Sonntag, 9. Dezember 2018

Adventspost 2018 (2)

Postkarte mit Piazza Navona auf Wachsbatik nach der ersten Färbung.

Marmorbecken in den Vatikanischen Museen.



So sieht es aus, wenn man auch bei Schwarz-Weiß nicht verleugnen kann, dass man es wild und bunt mag. Oder wenn man unmittelbar vor der Arbeit an der Adventspost eine Romreise macht...



markmaking. Inspiration Natur. Aus meinem sketchbook.
 
markmaking. Inspiration Graphisches.


"Schwarz-Weiße Weihnachtszeit.  Schwarz ist nicht Schwarz! Wir möchten uns sehr reduziert und zugleich vielfältig mit Schwarz beschäftigen. Schwarz auf Weiß. Weiß auf Schwarz. Und alle Zwischentöne. Ein Schwarz, das ein bisschen Blau verschluckt hat, wirkt ganz anders als ein Schwarz, das an einem Topf Gelb vorbeigelaufen ist."
So poetisch heißt es in der Ausschreibung zur Adventspost auf dem Post-Kunst-Werk-Blog von Michaela und Tabea. 








Natürlich konnte ich mir nicht den ganzen Ausschreibungstext merken und außerdem war ich in Rom. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, ob ich auf dem richtigen kontrastreichen schwarzweißen Dampfer bin... Festgehakt im Kopf hatte sich bei mir eindeutig "Und alle Zwischentöne. Ein Schwarz, das ein bisschen Blau verschluckt hat, wirkt ganz anders als ein Schwarz, das an einem Topf Gelb vorbeigelaufen ist." Und so kam es, dass bei mir vom Pinsel eine ganz kleine Winzigkeit Altgold und Kupfer ins Perlgrau und nicht erst ins Schwarz getropft ist und ich beim Zuschauen, wie das auf dem Papier verlief, den vielen römischen Marmor vor meinen Augen nicht mehr in die letzte Hinterkopfecke zurückdrängen konnte... 







Was hatte ich nicht alles für Werkzeuge bereitliegen für Kaskaden von Pünktchen, Kreisen und Spiralen...  Aber es stand ja auch was von "reduziert" in der Ausschreibung, und Reduktion ist das Thema der Dezember-Papierliebe am Montag. Nach einigem Ausprobieren noch mit Kreis- und Schwammstempeln habe ich die Werkzeuge beschränkt. Tjanting, Pinsel und die Nadelbüschel einer gefallenen römischen Pinie an der alten Stadtmauer. 



Das Zwischentrocknen der verschiedenen Schritte braucht Platz...
 



Einen Zwischenstand meiner Bearbeitung schickte ich abends an eine Freundin: "Du hast den römischen Marmor ja noch gut in Erinnerung."

Ja, als Technik habe ich wiederum Wachsbatik gewählt, das lag nach den "Streifen" aus der letzten Adventspost einfach so nahe... Und wer sich da ein bisschen auskennt, weiß, dass auch die Batikfarbe "Tiefschwarz" kein lupenreines Schwarz hergibt. So bleibt mein Farbspektrum bei Tiefgrau stecken. Ich hatte noch die Überlegung mit schwarzer Tinte einzugreifen, ganz zum Schluss, aber wasserfeste hatte ich nicht. Es war auch nicht nötig. Und diesmal sollten die Karten ja wirklich als Postkarten ankommen, bei Schneefall und Regen dennoch geschützt... Das schafft das Batikwachs gut, das ja auch nach dem Ausbügeln zwischen Zeitungspapier nicht vollkommen verschwindet.






 

Habt ihr noch Lust auf ein ganz konkretes Making of? Ein Blatt hatte ich mit einem Kreuzschen versehen und es tatsächlich geschafft es bis zum vorletzten Schritt zu fotografieren... Es gab ein paar unvorhergesehene Hürden, wie immer, wenn ich Neues ausprobiere, diesmal einen elektrisch beheizten Tjanting und postkartentaugliches 300g-Papier, und erstmals Nadelbaumbüschel und Batikfarben in Grau und Schwarz. Wie ich die Klippen dann irgendwie umschifft habe, ist vielleicht interessant dokumentiert zu werden, auch für mich. Mache ich dann noch mal extra. Für ganz Eilige: Eine Anleitung für Papierbatik bzw. Wachbatik auf Papier habe ich hier schon mal gemacht.






Aus diesen Bögen 25 x 35 cm schnitt ich dann jeweils 3 Karten.







Ich liebe meine Karten alle..., nun sind die meisten schon in die Welt hinaus und ich sehe viele wohlwollend in die anderen Schwarz- und Weiß-Klänge eingereiht...








Und begleitet hat mich dieser Spruch, der passt...









Adventspost 2018 - eine Postkunst-Initiative von Michaela Müller und Tabea Heinicker. 
Was bisher an tollen Karten bei mir angekommen ist, zeige ich hier

Kommentare:

  1. Sie ist eine Bereicherung zwischen all den harten Schwarz-Weiß-Kontrasten. Und dazu ein haptisches Vergnügen! Danke auch an dieser Stelle für deine schöne Karte!
    Und eine schöne "Spielpause"!
    Herzlich
    Astrid

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  2. Hihi, ja das mit den Zwischentönen hatte ich auch ganz oben abgespeichert...
    Deine Karte bereichert hier auch schon die Adventspost-Leise. Hab ganz lieben Dank für die wunderbare Extrapost! Sie ist sehr Ghislanisch. Ich mag sie sehr!
    Einen schönen 2. Advent und ganz lieben Lisagruss!

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  3. Deine wunderbare Batikkarte macht mit ihren Farben den kühlen Marmor warm! Mir gefällt ganz besonders, dass sie rominspiriert ist und deine Reiseerinnerungen mit einfließen. Wie schön, sie in meiner Sammlung zu besitzen.
    Liebe Grüße Ulrike

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  4. Ein guter Spruch und das Schwarz-Weiß-Thema hat bei mir auch ein paar andere Töne eingeladen. Deine Lösung gefällt mir gut.
    LG
    Magdalena

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  5. ...ich freue mich sehr an deiner Karte, liebe Ghislana,
    und an dem Weg, den sie gegangen ist...und die Worte notiere ich mir mal für einen späteren Kalender...

    wünsche dir einen schönen Abend,
    liebe Grüße Birgitt

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  6. Liebe Ghislana,
    diese Batikkarten sehen wundervoll aus! Der ausgesuchte Spruch gefällt mir auch sehr gut!
    Ich wünsche Dir eine schöne neue Woche, voller kleiner Glücksmomente!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  7. Liebe Ghislana,
    ich habe mich an dem Spruch festgefressen, vor ein paar Tagen hat mein Hausarzt es fast genauso formuliert.
    Spannend wie Du an die Karten herangegangen bist.
    viele Grüße Margot

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  8. Danke dir liebe Ghislana für deine wunderschöne Karte und den kleinen Anstoß die Gedanken zu lenken... mag ich sehr!
    Liebe Grüße
    Sabine

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  9. Da deine Karte wunderschön ist, würde ich mal nicht meckern, obwohl ich sonst immer sehr streng bin mit den Regeln und der künstlerischen Freiheit.
    Wachsbatik möchte ich auch mal machen, aber mir fehlen am Ende vom Monat immer so viele Tage.

    Liebe Grüße von
    ela

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  10. Ich mag sie sehr, deine Karte mit den vielen zarten Zwischentönen und kurz am Anfang deines Posts dachte ich schon, du hättest das direkt in Rom gemacht.Spannend finde ich, wenn an mit der selben Technik verschiedenen Aufgabenstellungen absolviert, auch als Betrachter lern man da viel.Den Satz des Rabbi habe ich gleich in meinem Zitatenbuch notiert.
    lieben Gruß, karen

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  11. Liebe Ghislana, ich finde diese Technik ganz wunderbar und umso mehr freue ich mich, dass ich eine Extrakarte erhalten habe. Wie gut, dass ich auch ein paar mehr gemacht habe, allerdings bin ich erst am 20. dran. LG, von Annette

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Ich freue mich sehr über eure Gedanken.
Bitte aber keine anonymen Kommentare.