Donnerstag, 27. September 2018

Naturdonnerstag (78 + 67) - Mit dem Rad...

war ich gestern früh spontan mit einer Bekannten unterwegs. Vor Jahrzehnten hatten wir als junge Familien eine faszinierende Stelle im eiszeitlich modellierten Wald besucht, eine Mischwald-Insel im Kiefernforsten-Meer, mit alten Eichen, in der Nähe eines damaligen Armeegebietes. So lange her... Immer wieder wollte ich da mal wieder hin, aber ich fand den Weg nicht mehr. Zufällig sprach ich eine der damals Mitradelnden an... "Ich weiß, wo das ist, können wir mal zusammen hin..." Da mein Terminkalender ziemlich gefüllt ist, sind wir einfach losgeradelt, statt noch lange zu warten... Das Wetter hätte auch nicht besser sein können, zwar kalt, aber schön sonnig und nur wenig windig.




 
Eine Kiefer ist auf einem der alten Stubben gekeimt.






Ich zeige euch nur zwei Bilder heute, denn fotografiert habe ich nämlich vor allem für den nächsten Post am 1. Oktober-Donnerstag. Denn das Gebiet passt ganz wunderbar in die Reihe Mein Freund, der Baum... Und so erinnere ich euch heute daran: Der nächste Donnerstag gehört den Bäumen, wie immer der erste im Monat. Bitte denkt daran, denn andere Posts muss ich sonst leider löschen... An den Ereignissen im Hambacher Wald sehen wir doch, was da gerade passiert und dass es diesem letzten Rest des 12000 Jahre alten Waldgebietes und seinen vielen alten Bäumen an den Kragen gehen soll, für Braunkohle, für schmutzigen auf klimaschädliche Weise produzierten Strom, für Profit, für unser Unmaß im Verbrauch von Energie... Daran mussten wir beide heute unterwegs auch denken, als wir unter den alten Eichen standen... Hier droht ihnen derzeit keine Gefahr, das zuständige Forstamt pflanzt junge Bäume zwischen die alten, sterbenden und toten. Nächste Woche zeige ich sie euch, die imposanten Baumgestalten... Und hoffe und wünsche und fordere weiter, dass #hambibleibt ...





Die umgestürzte Robinie hinten wächst munter weiter. Vorne ein Findling mit Kante, die einst der Wind nach der Eiszeit geschliffen hat, mit dem Sand das damals waldlosen Gebietes.


Den Natur-Donnerstag bekam ich im April 2017 von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  




Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr. Der 1. Donnerstag im Monat gehört dabei ausschließlich den Bäumen in Fortführung meiner langjährigen Reihe "Mein Freund, der Baum". Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.


 

Kommentare:

  1. Guten Morgen Ghislana,
    der Hambacher Wald, ich hatte bei Astrid etwas dazu geschrieben.

    Schön deine Bilder und nun bin ich mal gespannt. Auch ich habe dir einen Baumbericht über zwei besonders schöne Bäume und auch über eine Stadt, die diese Bäume besonders pflegt.

    Lieben Gruß Eva

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  2. #hamibleibt unterstütze ich ganz und gar, Ghislana. Ich könnte schreien vor Wut. Was für eine Welt hinterlassen unseren Kindern? Herzlichst, Nicole

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  3. Welch ein Wald! Das zweite Foto so beeindruckend!
    GLG
    Astrid

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  4. Die kleine Kiefer auf dem moosbewachsenen Baumstumpf ist ja süß. Ich hoffe, sie kann dort ordentlich wachsen, ein Baum aus einem Baum. Sieht man auch nicht oft.
    Dir wünsche ich einen sonnigen Tag und lieben Gruß
    Nicole

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  5. Liebe Ghislana, ich bin auch ganz fassungslos, was dort für unsere angeblich so notwendige Braunkohle passiert und hoffe, dass #hambibleibt.
    Aber, ganz ehrlich, es ist nur ein winziges Fünkchen ... :(
    Herzlichst
    Silke

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  6. Liebe Ghislana,
    ich bewundere immer wieder, welche Kraft die jungen Triebe entwickeln und so aus alten Baumstümpfen neues Grün sprießt.
    Liebe Grüße
    moni

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  7. Cool place.
    Thank you for hosting.

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  8. Die Natur sucht sich immer einen Weg um zu überleben und die Kiefernsprößling sieht klasse aus.
    Wir wohnen ja nicht weit weg vom Hambacher Forst und sehen wie trostlos ein Danach aussieht, wenn die Bagger da waren und alles abgebaut ist, dann bleiben nur die riesigen Löcher.

    Liebe Grüße
    Arti

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  9. Ja Liebe Ghislana,
    Die Natur sucht sich immer wieder Wege,
    ein Glück für uns Menschen.

    Bin heute auch mal wieder dabei.

    Liebe Grüsse
    Elke

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  10. Jeder Baum, der neu gepflanzt wird, ist ein Grund zur Freude. Was die Umweltpolitik betrifft, kann ich nur noch den Kopf schütteln.
    LG
    Magdalena

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  11. Ich finde auch, es ist ein Unding einen schönen, alten Wald (wie den Hambacher) abzuholzen.
    Er ist nicht zu ersetzen, er ist kostbarer als Kohle, aber es gibt Menschen die können solche Naturgüter nicht wertschätzen! Wenn der letzte Baum der Erde gerodet ist..., so sagen es die Indianer, wird der Mensch merken, das man Geld (Profit) nicht essen kann!
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  12. "Nur" zwei Fotos, aber die dafür wunderschön!!! Das erste, mit der Kiefer, das gefällt mir so richtig gut! Und stimmt: manche Sachen sollte man sofort machen, ohne langes Aufschieben...
    Liebe Grüße Andrea

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  13. Wie schön die kleine Kiefer auf dem Stubben. Bei uns hat sich eine zwischen die Erdbeerpflanzen gemogelt. Freue mich immer, wenn ich sie sehe. Liebe Abendgrüße, Eva

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  14. Heute, am Sonntag, bin ich zwar schon etwas spät dran, aber mein Reisegrün sollte einfach mit in den Naturdonnerstag. Ich freu mich auf deine Bäume von dieser schönen Radtour...und jetzt habe ich zu tun, die versäumte Blog-Woche überall anzuschauen.
    Liebe Grüße Ulrike

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  15. wie im märchen!! ich bin gespannt auf nächsten donnerstag!
    liebe oktobergrüße
    mano

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Ich freue mich sehr über eure Gedanken.
Bitte aber keine anonymen Kommentare.