Donnerstag, 23. Mai 2019

Naturdonnerstag (88) - In meinem wilden Garten

Als wir diesen Monat 10 Tage in Stralsund, auf Hiddensee und in Rerik verbrachten, blieb der Garten allein. Eine Freundin versorgte dankenswerterweise das Gemüse und die Ansaaten in den Hochbeeten mit Wasser. Und dann hatte es immerhin auch noch eine Nacht lang ergiebig geregnet. Da war die Heimkehr mit viel Gartenfreude verbunden und wir saßen den Sonntag da unten und genossen mit einer Sonntagszeitung, frischen Frühstückseiern der Reriker Pfarrgarten-Hühner, frischen vom Gefährten herbeigeradelten Brötchen und unseren Urlaubserinnerungen den lieben langen Tag... Wir lieben diesen Platz, der morgens im Frühling in der Morgensonne liegt, mit Ansteigen der Temperaturen wächst auch das Laub am Hausbaum und man kann dort auch im Hochsommer noch frühstücken. Zum Kaffee geht's dann lieber auf die schattige Terrasse...










Auch mein Büro verlege ich gerne dorthin, nach "unten" in den Garten, da geht die Arbeit flott vonstatten, umschwärmt von Bienen und Schmetterlingen, überflogen und musikalisch unterhalten von der Vogelschar, wenn die nicht gerade im Iris-Sumpf eine freie Wasserstelle zum Plätschern gefunden hat. Es ist schön von diesem Platz aus die jahreszeitlichen Veränderungen im Garten im Blick zu haben. Sieht es im April noch ziemlich kahl aus, explodiert dann auf einmal alles. Grüne Fülle mit blühenden Einsprengseln in Gelb, Blau, Rosa, Weiß... Je nachdem, was gerade dran ist. zz. immer noch Vinca major, nun auch die ersten Akeleien und auch die Sumpfiris spitzen schon gelb. Und irgendwann zum Spätsommer hin färbt sich langsam das Laub... Aber das kann gern noch warten. Nun erst mal volles Grün voraus... Und regelmäßig am späten Vormittag zieht ein Eichhörnchen durch die Baumwipfel unseres Gartens, weiter in den Wald...




Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  




Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann von Donnerstag 8.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr. Der 1. Donnerstag im Monat gehört dabei ausschließlich den Bäumen in Fortführung meiner langjährigen Reihe "Mein Freund, der Baum". Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.



  (Es bleibt so vorläufig: Eine Verlinkung kann ich - außer in den Kommentaren - noch nicht wieder anbieten.)

Donnerstag, 16. Mai 2019

Naturdonnerstag (87) - In meinem wilden Garten

An dem Platz, von dem aus ich das Foto aufgenommen habe, steht links ein Wasserfass, in dass die Dachrinne entwässert. Wenn es voll ist, läuft das Regenwasser in den Sumpf. Am Rand des noch nicht erblühten Iris-Sumpfs ist unter der Birke, durch die Wilder Wein klettert, zu meinen Füßen ein über einen Meter und bis 50 cm breiter und ebenso hoher Steinhaufen aus alten zerborstenen Terrassenplatten und Feldsteinen. Bestimmt schon seit ungefähr 5 Jahren. Die Vögel fliegen dort an, wenn sie an die wenigen freien Wasserstellen zum Plantschen kommen. Langsam spinnt kriechender Efeu von unten den Steinhaufen ein. Schon manchmal hörte ich dort ein Rascheln... Heute wieder, und ich war diesmal schnell genug, um eine Eidechse zu entdecken, die dort zwischen den Steinen ihr verschwiegenes Versteck hat und sich wohl manchmal auf den Steinen sonnt, wenn die Bedingungen günstig sind. Früher hatten wir die Eidechsen auf der Terrasse, seit der Hausbaum so sehr gewachsen ist und soviel Schatten wirft, waren sie verschwunden. Weitergezogen also, dorthin, wo doch mal die Sonne hinkommt am Tage. Einige Jahre hatte ich keine Eidechsen gesehen, nun weiß ich, sie sind noch da...








Aus dem Steingarten leuchten weiß Schleifenblume und kupfrig und frisch grün Elfenblume herüber. Beides sind Pflanzen, die ich Mitte der 80 er aus Erfurt bzw. Quedlinburg bezogen habe, seitdem stehen sie dort, sind unverwüstlich und an die unwirtlich trockensandigen Bedingungen bestens gewöhnt. Die kupfrige Farbe der Elfenblume ist übrigens das Laub vom Vorjahr. Ich lasse es stehen, wegen der leuchtenden Farbe und weil es die zarten frischen Frühlingstriebe vor späten Nachtfrösten schützt. Irgendwann vergeht es dann und Grün dominiert. Dahinter ein großer Farn, der vor Jahren von selber eingezogen ist.




Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  




Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann von Donnerstag 8.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr. Der 1. Donnerstag im Monat gehört dabei ausschließlich den Bäumen in Fortführung meiner langjährigen Reihe "Mein Freund, der Baum". Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.



 
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Donnerstag, 9. Mai 2019

Naturdonnerstag (86) - In meinem wilden Garten

Manchmal spiele ich im Garten, sammle gedankenverloren herabgefallene Blüten oder pflücke Verblühendes, zupfe Sämlinge oder Kräuter, die anderen Pflanzen zuviel Platz nehmen und lege dann das Gefundene irgendwo im Garten zu Mandalas. Ich berühre und werde berührt. 

Gerade bleibt nur wenig Zeit zum Bloggen. Ich werde daher einige Wochen lang jeweils nur ein Foto aus meinem wilden Garten posten und ein paar Gedanken dazu aufschreiben.

Die Abschnitte der alten Weide bekam ich aus dem Garten einer Freundin. Langsam machen sich auf ihnen Pilze breit und auf dem ganz links hat sich ein Birkenwäldchen ausgesät, zwischen Steinen aus der Bretagne. Ein paar Einzelblüten einer Rhododendronblüte betont diese Stelle nun. Dahinter schwimmen in einer Glasschüssel Vinca- und Vergissmeinnicht-Blüten zwischen Ahornblättern. Es macht Freude, daran vorbeizugehen, stehen zu bleiben und genau hinzuschauen. Irgendetwas ist immer verändert... Die Vergissmeinnicht haben sich selbst in den Topf ausgesät. Zu Füßen des Arrangements stehen ein Fingerhut und Ahornsämlinge. Irgendwann müssen sie wohl weichen, aber ein Weilchen dürfen sie noch grünen... In dem braunen Tontopf sind aus einer Hagebutte der Hundsrose neue Rosen gekeimt. Noch Winzlinge. Die pflanze ich irgendwann um, wenn sie etwas größer sind. Diesmal vielleicht in den Schulgarten... Die Vergissmeinnicht haben sich selber in den Topf ausgesät, so brauchte ich ihn gar nicht zu bepflanzen. Töpfe mit ausdauernden und selbstaussamenden Pflanzen sind mir ein Vergnügen. Sie überraschen mich immer wieder...








Ich bin unterwegs, wir begeben uns für 10 Tage in ein ruhiges Haus und ohne WLAN auf die Insel Hiddensee. Zum Ruhen, zum Rad fahren, zum Lesen... Einen Post für die nächste Woche habe ich schon vorbereitet. Nur lesen kann ich gerade nicht bei euch...


Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  




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Donnerstag, 2. Mai 2019

Naturdonnerstag (85) - Mein Freund, der Baum - Blutbuchenallee Streganz






Seit dem letzten Sommer war ich mehrmals hier unterwegs, in der Blutbuchenallee in Streganzberg im Naturpark Dahme-Heideseen. Jahrzehntelang gesperrt, weil einem Armeegebiet zugehörig, kann sie nun wieder besucht werden, diese eindrucksvolle Allee... Dieses Jahr führen meine Jahrzeszeitenspaziergänge mit einer kleinen Gruppe Frauen dorthin. In der vergangenen Woche war es so weit. War das Wetter am Morgen noch bedeckt, erlebten wir die Allee bei der Rückkehr vom Streganzberg am Mittag in der Sonne liegend. Wie schön das Farbenspiel des jungen Blutbuchenlaubes. Staundend blickten wir nach oben, ganz erfüllt von diesem Anblick und dem Gesang der Vögel, der uns schon den ganzen Vormittag begleitet hatte...





Heike R. hat mich beim Staunen erwischt...




Na, dann legt euren Kopf in den Nacken und staunt und freut euch doch einfach ein wenig mit... Sind das nicht unglaublich schöne herzerwärmend leuchtende Farben?











Wir freuen uns darauf, in sechs Wochen hierher zurückzukehren und uns mit unseren Bäumen zu verbinden und unter ihnen - uns leise schwingend - zu singen:

So tief in die Erde wie ein Baum, so geht mein Weg,
so tief in die Erde wie ein Baum, so geht mein Weg,
so tief in die Erde wie ein baum, so geht mein Weg.

So hoch in den Himmel wie ein Baum, so geht mein Weg,
so hoch in den Himmel wie ein Baum, so geht mein Weg, 
so hoch in den Himmel wie ein Baum, so geht mein Weg.
 
Dann wird auch die letzte Buche in der Allee ihr Laubkleid tragen, die Farben der Blätter werden in ein rötlichdunkles Grün übergegangen sein und der Schatten unterm Laubkleid der Bäume wird dichter.










Ja, und all diese Baumriesen sind einst auch nur ein kleiner Sämling gewesen wie dieser hier...








Die Buche am Eingang zur Allee hat sich Zeit gelassen mit dem Laubtreiben, sie, wohl die älteste im Bunde der Bäume, ist noch fast unbelaubt. Bis in den Juni hinein wird sich das geändert haben... Und auch die jungen nachgepflanzten Buchen werden hoffentlich gut über die Trockenheiten kommen. In den letzten Tagen hat es in Braundenburg geregnet. Nicht eben viel, aber immerhin hat sich die Lage etwas entspannt... Gut so, auch für die Bäume.








Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  




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Mittwoch, 1. Mai 2019

Mustermittwoch - Taschen

Noch gepflegtes Chaos auf meinem Werktisch... Dabei war der gerade aufgeräumt zum Jahreszeitenabend.




Ist doch gut, wenn man ungeahnt vorgearbeitet hat... Tage der offenen Ateliers am kommenden Wochenende auch bei mir zu Haus, am Freitag Expertentag im Schulgarten mit Insektenhausbau, die letzten Handgriffe an der Frühlingspost 2019... Oje... Unter normalen Umständen hätte ich diese Woche somit gar keinen Post geschafft, geschweige denn Taschenmuster zu finden oder zu erfinden. Aber ich hab ja welche! Gemusterte Taschen! Ich bin doch von Täschchen umgeben... Hier meine schnelle Sammlung.









In einem der Ryokans in Japan, auf Miayima, bekamen wir jeden Tag ein Täschchen für unseren Krimskrams, den wir im Onsen brauchten. Eigentlich braucht man nichts, denn es ist alles vor Ort. Nur ich brauchte meinen Zopfgummi und eine Haarbürste. Diese Täschchen durften wir mit nach Hause nehmen, wenn..., ja wenn wir sie immer gleich weggepackt hatten, denn aus dem Korb mit den Yukata werden sie bei der Zimmerreinigung entnommen, wenn die Yukata gegen frische ausgetauscht werden. Die supernetten Servicekräfte denken dann nämlich, man will sie nicht... Wir haben es dann aber noch rechtzeitig kapiert, um ein paar mit nach Haus nehmen zu können.










Und schaut mal hier, auf dem Tischchen in einem anderen Ryokan in Tokyo, steht rechts das grüngelbe Täschchen in genauso einem Schnitt, das mir meine Tochter mal aus einem meiner Batikstoffe genäht hat. Die Batik hing eine Weile an der Wand, aber irgendwie hatte ich sie mir leid gesehen und habe sie zerschnitten und die "ungeliebte" Hälfte zum Vernähen weggegeben. Aber die Tasche daraus ist wiederum toll... Ich finde diese Täschchen, die man einfach zuknotet, für viele Gelegenheiten geeignet. Sie sind leicht, brauchen nicht viel Platz und es lässt sich Einiges darin unterbringen. Ich hatte darin mein Stickzeug mit in Japan.




Miniwerktischchen im Ryokan, der Mann beansprucht auch noch was davon. Die Futonbetten sind schon auf den Tatamis gerichtet. Abend also. In Tokyo.








Auf dem Tischchen ist auch schon zu sehen, was ich u. a. in Japan gestickt habe. Schon lange wollte ich die Sticknadel wieder zur Hand nehmen, die Initialzündung passierte dann in Speyer im Februar. Ich wollte wieder in Übung kommen und hab einfach angefangen, eine alte Leinentasche meiner Mutter in Projekttäschchen zu verwandeln. Zerschnippelt und wieder zugenäht wurden aus einer Tasche zwei Taschen, und der grob gewebte Leinenstoff eignete sich perfekt zum Sticken. Zunächst mit Stichen, an die ich mich aus meiner Schulzeit noch erinnern konnte...















Ich habe festgestellt, dass Stickzeug prima ist, um unterwegs was zu machen, denn das geht auch einfach im Sitzen und eigentlich überall... So habe ich auch die letzten Wochen zu Hause weitergemacht, meist abends auf dem Sofa, vor dem Schlafengehen, oder am Wochenende auf der Gartenbank, wenn mein Mann und ich draußen sitzen...



 


Frühlingspost ist verpackt, die Restpapiere für Tausch- und Sonderpöste erstmal beiseitegepackt Der Werktisch leert sich also. Draußen auf der Terrasse warten Wachsschmelztopf und Bügeleisen...




Heute ist meine Frühlingspost fertig geworden, hach, bin ich froh, denn nun ist wirklich Endspurt für die Tage der offenen Ateliers angesagt. Inzwischen habe ich soviel zum Ausstellen, dass ich mich beschränken muss... Also zeige ich vor allem Wachsbatik, Ecoprint und Buchbinden diesmal. Auch - gerade bei den Büchern, ein paar "works in progress", da lassen sich die Fragen nach dem "Wie" ganz anschaulich beantworten. Und bei der Anmeldung vor Ewigkeiten hatte ich doch fürs Demonstrieren Papierschöpf-Collagen angegeben habe... Na gut, eine Schöpfbütte kriege ich noch hin... Ein paar Ideen hab ich auch, da Zubehör liegt bereit... 




Für ein neues textiles Buch, diesmal wird wieder mal koptisch gebunden.
Tage der offenen Ateliers, ich bin zum 3. Mal dabei und freue mich auf schöne Begegnungen...




Mustermittwoch 
12tel Blick: Blick auf meinen Werktisch

Donnerstag, 25. April 2019

Naturdonnerstag (84) - Im Schulgarten

Die Zeit rinnt mir durch die Finger wie das Wasser leider nicht vom Himmel... Nach dem schönen Osterfest im kleinen Familienkreis im Garten geht es wie schon im letzten Jahr in den vom Wetter aufgezwungenen bekannten Rhythmus dieser trockenen Frühlings- und - wenn man den Wetterprognosen vertrauen mag - auch wieder der Sommertage: Zwei Stunden Schulgarten, zwei Stunden eigener Garten, mehr will ich eigentlich nicht, und schon wieder sind die Stunden mehr mit Gießen als mit anderer Arbeit gefüllt... Dann zwei Stunden "Archiv" oder Büro und noch Zeit an meinem Kreativtisch. Und schwubs, neigt sich der Tag mit noch ein paar Lückenfüllern zum Ende.







Hausputz im Naschgarten dringend vonnöten...



Heute war ich mit einigen aus der langjährigen Frauenwandergruppe zum Jahreszeitenspaziergang unterwegs und werde ich zum nächsten Naturdonnerstag davon Bilder zeigen, ich habe viele schöne mitgebracht, die wunderbar zu unserem Thema am 1. Donnerstag im Mai passen: Mein Freund, der Baum.




Nach den Pflaumen, Pfirsichen und Kirschen sind nun die Apfelbäumchen dran mit der Blüte...



Für den heutigen Beitrag habe ich wieder ein paar Bilder aus dem Schulgarten ausgewählt. Ab und zu schaffe ich es doch mal ein Foto zu machen ;-)



Letzen Herbst gesteckt: Wildtulpen. Und zwischen den Steinen wandert Gundermann.



Langsam, aber sicher, wird der Garten in weiten Teilen zum naturnahen Garten mit vielen Rückzugs-, Nahrungs- und Nistmöglichkeiten für allerlei Getier. Schon lange war auch der Wunsch ein Insektenhotel aufzubauen, nun gibt es gleich zwei, die aber noch bestückt werden müssen. Aber der Tonziegel, der schon lange in meinem Keller auf seinen Einsatz wartete, ist schon eingestellt, und kurz darauf ist der erste Bewohner tätig geworden und hat die Nistkammer unten rechts für seine Wildbienen-Nachkommen eingerichtet und vermauert... Hoffentlich geht es so weiter.








Auf dem im vergangenen Jahr angelegten Trockenbeet fällt momentan der Blühaspekt der Roten Taubnessel auf, sie hat sich über das ganze Beet hinweg ausgesät. Dazwischen gucken auch die ersten Blütchen des Reiherschnabels schon hervor. Hummeln, Bienen, Schwebfliegen und auch ein paar Falter nehmen sie dankbar an. Auch Katzenminze und Rupprechtskraut-Storchschnabel haben gute Ausgangspositionen, und das Echte Labkraut auch. Es hat sich schon ein einige Stellen versamt. Ich bin richtig glücklich, wie sich das entwickelt. Ein paar Ahornsämlinge und vorwitzige Gräser musste ich aber schon zupfen. 








Wenn ich dieser Tage aus dem Schulgarten nach Hause kam, begrüßte mich freudig meine kleine Japanische Kirsche am Zaun zur Straße in meinem wilden Garten. Tapfer hält sie schon viele Jahre lang durch unter den widrigen mageren und trockenen Bedingungen. Einen durch einen Fehlschnitt arg massakrierten Zwilling von ihr hatte ich vor zwei Jahren heruntergeschnitten, die neuen Triebe entwickeln sich gut und haben auch schon einige Blüten angesetzt. So wird mir dieses Frühlingsrosa also erst mal bleiben.






Ich genieße es, dass mein Leben nun wieder überwiegend draußen stattfinden kann. Über der Terrasse brüten an beiden Hausecken unterm Dach Amseln, Buchfinken und verschiedene Meisenarten kommen zum Bade und ans Futterhaus. Nun freue ich mich auf den Pirol und den Kuckuck. Wenn die beiden wiederkehren und auch die Maiglöckchen blühen, ist für mich der Frühling wirklich da. In Sachsen an der Mulde rief der Kuckuck schon in diesem Jahr...



Der Naturdonnerstag war eine Idee von  Jutta . Hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  




Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann von Donnerstag 8.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr. Der 1. Donnerstag im Monat gehört dabei ausschließlich den Bäumen in Fortführung meiner langjährigen Reihe "Mein Freund, der Baum". Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.



 
Eine Verlinkung kann ich außer in den Kommentaren noch immer nicht wieder anbieten. Es liegt nicht am Tool, sondern an meinem Rechner und seinen Sicherheitseinstellungen, die angefangen haben ein Eigenleben zu führen und mit mehreren Anwendungen nicht mehr kooperieren wollen und sie blocken. Zum Glück kann ich zz. wenigstens noch bloggen und mailen. Besserung wird es erst geben, wenn ich auch ein neues Handy hab, das meckert mich auch dauernd an ... Auch das Fotoapparat-Problem ist noch immer in Arbeit. Und dann muss ohnehin alles neu angepasst und aufeinander abgestimmt werden.

 

Mittwoch, 24. April 2019

Mustermittwoch - Hoppelöhrchen





Also ein "regelrechtes" Muster mit Ovalen habe ich auch nicht zu bieten, aber immerhin gemusterte Ovale... Beim Buchbindewochenende mit der Enkelin fielen Schnipsel und Reststreifen vom Kleisterpapier an, die ich zu Ovalen und Spiralen geschnitten habe, zunächst noch ohne Idee dazu. Dann fiel mir beim Aufräumen des Werktisches ein Abklatschpapier mit Probedrucken in die Hand, mit Michaelas Vogel-Stempel und Rosetten-Schablone hatte ich das Papier versehen und vom Workshop mitgenommen. Ein gebatiktes Seidenpapier und hellgrüne Strohseide war auch noch da. Denn weil ja Ostern vor der Tür stand, kam mir eine Kindheitserinnerung.












Daraus wurde dieses kleine Memories-Büchlein... Mit einem Osterkinderlied, in dem mein Vater einen Text eines Kölner Freundes vertont hatte. Ich kann es noch singen ;-).







Hoppelöhrchen, bring ein Ei, bin auch brav gewesen,
Hoppelöhrchen, bring mir zwei, weiß auch schon zu lesen.








Dünken aber heuer hier Eierchen zu teuer dir,
kannst du mir nebst andern Dingen auch ein kleines Püppchen bringen.







Als ich noch sehr klein war, wohnten wir eine kurze Zeit in Bodenkirchen. Mit Ortsnamen konnte ich noch gar nichts anfangen. Ich nannte unser Zuhause das "grüne Bodenkirchen", denn das Haus, in dem wir lebten, hatte einen grün angestrichenen spitzen Holzgiebel, weshalb es wohl auf mich wie eine Kirche wirkte...











Die für den Winter in Sachsen unterbrochenen Aufräumarbeiten habe ich hier zu Haus wieder aufgenommen, es gibt soviel Papier mit Erinnerungen... Vielleicht mache ich weiter mit "Memories"-Büchlein... Und mit Sticken...








Fotografiert habe ich das Büchlein übrigens auf einem meiner Kleisterpapiere, aus denen die Frühlingspost 2019 werden soll. Dieses hier ist ein ganz schlichtes gestrichenes, Gelb auf Kupfer, mit einem breiten Pinse, in Pastellfarben, also mit viel Weißanteil, versteht sich...



Mustermittwoch - Ovale, Ellipsen, Eier
Papierliebe - Seidenpapier