Freitag, 27. September 2019

Monatscollage - September 2019

Wir brauchen Zeiten, in denen wir uns in Ruhe lassen. 
(Ernst Ferstl) 

Und wie es aussieht, brauche ich die umso mehr, je älter ich werde... Und wenn ich das nicht einsehe, passiert was: Zu schnell zu viel wollen... Beim Schubkarrenschieben und -balancehalten hatte ich mir den Fuß verstaucht und war 10 Tage vom Bewegungsradius her recht ausgebremst. Irgendwie war das sogar schön. Überdies hat es mir geholfen fällige Entscheidungen endlich zu treffen.



Es sind die kleinen, feinen, persönlichen Begegnungen, die Spuren in mir und möglicherweise auch in anderen hinterlassen und uns auf dem Wege zu Offenheit, Toleranz und Gemeinschaft begleiten mögen.

Begegnungszeit. Schottische und irische Musik mit der Gruppe Siobhra abends in Frau Nachbarins Garten. Treffen mit Schulgarten(arbeits)-Interessierten vor Ort. Einen Tag beim Freund in der Reha im Norden Berlins verbracht, zwischen den Therapiestunden. Eine minikleine kreative Runde bei auf der Terrasse im Abendsonnenschein genossen, stickend und strickend. Der jährliche Mehrtages-Besuch einer lieben Freundin, die zwischen USA, Franken und Israel pendelt. Einen Jahreszeitenabend bei mir zu Haus moderiert, Texte, Gespräche, Impulse, Musik zum Herbst. Familientreffen in Linum im Norden Berlins am vergangenen Wochenende. So schön, sie alle zu sehen, gemeinsam zu essen, zu gehen, zu reden, aufs Wasser, ins Feuer und in den Himmel zu schauen. Eine Runde Tee mit der Nachbarin und ihrer ansteckenden Liebe zu Irland. Gestern draußen noch eine Runde lang fachsimpeln über Naturschutz im Kontext von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit, es ist nämlich komplex, aber es geht, konsensorientiert. Das ist etwas anderes als (faule) Kompromisse.








Draußenzeit. Bis zum 3. September noch morgens schwimmen gewesen. Nun frühstücke ich aber wenigstens noch draußen vor der Haustür, schön warm in Stulpen und Decke eingemummelt, mit heißem Tee. Im Prieroser, Freiberger und Schulgarten ein bisschen gearbeitet, mehr noch genossen..., die Vögelchen besonders und die Insekten, meinen Blütendschungel und die Salatkräuter. Sameln gesammelt, geschenkt bekommen, Pflanzenkinder getopft. Die 7 Online-Impulse für eine Rauszeit mit einer meiner Lehrerinnen wegen verstauchten Fußes mit weniger Aktionsradius dennoch angenommen. Was bin ich doch so reich beschenkt mit Garten, Wald und See vor der Haustür... Mit meinem Besuch war dann eine Wanderung zum Aussichtsturm an der Großschauener Seenkette dann wieder drin. Und am Mittwochnachmittag ein verregneter aber dennoch bereichernder

Kreativzeit. Ein Weidenflechtseminar mit Andrea Tuve besucht anlässlich ihrer wunderbaren Ausstellung in der Petrikirche Freiberg. Sie kann das, Weidenflechtkunst, mit Betonung auf Kunst! Mit abendlichen Sticheleien sind mein bestickter Ecoprint-Schal und zwei kleine Heftchen dann doch noch fertig geworden... 

Schreibzeit. Fürs neue JahreBuch ist dann doch noch ein Artikel entstanden. Viele andere habe ich Korrektur gelesen. Nur ein Blogpost floss aus der Feder und nur wenig Briefpost. Nicht mal alle Geburtstagskinder habe ich geschafft zu beglücken...

Küchenzeit. Backofen-Apfelmus, Backofen-Pflaumenmus, Zucchini-Frittata, Zucchinischeiben mit Schafskäse-Sambal Oelek-Mischung überbacken, Gemüsepfanne mit Auberginen, Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch und vegetarisches Chili fällt mir da ein. Vom Herd duftet der entsaftende Apfelsaft von Äpfeln aus einem fränkischen Garten.








Bürozeit. Muss sein. Auf die könnte ich am ehesten verzichten. Leider geht nicht alles im Garten, vor allem wegen jetzt auffrischender Winde, wenn man z. B. Steuerbelege sortieren muss... Checklisten zur naturnahen Schulgartenpflege verfasst und verschickt. Pflanzplanungen gemacht bzw. geprüft und abgestimmt. Terminkalender mit Vorhaben gefüllt.

Lesezeit. Meine fridaysforfuture- und extinctionrebellion-Abos auf Instagram - in Vorfreude auf echte Begegnungen - , meine regionalen und globalen Nachrichtenfeeds, am Wochenende zwei Tageszeitungen, nur gelegentlich Blogs, und meine Bücher aus der letzten Runde habe ich immer noch nicht vollständig gelesen, und neue stehen schon bereit, verflixt. Ich glaube aber, da geht es in der dunkler werdenden Jahreszeit deutlich schneller voran...

Räumzeit. Ich bin im Rückstand. Sehr. Leider.

Nun steht eine Urlaubswoche bevor. Es geht aus dienstlichen Erwägungen des Mannes nun ganz woanders hin als ursprünglich gedacht. So oft wie diesmal haben wir die Pferde in so kurzer Zeit vorher wohl noch nie gewechselt... Entscheidend ist für diesmal: wir sind zusammen, haben Zeit miteinander, Ruhe miteinander, und sind in einer inspirierenden und gastlichen Umgebung erholsam unterwegs, nicht zu allzu weit weg... Und versprechen uns nicht allzuviel vom Wetter ;-).






Monatscollagen sammelt Birgitt.

Kommentare:

  1. Guten Morgen,liebe Ghislana,
    das klingt nach einem schönen und erfüllten September!
    Ich wünsche Dir einen zauberhaften Tag und einen guten Start in ein gemütliches Wochenende!
    ♥️ Allerliebste Grüße, Claudia ♥️

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  2. Der Herbst hat seine goldenen Seiten. Ich wünsche dir eine erholsame Urlaubswoche.
    Liebe Inselgrüsse
    Kerstin

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  3. Habt eine schöne gemeinsame Zeit! Sind auf dem Sprung nach Hombroich...
    GLG
    Astrid

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  4. Sehr herbstlich sieht es bei Dir aus. Ja, manchmal muss man ausgebremst werden, um zum Nachsinnen zu kommen...
    Liebe Grüße
    Andrea

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  5. Liebe Ghislana,
    da ist ja einiges zusammen gekommen im September, gell.
    Ich denke aber doch, insgesamt hat es sich die Waage gehalten.
    Ich wünsche Dir gerade für den Oktober die Zeit die Du brauchst, um Deine Ruhe zu finden.
    Liebe Grüße
    moni

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  6. Ich kann Deinen Wunsch nach Ruhe absolut nachvollziehen. Aber Du hast ja doch enorm viel auf dem Stundenplan gehabt. Ich wünsche Dir eine geruhsame und inspirierende Zeit.
    LG
    Magdalena

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  7. Die Monatscollage nehme ich immer zum Anlass, mir unbedingt Zeit für das Lesen in Blogs zu nehmen, die ich sonst fast gar nicht mehr übrig habe.
    Linum war in diesem Jahr die Basis bei meinem Brandenburgurlaub, ich liebe die Gegend so sehr.
    Räumen ist bei mir auch irgendwie zum Dauerzustand geworden, es geht eben doch nicht immer so schnell wie man denkt. Draußenzeit unbedingt!
    Liebe Grüße und einen guten Oktober

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  8. ...wie schön, dass du bei all den Aktivitäten eine Monatscollage gelegt hast...und so kreativ...so schöne Begegnungen hattest du wieder und jetzt Urlaub und Zweisamkeit, ich wünsche euch eine gute Zeit...

    liebe Grüße Birgitt

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  9. Ich hoffe, Dein Fuss ist jetzt aber wieder ganz genesen! Aber sonst hört es sich doch nach einem schönen Monat an. Vieles ist passiert und jetzt wünsche ich Dir einen vielleicht etwas ruhigeren, aber wunderbaren Oktober.
    Liebe Grüße
    Nina

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  10. Erst einmal gute Besserung für Deinen Fuß, liebe Ghislana. Ich hoffe, es geht Dir wieder besser! Wie schön es ist - in meinem gefühlten "Schaltjahresrhythmus"- mal wieder bei Dir zu lesen. Von der Fülle Deiner Gärten, wie der Fülle Deines Lebens. Im Guten. Denn wie Du ja schreibst, sind Leerräume auch wichtig. Und Du schreibst so schön...so kann ich Dich während des Lesens immer wieder begleiten. Lieben Dank! Taija

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  11. aufgrund einer kurzfristigen internetstörung ist mein kommentar wohl nicht angekommen. gut, dass ich nochmal nachgeschaut habe, denn ich muss dir unbedingt schreiben, wie schön deine collage ist - das kleine gewebte fischlein rührt mich, das buch möchte ich lesen, deine stickereien von nahem betrachten und der irisch-schottischen musik bei deiner nachbarin hätte ich gerne zugehört. ich hoffe, dein fuß lässt wieder längere wanderungen zu - meiner ja leider immer noch nur in maßen...
    ich wünsche dir eine ganz schöne auszeit mit deinem liebsten und schicke viele liebe grüße zum see!
    mano
    die lustig kletternden kleiber vermisse ich manchmal, tröste mich aber mit den schwirrenden meisen und dem rotkehlchen!

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Ich freue mich sehr über eure Gedanken.
Bitte aber keine anonymen Kommentare.