Posts mit dem Label Naturverbindung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Naturverbindung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 22. Januar 2020

MittwochsMix - Weiß und Linie (3)






Die 7 hier zu Anfang dieses Monats schon einmal gezeigten und mit weißen Linien bestickten oder beschöpften A7-Heftchen waren der Anfang meiner Arbeit am Thema "in between" der Januar-Buchbinde-Challenge #areyoubookenough". Da war noch nur klar, dass es irgendwie um das Thema "zwischen den Jahren" bzw. "Neubeginn" gehen sollte und die Heftchen was Größeres eingebunden werden würden. Aus rauhem Papier aus einem nie benutzen Adressbuch wurde ein Leporello, mit weißem Gesso eingestrichen. Eher zufällig bekam es insgesamt 7 Knicks, prima um die Heftchen einzubinden. Dass es gerade 7 waren, lag einfach daran, dass ich 7 verschiedenartige Schöpfpapiere fand... Sie so nüchtern einzubinden, war für meine Verhältnisse etwas zuuuuu minimalistisch. Passende Papierstreifen fanden sich schnell, aufeinandergeklebt und bestickt kamen sie jeweils vor die kleinen Heftchen und diesen war noch Platz für einen farblich harmonierenden Ecoprint, manchmal auch noch bestickt. 

Nachdem nachdem mir schon vorgesehene Texte dann in ihrer Verschiedenheit dann doch zu losgelöst voneinander gestanden hätten, fand ich "Losgehen" von Inken Christiansen, ein Gedicht zum Jahresbeginn mit 7 Zweizeilern. Es kam mal aus den Schreibtischwelten zu mir und passte nun wunderbar... (Hier fand ich es zitiert.) Die Texte wurden eingeschrieben und die Miniheftchen eingebunden. Um das Ganze sicher und regaltauglich beieinanderzuhalten, suchte ich noch aus meinen Altbeständen ein passendes Wollgarn, brachte es mit dem sonst durchgängig verwendeten Leinenfaden zusammen, klebte es in die erste und letzte Seite und nun lässt sich alles schön haltbar einwickeln... 

Nun blättern wir einfach mal...
















































 Nun einmal umblättern bitte...


































Alle geschöpften Papiere und Ecoprints sind aus meinen selbstgemachten Beständen. Und nun binden wir das Leporello wieder fein zu. Das Arbeiten daran war, wenn ich zwischen Anderem dazu kam, der reine Flow, weshalb es gar keine Fotos vom Prozess gibt... Schon jetzt ist es eines meiner Lieblingsbüchlein, das ohne die Monatsthemen vielleicht gar nicht entstanden wäre. Insofern: Herzlich Danke, Michaela, Susanne und Sarah...









MittwochsMix mit MüllerinArt und Frau Nahtlust.
#areyoubookenough mit Sarah Maker

Sonntag, 24. November 2019

Mein Freund, der Baum, nochmal...

Alte Birke.









Pilzlein am Stamm der alten Birke.




Zwillingsbirke noch vollständig. Der linke Zwilling muss altershalber fallen.




... Bäume bei mir zu Haus. Der eigentlich für heute vorgesehene Baumfreund aus dem Harz muss wegen der fortgeschrittenen Zeit noch ein bisschen in die Warteschleife... Aber Bäume habe ich natürlich auch ohne diesen besonderen immer parat. Wie gestern schon beim Samstagsplausch erzählt, war ich für zwei Tage in der brandenburgischen Sommerheimat. Das Wetter war gar nicht klischeehaft novembermäßig grau, sondern ziemlich hell und sonnig. Was lag da näher, als die Bäume um mich her noch einmal in Augenschein zu nehmen, nun, da die Birken im satten Herbstgelb stehen, und auch noch einmal ein paar Minuten an den See zu gehen... Wenn ich darüber nachdenke, dass ich diese Blicke nun schon über 50 Jahre kenne und wohl hunderte von Malen schon fotografiert habe, wundert es mich dennoch nicht, dass ich sie mir wieder und wieder anschaue... Da ist eine tiefe Verbundenheit...





Erlen und Robinien am See.



Jung-Ahorn. Kein Spitzahorn. Dann verlassen sie mich mit der sicheren Unterscheidung.


Erle, Jungesche und Birke am Ufer.









Alte Kiefer.


Baumnachwuchs. Eberesche.



Mein Freund, der Baum
Naturdonnerstag

Samstag, 16. November 2019

Mein Freund, der Baum - Bei mir zu Haus






In den Sommermonaten lebe ich im Wald. Unser Grundstück und auch die Grundstücke meiner Nachbarn sind im Grunde Waldgrundstücke. Voller Bäume. Denn diese Grundstücke sind seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Wald um den See entstanden, es gibt viel älteren Baumbestand. Auch Bäume kommen in die Jahre, der Anteil von Totholz, der Befall mit Pilzen und Spechtwohnungen sind oft deutliche Hinweise, dass ein Baum seine besten stehenden Jahre hinter sich hat. Da schaut man mit den Jahren dann immer genauer und manchmal auch sorgenvoller nach, wie's den Guten geht...








Vom See hatte ich vor dem Umzug ins sächsische Winterquartier schon Abschied genommen, und ich bin mir ganz sicher, ich werde ihn im Frühjahr wiedersehen. Aber der Abschied von ein paar der gezeigten Bäume, die seit Jahrzehnten um mich herum sind, ist einer für immer. Sie werden den Winter über fallen.








Da sind die Robinien am Weg zum Wasser, die nur noch Lust haben mit ihren Ästen ausgerechnet in Richtung von Nachbars Garten wachsen zu lassen, dabei aus dem Gleichgewicht geraten und totes Astwerk in die Beete fallen lassen. Oder die Zwillingsbirke am Pfad zum Wasser, schon vor Jahren mit Pilzen befallen. In deren einem Teil wird das Totholz mehr und mehr, sie kann es nicht mehr halten kann, wie die letzten starken Winde zeigten und gefährdet Gebäude beim Nachbarn.













Und da gibt es diese urige alte Zwillingskiefer, deren einen Zwilling schon vor mehr als 30 Jahren ein Sturm abdrehte und uns in den Garten warf. Der andere Zwilling ist munter weiter gewachsen, hat aber bis in über 10 m Höhe nur noch Totholzäste und ein derartiges Kronenübergewicht, dass wir - obwohl Bäumen sehr zugetan und auch nicht sehr ängstlich - doch Sorge haben, was passiert, wenn ein Sturm nach dieser greift. Wenn starker Wind ist, mag sich darunter keiner mehr aufhalten, und ich nicht mehr in unserem Schlafzimmer schlafen. Und starke Winde häufen sich, das haben die vergangenen Sommer gezeigt.












Zusammen mit den Nachbarn holen wir nun professionelle Hilfe, um die betroffenen Bäume sachkundig auszulichten oder abzutragen, dabei aber auch stehende Totholzanteile als Lebensraum zu belassen. Und wir werden neue Bäume pflanzen bzw. Spontanbewuchs wachsen lassen. So hat es bei uns eine kleine Eiche klammheimlich und eigentlich ungesehen schon auf über einen Meter Wuchshöhe gebracht, an einem Platz, der ihr die nächsten 50 Jahre auf jeden Fall sicher ist. Auf einmal ist sie zu sehen...











Die Gartenblicke zu den Bäumen werden sich sehr verändern. Es werden Lücken entstehen, Raum für Neues, auch neue Bäume. Ich bin gespannt, wie es im kommenden Jahr hier aussehen wird... Die gewohnten Silhuetten werde ich bestimmt vermissen und mich erst gewöhnen müssen... Es wird aus einigen Perspektiven auf einmal viel mehr Himmel da sein...











Jahrelang haben wir die Entscheidung vor uns her geschoben. Nun ist die Zeit herangereift zu handeln. Es tut weh, ja. Sehr sogar. Doch inzwischen ist es so, dass eine Garantie, "dass schon nichts passieren wird", nicht mehr gegeben ist. Diese Garantie gibt es ohnehin nie. Aber irgendwann ist es nicht mehr sinnvoll, an den wachsenden Risiken vorbeizuschauen. Heute habe ich für euch und für mich noch mal in all die wilden Kronen geschaut, wie ich das so oft tue... Diesmal etwas wehmütig. Unter den Kronen von Bäumen bin ich zu Hause. Ein Garten ohne Bäume? Geht gar nicht.


Mein Freund, der Baum 
Naturdonnerstag

Donnerstag, 14. November 2019

Naturdonnerstag - Abschiednehmen vom See




Als mich neulich eins der kleinen Mädchen in Prieros besuchte und wir mit dem Packen und Winterfestmachen des Brandenburger Sommerquartiers beschäftigt waren, kam natürlich auch das Abschiednehmen vor der Winterpause in Sachsen nicht zur kurz. Wir waren im Wald, bei der Nachbarin, am Strand (sie wollte baden gehen...........), bei den Groß-Cousins, im Schulgarten und natürlich "bei uns unten" am Wasser. Habe ich sie früher noch an die Hand genommen, meistert sie jetzt allein und ganz sicher den schmalen "krabbeligen" Weg hinunter durch Laub, über Wurzeln und zwischen Zaun und kitzelndem Gesträuch hindurch... 







Was hatten wir an diesem 30. Oktober doch für eine herrliche Stunde fürs Abschiednehmen erwischt... Glatt wie ein Spiegel lag uns der See in der Spätnachmittagssonne zu Füßen. Und diese Spiegelungen interessierten das Mädchen sehr. Klar, an der immer fließenden Mulde hat sie das nicht. Ob die Wolken ins Wasser gefallen sind? Und wieso kann man die Flugzeuge im Wasser sehen. Das Gucken und Beobachten und Spekulieren, sogar ein Fischerkahn kam noch vorbei, fesselte die Kleine so sehr, dass sogar ein Video-Anruf von Mama und Schwester erst mal unbeantwortet blieb, denn wir hätten flott hinauf gemusst, nach unten an den See reicht das Netz nicht... Nein, natürlich mussten wir noch eine Weile unten bleiben...











Die kleine trug übrigens in unseren gemeinsamen Tagen so gerne meine Wandermütze, die vom letzten Regenspaziergang noch in der Garderobe lag. Sie war zu groß und sie trug sie verkehrt herum, denn der Schirm schränkte ihre Sicht so ein... In Händen hielt sie Notizblock und Stift und machte Notizen ;-) ;-) ;-). Schließlich war die Oma tagelang auch mit Zetteln und Stift durchs Haus, um bloß nichts zu vergessen für den Umzug (hat sie aber doch)...











Nach dem Vorbeifahren des Fischerkahns kam das Wasser in Bewegung, Wellen kamen, schlugen ans Ufer und gingen wieder und Fische stupsten dazu noch Kreise ins Wasser und in die Wolkenschiffe... Was für ein Flimmern... Faszinierend, nicht nur für Kinder. Kurzum, wir konnten uns kaum satt sehen an dem, was da auf dem Wasser passierte, umringt von den so wunderbar entweder noch grünen oder auch schon herbstlich gefärbten Bäumen an den Seeufern...










Doch dann hieß es irgendwann wirklich "Tschüs, See". Wir kommen wieder. Ich schaue auch den Winter über immer mal nach dir, und im kommenden Sommer werde ich wieder hier schwimmen können..., und bestimmt gibt es auch wieder Enkelzeiten am See.







Naturdonnerstag