Posts mit dem Label Vom Wald werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Vom Wald werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 13. Januar 2020

12 von 12 im Januar 2020

Sonntagsfrühstück mit Sonnenstrahlen.



Wenn schon der Samstagsplausch trotz vorhandener Wochenfotos nicht aus der Feder wollte, so dann doch nun mal wieder - und hoffentlich ausdauernder das Jahr über - 12 von 12... Gerade stehen hier Koordinierungs- und Planungsarbeit an, verschiedene Handwerker sind im Haus zugange, um den Veranda-Anbau zu vollenden, einige Postsendungen für Januargeburtstagskinder gingen auf den Weg in drei Teile der Welt, der Sohn konnte endlich sein Weihnachten hier liegengebliebenes und nun repariertes Auto abholen, die letzten Vorbereitungen für die Beteiligung an einer Ausstellung sind nun ganz konkret dran und fokussieren mich.




Ausführliches Pressestudium mit gegenseitigem Austausch von Lesenswertem.


Präsent war zwischendurch immer wieder die Trauer um fünf seit Weihnachten verstorbene Bekannte, aber das ist ja auch gut so, und so manches tiefe Aufseufzen gehörte dem Klarwerden darüber, dass die Erinnerungen an diese Menschen, an gemeinsame Erlebnisse, nun wirklich nur noch Erinnerungen sind, und dem Mitgefühl für ihre Hinterbliebenen. Es bringt mir den bevorstehenden 13. Todestag meines Vaters noch stärker ins Bewusstsein als sonst.





Letzte Sticheleien an einer Textil-Collage.



Das Sonnenwetter lockte sehr raus und ich konnt den Liebsten überzeugen mal nicht "Pflaster zu treten", sondern ein bisschen an den Stadtrand zu fahren und im Stadtwald spazieren zu gehen. Viele taten es uns gleich, erfreulich zu sehen. 



Hotelbetten für einen anstehenden sehr runden Geburtstag reserviert.
Vorfreude auf den Stadtwald.


Nach Harz und diesem Post nun auch im Stadtwald des sächsischen Freiberg das Fichtensterben hautnah zu sehen, tut weh. Aber ich erlebe auch in Brandenburg das so überaus Schleppende im Waldumbau... Nicht nur das Wachsen dauert, die Bürokratie davor auch, und ein Stück Bequemlichkeit von kleinen privaten Waldeigentümern ist wohl auch nicht zu unterschätzen. Sich durch den Dschungel möglicher Fördermaßnahmen zu kämpfen, ist nicht jedermanns Sache. Ja, Wald kostet, Waldeigentümer zu sein ist aber auch eine Verantwortung. Und heimlich wartet so mancher dann doch noch auf die Umwidmung als Bauland und pflanzt bis dahin nichts als Kiefern nach, das bringt mit etwas Wetterglück fix Holz und etwas Geld, und nicht dass am Ende noch wertvoller Mischwald heranwächst, der eine Umwidmung erschweren würde. Umso schöner, wenn es dann doch die gibt, die ihr Bestes versuchen ihren Wald zu erhalten und aufzuwerten. Die kenne ich auch. Genau wie die unermüdliche Zuversicht der Natur selbst...




Die Wiese an der Waldkante im Schatten zeigt noch nächtliche Frostspuren.
Naturverjüngung: Wo Mischwald heranwachsen darf, zeigt sich der Wald sofort sehr viel vitaler.





Nach einer großen Runde durch den Wald zogen wir über die nun ohne Schaden zu hinterlassen begehbare Wiese zurück zu unserem Parkplatz. Eine Freude zu sehen, dass sich der Liebste überzeugen lassen hatte sich endlich einen ordentlichen Winter-Wander-Mantel zu kaufen. Drei Stunden waren wir dafür am letzten Wochenende in Dresdens Läden unterwegs. Hat sich gelohnt, zwischen all den trendigen "Mikro-Plastik"-Teilen das "Andere" zu suchen und zu finden. Kein Frieren mehr in seinen sonstigen noch vorhandenen "Phantasiejäckchen", für viele Jahre gegen Wind und auch manches Wetter ist er nun geschützt unterwegs, wenn wir auch im Winter draußen sind.




Geliebter Anblick...
 
Frostige Zier an alten Eichenblättern.




Zu Hause wieder im Warmen der sonntägliche Obstimbiss und dies und das zu tun bis in die Abendstunden... Ja, es gab sogar Abendessen, aber in dem Moment hab ich nicht ans Foto gedacht, zu groß war die Freude auf die heiß vom Herd auf den Teller servierte Zwiebel-Paprika-Frittata zum guten italienischen roten Wein...




Obstimbiss statt Kuchen.




Noch immer erfreuen wir uns am Anblick unserer beiden Fichten-Weihnachtssträuße in ihrem natürlichen Zapfenkleid im Wohnzimmer und auf der Veranda... Solange sie nicht nadeln, bringe ich sie über die Zeit... Ganz bis Maria Lichtmess am 2.2. werden sie es vielleicht nicht schaffen. Ihr Anblick bringt uns die Freude an den gemeinsam verlebten weihnachtlichen Stunden und der friedlichen ruhigen stillen Stunden am Jahresanfang wieder.




Von unserer gefallenen Fichte.




Zum Abend noch das bei getrennten und sich immer mal wieder verschiebenden Lebens-/Arbeitsorte gelegentlich unbedingt notwendige Abgleichen der Kalender... Jetzt sehen wir wieder durch, erkennen die Haken und Ösen in den nächsten Wochen, wechselseitige Abwesenheiten, aber auch die Lichter am Ende mancher Durststrecken, unsere gemeinsamen Wochenend- und Urlaubszeiten...





Kalenderabgleich.



Heute morgen das Erschrecken darüber, dass Siemens nun doch das Mega-Kohle-Projekt Adani in Australien unterstützen wird, ein Schlag ins Gesicht der zahlreichen Warner.
"Ein Nachhaltigkeit-Board ist nicht mehr als ein inhaltsloses Etikett, wenn man sich zeitgleich an der Entstehung eines riesigen Klimakillers beteiligt." (Ricarda Lang)

 

12 von 12

Samstag, 2. November 2019

Mein Freund, der Baum - Blutbuchenallee und Bäckerteich










Nach den Veränderungen in meinem Schulgarten-Engagement gibt es auch Neues von meinen poetischen Spaziergängen zu berichten. Auch hier habe ich mich entschieden die verbindlichen Terminverpflichtungen lange im Voraus aufzugeben und nur noch mit meiner kleinen vertrauten Frauengruppe auf Zuruf oder mit anderen auch noch gelegentlich "beauftragt" unterwegs zu sein. So stand dann auf einmal der letzte Spaziergang dieses Jahres an, ein paar Frauen konnten nicht, das Wetter war - sagen wir es so - suboptimal, und so sind meine Freundin und ich erst mal nett frühstücken gegangen, dann durch die Blutbuchenallee und statt auf den Streganzberg am Bäckerteich entlang gegangen, "in die Pilze"... Waren dann auch zuzweit drei herrliche Stunden...













Hier muss kürzlich eine Windhose durchgezogen sein, die viele noch gar nicht so alte Fichten umgerissen hat... Ein bisschen gruselig war das schon, denn auch an diesem Tage kamen immer wieder Böen und es pfiff ganz schön... Es ist durchaus möglich, dass die Fichten angesichts der Trockenheit dem Sturmwind nicht mehr viel entgegenzusetzen hatten...








Da dieser Anblick ziemlich schmerzlich war, wandten wir uns wieder dem Teich zu, doch auch dorthin schmerzten die Blicke. Meine Freundin, die ihn seit der Kindheit kennt, sah ihn noch nie so ausgetrocknet und verlandet... Noch ist es rundherum grün, viel Naturaufwuchs an jüngeren Laubbäumen.





Verlandungstendenz im hinteren Teil des Teiches.









Über einen Wall der eiszeitlich geformten Landschaft hinweg entdeckten wir noch einen kleineren, noch gut gefüllten Teich und wanderten an einem Wiesenrain zurück zur Blutbuchenallee, den Pilzkorb gut gefüllt...












Nun bin ich - nach einer Woche mit einer meiner geliebten süßen Enkelinnen, in der wir gemeinsam gepackt und den Garten winterfest gemacht haben - nach Freiberg gewechselt ins Winterquartier, aber ein paar Bäume aus den letzten Wochen im Naturpark Dahme-Heideseen wird es hier noch zu sehen geben... Und garantiert suchen wir auch im kommenden Jahr hin und wieder die Blutbuchenallee auf.




Suchbild. Hier stimmt an einem Baum was nicht ;-)




Mein Freund, der Baum
Samstagsplausch 
Naturdonnerstag

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Naturdonnerstag - Spaziergang am Streganzsee





Vor zehn Tagen habe ich eine Geburtstagsgesellschaft zwischen Mittagessen und Kaffeetrinken auf einen poetischen Spaziergang über das wunderbare gleich am Gasthaus gelegene Waldgelände am Streganzsee mitgenommen. So hatte es sich die 80jährige Jubilarin gewünscht und bei mir bestellt. So wurde es der vorletzte meiner geführten Spaziergänge in diesem Jahr hier im Naturpark.








Die Fotos sind einige Tage vorher entstanden, als ich den Weg erkundet habe. Das mache ich immer so, denn so kann man mit seinen Äußerungen und auch kleinen Texten unmittelbar darauf Bezug nehmen, was dort vor Ort je nach Jahreszeit und Wachstumsfortschritt gerade aufzufinden ist. Während des Spaziergangs mit der Gruppe zu fotografieren, schaffe ich höchstens, wenn ich mit langjährig vertrauten Gruppen unterwegs bin...








Das Gelände gehört in Teilen zum Naturschutzgebiet Streganzsee-Dahme im Naturpark Dahme-Heideseen, ist naturbelassen und von gemischtem Wald (Eichen, Kiefern, Birken, Linden, Robinien...) mit zum Teil auch dichter Strauchschicht bestanden und erlaubt an mehreren Stellen die Sicht auf den See und an einigen Stellen auch den Zugang ans Ufer des Sees, dessen Schilfgürtel sich Richtung Süden hin so sehr verdichtet, dass man z. B. bei einer Bootsfahrt meint, man wäre aus dem See heraus und längst in der Dahme angekommen. Die unmittelbaren Uferbereiche sind meist sehr feucht, hier wachsen u. a. Farn und Erlen-Bruchwald.




Wildrose.
Echtes Leinkraut.
Wildverbiss an junger Robinie.


An der Strauchschicht und jungen Gehölzen merkt man, wie dicht hier oft das Wild stehen muss, denn der regelmäßige Verbiss ist deutlich zu erkennen...









Über das Gelände führt ein breiter gemähter Weg in einer Art Rundkurs, der auch mit dem Rollstuhl recht gut befahrbar ist. Diejenigen, die es kürzer mögen, können auch geradewegs über einen beschilderten Naturlehrpfad zum überdachten Picknickplatz kommen. Wer bis zum kleinen Pavillon möchte, muss mehr Zeit einplanen. Da der Spaziergang aber nur eine gute Stunde dauern sollte, mussten wir diesmal darauf verzichten. Die Neugierigen können ja noch einmal wiederkommen...



Ein Wacholder.

Junge Linden.


Das Gelände ist während der Öffnungszeiten auch ohne Restaurantbesuch frei zugänglich, aber um wieviel schöner ist es doch zum Schluss des Spaziergang am See oder auf der Terrasse zu sitzen und einen Kaffee zu trinken und ein leckeres Stück Kuchen zu essen...













Naturdonnerstag

 

Sonntag, 29. September 2019

Mein Freund, der Baum - eine noch stattliche märkische Kiefer...

... fiel mir neulich auf, als ich auf den Bus wartete, um nach Berlin zu fahren, ganz in der Nähe der Haltestelle an der Schule. Eine schon dicke, ältere, auch bereits von Alter und Erfahrung gezeichnete, umstanden von Ahorn, Robinien und anderen Kiefern. Da ich Zeit hatte, habe ich sie genauer betrachtet, umrundet, sie berührt, ihr in die Krone geschaut... Ins wunderbare von Blättern und Nadeln gebrochene sonnige Himmelsblaulicht...

















Den Blick weiter unten auf den Stamm gerichtet, sieht man an ihrer Rinde Spuren von Käferbefall. Ein Zeichen von Vergänglichkeit. Schon blättert Borke ab. Die Spechte untersuchen klopfend den Baum. Der Baum wird so stattlich also nicht bleiben. Aber noch ist er da, schön und stattlich. Eine Weile noch.



















Im Gegensatz zu weithin sichtbaren Borkenkäferbefalls-Gebieten in Brandenburg und Sachsen, wo ich vom Zug und vom Auto aus ganze Baumgruppen mit braunen Nadeln stehen sah, hält es sich in meinem Wald vor der Haustür noch in Grenzen. Vereinzelt befallene und absterbende Kiefern gibt es hier schon seit meiner Kindheit. So hoffe ich einstweilen, dass das so bleibt wie in all den über 50 Jahren und nicht plötzlich die braunen Nadeln an den Bäumen die satt blaugrünen an Menge übertreffen... Doch selbst dann, die Natur wird ein Angebot zu machen wissen... Vielleicht wieder mehr Heide, Flechten, bevölkert mit Ödland- und Schönschrecken, blau und rot geflügelt, auch wenn sie bis aus Italien kommen, besungen von der Heidelerche. Letzten Mittwoch gesehen und gehört während einer Exkursion in die Massower Heide. Und auch hier bei mir ist das ja alles präsent in den Randlagen des eintönigen Kiefernforsts zur freien Landschaft hin. Ich kenne ihn nun schon bald 60 Jahre lang. Direkt ein bisschen schade, dass ich weitere 60 Jahre Beobachtungszeit wohl nicht mehr hinbekomme...


Mein Freund, der Baum
Naturdonnerstag