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Sonntag, 24. November 2019

Mein Freund, der Baum, nochmal...

Alte Birke.









Pilzlein am Stamm der alten Birke.




Zwillingsbirke noch vollständig. Der linke Zwilling muss altershalber fallen.




... Bäume bei mir zu Haus. Der eigentlich für heute vorgesehene Baumfreund aus dem Harz muss wegen der fortgeschrittenen Zeit noch ein bisschen in die Warteschleife... Aber Bäume habe ich natürlich auch ohne diesen besonderen immer parat. Wie gestern schon beim Samstagsplausch erzählt, war ich für zwei Tage in der brandenburgischen Sommerheimat. Das Wetter war gar nicht klischeehaft novembermäßig grau, sondern ziemlich hell und sonnig. Was lag da näher, als die Bäume um mich her noch einmal in Augenschein zu nehmen, nun, da die Birken im satten Herbstgelb stehen, und auch noch einmal ein paar Minuten an den See zu gehen... Wenn ich darüber nachdenke, dass ich diese Blicke nun schon über 50 Jahre kenne und wohl hunderte von Malen schon fotografiert habe, wundert es mich dennoch nicht, dass ich sie mir wieder und wieder anschaue... Da ist eine tiefe Verbundenheit...





Erlen und Robinien am See.



Jung-Ahorn. Kein Spitzahorn. Dann verlassen sie mich mit der sicheren Unterscheidung.


Erle, Jungesche und Birke am Ufer.









Alte Kiefer.


Baumnachwuchs. Eberesche.



Mein Freund, der Baum
Naturdonnerstag

Donnerstag, 15. August 2019

Naturdonnerstag (100) - Sommer in meinem wilden Garten






Ein typischer Sommertag bei mir zu Haus fängt an mit Schwimmen im See, den ich einen schmalen Pfad hinunter von meinem Garten aus erreiche. Dann folgt eine Runde durch den Garten, hier ein bisschen gucken, da ein bisschen zupfen. Montags lege ich meist ein Blumen-Blätter-Mandala, nach dem Frühstück. Entweder sammle ich Heruntergefallenes oder ich pflücke von dem, was unter meinen schattigen, mageren, trockenen Umständen dennoch Fülle bietet. In diesem Jahr sind es - wie so oft - Mahonia, Beeren und schon herbstliche Blätter, und - erstmals in solcher Fülle - Tagetes, die aus der selbstgemixten kunterbunten Samenmischung für meinen temporären Dschungel erblüht sind. In diesen Wochen schaue ich besonders oft in den Himmel, nach Regenwolken und weiß doch meist schon vorher, aus diesen Wolken kommt für uns wieder nichts... Also Gießzeit in den Tageslauf einbauen, fürs Nötigste nur, das Gemüse, frische Ansaaten und frische Anpflanzungen. Alles andere befindet sich im Klimawandel-Stresstest... Zeit zum Sitzen und Schauen (die munteren Vögelchen, die faszinierenden Insekten, das Eichhörnchen...) und Lauschen (das sommerliche Grillenkonzert, der Wind in den Baumwipfeln, die schwatzende Starenversammlung) muss sein, eher lasse ich was im Haushalt schleifen, als dass ich auf diese "meine" Zeiten verzichten würde. Im Sommer findet das Leben eh draußen statt. Heute morgen saß ich schon sehr früh bei 12°C draußen vor der Tür mit meinem Tee. Denn eine kurze Reise steht bevor, es ist noch einiges vorzubereiten. 










 

Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  



Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren.


Bitte, setzt euren Link zu eurem Naturdonnerstag-Beitrag in die Kommentare. Wir sind nun bei Nr. 100 in der Reihe "Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe" angekommen. Und damit möchte ich diese Aktion beenden. Jutta, von der ich die Reihe vor gut zwei Jahren einst übernahm, wird den Naturdonnerstag weiterführen! Danke, Jutta! 

Es hat mir viel Freude gemacht mit euch und euren Naturerlebnissen. Vielen Dank. Aber ich habe in diesem Jahr auch gemerkt, dass ich selber inhaltlich zu wenig Zeit und Energie einbringen kann, um die Reihe so zu entwickeln, wie ich sie mir einmal vorgestellt habe, als ich sie vor über zwei Jahren übernahm. Natürlich werde ich weiter über meine Naturbeziehung bloggen. Doch habe ich zz. im wahrsten Sinne des Wortes zu viele "Baustellen" zu betreuen, so dass ich mich nach und nach von regelmäßigen Verpflichtungen zurückziehe.

Samstag, 3. November 2018

Meine Woche 2018 (44)





Eine Woche zwischen Garten, Heimbüro und Terminen... Der Herbst hat uns große dicke raschelnde Laubpackungen in den Garten gepackt, wie immer nehme ich das Laub vor dem Winter nur auf Wegen und auf Stellen weg, wo es "mager" bleiben soll oder Fäulnisgefahr für Polsterpflanzen besteht. Die Tiere freut es sehr, die Zaunkönige wuseln so schön ums unten dicht in Efeu und Laub gehüllte Haus und in der Terrasseneckerascheln  die Spitzmäuse und finden feine Leckerbissen zwischen den Blättern. Um Frühjahr werden drei neue kleine Hochbeete viel vom Laub aufnehmen, ich hatte gedacht, ich schaffe es noch sie vor dem Winter aufzustellen und zu füllen, dem war aber nicht so.










Montag blieb es draußen grau, doch schon am Dienstag kam der goldene Herbst zurück... Da gab es auch mal eine kleine Fotorunde im Garten, es blüht noch was. Meinen Garten habe ich blogmäßig dieses Jahr sehr vernachlässigt, aber die nötigen Wassergaben kosteten halt Zeit... Ich schaue nach Möglichkeiten künftig noch mehr zu säen und zu pflanzen, was Trockenheit, mageren Boden und Schatten aushält (ganz offenbar die schwierigste Kombination beim Gärtnern, entnehme ich meiner vielen Gartenliteratur...) und mich ansonsten eben an meinem Waldgarten zu erfreuen. Alles andere ist unter den sich wandelnden klimatischen Bedingungen Stress und - was den Wasserverbrauch aus der Leitung angeht - unverantwortlich.











Am 31.10. gab es durch den Feiertag so eine Art Miniwochenende, wir waren zu zweit, haben den vielleicht für dieses Jahr letzten Gang zum See gemacht, im Garten tatsächlich noch essbares Grün für den Brokkoli-Tomaten-Gurken-Apfel-Salat gefunden und ein neues Brokkoli-Rezept ausprobiert: 250 g Brokkoli in kleine Röschen schneiden, in 3 EL Öl 10 Minuten braten, 2 EL Wasser und 1 EL Honig zugeben, mit Salz, Muskat und Pfeffer würzen und weiter braten, bis die Brokkoli-Röschen gar, aber noch knackig bissfest sind. Dazu eine große frische Pellkartoffel und den Salat, ein Gedicht...





 
Knöterich, Sauerampfer, Wiesenschaumkraut, Kapuzinerkresse, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Rupprechtskraut- und Indianernesselblütchen, die vorvorvorletzte Tomate, Vogelmiere.






Wunderbare Post bekam ich in dieser Woche wieder, Papierschätze von hier, allerleckerste palästinensische Datteln aus Israel mit wunderschönen trockenen Fruchthülsen als BEig, zauberhafte Blumenkarten aus dem Dorfe, Herbstkarten und gute Worte von Eva und Heike... Schön ist das. (Nicht nur) Sekundenglück ;-). Sekundenglück hat Andrea zu ihrem Monatsmotto gemacht, und manchmal bestehen die Tage aus vielen, vielen Sekundenglücks... Wenn man denn bereit ist sie als solche zu erkennen und wahrzunehmen... 















Einen unbeschreiblich schönen Abendhimmel durfte ich auch erleben...










Und am Freitag einen sehr schönen letzten gemeinsamen Kreativtag für dieses Jahr in Prieros bei mir zu Haus. Es war so entspannt und doch haben wir in fünf Stunden viel geschafft... Und diesmal sind neben meinen Batik- und Gelatinedruckpapieren auch erste Papiere aus der Frühlingspost verarbeitet worden. Schön so einen Fundus zu haben.











Heute gilt es aus dem Garten noch Frostgefährdetes ins Haus zu holen....

Auch wenn ich mich zz. hier eher selten dezidiert äußere, verfolge ich die Tagespolitik in Deutschland und in der Welt sehr intensiv. Sie macht mir zu schaffen. Aber ignorieren oder wegducken kommt für mich nicht in Frage. Meist mache ich nach dem Frühstück die erste Presseschau aus meinem Nachrichtenfeed. Samstags und sonntags lesen wir eine Zeitung. Einen Fernsehgerät haben wir nicht, doch in meinen Feeds taucht natürlich auch das eine oder andere Video auf. Immer mehr fällt mir auf, wie es auch hierzulande Fakenews immer öfter schaffen sich rasend schnell zu verbreiten, und wie damit Politik und Stimmung gemacht wird, weil - selbst wenn so eine Nachricht relativiert oder zurückgenommen wird - niemand mehr dagegen ankommt, wenn sie ins Weltbild vieler Menschen passt... Hier ein Beispiel. Zu meiner Orientierung in der Politik gehört auch regelmäßig Astrids Freitag-Abend-Post. Für die Arbeit, die sie da leistet, kann ich nur immer wieder Danke sagen.

Habt ein gutes Wochenende, ihr alle.


Samstagsplausch
Monatsmotto


Donnerstag, 2. November 2017

Der Naturdonnerstag (78 + 24) - noch einmal Huschtesee-Wanderung...






















Aus unserem letzten geplanten Spaziergang auf dem Huschtewanderweg im Oktober wurde aus Krankheits- und Urlaubsgründen leider nichts mehr, so nehme ich euch noch mal mit zurück ins herbstlich-spätsommerliche Gefühl Ende September...   Noch einmal in den Wald hinein, hin zum See. Seit Januar sind wir mehrmals dort unterwegs gewesen und haben die Jahreszeiten auf dieser ungefähr 6 - 7 km langen Wegstrecke wahrgenommen und gestaunt, wieviel Veränderung es da gibt, im Großen wie im Kleinen, bei all dem Vertrauten, denn wir gingen ja immer denselben Weg...



Pilze, Moose, Flechten... Wie ein Zauberwaldgärtchen...







Krause Glucke.
Im laubwaldreicheren Uferbereich dann Stein- und Birkenpilze.
Die eingehegten Laubwaldkulturen - hier Buche - sind dieses Jahr gut gewachsen.
Ankunft am Uferhang zur Huschte (Schmölde)
Überraschung: Waldeidechsen! Schaut mal, wie klein die sind im Vergleich zum Kiefernzapfen rechts.
Überraschung 2: Noch immer blühen ein paar Glockenblumen am sonnigen Hang...
 
Weiter am Ufer entlang. Langsam färben sich Wald und Schilf.

Das naturbelassene Ufer bricht immer wieder ab und Bäume stürzen um. Refugium für viele heimliche Tiere. Befahren für Boote untersagt. Und das ist gut so.
Kleines Gelb flimmert schon im großen Grün.

Auf dem schmalen Teufelswerder fruchtet eine Eberesche.
Abschied vom Wasser und seinen faszinierenden Schattenspielen mit Sonne, Wind und Schilf.
 
Zurück geht es vorbei am Moor und am Waldrand entlang.









Die Bilder können gar nicht all die Empfindungen und Gedanken wiedergeben, die uns durchströmten an diesem milden sonnigen Tag... Dieser Weg wird für uns immer etwas Besonderes bleiben... Durch die vielen Male, die wir dort durch die Jahreszeiten hindurch dort waren, ist eine viel engere Beziehung entstanden, als wenn man da nur mal eben so spazieren geht...


Den Natur-Donnerstag bekam ich im April von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  








Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es nicht immer schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...

Mein Freund, der Baum

Und nun seid ihr dran...



An InLinkz Link-up

Sonntag, 29. Oktober 2017

Mein Freund, der Baum (55) - Hommage an* (m)eine Säulenpappel

Im Frühsommer versteckt hinter der blühenden alten Robinie. (ca. 2014)























Sie stand immer ein bisschen am Rande..., am Rande des Gartens und am Rande der Aufmerksamkeit, an der Auffahrt zum Nachbarn, zum Teil verdeckt durch eine alte Robinie und Kiefern, aber eigentlich war sie auch seit Jahrzehnten nicht wegzudenken, "unsere" Säulenpappel. Doch nun ist sie gefallen. Dem Sturm Xavier konnte sie nicht standhalten, die alte. Und das "Loch", das sie nun im Himmel beim Blick aus dem Garten übers Haus hinterlässt, habe ich mir noch gar nicht anschauen mögen... Stattdessen habe ich mich in meinem Blog auf die Suche nach Bilderspuren gemacht. Es gibt nicht so viele, wie ich jetzt eigentlich gern hätte. (Und all meine digital gespeicherten Fotos außerhalb des Blogs gingen Ende 2015 verloren.)







Links vom Mond lugt sie hervor. ca. 2014
ca. 2014/2015
Spuren der Pappelblattdrehlaus. (ca. 2014/2015)
Den Herbstgoldteppich aus Birken- und Pappelblättern habe ich viel zu selten fotografiert. (ca. 2014/2015)

Rechts neben dem Kugel-"Ahörnchen" ist hinterm Zaun ihr Stamm zu sehen. (ca. 2014/2015)
Links hinterm Essigbäumchen wieder ihr Stamm, voller gelber Pilze. Pilzbefall ist ein untrügliches Zeichen, dass ein Baum - langsamer oder schneller - in seine letzte Lebensphase übergeht. (2015)
Der Stamm der Pappel im Frühherbst 2015.




Ein paar Bilder mit der Pappel - über die Jahreszeiten hinweg - habe ich noch von 2016 und 2017 in meinem neuen Fotoarchiv finden können.




Anfang Mai 2016, die noch fast kahlen Zweige von der Vormittagssonne durchschienen.
Belaubt als hinterster zwischen all den anderen Bäumen sieht man ihre "Säule" noch im Frühsommer 2016 deutlich.
Im Winter 2016/2017, ragt sie noch als Säule hinter der Robinie auf.
Das letzte Foto von ihr als stehender Baum. Zeitiger Frühling 2017.





Obwohl ich die letzten beiden Wochen arg mit mir selbst zu tun hatte, war bei meinen kleinen Gartenrunden auch sie immer wieder in meinem Blickfeld, die Pappel, bzw. das, was nun noch von ihr übrig ist, so gebrochen, gefallen, zerstückelt... Bei aller Erleichterung, dass nicht mehr passiert ist beim Sturz des alten Baumes während des Sturmes, bin ich traurig. Die Pappel fehlt, hinterlässt eine Lücke, verändert eine vertraute Perspektive nachhaltig. Auch einen baumstarken Ast der alten zweistämmigen Robinie riss sie mit sich.










Am letzten Samstag dann berührte mich der Anblick des zerborstenen Stammes schließlich noch einmal so sehr, dass mir die Tränen kamen und es mich drängte etwas zu tun, was meiner Trauer und meinem Weh Ausdruck verleiht. Und meiner Dankbarkeit für dieses Baumleben an unserer Seite.








Behutsam habe ich Essigbaumblätter gepflückt und auf ihre viel zu großen Wunden gelegt, schüchtern einen zarten Blätterreigen... Der Wind war gnädig und wehte die Blätter tagelang nicht weg... Eine kleine Geste der Liebe. Sie stand immer ein bisschen am Rande... 








Ein paar der Stammstücke hole ich mir mit des Sohnes Hilfe in den Garten. Totholz... Totholz, das wieder neuer Lebensraum wird...








* Ja, es ist eine Widmung.

Weekend Green  Gartenglück
Naturdonnerstag


Und nun seid ihr dran. 


Regelmäßig am letzten Sonntag im Monat veröffentliche ich einen Post über Bäume, meine Beziehung zu ihnen und manchmal erzähle ich aus Geschichten von Bäumen. Ich singe Loblieder auf die Baumwesen und meine Liebe zu ihnen ist nicht zu übersehen. Denn wo ich auch hinkomme, gehe ich auf Entdeckungsreise zu Bäumen.











Wer möchte, kann mitmachen. Ab der Veröffentlichung meines Posts hier im Blog habt ihr drei Wochen lang Gelegenheit eure Beiträge zu verlinken. Habt ihr einen Baumfreund? Oder gleich mehrere? Übrigens - es müssen nicht unbedingt Fotos sein von Bäumen, die ihr veröffentlicht. Gern könnt ihr euch auch anders kreativ euren Bäumen nähern und sie uns nahebringen.