Sonntag, 28. Oktober 2018

Meine Woche 2018 (43)

Alleen in Brandenburg. Herbstaspekt.
Stadtspaziergang in Freiberg.
Zwei kleine Büchlein zum Verschenken schneiden, falten, binden...


Am vergangenen Sonntag wechselten wir nach Freiberg, und von dort am Montag nach Neuss. Ich begleitete den Liebsten zu einer Messe und hatte tagsüber Zeit für mein selbstzusammengestelltes "Damenprogramm", herrliche Freiheit... Der Dienstag gehörte gleich Museum Insel Hombroich, von Astrid einst inspiriert, war ich nun endlich ein erstes Mal dort. Natur, Landschaftsgestaltung, Architektur, Kunst - eine Melange vom Allerfeinsten. Ein halber Tag ist da im Nu vorbei und der Tee in der Cafeteria ein schöner beruhigender Zwischenstopp auf dem Weg zum Bus, nach so viel Begeisterndem...







Gewarnt von allerlei Kränkelei in den letzten Wochen habe ich es diesmal ruhig angehen lassen und nach einem "Aktivtag" einen Pausentag eingelegt, nur Spaziergengehen und im Café sitzen mit ein bisschen Kreativität, Tagebuch- und Briefeschreiben...




Obstkuchen mit feinstem Mürbeboden, wie ihn meine rheinländische Mutter buk...
Die wöchentliche Karte mit Jahreszeiten-Haiku für den Freund.



Nach soviel Erholung und einem Abendessen zuzweit im Emiliana in Neuss mit den besten Antipasti konnte ich am nächsten Tag den Schritt in die große Stadt wagen. Köln, die Geburtsstadt meiner Eltern. Im Dom sitzen, eine Kerze anzünden, in die Dombauwerkstatt gucken, Ritual jedes meiner Kölnaufenthalte...  



 






Ab 10.00 war ich mit Michaela im Museum Ludwig in der Gabriele-Münter-Ausstellung. Herrliche Farben, besonders die Landschaften und die Porträts machten mir große Freude, aber auch viele andere ihrer Sujets, ihre Fotos, Informationen und Begleitmaterial weckten unser Interesse... Danach erwartete uns Astrid im Ludwig im Museum und wir saßen in intensivem Gespräch bei Kaffee und Tee beisammen, fachsimpelten, zeigten und schenkten uns was ;-), Danke! Eine herrliche und gut gefüllte Zeit, und ich zog auch mit den erhofften praktischen Ratschlägen für meine geplanten textilen Buchumschläge von dannen... Vielleicht dauert es diesmal ja auch gar nicht so lange, bis wir uns wiedersehen... Dankeschön für eure Zeit, und für Muster- und Ecoprint-Papier, Efeublätter-Waschmittal-Täschchen und Efeu-Collage.








Durch einen Zeitungsartikel war ich auf die Ausstellung "Fast Fashion" im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum aufmerksam geworden, und machte mich dorthin nach dem Abschied von Michaela und Astrid auf den Weg. Durch jahrelange Arbeit in der Nachhaltigkeitsbildung war ich ja nicht ganz uninformiert, und doch schlug mir die Menge an Informationen bedrückend auf den Magen, denn es sieht nicht so aus, als würden sich der Fast-Fashion-Konsum, das Viel-und-billig-Kaufen-Wollen, das den Trends-Folgen-Wollen durchgreifend ändern. 9 von 10 Kleidungsstücken in Deutschland kommen aus Billiglohnländern, in einem so massenhaft verkauften 5,00 € Billig-Shirt stecken Tausende Liter Wasserverschwendung, über 2 € Gewinn, aber nur 0,13 € Lohn... Schade, dass uns diese Ungerechtigkeit keine Allergien auf der Haut verursacht. Das würde vielleicht Wirkung zeigen. Wie viele stecken diese Umstände weg, übersehen und ignorieren, was wir mit unserem Lebensstil weltweit bewirken. Es tat gut die parallele Ausstellung "Slow Fashion" auch noch sehen zu können, in denen alte nachhaltige Handwerkstechniken wie z. B. das japanische BORO- und das indische KANTHA-Nähen vorgestellt werden, "Upcycling" seit Jahrhunderten, heute von kleinen Modelabels aufgegriffen, denen Menschen, Umwelt und Nachhaltigkeit am Herzen liegen ... 




Boro-Näherei aus Japan, mit Sashiki-Stichen.



Am Abend langte ich gegen 21.00 Uhr wieder in Neuss an und es gab für mich aus unserer Kühltasche ein flottes Abendbrot aus Früchtebrot und Apfel. Irgendwann trudelte auch der Liebste noch ein. Am nächsten Morgen Havarie im Hotel, kein Warmwasser, keine Heizung. Da bin ich doch alsbald mit meiner Postmappe wieder ins Café aufgebrochen...



"Kartoffeln mit Möhren untereinander", auch eine Kindheitserinnerung aus der Küche meiner Mutter...



Abends packen und gemeinsames Essen mit der "Messemannschaft", ausschlafen und am nächsten Morgen die lange Heimfahrt antreten, die Vorräte auffüllen und sich freuen, wieder im heimischen Wohnzimmer am Kamin zu sitzen, mit Früchtemüsli, heißem Tee und wunderschöner Post, von der Nachbarin fein gesammelt, Blätter-, Baum- und Waldpost von Birgitt, Susanne und Mano... Dankeschön!









Samstagsplausch
Monatsmotto 

 

Kommentare:

  1. Schön, noch einmal so en suite deine Woche vor Augen zu haben! Die Ausstellung im Völkerkundemuseum muss ich mir auch noch mal ansehen. Den Heizungsschlamassel haben wir ja zum Glück hinter uns. Da ist so ein Kamin was Feines.

    Eine kontemplative Zeit wünscht dir in den nächsten Tagen
    Astrid

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  2. Das waren ja inspirierende Tage; ich hätte dich auch so gerne im Ludwig getroffen.... deine schönen Bilder von der Insel Hombroich motivieren mich, endlich mal wieder hinzufahren.
    Liebe Grüße schickt
    Christine

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  3. Ja, die Insel Hombroich liebe ich auch. Sie gehört immer zu unserem Frühlingsritual. Das geht ja auch problemlos, liegt sie doch fast vor unserer Haustüre. Schön, dass die Woche für Dich so viel zu bieten hatte und weiter gute Gesundheit.
    LG
    Magdalena

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  4. Du hattest wieder so eine schöne abwechslungsreiche Oktoberwoche! Immer mal wieder zwischendurch entspannen ist eine super Idee, bevor selbst Spaß zum Stress ausartet.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  5. jedes deiner bilder hat mir freude gemacht, besonders hombroich - vielleicht seh ich es endlich mal in 2019...
    so schön dein treffen mit astrid und michaela! dein herr gemahl könnte auch gern mal wieder hier in der nähe einen termin haben ;))! meine ausstellung läuft vom 18.11.18 bis 30.01.2019. ankündigung folgt bald!
    dir eine gute neue woche, ich schicke viele liebe grüße!
    mano

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  6. Wie schön, nocheinmal mit dir mitzureisen und die Bilder dazu zu sehen. Es war so schön, einen Tag deiner Reisewoche mit dir zu teilen Liebe Grüße von Michaela

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Ich freue mich sehr über eure Gedanken.
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