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Mittwoch, 26. Februar 2020
Monatscollage - Mein Februar 2020
Ein so überaus reicher Monat war der Februar für mich wieder... Da ich auf eine kleine Reise gehe, kommt meine Collage diesmal schon vorfristig. Außerdem ist schon Aschermittwoch. Während ich an meinem Leporello mit heilenden Worten gearbeitet habe, wurde mir bewusst, dass die vorösterliche Fastenzeit unmittelbar bevorsteht. Ich habe für dieses Jahr entschieden, mich für diese Zeit weitgehend aus den sozialen Medien zurückzuziehen, bis Ostern kein Instagram, kein Facebook. Ich werde auch nicht bloggen, aber wieder mal im einen oder anderen Lieblingsblog lesen. Manchmal möchte ich zz. ein Schild heraushängen: "Wegen Überfüllung geschlossen". Was auf den verschiedenen Kanälen auf mich einstürmt, ist mir einfach zuviel geworden, für Geist und Seele vor allen Dingen. Ich muss mich da sehr ernsthaft neu sortieren. Vor allem wohl aussortieren. (Nein, ich werde nicht aufhören zu bloggen...) Dringlichen gesellschafts-, umwelt- und weltpolitischen Themen möchte ich mehr Zeit widmen, auch wenn die Zeit eigenen (parteipolitischen) Engagements für mich vorbei ist. Da hatte ich 20 sehr intensive, kräftezehrende Jahre. Doch lesen, unterstützen, für Gespräche bereitstehen, ermutigen, Erfahrungen teilen - das geht. Im kleinen oder kleinsten Kreis, ohne große Bühne, manchmal auch per Briefwechsel oder in Kommentaren und Dialogen auf den oft so erfrischenden Accounts junger Politiker*innen. Nein, die Sorge, dass sich junge Menschen zu wenig engagieren, habe ich nicht mehr. Den jungen grünen Wahlkämpfer*innen in Hamburg beispielsweise über die Schulter zu schauen, war mir eine Freude und Ermutigung.
Gern denke ich an die Begegnungen, Unternehmungen und Gespräche diesen Monat zurück, ich hatte zwei enge Freundinnen für ein paar Tage und dann Tochter und Enkelmädchen zu Besuch, die beiden ältesten noch eine ganze kreative Winterferienwoche. Ich habe Lucia in der Oberlausitz besucht und ein Kreativvorrats-Reisebüchlein von ihr mitgenommen. Karen habe ich bei mir in Freiberg am Werktisch zum Falten empfangen und sie hat Frühlingspflanzensamen dagelassen. Liebe Post zum Ausmalen flog mir von der Hansedeern, Vogelpost und -wissen von einem Enkelmädchen und von Christine - mit einem bezaubernd bestickten Täschchen-Geschenk aus Südamerika - ins Haus. Herzlich Danke!
Mit dem Manne war ich ein Weihnachtsgeschenk einlösen bei einem ganz wunderbaren Gewandhauskonzert, ein weiteres bei einem Fahrsicherheitstraining auf dem Lausitzring. Mit den Mädchen war ich stundenlang auf Tauchstation in alten Gemäuern zu "terra mineralia" und in der Schwimmhalle, mit den Freundinnen im Dom, mit einer von ihnen zum offenen Singen in der brandenburgischen Heimat (kleiner Kontrollgang zu Hause), alleine in der Sonderausstellung zur aufwendigen Restaurierung eines Holzschnitts (Jan Hus) von Lucas Cranach d. J. im Stadt- und Bergbaumuseum.
"Tropfen und Zahlen", alte und neue Bücher begleiteten mich, selbstgemachte und gedruckte, manche täglich, manche in einzelnen Raten, manche ganz neu oder wiederentdeckt, wie "Der Faden" von Melanie Becker-Hoffmann. Das passte ganz wunderbar zu meiner Arbeit am eingangs erwähnten Leporello.
Es gäbe noch hunderterlei mehr zu erzählen... Ostern sehen und lesen wir uns hier wieder. Habt eine gute Zeit bis dahin, ihr Lieben.
Monatscollagen sammelt Birgitt
Samstag, 3. November 2018
Meine Woche 2018 (44)
Eine Woche zwischen Garten, Heimbüro und Terminen... Der Herbst hat uns große dicke raschelnde Laubpackungen in den Garten gepackt, wie immer nehme ich das Laub vor dem Winter nur auf Wegen und auf Stellen weg, wo es "mager" bleiben soll oder Fäulnisgefahr für Polsterpflanzen besteht. Die Tiere freut es sehr, die Zaunkönige wuseln so schön ums unten dicht in Efeu und Laub gehüllte Haus und in der Terrasseneckerascheln die Spitzmäuse und finden feine Leckerbissen zwischen den Blättern. Um Frühjahr werden drei neue kleine Hochbeete viel vom Laub aufnehmen, ich hatte gedacht, ich schaffe es noch sie vor dem Winter aufzustellen und zu füllen, dem war aber nicht so.
Montag blieb es draußen grau, doch schon am Dienstag kam der goldene Herbst zurück... Da gab es auch mal eine kleine Fotorunde im Garten, es blüht noch was. Meinen Garten habe ich blogmäßig dieses Jahr sehr vernachlässigt, aber die nötigen Wassergaben kosteten halt Zeit... Ich schaue nach Möglichkeiten künftig noch mehr zu säen und zu pflanzen, was Trockenheit, mageren Boden und Schatten aushält (ganz offenbar die schwierigste Kombination beim Gärtnern, entnehme ich meiner vielen Gartenliteratur...) und mich ansonsten eben an meinem Waldgarten zu erfreuen. Alles andere ist unter den sich wandelnden klimatischen Bedingungen Stress und - was den Wasserverbrauch aus der Leitung angeht - unverantwortlich.
Am 31.10. gab es durch den Feiertag so eine Art Miniwochenende, wir waren zu zweit, haben den vielleicht für dieses Jahr letzten Gang zum See gemacht, im Garten tatsächlich noch essbares Grün für den Brokkoli-Tomaten-Gurken-Apfel-Salat gefunden und ein neues Brokkoli-Rezept ausprobiert: 250 g Brokkoli in kleine Röschen schneiden, in 3 EL Öl 10 Minuten braten, 2 EL Wasser und 1 EL Honig zugeben, mit Salz, Muskat und Pfeffer würzen und weiter braten, bis die Brokkoli-Röschen gar, aber noch knackig bissfest sind. Dazu eine große frische Pellkartoffel und den Salat, ein Gedicht...
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| Knöterich, Sauerampfer, Wiesenschaumkraut, Kapuzinerkresse, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Rupprechtskraut- und Indianernesselblütchen, die vorvorvorletzte Tomate, Vogelmiere. |
Wunderbare Post bekam ich in dieser Woche wieder, Papierschätze von hier, allerleckerste palästinensische Datteln aus Israel mit wunderschönen trockenen Fruchthülsen als BEig, zauberhafte Blumenkarten aus dem Dorfe, Herbstkarten und gute Worte von Eva und Heike... Schön ist das. (Nicht nur) Sekundenglück ;-). Sekundenglück hat Andrea zu ihrem Monatsmotto gemacht, und manchmal bestehen die Tage aus vielen, vielen Sekundenglücks... Wenn man denn bereit ist sie als solche zu erkennen und wahrzunehmen...
Einen unbeschreiblich schönen Abendhimmel durfte ich auch erleben...
Und am Freitag einen sehr schönen letzten gemeinsamen Kreativtag für dieses Jahr in Prieros bei mir zu Haus. Es war so entspannt und doch haben wir in fünf Stunden viel geschafft... Und diesmal sind neben meinen Batik- und Gelatinedruckpapieren auch erste Papiere aus der Frühlingspost verarbeitet worden. Schön so einen Fundus zu haben.
Heute gilt es aus dem Garten noch Frostgefährdetes ins Haus zu holen....
Auch wenn ich mich zz. hier eher selten dezidiert äußere, verfolge ich die Tagespolitik in Deutschland und in der Welt sehr intensiv. Sie macht mir zu schaffen. Aber ignorieren oder wegducken kommt für mich nicht in Frage. Meist mache ich nach dem Frühstück die erste Presseschau aus meinem Nachrichtenfeed. Samstags und sonntags lesen wir eine Zeitung. Einen Fernsehgerät haben wir nicht, doch in meinen Feeds taucht natürlich auch das eine oder andere Video auf. Immer mehr fällt mir auf, wie es auch hierzulande Fakenews immer öfter schaffen sich rasend schnell zu verbreiten, und wie damit Politik und Stimmung gemacht wird, weil - selbst wenn so eine Nachricht relativiert oder zurückgenommen wird - niemand mehr dagegen ankommt, wenn sie ins Weltbild vieler Menschen passt... Hier ein Beispiel. Zu meiner Orientierung in der Politik gehört auch regelmäßig Astrids Freitag-Abend-Post. Für die Arbeit, die sie da leistet, kann ich nur immer wieder Danke sagen.
Habt ein gutes Wochenende, ihr alle.
Samstagsplausch
Monatsmotto
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Wir sind eine Welt
Sonntag, 28. Oktober 2018
Meine Woche 2018 (43)
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| Alleen in Brandenburg. Herbstaspekt. |
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| Stadtspaziergang in Freiberg. |
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| Zwei kleine Büchlein zum Verschenken schneiden, falten, binden... |
Am vergangenen Sonntag wechselten wir nach Freiberg, und von dort am Montag nach Neuss. Ich begleitete den Liebsten zu einer Messe und hatte tagsüber Zeit für mein selbstzusammengestelltes "Damenprogramm", herrliche Freiheit... Der Dienstag gehörte gleich Museum Insel Hombroich, von Astrid einst inspiriert, war ich nun endlich ein erstes Mal dort. Natur, Landschaftsgestaltung, Architektur, Kunst - eine Melange vom Allerfeinsten. Ein halber Tag ist da im Nu vorbei und der Tee in der Cafeteria ein schöner beruhigender Zwischenstopp auf dem Weg zum Bus, nach so viel Begeisterndem...
Gewarnt von allerlei Kränkelei in den letzten Wochen habe ich es diesmal ruhig angehen lassen und nach einem "Aktivtag" einen Pausentag eingelegt, nur Spaziergengehen und im Café sitzen mit ein bisschen Kreativität, Tagebuch- und Briefeschreiben...
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| Obstkuchen mit feinstem Mürbeboden, wie ihn meine rheinländische Mutter buk... |
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| Die wöchentliche Karte mit Jahreszeiten-Haiku für den Freund. |
Nach soviel Erholung und einem Abendessen zuzweit im Emiliana in Neuss mit den besten Antipasti konnte ich am nächsten Tag den Schritt in die große Stadt wagen. Köln, die Geburtsstadt meiner Eltern. Im Dom sitzen, eine Kerze anzünden, in die Dombauwerkstatt gucken, Ritual jedes meiner Kölnaufenthalte...
Ab 10.00 war ich mit Michaela im Museum Ludwig in der Gabriele-Münter-Ausstellung. Herrliche Farben, besonders die Landschaften und die Porträts machten mir große Freude, aber auch viele andere ihrer Sujets, ihre Fotos, Informationen und Begleitmaterial weckten unser Interesse... Danach erwartete uns Astrid im Ludwig im Museum und wir saßen in intensivem Gespräch bei Kaffee und Tee beisammen, fachsimpelten, zeigten und schenkten uns was ;-), Danke! Eine herrliche und gut gefüllte Zeit, und ich zog auch mit den erhofften praktischen Ratschlägen für meine geplanten textilen Buchumschläge von dannen... Vielleicht dauert es diesmal ja auch gar nicht so lange, bis wir uns wiedersehen... Dankeschön für eure Zeit, und für Muster- und Ecoprint-Papier, Efeublätter-Waschmittal-Täschchen und Efeu-Collage.
Durch einen Zeitungsartikel war ich auf die Ausstellung "Fast Fashion" im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum aufmerksam geworden, und machte mich dorthin nach dem Abschied von Michaela und Astrid auf den Weg. Durch jahrelange Arbeit in der Nachhaltigkeitsbildung war ich ja nicht ganz uninformiert, und doch schlug mir die Menge an Informationen bedrückend auf den Magen, denn es sieht nicht so aus, als würden sich der Fast-Fashion-Konsum, das Viel-und-billig-Kaufen-Wollen, das den Trends-Folgen-Wollen durchgreifend ändern. 9 von 10 Kleidungsstücken in Deutschland kommen aus Billiglohnländern, in einem so massenhaft verkauften 5,00 € Billig-Shirt stecken Tausende Liter Wasserverschwendung, über 2 € Gewinn, aber nur 0,13 € Lohn... Schade, dass uns diese Ungerechtigkeit keine Allergien auf der Haut verursacht. Das würde vielleicht Wirkung zeigen. Wie viele stecken diese Umstände weg, übersehen und ignorieren, was wir mit unserem Lebensstil weltweit bewirken. Es tat gut die parallele Ausstellung "Slow Fashion" auch noch sehen zu können, in denen alte nachhaltige Handwerkstechniken wie z. B. das japanische BORO- und das indische KANTHA-Nähen vorgestellt werden, "Upcycling" seit Jahrhunderten, heute von kleinen Modelabels aufgegriffen, denen Menschen, Umwelt und Nachhaltigkeit am Herzen liegen ...
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| Boro-Näherei aus Japan, mit Sashiki-Stichen. |
Am Abend langte ich gegen 21.00 Uhr wieder in Neuss an und es gab für mich aus unserer Kühltasche ein flottes Abendbrot aus Früchtebrot und Apfel. Irgendwann trudelte auch der Liebste noch ein. Am nächsten Morgen Havarie im Hotel, kein Warmwasser, keine Heizung. Da bin ich doch alsbald mit meiner Postmappe wieder ins Café aufgebrochen...
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| "Kartoffeln mit Möhren untereinander", auch eine Kindheitserinnerung aus der Küche meiner Mutter... |
Abends packen und gemeinsames Essen mit der "Messemannschaft", ausschlafen und am nächsten Morgen die lange Heimfahrt antreten, die Vorräte auffüllen und sich freuen, wieder im heimischen Wohnzimmer am Kamin zu sitzen, mit Früchtemüsli, heißem Tee und wunderschöner Post, von der Nachbarin fein gesammelt, Blätter-, Baum- und Waldpost von Birgitt, Susanne und Mano... Dankeschön!
Samstagsplausch
Monatsmotto
Samstag, 6. Oktober 2018
Meine Woche 2018 (40)
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| Berührend: die Ausstellung Congo Tales - Brücken bauen... Geschichten der Mbomo. (Museum Barberini) |
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| Gerhard Richter - Abstraktion. Ausstellung im Museum Barberini. Faszinierend, inspirierend, motivierend füre eine wie mich... |
Am Montag hatte ich mal wieder eine Verabredung, nur mit mir, und ich war in Potsdam im Museum Barberini und im Karl-Foerster-Garten auf der Freundschaftsinsel. Ich war zu früh in Potsdam angekommen und bin dann noch eine Runde gelaufen und traf einen jungen Mann, der im Park in Museumsnähe Esskastanien sammelte. Immer neugierig auf die Verwendung dieser Früchte, wünschte ich einen Guten Morgen und fragte, was er wohl damit mache... Er wüsste es noch nicht, antwortete er in gut verständlichen Deutsch..., lächelte mich an und meinte, ich sei die erste deutsche Frau, die ihn anspräche... Das erschütterte mich bis ins Mark... Die Frage nach seiner Heimat beantwortete er mit: Ich bin nirgendwo zu Hause... In seiner ursprünglichen Heimat wäre seine Oma gestorben, in der neuen seine Mutter... Er möchte zurück in die alte Heimat. Aber wohin genau und wovon leben... Wie er so gut Deutsch gelernt hätte... Er sei ein fleißiger Mensch... Aber das zähle ja nicht, ohne Arbeitserlaubnis. Er drehte sich eine Zigarette und schenkte mir eine Handvoll seiner Maroni... und nochmal ein Lächeln...
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| Karl Foersters Züchtungen machen es möglich - Ritterspornblüte bis in den Oktober hinein auf der Freundschaftsinsel... Mehr Blumenbunt von dort dann zum Naturdonnerstag. |
Nach soviel Geschichte und Kunst taten mir ein kleiner Salatimbiss und eine entspannte Stunde auf der Freundschaftsinsel sehr wohl, bevor ich nach Cottbus fuhr. Denn dort stand am nächsten Tag die nächste Japanisch-Kursstunde an... Davor ein paar Schreibtischstunden, in denen sich Japanisch und Collagenkleben mischten... Und ein heftiger Schnupfen ergriff von mir Besitz...
Den 3. Oktober begingen wir ganz für uns, wieder zuhaus im Prieroser Garten, und als die Wolkendecke aufriss, gab es sogar noch einen Herbstspaziergang samt Apfellese Richtung Streganzberg.
Am Donnerstagmorgen legte ich mit drei Gruppen aus der 3. Klasse ein paar Platten in die beim vorangegangenen Termin aufgeteilten Beete im Naschgarten. Hoffentlich helfen sie dabei, nicht immer wieder Boden und Pflänzchen plattzutreten... Jedes Beet bekam zum Abschluss ein kleines Herbstblättermandala. Am kommenden Donnerstag kommen die anderen vier Gruppen dran.
Die frische nun wieder milder gewordene Herbstluft tat meiner Erkältung sehr gut und so ging ich heute auch in Freiberg nicht nur einen Tee im Lieblings-Café trinken, sondern auch ausgiebig durch die herbstlichen Parklandschaften in der Stadt und entdeckte dabei einen Brunnen, den ich noch gar nicht kannte. (Kann aber auch gut sein, ich war doch schon einmal dort und hab ihn wieder vergessen... ;-). Zum Glück gibt's ja Filter, wenn Anzahl und Intensität der Eindrücke über einem zusammenschlagen...). Das Wetter war schon wieder so mild, dass man auf der Bank sitzen konnte... Auf dem Weg nach Haus den Berg hinauf trat ich für ein auf dem Bürgersteig flott radelndes kleines Schulmädchen beiseite und bekam so ein liebes glockenhelles Dankeschön zugerufen... Und zu Hause, im Garten, beim Äpfelsammeln, entspann sich ein Gespräch mit dem Sohn der Nachbarin über Vögel, und nach ein paar Minuten waren wir sicher, dass in den Bäumen der Umgebung gaaaaaaaanz viele Stare die weitere Route in den Süden abstimmten... Ja, ich sammle sie noch immer, meine drei Freuden täglich...
Heute kommt der ältere Enkel meines Mannes übers Wochenende zu Besuch, mal schauen, was wir daraus machen...
Die beste Nachricht der Woche für mich: Die Rodung des Hambacher Forstes wird nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster vorerst eingestellt. RWE hätte nicht nachgewiesen, dass ohne die Rodung die Stromversorgung des Bundeslandes oder der Bundesrepublik gefährdet ist. Und die unglaublich reiche Biodiversität dieses besonderen Standortes steht erneut auf dem Prüfstand. #hambibleibt. Wäre gut, wenn die bockigen und sturen RWE endlich einsähen, dass sie mit Braunkohleverstromung schon lange aufs falsche Pferd setzen.
Euch ein schönes herbstliches Wochenende!
Samstagsplausch
Monatsmotto - Den Herbst feiern.
Dienstag, 18. September 2018
Sommerpost 2018 - Wie hab ich meine gemacht?
Es war eine Freude, während des ganzen "Traumreise"-Prozesses meist im Garten sitzen zu können, als Inspiration diente mir das Sommerlicht in meinem Hausbaum. Als ersten Schritt frottierte ich mit blauer und grüner Ölkreide seine Rinde auf die zurecht geschnittenen Papiere. Und machte mit einem Tjanting die ersten Wachsspuren, erste Umrisse von Sonne und Baum... Die erste Färbung war ein helles Gelb.
Nach dem Trocknen - Batik ist ein langwierigerer Prozess mit vielen Wartezeiten zwischen den Färbungen ;-), die ich entweder für andere kreative Arbeiten oder im Garten zum Gießen nutzte - folgte der nächste Wachsauftrag auf die hellgelben Stellen, die "bleiben" sollten, d. h., sie wurden "reserviert", ein paar neue Baumäste und Sonnenflecken. Darauf kam mit dem Pinsel die nächste Farbe, diesmal ein ganz frisch angerührtes intensives Gelb. Oje, eine durch meine Unachtsamkeit hereinbrechende "Katastrophe": für den Farbansatz mit weniger Wasser als vorgeschrieben hatte ich aber genausoviel Salz wie ursprünglich vorgeschrieben eingerührt... Gesättigte Lösungen...? Hatten wir mal in der Schule... D. h., das Salz löste sich nicht komplett und kristallisierte auf meinen Batiken. Allzu grobe Strukturen konnte ich mit einem feuchten Lappen anlösen und entfernen, dennoch blieb's "wolkig", wie man dann beim nächsten Farbauftrag sehen kann. Insgesamt verlieh es dann aber der Batik eine interessante lebendige Struktur... (War mir das mit dem Salz nicht auch schon bei der Adventspost "Farbstreifen" passiert?...) Übrigens behaupte ich immer, die Atmosphäre der Umgebung wandert mit in meine kleinen Schöpfungen ein, mal unbewusster, mal gezielter, je weiter ich kam, desto mehr kam vom sommerlichen Gartenlicht aufs Papier.
Nach dem Trocknen und Salzabwischen wurden vor allem Sonne und Sonnenstrahlen in dem intensiven Gelb mit heißem Wachs reserviert, dann kam der nächste Farbauftrag, hui, das Blau war viel zu dunkel geraten, so einen tiefen Schatten wollte ich gar nicht, also abspülen, Farbansatz verdünnen, weiter machen. Diesmal habe ich nicht - wie bei einer "regelrechten" Wachsbatik üblich - die ganze Fläche eingefärbt, sondern Sonne und ein Himmelsstück offen gelassen und ein paar weitere Äste mit feineren Pinselstrichen angedeutet. Wieder einmal war trocknen angesagt. Reserviert bzw. gewachst wurden nun die vorher "gezeichneten" Aststücke im Baum und unten herum die "Landschaft". Ausgespart vom Wachs blieb weiterhin das Himmelsstück, der Baumstamm und einige Aststücke. Denn da sollte die letzte Farbe noch drauf arbeiten.
Der letzte Farbauftrag war Bordeaux-Rot. Im Himmelsbereich, wo zuletzt das intensive Gelb noch offen stand, ergibt das ein Orangerot, im Stammbereich des Baumes, wo zuletzt die blaue Farbe aufgetragen und nicht reserviert worden war, einen violettbräunlichen Ton.
Noch mal trocknen. Dadurch, dass schon soviel von der Fläche gewachst war, bleiben Farbflecken vom Rot stehen. Die wischt man mit einem feuchten Tuch ab, es sei denn, man will sie, dann mixen sie sich beim Ausbügeln des Wachses in die Fläche hinein. Das kann man mögen, hier wollte ich es aber nicht, es war schon genug Unruhe ... Ausgebügelt wird zwischen Zeitungspapier und wegen der Geruchsentwicklung am besten unter freiem Himmel. Dabei achte ich darauf, dass die ganze Fläche schmelzendes Wachs abbekommt, hier z. B. der Himmelsteil. Sonst entstehen an den Übergängen zu den ungewachsten Flächen Fettränder, auch die kann man mögen, aber hier hätten sie mich gestört. Nach dem Ausbügeln zeigen sich alle reservierten Farbspuren nun sehr deutlich, auch die anfänglichen Wachskreidenspuren vom Frottieren der Rinde meines Hausbaum-Spitzahorns sowie auch die eigentlich unabsichtlich entstandenen "Salzwolken".
Nun kamen das Aufkleben der Batik auf den Träger dran und das eigentliche Collagieren. Dafür schlug ich meinen Arbeitsplatz unten im Garten auf, da ist mehr Platz um mich herum... Ich hatte alles mögliche für die Collagen gesammelt, mich dann aber letztlich nur für vier Attribute entschieden: Den Text, der mich die ganze Zeit über in Gedanken begleitet hatte, eine Spitzahornfrucht von denen, die alltäglich schon herunterrieselten, eins meiner Federgeschenke, die ich beim Spazierengehen im Wald oder morgens beim Schwimmen im See aufgelesen hatte, und ein Steinchen vom Warnemünder Strand, wo wir unseren diesjährigen Hochzeitstag verbrachten - alles ganz klar Traumreise-Attribute... Ein in diesem Sommer erstandenes Antiquariats-Buch leistete mir allerbeste Dienste beim Pressen... Ich ging schrittweise vor, zunächst das Aufziehen auf die Träger-Pappen (Buchbinderleim), trocknen, pressen. Dann den am PC geschriebenen, auf altes dünnes Schreibpapier ausgedruckten und dann ausgerissenen Text aufkleben (Gelmedium), trocknen, pressen.
Den beiden Klebstoffen traute ich für meine Naturmaterialien dann doch nicht über den Weg und habe einen bewährten Alleskleber benutzt. Bei der Frage, wie ich die Feder gebändigt bekomme, kam ich auf die Idee, sie mit der Ahornfrucht zu fixieren. Dass auf diese Weise so eine Art Vögelchen entstand, wurde mir erst nach und nach bewusst, viele haben es ja auch so gedeutet... Trocknen, pressen, die Pappen immer einzeln um eine Vierteldrehung versetzt übereinandergestapelt und unters Buch zum Pressen gestapelt. Das sollte ganz in Ruhe geschehen. Ich räumte also den ganzen Tisch ab und fuhr auf eine Runde in den Schulgarten zum Gießen...
... Währenddessen kam ein kleiner Regenschauer, so klein, dass ich schon wieder trocken war, als ich wieder zu Hause ankam... Nun sollten die Steinchen geklebt werden, doch oh Schreck, der Stapel war weg... Die nächste "Katastrophe"?
Da draußen lag er... Nichts passiert. Buch und die zwischengelagerten Zeitungspapierblätter hatten die Tropfen daran gehindert in die Collagen einzudringen... Oje..., vor Aufregung zitterte ich wie Espenlaub und habe das Steinchenkleben auf den nächsten Morgen verschoben und abends lieber noch die Briefumschläge vorbereitet... Die Steinchen habe ich nur festgedrückt und ohne zusätliches Pressen in ihrem Klebstoffbettchen trocknen lassen. Bis jetzt haben sie wohl gehalten, höre ich. Irgendwann dann lagen sie da, alle 26... Ja, so viele... Denn ich fand, sie wären auch ein schönes Geschenk, und so habe ich ein paar Überraschungen verschickt und ein paar Geburtstags-, Gast- und Weihnachtsgeschenke zurückbehalten...
Dann wurden noch die Zubehörtüten mit einem Foto aus früheren (Traum-)Reisen beklebt, die Briefbeilage ausgedruckt und alles gut verpackt... Ab die Post...
Und alles passierte - über mehrere Tage hinweg in mehreren Sommerwochen unter der Krone ode im Schutz dieses Baums, meines Hausbaums, dieser wunderbare Spitzahorn, der hier schon angefangen hatte zu wachsen, als wir anfingen zu bauen. So blieb er stehen und wird größer und größer. In diesem Sommer hat er gezeigt, was er drauf hat, der tolle Schattenspender... Und genug Licht kommt immer durch, Sonnenlicht, Himmelslicht, ein Flimmern hier, ein Flimmern dort.
Angesichts der aktuellen Ereignisse widme ich diese meine ganz besondere sommerliche kreative Baumepisode all denen, die im Hambacher Forst vor Ort sind und bis zuletzt versuchen das Roden des wunderbaren Waldgebietes für Braunkohleverstromung und Profit zu verhindern. In Gedanken war und bin ich oft bei ihnen, die da schon so lange Baumhäuser bauten und besetzt hielten und auch jetzt nicht aufhören uns den Spiegel ins Gesicht zu halten, woraus uns allzuoft Gleichgültigkeit, Sattheit, Ignoranz, Arroganz oder gleich alles zusammen anschauen... Ich wünsche mir so sehr, dass #hambibleibt . Und uns endlich klar wird, wohin unsere Sorglosigkeit im Verbrauch von Strom und anderen hierzulande so reich und massenhaft und bezahlbar vorhandenen, produzierten und importierten - und je nach Trend und Mode weggeworfenen oder entsorgten - sinnvollen und sinnlosen und oft unter unsäglichen Arbeitsbedingungen hergestellten Gütern führen wird.
Ich bedanke mich für meine ganz persönliche sommerliche Traumreise bei Tabea und Michaela, meiner tollen Sommerpost-Gruppe 4 und meinen Überraschungspost-Senderinnen. Morgen gibt's noch mal eine Übersicht!
Sommerpost 2018 - Traumreise-Collagen - Eine Idee von Tabea Heinicker und Michaela Müller
Creadienstag
Nach dem Trocknen - Batik ist ein langwierigerer Prozess mit vielen Wartezeiten zwischen den Färbungen ;-), die ich entweder für andere kreative Arbeiten oder im Garten zum Gießen nutzte - folgte der nächste Wachsauftrag auf die hellgelben Stellen, die "bleiben" sollten, d. h., sie wurden "reserviert", ein paar neue Baumäste und Sonnenflecken. Darauf kam mit dem Pinsel die nächste Farbe, diesmal ein ganz frisch angerührtes intensives Gelb. Oje, eine durch meine Unachtsamkeit hereinbrechende "Katastrophe": für den Farbansatz mit weniger Wasser als vorgeschrieben hatte ich aber genausoviel Salz wie ursprünglich vorgeschrieben eingerührt... Gesättigte Lösungen...? Hatten wir mal in der Schule... D. h., das Salz löste sich nicht komplett und kristallisierte auf meinen Batiken. Allzu grobe Strukturen konnte ich mit einem feuchten Lappen anlösen und entfernen, dennoch blieb's "wolkig", wie man dann beim nächsten Farbauftrag sehen kann. Insgesamt verlieh es dann aber der Batik eine interessante lebendige Struktur... (War mir das mit dem Salz nicht auch schon bei der Adventspost "Farbstreifen" passiert?...) Übrigens behaupte ich immer, die Atmosphäre der Umgebung wandert mit in meine kleinen Schöpfungen ein, mal unbewusster, mal gezielter, je weiter ich kam, desto mehr kam vom sommerlichen Gartenlicht aufs Papier.
Nach dem Trocknen und Salzabwischen wurden vor allem Sonne und Sonnenstrahlen in dem intensiven Gelb mit heißem Wachs reserviert, dann kam der nächste Farbauftrag, hui, das Blau war viel zu dunkel geraten, so einen tiefen Schatten wollte ich gar nicht, also abspülen, Farbansatz verdünnen, weiter machen. Diesmal habe ich nicht - wie bei einer "regelrechten" Wachsbatik üblich - die ganze Fläche eingefärbt, sondern Sonne und ein Himmelsstück offen gelassen und ein paar weitere Äste mit feineren Pinselstrichen angedeutet. Wieder einmal war trocknen angesagt. Reserviert bzw. gewachst wurden nun die vorher "gezeichneten" Aststücke im Baum und unten herum die "Landschaft". Ausgespart vom Wachs blieb weiterhin das Himmelsstück, der Baumstamm und einige Aststücke. Denn da sollte die letzte Farbe noch drauf arbeiten.
Der letzte Farbauftrag war Bordeaux-Rot. Im Himmelsbereich, wo zuletzt das intensive Gelb noch offen stand, ergibt das ein Orangerot, im Stammbereich des Baumes, wo zuletzt die blaue Farbe aufgetragen und nicht reserviert worden war, einen violettbräunlichen Ton.
Noch mal trocknen. Dadurch, dass schon soviel von der Fläche gewachst war, bleiben Farbflecken vom Rot stehen. Die wischt man mit einem feuchten Tuch ab, es sei denn, man will sie, dann mixen sie sich beim Ausbügeln des Wachses in die Fläche hinein. Das kann man mögen, hier wollte ich es aber nicht, es war schon genug Unruhe ... Ausgebügelt wird zwischen Zeitungspapier und wegen der Geruchsentwicklung am besten unter freiem Himmel. Dabei achte ich darauf, dass die ganze Fläche schmelzendes Wachs abbekommt, hier z. B. der Himmelsteil. Sonst entstehen an den Übergängen zu den ungewachsten Flächen Fettränder, auch die kann man mögen, aber hier hätten sie mich gestört. Nach dem Ausbügeln zeigen sich alle reservierten Farbspuren nun sehr deutlich, auch die anfänglichen Wachskreidenspuren vom Frottieren der Rinde meines Hausbaum-Spitzahorns sowie auch die eigentlich unabsichtlich entstandenen "Salzwolken".
Nun kamen das Aufkleben der Batik auf den Träger dran und das eigentliche Collagieren. Dafür schlug ich meinen Arbeitsplatz unten im Garten auf, da ist mehr Platz um mich herum... Ich hatte alles mögliche für die Collagen gesammelt, mich dann aber letztlich nur für vier Attribute entschieden: Den Text, der mich die ganze Zeit über in Gedanken begleitet hatte, eine Spitzahornfrucht von denen, die alltäglich schon herunterrieselten, eins meiner Federgeschenke, die ich beim Spazierengehen im Wald oder morgens beim Schwimmen im See aufgelesen hatte, und ein Steinchen vom Warnemünder Strand, wo wir unseren diesjährigen Hochzeitstag verbrachten - alles ganz klar Traumreise-Attribute... Ein in diesem Sommer erstandenes Antiquariats-Buch leistete mir allerbeste Dienste beim Pressen... Ich ging schrittweise vor, zunächst das Aufziehen auf die Träger-Pappen (Buchbinderleim), trocknen, pressen. Dann den am PC geschriebenen, auf altes dünnes Schreibpapier ausgedruckten und dann ausgerissenen Text aufkleben (Gelmedium), trocknen, pressen.
Den beiden Klebstoffen traute ich für meine Naturmaterialien dann doch nicht über den Weg und habe einen bewährten Alleskleber benutzt. Bei der Frage, wie ich die Feder gebändigt bekomme, kam ich auf die Idee, sie mit der Ahornfrucht zu fixieren. Dass auf diese Weise so eine Art Vögelchen entstand, wurde mir erst nach und nach bewusst, viele haben es ja auch so gedeutet... Trocknen, pressen, die Pappen immer einzeln um eine Vierteldrehung versetzt übereinandergestapelt und unters Buch zum Pressen gestapelt. Das sollte ganz in Ruhe geschehen. Ich räumte also den ganzen Tisch ab und fuhr auf eine Runde in den Schulgarten zum Gießen...
... Währenddessen kam ein kleiner Regenschauer, so klein, dass ich schon wieder trocken war, als ich wieder zu Hause ankam... Nun sollten die Steinchen geklebt werden, doch oh Schreck, der Stapel war weg... Die nächste "Katastrophe"?
Da draußen lag er... Nichts passiert. Buch und die zwischengelagerten Zeitungspapierblätter hatten die Tropfen daran gehindert in die Collagen einzudringen... Oje..., vor Aufregung zitterte ich wie Espenlaub und habe das Steinchenkleben auf den nächsten Morgen verschoben und abends lieber noch die Briefumschläge vorbereitet... Die Steinchen habe ich nur festgedrückt und ohne zusätliches Pressen in ihrem Klebstoffbettchen trocknen lassen. Bis jetzt haben sie wohl gehalten, höre ich. Irgendwann dann lagen sie da, alle 26... Ja, so viele... Denn ich fand, sie wären auch ein schönes Geschenk, und so habe ich ein paar Überraschungen verschickt und ein paar Geburtstags-, Gast- und Weihnachtsgeschenke zurückbehalten...
Dann wurden noch die Zubehörtüten mit einem Foto aus früheren (Traum-)Reisen beklebt, die Briefbeilage ausgedruckt und alles gut verpackt... Ab die Post...
Und alles passierte - über mehrere Tage hinweg in mehreren Sommerwochen unter der Krone ode im Schutz dieses Baums, meines Hausbaums, dieser wunderbare Spitzahorn, der hier schon angefangen hatte zu wachsen, als wir anfingen zu bauen. So blieb er stehen und wird größer und größer. In diesem Sommer hat er gezeigt, was er drauf hat, der tolle Schattenspender... Und genug Licht kommt immer durch, Sonnenlicht, Himmelslicht, ein Flimmern hier, ein Flimmern dort.
Angesichts der aktuellen Ereignisse widme ich diese meine ganz besondere sommerliche kreative Baumepisode all denen, die im Hambacher Forst vor Ort sind und bis zuletzt versuchen das Roden des wunderbaren Waldgebietes für Braunkohleverstromung und Profit zu verhindern. In Gedanken war und bin ich oft bei ihnen, die da schon so lange Baumhäuser bauten und besetzt hielten und auch jetzt nicht aufhören uns den Spiegel ins Gesicht zu halten, woraus uns allzuoft Gleichgültigkeit, Sattheit, Ignoranz, Arroganz oder gleich alles zusammen anschauen... Ich wünsche mir so sehr, dass #hambibleibt . Und uns endlich klar wird, wohin unsere Sorglosigkeit im Verbrauch von Strom und anderen hierzulande so reich und massenhaft und bezahlbar vorhandenen, produzierten und importierten - und je nach Trend und Mode weggeworfenen oder entsorgten - sinnvollen und sinnlosen und oft unter unsäglichen Arbeitsbedingungen hergestellten Gütern führen wird.
Ich bedanke mich für meine ganz persönliche sommerliche Traumreise bei Tabea und Michaela, meiner tollen Sommerpost-Gruppe 4 und meinen Überraschungspost-Senderinnen. Morgen gibt's noch mal eine Übersicht!
Sommerpost 2018 - Traumreise-Collagen - Eine Idee von Tabea Heinicker und Michaela Müller
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