Mittwoch, 6. Juli 2016

Blau.Himmel.Blau.Punkte.Blau.Muster.

Neulich unter sächsischem Sommerhimmel.




Ich setzte den Fuß in die Luft
und sie trug.

Hilde Domin 








Zur Zeit leuchtet es auf vielen Blogs so herrlich sommerblau... Ganz verliebt bin ich in Manos blaue Muster, in Astrids wunderschönes blaues Collagen-Blätterbüchlein und Susannes blauen Papierliebe-Sommer... 















Und auf einmal war dann ein Anlass da mal eben "in fünf Minuten" auf meinem Werktisch liegende blaue Papiere - selbst geschöpft, gedruckt, gestempelt (im März bei Michaela), gebatikt, abgeklatscht - einzusammeln, in weiteren Minuten zuzuschneiden und zu einem Heftchen zusammenzubinden, mit ein paar Texten von Hilde Domin darin.






Der Einband besteht aus einem Jeanspapier-Rest, vor Jahren gekauft, ist der Bogen nun fast zu Ende aufgebraucht. Aufs Jeanspapier kamen Aquarellstift-Punkte. Denn ich bin bei Petra gern dabei, die gerade an einem tollen Buchprojekt arbeitet.







Die türkisen Punkte auf dem Jeanspapier verflüchtigten sich fast völlig beim Auftrocknen, aber sie sind da, die hellen Südseepunkte unter den tiefmeeresblauen...






Zum Schluss alles eingebunden, aus der Heftbindung heraus mit Lesezeichen und Wickelwollband aus einem alten Wollknäuel versehen (das noch von meinen Paradies-Heftchen auf dem Tisch lag...) und mit einer meiner letzten einmal vor Jahren selbstgedrehten Papierperlen... (zwei sind noch da, brauche Nachschub, wie ging das doch noch mal...)







Einen "Helle-Sommer-Mondnacht"-Adventspost-Probe-Gellidruck-Rest vom Kalender 2014 hergenommen. (nee, nichts Weihnachtliches, ich war ja mit dem September dran..., die Gellidruck-Reste habe ich auch schon noch mal bei der Buchstaben-Frühlingspost 2015 verwendet... Langsam gehen sie nun auch die zu Ende... Reste inspirieren mich oft mehr als makellose neue Papiere...







Den Druck habe ich auf Kartenformat geschnipselt, ein paar liebe Worte draufgeschrieben, alles blau eingepackt (dieses Foto vergessen zu machen...) und verschickt an einen herzlieben Menschen zur Freude und Ermunterung. 

Ich schwinge mich ein auf Paradiespost... Das beste Heilmittel gegen kalte und dunkle Sommertage wie gerade hier heute. Aber ich will mich ja gar nicht beschweren. Der Juni war unvergleichlich schön...



MMI - Blau
HAUPTsache - Punkte
Papierliebe
Fünf-Minuten-Collage
ANL - Achtsamkeit-Nachhaltigkeit-Lebensqualität 
Muster-Mittwoch 

Dienstag, 5. Juli 2016

Monats-Collage - Juni 2016












Als ich meine "Dauer-Kalender" auf dem Werktisch umblättern wollte, entdeckte ich auf Lottas Kalender noch mal den Spruch: "Es ist egal, an welchem Ort du lebst, wenn du in dir zuhause bist."... Dass diesmal kein Kalenderblatt in einen Brief oder Geburtstagsgruß wanderte, lag genau daran: ich war mehr weg als zu Haus... Aber es ging mir gut..., auf (Dienst)reisen mit dem Gefährten mit dem Ausflug zu Mano, beim Batikseminar, bei meiner Tochterfamilie in Sachsen... Briefe geschrieben hab ich auch.







Auch wenn ich dachte, bei Birgitt ist die Monatscollagen-Linksammlung längst verschlossen (ist sie aber nicht!), hab ich dennoch meine "Sammlung" sortiert (Waldsassen und Goslar fehlen da, die hatte ich schon an einem anderen Sammelplatz gestapelt...), schon, um auch mich zu sortieren nach diesem sehr intensiv erlebten Sommermonat.









Dabei habe ich gleich mein neues Schätzchen eingeweiht, das nach dem Üben mit dem kleinen buntfädigen Körbchen noch in Sachsen entstand, ein Graskorb aus einem dicken Bündel am Wegesrand gepflückter langer Halme und derber Schnur. Dass da - für mich ganz unüblicherweise - gleich das Handy daneben liegt, lag am "heißen Draht" zum Wochenbett, für den Notfall, wurde aber nicht gebraucht... Das Foto entstand eher zufällig, als die Tochter mich mit meinem neuen kleinen Mini-Enkelkind fotografierte. Seht ihr? Astrids feines Täschchen ist immer dabei, wenn ich reise, mit Stiften, Kleber, Scheren... Nur die richtige Nadel, stumpf und mit Riesenöhr, musste ich mir vom Tochterkind leihen...




 


Erst wollte ich da Pflanzen reinsetzen, aber die Sammel- und Flechtstunden so schnell der Verrottung preiszugeben war dann wohl nicht der richtige Gedanke... Nun steht der Korb (heu-duftend...) griffbereit an der Terrassentür, um dies und das mit hinaus und wieder mit hineinzunehmen... Zunächst kamen jetzt aus dem Juni freundliche Einladungen - aus Termingründen leider nicht angenommen... -, verspätete Geburtstagsgrüße, freundliche Dankeschöns und noch mehr liebe Post hinein. Was habe ich ein Glück, so viele liebe Brieffreundschaften pflegen zu können, intensive oder eher lose, mit jüngeren und älteren Frauen, es macht mir Freude zu schreiben und selber Post zu bekommen.










Mit dabei sind auch immer Bücher, wenn ich verreise..., obwohl ich meist in Haushalten mit tollen Bibliotheken lande, die auch eine nähere Inspektion verdient hätten... Diesmal führte ein aktuelles Ereignis mal wieder zur Vertiefung in Fachliteratur zum Thema Lernort Schulgarten... Darauf komme ich später im Juli noch mal zurück... (Dass der Stapel so hubbelig aussieht, liegt an den Blättern, die darin gepresst werden, Vorzeichen der Sommerpost...)








Auch kein Monat ohne "handgreifliche" Post von Bloggerinnen vergeht... Bei Gusta hatte ich blauweiße Wunsch-Topflappen bestellt, bei Melanie liebe Kerzentiere, bei Lucia genug Piep-Vogel-Damen.
Von Edith raschelten ganz unerwartet Samen vom gelben Mohn im Brief-Papier, von Mano kullerten mir Murmeln in die Tasche (und eine Mini-Pilea), von Lisa durfte ich mir ein wunderbar sonniges Birkenbild aussuchen (und eine Tomatenpflanze...), Karen schickte mir ein zauberhaft gebundenes Heftchen. Die fleißig webende und strickende Spinne schickte ein wunderbar handgewebtes Handtuch im Tausch gegen bei mir übrige Wollknäuel... Dazu all die lieben Zeilen, gute Gespräche...




Die Samen im Gewürzeset für die Essbare-Blüten-Suppe sind ausgestreut, während meiner Abwesenheit gekeimt und lebendig geblieben, dank liebevoller Gießdienste vom Gefährten und der Nachbarin, die auch immer meine schwere Posttasche betreut... Die feine handgesiedete Ringelblumenseife muss sich ein bisschen in der "Feine-Seifen-Reihe" anstellen, denn erst ist noch eine andere dran. (Leider befindet sich - neuerdings? oder merke ich es erst jetzt? - auch in vielen handgesiedeten Seifen Palmöl, warum nur? Wohl, weil es ein auf dem Weltmarkt billig zu erhaltender Zusatzstoff ist? Über die unmäßige Palmölverwendung in Lebensmitteln, Kosmetik und diversen anderen Haushalts-Produkten und deren Folgen für die tropischen Wälder und die Menschen, die dort leben, hat Traude in ihrer Reihe "Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität" einen Post geschrieben und dort auch die unglaubliche Anzahl verwirrender und irreführender Bezeichnungen für Palmöl aufgelistet...). - Etwas mehr ins Licht holen muss ich hier noch die kleine rosarote Schultüte, mit gemaltem Einhorn - mit goldenem Horn und goldenen Hufen -, die mir in Sachsen mein großes Enkelmädchen geschenkt hat, mit schönen Federn drin. Seit sie in der Kita das Ende der Vorschule gefeiert und eine Schultüte bekommen hat, bastelt sie Schultüten... Oh, möge diese Vorfreude auf die Schule auch in Freude in der Schule münden...







Nun sind schon der Juli heran, Zeit für den Kalender zum Weitermalen von meiner großen Enkelin... Wie im Laden gibt's auch bei ihr schon Johannisbeeren und Erbsen..., ich hab einen Kirschbaum dazu gestellt und das Blumenmeer vergrößert...







Auch bei Kebo ist Juli - das Regalfoto ist dran. Die Grundstruktur vom letzten Mal ist bei mir geblieben. Kalenderblätter umgeschlagen. Nun kam zum fliederfarbigen Kalenderblatt (Hochstamm-Flieder, auch noch nicht gesehen...) die rosa Schultüte in die Flasche, etwas tierische Post kam hinzu, Sveas Birken wurden verstellt, ein neuer Piep-Vogel flog heran und auf der anderen Seite fügen sich Lisas Birken farblich wunderbar zum Kalenderblatt... Langsam muss ich mir mal eine (Wechsel?)-Rahmung für meine Schätze ausdenken...




 


So, nun sehe ich in meinem Juni wieder durch und kann mich voll und ganz auf den Juli einlassen... Eigentlich müsste ich noch mein neues Enkelmädchen hier irgendwo unterbringen, aber ich lasse sie lieber und ganz sicher in Mamas Armen...

Monatscollagen
Upcycling
ANL Achtsamkeit - Nachhaltigkeit - Lebensqualität
Creadienstag
HOT 

Dienstagsdinge
Shelfie 

Montag, 4. Juli 2016

Montags-Mandala (94)

























Die Rosenblütenblätter fallen, warum nicht noch ein Mandala daraus legen? Die weichen leichten samtigen Blütenblätter einsammeln, in die Hand nehmen und zum Kreis ausstreuen..., in diesem Rosengarten.









Eine Spur des Gelingens beim Zusammenleben mit Geflüchteten und ihrer Integration fand ich bei meiner Rückkehr gleich beim Online-Blättern in der Regionalzeitung: Wenn auch das Tempo der Eingliederung aus verschiedenen Gründen insgesamt schleppend ist: Drei junge Männer aus Eritrea fanden bei dem hier ansässigen Installations-Unternehmen "Die Tech" Wildau Arbeit in Praktikum und Ausbildung. Der Unternehmer hatte die drei beim Fußballspiel kennengelernt und sich gekümmert. In diesem Falle mahlten die Bürokratiemühlen zügig, alles klappte und die drei Männer können beginnen sich eine Existenz in Deutschland aufzubauen, der Unternehmer rechnet mit ihren Fähigkeiten. 





 

Die drei "...heißen Mologeta, Million und Tederos, sie stammen alle aus Eritrea, sie sind Flüchtlinge. Einer absolviert gerade ein Praktikum als Fliesenleger, der zweite fummelt sich derzeit probehalber in computerbasierte Haustechnik ein und der dritte, Tederos Derbesay (23), hat sein erstes Ausbildungsjahr schon hinter sich. Er lernt den Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär, Heizung und Klimatechnik. „Rohrleger“, wie er selbst sagt." Tederos lebt "in einer eigenen Wohnung in Wildau. Ein paar ältere Damen in der Nachbarschaft haben ihn so ins Herz geschlossen, dass sie ihm regelmäßig Essen vorbeibringen, und auch in der Firma ist er verwurzelt. „Die Firma ist meine Familie“, sagt er." (Quelle)







Habt eine gute Woche!



Montagsfreuden 
Bunt ist die Welt
Achtsamkeit-Nachhaltigkeit-Lebensqualität






Sonntag, 3. Juli 2016

Sommerfreuden







Ich bin zurück aus zwei Wochen Familienzeit in Sachsen. Zeit für Sommerfreuden. Das große Mädchen zeigte mir, wie es mal mit der Mama Grasmännchen geflochten hatte, und schon war es um uns geschehen, die Grashalme verwandelten sich unter unseren Händen in Feen, Engelchen, Ringe, Sterne...








Dann fiel der Oma ein, dass sie doch schon immer mal ein Körbchen flechten wollte... Schnell war eine große Portion Gras gerupft, das Mädchen hatte schon seine Schublade
mit Garnresten geholt und fleißig geflochten, als noch ein Stück Schnur fehlte. Ein Körbchen-Prototyp stand - zwar noch etwas ungelenk - aber schon bald grün und bunt vor uns.

























Zum Schluss kamen die ganzen Herrlichkeiten in einen der Apfelbäume, wo über uns ab und zu junge Eulen ihre Bettelrufe ertönen ließen... (Später sollten wir sie auch wirklich noch sehen.)









In den Apfelbaumhimmel klimmt seit 6 Jahren eine Ghislaine de Feligonde hinein, zur Geburt des großen Mädchens gepflanzt. Die Rose hat sogar schon eine Flut überstanden.





 

Während wir uns so unter den Apfelbäumen und drumherum die Tage vertrieben, bei meist feinem Sommerwetter, warteten wir auf unser allergrößtes Sommereignis und die allerschönste Sommerfreude: das große Mädchen bekam in diesen Tagen ein kleines Schwesterchen. Und das durfte auch schon mal auf die Bank unterm Apfelbaumhimmel...







Des Bloggens durch die web-freie Zeit ein wenig "entwöhnt", lasse ich das hier weiter sommerlich gemächlich ruhig angehen ... Nichts muss... Aber  es gibt bestimmt genug Mandalas, Bäume und Sommerpost... Hach, gestern beim Geschwinddurchlauf der vielen ungelesenen Mails hab ich gemerkt, dass ich wieder Lieblingsbloggerinnen in der Gruppe hab... Ich freue mich. Ich wünsche euch eine schöne Sommerzeit.



In heaven
Samstagsplausch
Sonntagsfreuden
Sonntagsglück 
Bunt ist die Welt
Grünzeug
Achtsamkeit-Nachhaltigkeit-Lebensqualität