Mittwoch, 16. November 2016

Was aus Mustern wird - Mustererinnerungen

Musterbuch, Papiere zum Buchbinden und zum Falten von Heftchen, Briefumschlägen, Bemustern von Postkarten, Batiken... Ich habe das gar nicht so nachverfolgt... Ich glaube nach wie vor, in erster Linie geht es mir um die Freude an der Sache, am Prozess, am Mustern selbst, an der Herausforderung mich einzulassen, am Mich-Ausprobieren, in meinem extra dafür angelegten Musterbuch... 



 

 


Seit mich Michaela zum Stempelschnitzen verführt hat, wandern ein paar Stempel immer mit in meiner kreativen Reiseapotheke, jüngst zum Enkelmädchen, das munter ausprobierte und das Büchlein vollstempelte... Aber eigentlich wollten wir Collagen machen, doch auch dahinein wanderte immer wieder mal ein Stempelchen... Jeder durfte abwechselnd ein Thema nennen, zu dem Collagen entstehen sollten. Das Mädchen schlug "Natur" vor, ich dann "Blau" und sie dann zuletzt "Kinder". Das Mädchen hat einen beachtlichen Papier- und Farbenvorrat... So schnippelten und klebten wir mit dem, was da war... - uns immer wieder eine Freude, gemeinsam sowas zu machen... Diesmal ein Vorab-Übungs-Collagentreffen sozusagen, vor meinem "einsamen" zu Haus und dem zeitgleichen so wunderbaren großen in Köln...



Natur.
Blau.
Kinder.


Die Ministempelchen eignen sich aber auch zu gut als Bauklötzchen... Auf der Post für den Buben. Und die Ranke für den Hintergrund auf einer Postkarte ans große Mädchen. Das fröhliche Gesicht geht ans mittlere Mädchen. (Das Collagenfieber hält an...)







Vom großen Mädchen bekam ich ja auch den "Kalender zum Weitermalen" geschenkt. Auch da mischen sich jetzt beim Vollenden durch mich meine Stempel ein...



Ausgangsbilder September/Oktober.



 

Das Ausgangsfoto für November habe ich vergessen zu machen, die waagerechten geschwungenen regenbogenfarbigen Linien waren das Ausgangsmaterial für meinen See mit Schiff. Der See bekam es mit Spiralen- und Wellenstempeln aus Moosgummi zu tun.




 

 
Gestern waren alle Blätterstempel, Spiralen und Wellen in meine Flusslandschaft fürs Bilder-Pingpong gewandert. Und ein paar neue Stempel entstanden und wurden auf Postkarten an liebe Menschen gedrückt... Die Ranke könnte vielleicht in etwa als Ornament durchgehen? Susannes Papierliebe-Thema im November.




In Cottbus hatte ich nur eine dürftige Schreibtischlampe als Fotolicht...


Resumee meines heutigen Posts zum Monatsthema "Mustererinnerungen" bei der Müllerin: die freien Muster sind - bei aller Begeisterung fürs Stempelschnitzen - meine heimliche große Liebe, in der jahrelangen Beschäftigung mit der Wachsbatik gewachsen... Aber bei der Adventspost ist Rapport gefragt. Wie genau muss ein Rapport eigentlich sein? Ich weiß da noch viel zu wenig... Ich stelle mich ja auch gern mal Herausforderungen, ich freue mich, wenn ich noch ein bisschen wachsen kann... Ich werde es - auf meine Art - wohl schaffen. Eine Idee schwirrt mir schon im Kopfe herum, die ersten Entwürfe sind auf Papier gebracht. Sollen die entstehenden Muster eigentlich zwingend weihnachtlich oder winterlich sein? Da bin ich noch ein bisschen unsicher.


Muster-Mittwoch
Papierliebe
MMI

Dienstag, 15. November 2016

Bilder-Pingpong (21)


Ab heute sammeln wir die Ergebnisse unseres 21. Bilder-Pingpong-Spiels. In dieser von Lucia und mir abwechselnd gestalteten Mitmachaktion war diesmal Lucia mit dem Impulsfoto dran. Und das war dieses hier:






Ich sah sofort eine Landschaft mit Booten vor mir, bunte Boote, ein fröhliches Gewimmel ganz verschiedener Boote. Dicht bei dicht und freundlich miteinander fahren sie gemeinsam in einem Fluss. 





Miteinander in Fluss. Fluss-Traum-Collage (Handgeschnitzte Stempel, Papierreste)



Wenn ich meinen Booten Namen gegeben hätte, dann wären es solche wie: Frieden, Dankbarkeit, Gemeinschaft, Herzwärme, Liebe, Umarmung, Ruhe, Stille, Gelassenheit, Intuition, Phantasie, Spielfreude, Lebendigkeit, Mondnacht, Sonnenschein, Frühlingsluft, Blumenbunt, Herbstwind, Schneestern, Mutter Erde, Himmelsblau, Wolkentiere, Kinderfreuden, Märchen, Mandala, Gute Reise...





Hier findet ihr alles über Bilder-Pingpong und wie ihr mitmachen könnt. Das nächste Impulsfoto kommt am ersten Dienstag im Dezember von mir. Doch nun ab heute erstmal die November-Ergebnisse, hier bei Lucia.




Collagentreffen 
Creadienstag
HoT
Dienstagsdinge

Montag, 14. November 2016

Montags-Mandala (106) - Winke aus (m)einem wilden Garten



Komm raus, es ist schön hier!






Oft sagt mir die Natur noch ein bisschen mehr als mir einfach "nur" ihre Schönheiten zu zeigen, was allein schon Grund für Dankbarkeit wäre... Als gäbe sie mir Winke. Wenn ich meine Sinne und mein Herz auf Empfang geschaltet habe und nicht herumnörgele, weil mit die Finger abfrieren, während ich endlich meine frostgefährdeten Gefäße aus dem Garten in den Keller rette..., am Sonntagmorgen (am Samstag war schließlich Collagentag...)




Zwischen all dem Dunkel und Zweigechaos ist da Momente lang ein Leuchten von fern.

Struppig und keine preisverdächtigen Baumschönheiten, meine Kiefern am Zaun - aber bei solchem Licht betrachtet, einfach herrlich.






Die Natur fordert Perspektivwechsel geradezu heraus.  Sie ist uns vertraut, beständig und doch immer neu. Jahreszeiten, Tageszeiten, Wetter, Licht und Schatten, Hell und Dunkel, Warm und Kalt, Werden, Wachsen und Vergehen. Wandel. Lebendigkeit. Die Dinge immer wieder mal bei anderem Licht besehen... Mit dem Herzen verstehen...





Mir so bekannt eigentlich... und nun sind da auf einmal ganz neue "Aspekte".
Die Kleider eines anderen ausprobieren...


Mit dem Herzen schauen, mit offenem, aufmerksamem, mit "liebendem Blick". Wärme schenken. Sich einfühlen.




Die Sonne leckt die frostigen Rauhreif-Glitzer ab. Wärme verschenken.


Abfall? Gering? Unscheinbar? - Was für ein Moment kraftvollen Leuchtens.





Achtsam gegenüber unvermuteten, überraschenden Momenten bleiben. Sie wahrnehmen, sich öffnen...




Rückzug, Kräfte sammeln für neues Erblühen.
 
Ruhen, warten, sich sammeln, aber bereit sein zum Aufbruch.

 
In sich selber ruhen und sich dann kraftvoll entfalten.






Seit Ende Januar, heute zum 33. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr mir von solchen Spuren erzählt, wie kürzlich Astrid in einer Mail.




 
Geschenke annehmen, dankbar sein können, Geschenke machen, Freude empfinden und Freude machen - der letzte späte Sonnenhut, vom Rauhreif-Schmuck auf dem alten Baumstubben umkränzt - mein Montags-Mandala für diese Woche.




 



Astrid schickte mich während meiner Familienzeit zum Landlebenblog. Eine Freude dort zu lesen. Da geschah doch eines Samstags Folgendes - der Museumsverein lud als Helfer für eine kräftezehrende Räumaktion auch Bewohner der Flüchtlingsunterkunft ein. Sieben junge Männer aus Syrien und dem Irak kamen, packten voll mit an, die Arbeit war bald getan, alle hatten jede Menge Spaß miteinander und zum Schluss gab's eine Einladung zum Kardamomkaffee in der Unterkunft. Begegnung wagen, Beziehungen knüpfen und leben, Lichtfunken sehen und ihnen folgen, nicht aufgeben, wenn sie sich verbergen, es wird neue geben, immer wieder, manchmal auch ganz unvermutet. 










Habt eine gute Woche!



Montagsfreuden
Mein Freund, der Baum






Sonntag, 13. November 2016

Unterwegs im November...






Erlen, Birken und Eichen am Badestrand Prieros.

Am Abend des 31.10. haben wir Abschied genommen vom See, mit einem Spaziergang durch unseren Wald, am nächsten Morgen ging es nach Cottbus.


Kiekebuscher Weg Cottbus.
 

Ich nutzte den Tag für eine Fahrt zum Bahnhof, die Fahrkarten für meine Reisen nach Sachsen und Mecklenburg Vorpommern zu kaufen. Immer wieder eine Freude, dass die eigentlich schon dem Untergang geweihte Roteichenallee dank Bürgerprotesten noch steht... Japanisch-Lektion üben und abends in die Volkshochschule. Am nächsten Morgen heißt die erste Station meiner Reise Geithain. Außer einer Erinnerung an unseren Emaille-Kochtopf-Satz in der Kindheit kannte ich nichts davon, aber nun. Weil Tabea da bis 16.11. eine Ausstellung hat. Ein toller Anlass sich mal persönlich kennenzulernen.




Tabea Heinicker - Ausstellung in der Bibliothek Geithain.





Tabea holte mich am Bahnhof ab und wir wanderten gemeinsam zur Bibliothek, wo ich ausgiebig Tabea-Originale betrachten konnte. Sowohl die Mäuschen als auch die Betten kannte ich schon von ihrem Blog, aber auf so einem Riesenbild in Mengen ist das noch mal ein ganz anderer Eindruck. Besonders diese wunderbaren Büchermäuse... Auch die paarweis auftretenden "Bücherwesen" sind einfach herrlich... Je länger man schaut, desto vertrauter werden sie einem. Und man entdeckt so manchen "Typen" ;-).







Zu Tabeas Bildern waren in der Ausstellung auch skurrile Skulpturen und gerahmte Kästen mit ebenso skurrilen Szenerien - Objekte von P. Bock aus Fundstücken zu sehen: "Aufgelesen". (Mano hätte gewiss auch ihre Freude gehabt). Das Kopfkino lief heiß... Abkühlen konnten wir uns dann bei einem kleinen Spaziergang durch Geithain, ein hübscher Ort, an diesem Mittwochmorgen fast menschenleer und je höher wir auf den Kirchberg kamen, desto stürmischer.






Da war Aufwärmen gefragt, was Gemütliches. Nach einigem Suchen entdeckten wir eine Bäckerei mit netter Bedienung, einem Plätzchen zum Sitzen. Bei Kuchen und heißer Schokolade schwatzten wir den Rest unserer gemeinsamen Zeit locker weg, nach dreieinhalb Stunden Geithain mit Tabea saß ich wieder im Zug zur Weiterreise. Es war schön, mal wieder eine Bloggerin so persönlich zu treffen. Danke, dass du dir Zeit nehmen konntest, liebe Tabea!






In Bad Lausick stieg ich um in den Bus nach Grimma. Da mich bahn.de mit den Busumstiegen leider in die Irre geführt hatte, musste ich zu guter Letzt ab Grimma doch noch ein Taxi nehmen, um pünktlich zur Heimkehr des Schulkindes bei meiner Tochterfamilie anzukommen. Immerhin gab es in Grimma auf dem Weg zum Taxistand am Bahnhof einen Regenbogen zu sehen...







Und am nächsten Morgen Sonne und blauen Himmel für eine ausgedehnte Wanderung mit der Tochter und dem kleinen Baby im Muldental. Goldener November. Blätterbunt und Glitzerfluss. Herrlich. (Mehr Sonne und Farben dann am Donnerstag! Gegen Novemberblues und Wahl-Depression - Schönheit bleibt. Wir auch, mutig und lebensfroh. We shall overcome, sagt Astrid. Dieses Lied so voller Zuversicht hatte ich im Solo-Repertoire meiner Talentewettbewerbs-Zeiten vor 50 Jahren...)







Wenn das Schulkind mit dem Bus heimkam, ging es nach den Hausaufgaben auch noch mal raus, das Baby in den Nachmittagsschlaf schuckeln, dass Stillsitzenmüssen in der Schule aus den Knochen schütteln, und auch hier - ein wunderbarer Regenbogen...






Solche Familienzeiten tun gut, und es ist so schön, an den Kindern und Enkeln mal wieder ein bisschen näher dran zu sein... Mit der Tochter habe ich sogar einen Abend koptische Bindung geschafft..., völlig vergessen zu fotografieren. Ach, war das schön. Na klar, solche Familienzeiten sind, wenn man so weit auseinander wohnt, immer zu kurz, aber ich habe sie genossen... Und das nächste Mal werden die kleinen Mädchen schon wieder so gewachsen sein...








Fürs Wochenende gings nach Hause, einen Tag mit dem Gefährten vor seiner Reise weit weg... Auf dem Weg zum Bus am Montagmorgen entdeckte ich diese Birke noch mal in voller Herbstpracht. Ohne sie sähe es da ziemlich trostlos aus.






In Rostock war ich so früh, dass ich den Weg zu meinem Ziel nicht mit der Straßenbahn, sondern zu Fuß ging, wie auch beim letzten Besuch hier. Er führt dann durch den Lindenpark, immer wieder eine Freude für mich...







Trotz Hausaufgaben und Klassenarbeits-Lernen hatte das große Mädchen Zeit für eine gemeinsame Kreativzeit. Stempeln und Collagen. Wir lieben es zusammen zu werkeln... Eins meiner Büchlein füllt sich nun bei ihr...



 

Während das Kind in der Schule war, hatte ich vormittags Zeit. Ich machte mich auf den Weg ins Café M in der Rostocker Ulmenstraße, vorbei an einem der hier vorgestellten (hoffentlich nicht) Lost places. Diesmal von sanftem Novemberschnee bedeckt. Es schneite übrigens den ganzen Tag, aber liegen blieb nichts über Nacht...









Im Café M traf ich mich mit meinem jüngsten Bruder zum Frühstück, wir hatten eine kurzweilige Zeit und ich musste am Ende auf die Uhr gucken, um rechtzeitig vor dem Kind zu Hause anzukommen... Ist doch gut, wenn man soviel Stoff für Gespräch hat, dass einem die Stunden wie im Fluge vergehen... So nahmen wir auch gleich noch den Mittagsimbiss dort... Es ist wirklich sehr gemütlich da, kleine fantasievoll kredenzte schmackhafte Gerichte, leckere Kaffee- und Tee-Spezialitäten, Café M, ich komme wieder ;-).










Am nächsten Morgen dann hieß es schon wieder Abreise. Das Mädchen hatte einen langen Schultag vor sich und ich machte mich vom Doberaner Platz aus auf den Weg zum Bahnhof. 








 
Nach wegen Bauarbeiten ziemlich langwieriger und umständlicher Reise kam ich glücklich wieder an zu Haus, begrüßt in meinem Wald von Birkengold...






Ich wünsche euch einen erholsamen, Freude und neue Kraft bringenden Sonntag. Nach dem Collagensamstag gestern ist heute Spazierengehen und Japanischlernen angesagt, sonst nichts, naja, was zu essen gibt es auch...


In heaven
Samstagsplausch
Sonntagsfreude
Sonntagsglück
Mein Freund, der Baum.