Dienstag, 12. November 2019

Ganz schön knapp war die Kreativzeit...




... in den letzten Wochen. Es war Einiges los, bedurfte der Überlegung und Entscheidung und klärender Gespräche, und das hat mich abgehalten öfter zu Schere, Papier, Faden und Stoff zu greifen. Ende September waren noch eine Schnörkel-Geburtstagskarte und die Doppelseiten aus dem gemeinsamen Collagenbuch von den großen Enkelmädchen und mir fertig geworden und warten nun noch auf die beiden letzten Herbstcollagen der Mädchen... Das Collagenbuch hatte ich für uns drei aus einem alten Kalender der Dresdner Kalligraphie-Gruppe Papiergeflüster gebunden.



H.s Sommer. Der als Kalenderblattausschnitt vorhandene Fluss mit Fisch bekam ein Ufer.

 
J. s Sommer. Zarte, lichte Weite, vielleicht auch sehr heiß?


Mein Sommer stand ganz unter dem Zeichen des heiß ersehnten und selten gefallenen Sommerregens... und Regen-Spiralen für den vergangenen Mustermittwoch-Monat kringelten sich auch hinein.


In meinen Herbst floss Frau Nahtlusts Papierlieben-Baumthema. Nun freue ich mich, wenn das Buch gefüllt zu mir zurückkommt. Dann gibt es noch mehr Herbst und unser Buch ist voll mit 4 Jahreszeitenseiten und 12 Collagen.


Im Oktober war der Umzug ins sächsische Winterhalbjahr zu organisieren, die Gärten waren winterfest zu machen. Ein paar Speyertage unterbrachen die Geschäftigkeit. Und zwischendrin hüpfte eine Woche lang eins der kleinen Enkelmädchen bei mir herum, zwischen all der Auf-, Ein- und Umräumerei in Garten, Haus und Keller, das Mädchen immer im Schlepptau, schaffte ich es immerhin ihr auch mal Farben, Kreide und Stifte hinzustellen, sie - leider erst ab dem 2. Tag... - in eine Uralt-Frottee-Kinderwerkschürze zu stecken und jeden Tag ein bisschen malen zu lassen... Auf allen vier Spielplätzen des Ortes und im Wald und am See waren wir aber auch ;-).












Als dann die Sehnsucht nach Ruhe bei mir größer und größer wurde, sich die Umzugstaschen im Flur aufreihten, flatterte mir kurz vor unserer Fahrt nach Freiberg noch eine Farbmeditation von Kristina in den Briefkasten, die sich im Herbstlaub ganz wunderbar ausnahm... Die ruhigen Farben passten so gut zu mir und meiner Stimmung in diesen Tagen...







In Freiberg wurde das Mädchen der glücklichen Familie wohlbehalten übergeben, der Mann hatte Arbeit am Wochenende, Gelegenheit für mich mir das Auto zu leihen und Uta und Karenl auf dem Freitaler Kunsthandwerkermarkt mit meinem Besuch zu überraschen... Inspiration kann ja nie schaden und ein netter Plausch schon gar nicht. Und natürlich hatte ich auch ein kleines Beutelchen netter Sachen im Gepäck...


Utas Liebe gehört dem Papier... So feine Sachen.




Habt ihr erkannt, in was für einem wunderbaren hölzernen Lager Karen ihre wunderschönen kostbaren Perlen zeigt? In einer alten Zigarrenpresse... Ich hätte das nicht erkannt... Genial, nicht wahr? Die Perlen stehen dem Gerät viel besser als Zigarren.







In ein paar Harz- und Klostertagen habe ich dann wirklich die Ruhe gefunden, die ich mir gewünscht hatte fürs Ankommen in Sachsen, und ich habe neue Lust und Kraft geschöpft, eine Art Rhythmus scheint sich einzustellen, und ich hoffe, das bleibt so. Ich habe - die Adventspost verlangt Handschrift...., viel abgeschrieben, vom Mond und von Hirschen, von denen japanische Tanka erzählen. Genutzt habe ich mit Pflanzenfarben eingestrichenes Papier, das noch von meinem Sommertreffen mit Mano auf weitere Verwendung wartete. Nun ist sie gefunden. Ein paar Gelliprints sind auch beschriftet worden.




Mini-Onesheetbook, im Format A8



Aus einem Blatt entstand ein kleines Mondheftchen für Mano, die mich ja in Kloster Drübeck besuchen kam... Sie brachte auch ihr tolles Møn-Tagebuch mit, dass sie in ein Buch gestaltet hatte, das ich aus Fotos eines alten Rügen-Kalenders gebunden hatte... Ich hatte das Buch schon auf Instagram und auf Manos Blog gesehen, aber es in natura durchblättern zu können, hat eine ganz andere Dimension. Ich bin so begeistert, was da entstanden ist. Kunst. Und bin nun noch glücklicher den Kalender nicht entsorgt zu haben...




Doppelseite aus Manos Møn-Tagebuch

Doppelseite aus Manos Møn-Tagebuch


Während der Klostertage habe ich mir die Lagen für ein Novemberbuch zurechtgeschnippelt und sortiert- zu füllen "beziehungsvoll" mit Grautönen, Handschrift, mit Sonne, Mond und Sternen und Waldtieren. Davon zeige ich zum Mustermittwoch mehr. Und auch ein bisschen was vom schönen Kreativtreffen in Dresden am vergangenen Samstag. Denn inzwischen bin ich zurück aus der Klostereinsamkeit und habe nicht nur Grautöne mitgebracht. Schon auf meinem winzigen Arbeitstisch im Klosterstübchen gestaltete es sich je nach Perspektive ganz schön bunt. Auch dank Mano, die für mich kräftiges Rot in ein grauschwarzes Stoff-Papier-Büchlein gemischt hat. Und überhaupt hatte ich ja bei ihr diese unglaublich farbintensive und doch so gar nicht grell wirkende Karte gewonnen ;-). Wenn ich das alles so sehe, geht's mir richtig gut...







Creadienstag 

Kommentare:

  1. So wundervoll, liebe Ghislana! DA hat sich einiges bei dir getan, das ist ja großartig! Ws für liebe Besuche, Begegnungen und neue Erinnerungen sich da in die Winterzeit hinübertragen werden. Davon zehrt man dann in der dunkleren Zeit :-) Lieben Gruß. Susanne

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  2. Phänomenal, was du trotz allem so geschaffen hast! Das muss ich mir noch mal in aller Ruhe ansehen...
    Wunderbar, die Malereien der Kleinen, das begeistert mich immer wieder.
    Hoffentlich bist du inzwischen im Winterheim gut angekommen.
    Grüße aus Kölle von A.& D.

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  3. Auf alles kann ich gar nicht eingehen, es ist so viel Verschiedenes, was du zeigst, aber eine Freude zu schauen! Ich sag nur SCHÖN!
    Liebe Grüße - Ulrike

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  4. ich bin voll verliebt in die bilder deines enkelmädchens! besonders die schwarz-weißen finde ich hinreißend. ebenso euer gemeinsames collagenbuch - so eine wunderbare gemeinschaftsarbeit - das wird ein echter schatz!
    besonders freu ich mich natürlich, dass dir waldschachtel und mönbuch auch in natura so gut gefallen. hier liegen auch noch diverse papiere von unseren ecoprint-tagen. ich freu mich darauf, sie demnächst auch wieder in die hand zu nehmen und weiter zu gestalten.
    liebe grüße
    mano

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