schicken, Bekommen, Lesen... Und irgendwann wird ein Buch draus. Ein gutes Buch, ein friedliches, freudiges Buch. Von uns.







Montagsfreuden
Adventspost 
Bunt ist die Welt
Papierliebe