Donnerstag, 19. Juli 2018

Naturdonnerstag (78 + 57) - Kloster Lindow am Wutzsee



















Als wir neulich ein Wochenende lang in Lindow weilten und auf meinen Kindheitsspuren der ersten drei Schuljahre wanderten, lag gleich gegenüber auch das Kloster. Kirche und Konventsgebäude stehen schon seit dem 30jährigen Krieg nicht mehr, aber einige beeindruckende Mauerreste sind erhalten und inzwischen dank eines rührigen um Spenden und Fördermittel bemühten Vereins soweit gesichert, dass Besucher weitgehend barrierefrei die Anlage erschließen können. 


















Ich beschränke mich heute darauf die alten Mauern des Konventshauses in seiner Umgebung zu zeigen, in der Nähe des Wutzsees, neben dem alten von vielen Bäumen bestandenen Friedhofs und neben den Fundamenten der zerstörten Kirche, in der heute einfache Bänke und ein schlichter Altar vor einem Holzkreuz unter freiem Himmel wöchentlich zum Gebet einladen. Die Klosteranlage insgesamt ist sehr viel größer und lebendig durch zum Wohnen und Betreuen genutzte ältere und neuere Gebäude. Ein interreligiöses Gartenprojekt ist geplant. Ein Ort der spirituellen Erfahrung, der Ruhe und auch der Begegnung wächst.








 







Ich gestehe ehrlich, dass mich das Verwachsensein von Natur und Kultur(geschichte) an solchen Orten immer so sehr begeistert, dass ich mich dort lange aufhalten kann. Einfach auch mal irgendwo eine Weile sitzen und der Atmosphäre nachspüren, Geschichten und Gedanken nachhängen, die Gefühle wahrnehmen, die auftauchen. 





 



Als Kind kannte ich den Platz nur dem Namen nach, mag sein, dass wir mal gucken waren, ich meine mich an ein etwas dicht mit Efeu bewachsenes ruinenhaftes Gemäuer zu erinnern, aber das kann auch etwas ganz anderes oder ganz woanders gewesen sein. Falls wir dort waren, habe ich im Alter zwischen 6 und 8 Jahren jedenfalls nicht verstanden, was da ist... 




 




 Schon als wir an diesem Nachmittag zurückgingen in unsere Pension, war für mich klar, dass ich noch einmal hierher möchte, zu einer anderen Tageszeit, bei anderem Licht...
Das machte ich am nächsten Morgen in aller Frühe war, diesmal allein, der Gefährte noch in tiefem Schlummer. Ich liebe das, am frühen Morgen umherzustreifen, die Stille einzuatmen, einzutauchen in den Beginn eines noch jungen Tages, an einem solchen Ort...














Wie ihr sehen könnt, hat sich das frühe Aufstehen gelohnt und ich war glücklich, dort zu sein, ganz allein. Nur eine frühe Schwimmerin sah ich im See... Und immer wieder zog die alte Mauer des Konventsgebäudes meine Blicke auf sich, aus verschiedenen Perspektiven, immer wieder anders schön...





Sonne auf dem Altar, mein Lieblingsbild.
 



Dann machte ich mich auf den Rückweg, den Mann aus den Federn holen, gemeinsam schwimmen und frühstücken gehen...




 






Den Natur-Donnerstag bekam ich im April 2017 von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  





Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es aktuell leider kaum schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...

 

Kommentare:

  1. Welch wunderschöne, romantische Anlage ( den Namen des Sees finde ich hingegen eher erheiternd )!
    LG
    Astrid
    Schau mal heute bei mir vorbei, nachdem du Schwimmen warst...

    AntwortenLöschen
  2. Alte Mauern und diese wunderschönen, alt ehrwürdige Bäume,
    was für ein grandioses Zusammenspiel.
    Und das alles am frühen Morgen zu erleben, ich glaube dir, dass dies ein schönes Erlebnis war.
    Danke für´s mitnehmen.
    ♥lichst Jutta

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Ghislana,
    was für eine wunderschöne alte Anlage. Das ist wirklich ein Ort, eine Umgebung in der man Innehalten sollte, neue Kraft schöpfen kann und ein wenig in sich hineinhorchen.
    Danke auch, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, dieses herrliche Fleckchen in der Morgensonne zu besuchen. Die Sonne, direkt auf dem Altar, das hat etwas mystisches, etwas Ergreifendes.
    Angenehmen Donnerstag und lieben Gruß
    moni

    AntwortenLöschen
  4. was für ein wunderbarer ausflug zu einem verwunschenen, aber auch neu erwachtem ort. du kannst dir sicher vorstellen, dass ich dort auch gern einmal verweilen würde!
    viele liebe grüße
    mano

    AntwortenLöschen
  5. Man sieht das träumerisch aus. So schön das man auch mal hin möchte.

    AntwortenLöschen
  6. ein schönes Fleckchen Erde zeigst du uns da

    lg gabi

    AntwortenLöschen
  7. Mit deinen schönen Fotos und deinem Gedankengang wird der Ort zu etwas ganz besonderem. Und das an einem frühen morgen wo die aufgehende Sonne noch viel zur Mystik beigetragen hat. Schön, dass du uns da teilhaben lässt.
    L G Pia

    AntwortenLöschen
  8. ich liebe ruinen und alte gemäuer. das war mal ein recht stattliches kloster, so wie es aussieht. danke für diesen interessanten beitrag und fürs mitnehmen an so einen schönen ort.
    liebe grüße
    gusta

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Ghislana,
    ich liebe solche alten Gemäuer und schaue mir solche Überreste immer sehr gerne an. Ich finde, da wird Geschichte erfahrbar, lebendig. Schade, dass damals auch die Bibliothek ein Opfer der Flammen wurde.
    Morgens laufe ich auch immer gerne ganz alleine an solchen Orten herum, die Atmosphäre ist viel schöner dann.
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Restwoche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    AntwortenLöschen
  10. Und wie immer sind Kriege schuld, dass solch wunderbare Bauwerke zerstört werden... das macht mich immer wieder so wütend! Aber deine Bilder lassen die alten Mauern mit Geschichte in schönstem Morgenlicht erstrahlen, und ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen in dieser frühen Stunde an diesem schönen Ort.
    Liebe Grüße Ulrike

    AntwortenLöschen
  11. Eine sehr schöne Anlage, danek für die herrlichen Bilder, liebe Ghislana!
    Ich wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  12. ...ein schöner Ort, liebe Ghislana,
    kann mir gut vorstellen, wie du dort in der frischen Morgenluft umher gegangen bist...

    liebe Grüße Birgitt

    AntwortenLöschen
  13. Wunderbare und schöne alte Mauern und wer sagt denn, das Kirchen eine Decke brauchen? Ich finde, Du hast die Beschaffenheit und den Charm dieses ehemaligen Klosters gut eingefangen, ein beeindruckender Ort sogar in Seenähe, einfach toll!
    LG Heidi

    AntwortenLöschen
  14. So schöne Morgenstimmung! Die Zisterzienser hatten immer Sinn für besondere Orte. Ich kenne glaube ich keines ihrer Klöster, dass nicht bezaubernd liegt.
    Das Altarbild ist wirklich toll. Aber warum steht der Altar, wie es aussieht, zwischen Gräbern?
    Lieben Lisagruß!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Lisa, die Stiftsdamen wurden dort beigesetzt, nachdem die Kirche schon lange nicht mehr stand. Dass sie aus der Wildnis mit ihrem Grundriss überhaupt wieder freigelegt wurde und als Andachts"raum" fungiert, ist noch nicht so lange her... LG Ghislana

      Löschen
  15. ganz wunderschöne fotos von heiligen stätten

    AntwortenLöschen
  16. Was für ein Idyll, liebe Ghislana. Ich liebe solch' alte Gemäuer! Es ist als ob man in die Vergangenheit eintauchen könnte. Grüne Grüße, Nicole

    AntwortenLöschen
  17. wunderschön ist das..
    besonders die Bilder vom Morgen strahlen so viel Ruhe und Geborgenheit aus
    wunderschön
    was diese alten Mauern alles erzählen könnten

    ich liebe so etwas..

    liebe Grüße
    Rosi

    AntwortenLöschen
  18. Beautiful and interesting place.
    Thank you for hosting.

    AntwortenLöschen
  19. Wunderschön die alten Gemäuer. So schön, dass Du die morgentliche Stimmung noch einmal eingefangen hast. Einfach schön, die alten, geschichtsträchtigen Gemäuer in der Natur.
    Liebe Grüße und eine schöne Zeit
    Monika

    AntwortenLöschen

Ich freue mich sehr über eure Gedanken.
Bitte aber keine anonymen Kommentare.