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Samstag, 11. November 2017

Meine Woche 2017 (45)

Eine ruhige Woche war's, zum Genesen. Ich komme voran... Allerdings, Politik und offenbar sowas von salonfähig gewordene rassistische Entgleisungen bereiten mir schlimme Bauchschmerzen. Und dieser Slogan "Deutschland zuerst"... Es hilft mir aber auch nicht es einfach auszublenden. Was hilft? Was hilft euch? Was macht ihr? Wir sind eine Welt - davon rücke ich keinen Millimeter ab.





Am vergangenen Samstag endlich mal wieder selber gekocht. Kürbis-Pasta à la Hansedeern

Am Sonntagvormittag Frostgefährdetes aus dem Garten geborgen bei zartem Sonnenschein.
Eine Glückwunschkarte zum Fühlen für eine erblindete alte Freundin geklebt.
Am Sonntagnachmittag mit dem Gefährten eine klitzekleine Waldrunde gedreht und abends noch mal gekocht: Römertopf mit Weißkrautauflauf.
Montags durch Nebelsuppe zum Arzt geradelt, Post weggebracht und Gesundes eingekauft.
Entzückende Flaschenpost aus dem Ostseeurlaub der großen Tochterfamilie bekommen...
Dienstagvormittag Büro. Dienstagnachmittag herbstlicher Tee mit einer Freundin (und einem meiner neuen Ecoprints, noch ungebügelt... Rekonvaleszente haben gute Ausreden...)
Nach dem Tee wurden wir kreativ. Meine Freundin stickt an einer von ihrer verstorbenen Mutter begonnene Decke weiter. Bald ist sie fertig. Ein schönes Erinnern...
Ich habe währenddessen Markmaking in Grau für den Mustermittwoch gedruckt...
Am Donnerstag habe ich die Sammlung zu meinem Naturdonnerstag beobachtet und Bäumchen geschnippelt. Mal sehen, wo das hingeht...
An einer der geborgenen nicht winterharten Blumenzwiebeln war noch eine Knospe. Und ja, sie ist noch erblüht!
Seit 1.11. jeden Tag ein Gedicht geschrieben, es ist November, also auch #frapalymo - Zeit.
Seit ein paar Tagen sammle ich in das von Christina geschenkte hübsche Insel-Notizbüchlein drei Freuden täglich (nach Haemin Sunim) und deren Farben, Streifen üben
Ein erfrischender Apfel nebst liebem Brief kam von Lucia. Gerade läuft unsere letzte Runde Bilder-Pingpong... Die Fischlein meiner Enkelin habe ich für Andiva draufgesetzt.







Am Freitagnachmittag erwartete ich noch einmal Freundinnenbesuch zu Tee und Kaffee... Der letzte, bevor ich für diesen Winter nach Sachsen ziehe. Und abends ist der Gefährte eingetroffen... Heute packen, für Sachsen. Ein bisschen was Kreatives will ich ja mitnehmen... Eigentlich wollte ich zum Collagen-Samstag nach Köln... Aber ich sehe ein, die Kraft reicht nicht zurzeit. Morgen aber Reise zur Tochterfamilie. Voooooorfreude! Habt ein gutes Wochenende!



Samstagsplausch
Fisch am Freitag
In heaven
Bunt ist die Welt


Montag, 25. November 2013

frapalymo (V)

30.11.2013

Der letzte Frapalymo-Tag für diesmal. Über Lucia fand Sophie den Impuls dafür: „die bleibende beute“. Ja, was bleibt. Hier bei Sophie wird auch das zusammengetragen.

was bleibt

nichts erbeutetes
zum
nachhausetragen

eher
gefundenes
 
aufmerksamkeit

für
zugefallenes

in fluss sein

sinnen

für das spiel
mit worten

in mir
 

29.11.2013
Sophies Impuls lautet: „das nichts“. Da gibt's ne Menge zu sagen, hier sammeln sich die Texte. Ich hatte zwei Gedankenfünklein zum "nichts":

1
was so alles
wie
aus dem nichts
erscheint...
kommt...
passiert...

da muss
doch
was
sein

im
nichts

2

nichts
nichts
nichts

ich tu heut
nichts

ich bin

ist das
nichts

28.11.2013

Sophies Impuls für heute: „und welcher buchstabe wärt ihr gern?“ Das findet ihr hier heraus. Ich hab's mir in einer Runde "o" gemütlich gemacht...

rund, ganz rund
ein rund nehm ich mir
   nehm ich mir

rund, ganz rund
ein rund um mich drum
   um mich drum

rund, ganz rund
ein rund für uns zwei
   für uns zwei

rund, ganz rund
ein rund in mir drin
   in mir drin

rund, ganz rund

ein rund ist so warm
   ist so warm


27.11.2013


Der Impuls für heute lautet: „um halb zwei, mittags im winter, ist das licht schon alt.“ Dieser Satz stammt von der überaus reizenden "Poetin" hier. Wie immer sammeln sich die heute entstandenen und entstehenden Texte bei Sophie, der Initiatorin des Lyrikmonats. Mir kamen (nach dem Nach-Lesen meines heutigen Gastbeitrags bei Astrid) dazu folgende Worte in den Sinn:


kaum hell geworden
heute
und
schon wieder
kaum noch licht

es ist november

ruhezeit
nicht nur für bäume

ruhezeit, eigentlich
auch für uns selbst

zu finden den keim
der drängt in uns
ans licht

Damit geh ich jetzt in den Abend und zu Evá, die mittwochs den Mittelpunkt sucht.


26.11.2013

Hirzwald im Schwarzwald 2012
Sophies Impuls: "Bedichtet eine Redewendung." Hier versammeln sich die Texte von heute. Ich schrieb über "schlafen wie ein stein"

wie schläft ein stein
schläft er denn

abermillionen jahre lang
ist er schon da
tausende jahre lang
liegt er an seinem platz

geschoben vom gletscher
geschliffen von wasser
wind und sand

seine augen haben
alle zeiten gesehen
seine ohren
hören immer weiter
anschwellenden lärm

steine leben lange
er liegt ruhig
still gelassen
von unsagbarer kraft

neben ihm
liegend
kann ich sie spüren

die kraft
des steins
gewachsen
aus millionen von jahren
auf dieser erde

wer bin ich denn

nicht mal
eine sekunde lang
hier auf erden

ich werd schlafen
im moos
nah beim stein

mir seine kraft anschlafen
 
fürs wachen hier
25.11.2013

Sophies Lyrikmonat November geht in die letzte Woche, noch 6 Texte. 
In diesen Beiträgen findet ihr alles Bisherige, auch mit Links zu allen Impulsen und zu allen "Mitdichter/innen":

frapalymo I
frapalymo II
frapalymo III
frapalymo IV 

Diese Woche folgt in diesem Beitrag noch mal jeden Tag ein Text. Der jeweils neue Text steht dann gleich oben.


Edit 26.11. - Ergebnisse von Teilnehmerinnen eines Papierschmuckseminars mit Evelyn Lindow Meine eigenen Origami-Talente sind extrem begrenzt..., ich hab Stabperlen gewickelt ;-)

Der Impuls für heute aus Sophies Richtung lautete: "gefaltete vögel". Hier versammeln sich die verdichteten papiernen Schätze. Da ich einen solchen kleinen Schatz hier bei mir hab, lag's nahe seiner Geschichte Worte zu schenken:

kleiner kranich

neben dem kalender

am seidenen faden
an der wand

dünnes papier
zart, leicht, fragil

japanisch gemustert
rot und weiß
und gelb und grün

gefaltet
von der hand
der ältesten
freundin

in einem brief
geflogen
von ihrem ort
zu meinem ort

kündet
ihr lächeln
und anmichdenken
erzählt
von seltenen
stunden
gemeinsamkeit

bewahrt
unsere freude


Samstag, 16. November 2013

Beim Samstagskaffee Frapalymo (IV)

24.11.2013
Sophies Impuls für heute: „werft einen text in den automatengedichtautomaten“.
bis heute hatte ich davon keine ahnung..., aber es kam mir entgegen, ich hab ja besuch... ich habe meinen text vom 13.11. "übers jahr" verwendet. ohne überschrift. der neue text mit neuem titel entstand nun nach dem schütteln im automaten durch weglassen von (vielen) worten und durch das umstellen der dann entstandenen reihenfolge von übrig gebliebenen wortgruppen in einen tageslauf. gewissermaßen ein tag aus einem jahr... 
alle texte von heute hier.
 
ein tag
 
zeit
morgendunst

himmelsblau
tagein

licht spiegel
mittagsglut
sanft 
regen

leere

gespräch

dunkelheit
nach seidig blanker zeit

vogellaut
fluggesang
stille
wispern

vertraut 


leises wogen
sanfte stille

tagaus
zeit

vertraut
streicheln
abendschein 

sternenzelt

tagaus
alles


23.11.2013

Sophies Impuls "Dichtet zur Musik". Hier alle Texte von heute. Und meiner:


bachs
konzerte

die
brandenburgischen

am liebsten alle
am stück

laut
ganz laut...

so ermuntert
beschwingt
kriege ich 

schon immer

auch den
hausputz hin


22.11.2013

Nun das "Vertraute" zum Doppelimpuls von Sophie von gestern. Dazu gibt es hier zu lesen. Und mir fiel dazu - in Verbindung mit meinem Text gestern - dieses ein: 

da liegen
auf dem Tisch

diese Stapel

bedruckten
und beschriebenen
Papiers

aus meinem
Leben

so
lebendig
und
vertraut

wann
nehme
ich
mir
zeit

meine
zeit 
Diesmal ein Doppelimpuls von Sophie für 21. und 22.11.: Fremdes/Vertrautes. Heute sammelt sich Fremdes. Und mir schoss dies durch den Kopf:


21.11.2013

da liegen
auf dem Tisch

diese Stapel

bedruckten
und beschriebenen
Papiers

aus meinem
Leben

aus meinem
fremden Leben


wann
schaffe ich
sie weg


20.11.2013



Sophies Impuls für heute: "Schweigen". Hier wird heute Schweigen gesammelt. Und mir fiel dazu ein: 

stiller
abend
im wald

herzensfreude

wie gut
nun
zu gehen

in mich zu
gehen
und

zu schweigen


19.11.2013

Sophies Impuls: "die weisheit des glücks – dichtet zu einem glückskeksspruch". Hier alle Glückskekstexte von heute. Meiner wurde heute ganz "kurz und schmerzlos" und inspiriert von diesem Glückskeksspruch: "Beginne jeden Tag mit einem Lächeln und genieße jede Sekunde Deines Lebens."  

früh am morgen
dunkel noch 

bin müde

dann
draußen

windhauch
und
dieser duft


ich lausche 
ich summe

18.11.2013



Im Lyrikmonat frapalymo lautet Sophies Impuls für den 18.11.2013: "Angst". Die Texte zu diesem Thema versammeln sich hier. Und von mir dazu:

allein im Wald
wohne ich

hast du gar keine Angst

wie sollte ich...

hier im Wald
kenn' ich mich aus

hier im Wald
kennt mich jeder,

hier im Wald
kenn' ich jeden

nur Menschen nicht

keine angst



17.11.2013

Für heute von Sophie der Impuls: „verdichtet die ersten absätze von andersens mädchen mit den schwefelhölzern“. Hier alle, die heute getextet haben. Und meins:


Naives Hoffen?

Mädchen, klein Mädchen,
du frierest so sehr.
Nur Eilen und Hasten
rund um dich her.

Kein Mensch mag dich sehen,
keine Zeit für ein Wort,
kann man kaum je verstehen,
was ein seltsamer Ort.

Menschen, die meinen,
wär'n für sich auf der Welt,
gar nicht sehen die Kleinen,
nur, was grad gut gefällt.

Dabei gab es da einen,
der vom Frieden erzählt',
doch heut' möcht man meinen,
grad der fehlt in der Welt.

Doch es bleibet ein Hoffen
auf den Wandel auf Erden.
Und fürs Mädchen sei offen
eine Tür, warm zu werden.

16.11.2013


Samstagskaffee..., zu zweit, mit Zeit, mit Zeitung, mit Licht, mit LieblingsMusik (nachdem, als des Gefährten Dauerleihgabe, ein klangschönes Abspielgerät wieder hier eingezogen ist ;-) ;-) ;-)), ein Wochenendbeginn, in den wir uns immer wieder neu verlieben können..., nach einer intensiven Arbeitswoche entspannend und stärkend. (Mehr Samstagskaffee wieder bei Ninja!)



Danach putzen (ein bisschen, mit Meise, tatsächlich mit Meise, echt, sie kam durch den zum Lüften offenstehenden Fensterspalt ins Bad, mein Foto für den Blog leider indiskutabel...), und neben dem Lappen und Besen - Bewegen auch die heutige "Tagesanforderung" des Lyrikmonats "frapalymo"  in Kopf und Herz bewegen... Der Impuls für heute war inspiriert durch Sophies Wochenendeinkäufe, gepaart mit meiner beigesteuerten Idee eines Kühlschrankgedichts: "ein lebensmittel. ein gedicht". Und da mir Spielpauses Kindermund-Beitrag von gestern immer wieder durch den Kopf spukte, wurde mal eben schnell das:

Zum sein Brot 

jetzt begeistert
selber
schmierenden Kind
sprach die Mutter:
"Das ist viel zu viel Butter."

Drauf das Mädchen,
in den Augen
sehr blank und sehr licht
seine kindliche Welt,
zur Mutter spricht:
"Sag das der Butter,
ich war das nicht."


Was andere für Lebensmittel "verdichtet" haben: hier.

Und nun wieder eine Woche lang jeden Tag in diesem Beitrag ein neuer Text, frisch und fröhlich angepackt nach dem Motto: frapalymo, 30 Tage November, 30 Tage lang jeden Tag ein Gedicht... Zum Nachlesen

Samstag, 9. November 2013

Frapalymo (III)

Der Lyrikmonat bei Sophie geht in einen neuen Tag, ab heute sammle ich bis zum nächsten Samstagskaffee hier die einen November lang täglich entstehenden Texte, für die Sophie Tag für Tag einen Impuls bereitstellt, eine Spielwiese fürs TextenÜben... (meine vorangegangenen acht sind hier und hier zu finden.)

15.11.2013

Der Impuls für heute lautete: "paris. die metro. türen schließen sich. Nehmt dieses tolle Foto von @bormaennchen als Inspiration und lasst Geschichten in eure Gedichte fließen."
Alle gedichteten Geschichten hier. Und meine:


I

Die Türen schließen.
Du schaust mich nicht mal an.
Kein Winken, kein Lächeln.
Fährst weg von mir.

Ich steh hier und
niemand spürt mein Weh.

Dunkellicht, Dunkelheit,
ich finde nicht hinaus.
Ich bin allein, allein.

II

Ein Abend, spät
die Farben ergrauen
die Lichter verblassen
ein anderes Schauen.

Im Glasscheibenspiegel
Gesichter erscheinen
sie lesen und schlafen
doch eins scheint zu weinen.

Die Fahrt lang nach Haus
ist Zeit zu verstehen
das Märchen ist aus
wie wird's weitergehen


14.11.2013

Sophies Impuls für 14. November: "stürzt euch ins formvergnügen und schreibt ein pantun." Huch, was ist das? Was (für mich) ganz Neues, macht Spaß, ich glaube, ich hab's kapiert und das war heute mein Vergnügen nach einem Tag, an dem ziemlich viel daneben ging... Hier alle Pantuns? Pantune? Und meins:


Sag wo bist du hingegangen

Hab dich gestern doch geseh’n

Heute im Büro gefangen
Muss ich dieses dir gesteh’n

Hab dich gestern doch geseh’n
Warst ein Tag so hell und rund
Muss ich dieses dir gesteh’n
´s gibt heut’ ärgerliche Stund’

Warst ein Tag so hell und rund
Doch so blieb’s nicht, leider
´s gibt heut’ ärgerliche Stund’
Ich rauf mir Haar und Kleider.

Doch so blieb’s nicht, leider
Ich möcht’ nur noch ins Bett geh’n
Ich rauf mir Haar und Kleider
Und will ganz einfach weg sehn

Ich möcht’ nur noch ins Bett geh’n
Und wieder Frieden finden
Ich will ganz einfach weg sehn
Zur Eiche alter Rinden

Und wieder Frieden finden
In einem neuen Tag
Zur Eiche alter Rinden
Geh’n, wann ich es mag

In einem neuen Tag aufwachen
Heute im Büro gefangen
Ganz verrückte Sachen machen
Sag wo bist du hingegangen

 


13.11.2013





Sophies Impuls kam über einen Text von @HKemet :  
"dem schwan fallen so viele lieder ein. die teiche sind voll davon."
Wie immer findet ihr bei Sophie heute im Laufe des Tages alle "herausgefischten" Texte. Und, ja, ich war an meinem See, übers jahr...


übers jahr
(see sinnliches)
alles vertraut
alles anders
tagaus tagein

blanker spiegel
seidiges kräuseln
sanfte wellen
gischtendes wogen
mal nach west
mal nach ost


kleiner vogellaut
im streichenden schilf
mövenschrei
entenschnattern
heiserer reiherruf
aus der eiche
fisches kringeln
teichläufer wispern
der schwäne fluggesang

stille zeit
stille leere zeit
mit stille gefüllte zeit

leises gespräch
dicht bei dicht
ferien lachen
paddel klatschen
motoren geräusch

morgendunst
mittagsglut
himmelsblau
wolkentheater
abendschein
dunkelheit
sternenzelt

im wasser 
sein
seidig
im wind
streicheln
kühle
wasserblau
kiefernduft
tropfen
kitzeln
wasserlippen
süß

frühling licht
sommer heiß
regen sanft
hagel scharf
blitzend licht
herbst gold
flockentanz
eis starr

alles vertraut
alles anders
wunder
tagaus tagein

12.11.2013

Wieder "nur" kurz und knapp ohne bild und etwas sarkastisch hingeworfen... wegen: 

bauch
tut weh
iss das nicht
tee in den krug
trink

(aber auf die tägliche übung nicht verzichten wollend...)
Sophies Impuls für den 12. November: „schreibt ein gedicht, das nur aus einsilbigen wörtern besteht“. Die Sammlung. Meins:

eins und zwei
und drei und vier
hör ja gar nichts mehr von dir
 
eins und zwei und drei
wir war'n doch mal zwei
wollt' ich jetzt noch sein
doch bist nicht mehr mein
 
eins und zwei
ich bin bei
mir ohn' dich
nur noch ich

eins
meins
(nichts aktuell biografisches ;-), "vorfall" liegt ein paar jahre zurück)


11.11.2013

Heute nur kurz und knapp und ohne Bild. Arbeitstag + Alphabet (der Film), jetzt bin ich platt und lasse die angedachten im Speicher. Auf Sophies Impuls für heute: „alaaf: ich gehe mit meiner laterne… oder: was euch sonst noch zu St. Martin oder dem 11.11. einfällt" steht hier, was dazu gedichtet wurde. Mir fiel heute Abend meine erste Mondlaterne ein, die ich lange hatte (ich glaube, es war auch die einzige meiner Kindheit). Bei der nächtlichen Rückfahrt hatte ich den Mond über mir.

Am Nachthimmel stiller heller Glanz.
Freund Mond in den Zweigen der Bäume
leuchtet mir das Dunkel aus.


10.11.2013



Sophies Impuls für heute: Taschenfund
Die Taschenfund-Textfunde versammeln sich: hier

Und über (m)einen Taschenfund schrieb ich: 

die finger
kommen staubig
aus der jackentasche

samen hängen dran
ach ja!

wärmende
herbstgolderinnerung

wandern
mit dem gefährten

im tal
der wilden blumen
samen gesammelt
in die jackentasche

heute
ausgeschüttelt
in den garten

freude aufs
keimen der wilden
im frühling

und wieder die
wärmende
erinnerung

 




Mit dem Samstagskaffee, der ein heißer Kakao war, mit Blumen, die die alten sind, ergänzt um ein Sträußlein neuer "Studenten" aus eines Besuchers Garten, mit lieber Bloggerinnen Überraschungen, einem der prägenden Bücher aus meinem Leben mit Büchern, mit "erinnerungsgefüllten" Kerzen und Kerzenhaltern finde ich mich am Tisch ein. Er bringt noch mal goldenfeurigfarbigen Herbst zum Klingen...

9.11.2013



Sophie empfiehlt uns heute: "schlagt ein buch eurer wahl auf, schaut auf seite 36 und nehmt daraus den ersten vollständigen satz als impuls".

Aufgeschlagen (Alexander Jeanmaire: Der kreative Funke. Handbuch für Kreativität und Lebenskunst. Witten 2004) auf Seite 36 las ich Folgendes:

"Sicher ist man sich lediglich darüber, dass Erfinder meist ziemlich eigensinnig sind." 
Daraus wurde dieser Text:
Eigensinn
Manche lassen
den ihren
verkümmern.
Nachjagend dem,
was alle haben,
wollen sie
das: Haben.
Es verwechselnd
mit Sein.

Hetzend
durch die Tage.

Nicht bemerkend,
was verloren.
Etwas vermissend,
nicht fühlend, was.
Ignoriert,
gezähmt,
ab-er-zogen,
blockiert -
 Eigen-Sinn.
Was zu diesem Impuls noch geschrieben wurde, versammelt sich unter diesem Link.


Mehr Lyrikmonat frapalymo
Mehr Leben mit Büchern
Mehr Samstagskaffee
Mehr Blumen

Montag, 4. November 2013

frapalymo (II)

Neulich begonnen, folgen hier nun in den nächsten Tagen meine nächsten Texte zum gemeinsamen (naja, schon jeder selber...) Gedichte-Schreiben bei "Frau Paulchens Lyrikmonat"). Einem Impuls am Vorabend folgend schreibe (nicht nur) ich dazu Worte: Gedichte, so der Plan, einen langen November lang, 30 Tage - 30 Gedichte. Der Impuls ist nicht mehr als das: ein Impuls - was daraus wird, was er zum Klingen bringt, ist ganz und gar offen. Und das ist mir lieb ;-)

Ich füge immer an dieser Stelle den Text vom aktuellen Tag ein, so dass das neueste immer gleich hier oben zu finden ist.

8.11.2013




















Sophies Impuls für den 8.11.2013: "ich bin eine rose. ich habe einen namen. Lasst euch von dieser unglaublich langen Liste von Rosennamen inspirieren und schreibt zu einem Namen ein Gedicht".... Diese "unglaublich lange Liste" war mein Problem, wollte ich doch eine Rose finden, die mir "passt", vom Namen, Aussehen her, möglichst mit Duft, irgendwie noch an Wildrosen erinnernd. Ich fand sie, die "Weiße Immensee" und mit diesem Namen die Erinnerung an Storms Novelle. Es wurde heut ein "Elfchen":
 
rose
weiße immensee
vertreib weißer wasserlilie
trauriges sinnen - jugend liebe
ungefüllt

7.11.2013



Der Impuls für den 7. November sind vier Worte des schwedischen Lyrikers Tomas Tranströmer: "die erinnerungen sehen mich". Was für Texte das ausgelöst hat, sammelt sich im Laufe des Tages wieder bei der frapalymo-Initiatorin Sophie. "Mich hatte" sofort beim Lesen ein inneres Bild...

in den wald kommen
unter die augen der bäume
in das schwirren der nadeln
im heißen wind

in das schnarren der grillen
in die ohren des hähers
in das lachen der kinder

berührt vom rauen grau
der flechten
vom weichen grün
gekitzelt vom harzgeruch
und modrigem pilz

zeitsprung zurück
in die gegenwart


6.11.2013

Heute zum Eingang kein Foto von mir, denn der Impuls von Sophie für heute bestand schon in einem Bild: "Dame im Regen mit Schirm" Das Bild begleitete mich heute in Gedanken während der Bahnfahrt von Rostock nach Berlin. Und nach und nach schälten sich diese Zeilen heraus: 

einen anfang denken *

einmal muss schluss sein
jetzt ist schluss
ich gehe
ich gehe nicht
mehr
nach hause

nach hause?
wo ist zuhause
ich gehe
ich gehe einfach
ich gehe einfach
weg

ich gehe einfach
immer
weiter
ein anfang?

ich gehe einfach
erstmal
ich gehe
ein anfang.

* mit Sophies Impuls verknüpfte sich meine Lektüre des Programmhefts "in principio" während der Bahnfahrt, die Überschrift des Gedichts zitiert die dort mehrmals auftauchende Wendung "einen anfang denken".

5.11.2013



Der Impuls für heute kam über Sophie von mir: „in die nacht hinein: schreibt ein gutenacht- oder einschlafgedicht“

Bei Sophie findet ihr an dieser Stelle alle Gedichte von heute. Und hier ist meins.

sonne will untergeh'n
leuchtet im abendschein
früh ist sie wieder da
kindchen schlaf ein

glocken sie läuten
den abend nun ein

bis sie dann ruhen
kindchen schlaf ein

ins fenster der mond
ganz hell schaut herein
er lächelt so still
kindchen schlaf ein

bäume sie schlafen
im park und am rain
säuseln ganz leise
kindchen schlaf ein

da ist auch die maus
das schnäuzchen ganz rein
flitzt in ihr löchlein
kindchen schlaf ein

ganz weich liegt die katz
rollt sich nun ein
schnurrt noch ein bisschen
kindchen schlaf ein

papa war draußen noch
kommt nun herein
küsst sanft dein köpfchen
kindchen schlaf ein

mama am bettchen
streichelt dich fein
drückt dich noch einmal
kindchen schlaf ein

kuschelbär brummelt
liegt ganz allein
schlüpft in dein ärmchen
kindchen schlaf ein


träum was ganz schönes
vom schwesterlein klein
vom singen und tanzen
kindchen schlaf ein


4.11.2013



Sophies Impuls für den 4.11.2013 lautete: "Schreibt ein Postkartengedicht."

Hier werden die Gedichte heute gesammelt. Und meins - auf den Tag aktuell... - geht so.:

regen in den straßen,
frösteln machender wind,
konzert mit jungen menschen
ganz frisch noch in mir klingt.

rathaus, tore, park am wall,
vertraute wege geh'n,
kirchen, hafen, warnow-grau
und noch mehr wiederseh'n.

erinnerung an jugendzeit
hebräisch, griechisch und latein
märchenhaftes, chorgesang,
kunstlektionen, abends wein.



(Seit mehreren Wochen bin ich manchmal auf dieser Seite zu Gast - viel Lyrik und Drumherum: Planet Lyrik)