Mittwoch, 7. Dezember 2016
Muster-Mittwoch - Licht
Da doch so einiges "abgefallen" ist während Weihnachtsmarkt- und Adventspostschnippelei
was gut zum Licht-Musterthema bei der Müllerin und zum Sternenthema bei Nahtlust passt, habe ich heute wieder mal ein paar Muster-Bilder für euch...
Diese Weihnachtsbäumchen-Stanzteile - "Altpapiertonnen-Reste" aus einem großen Mailing bei meinem Sohn in der Druckerei - fordern mich Jahr für Jahr zur Adventszeit heraus etwas mit ihnen anzufangen. Diesmal habe ich sie mit vorhandenen und neugeschnitzten Stempeln Schmuck verschafft.
Ein paar hatte ich über Briefumschlägen abgedruckt, die nun mit verschneiten Bäumchen daher kommen, wenn sie in andere Briefkästen reisen.
Und ein Musterpäckchen hatte ich gepackt und auf dem Weihnachtsmarkt dabei, da hat es sogar eine ausgewachsene Frau erwischt und sie hat sich ihre Päckchenanhänger gedruckt... Falls ihr Lust habt, noch selber oder mit Kindern Weihnachtsbäumchen als Anhänger o. ä. zu gestalten - oder ganz minimalistisch weiße haben wollt - ich habe solche weißen Rohlinge abzugeben. Schickt mir in dem Falle einfach eine Mail mit Adresse und wieviele Bäumchen ihr ungefähr haben möchtet. Hier liegen noch Hunderte... (Bei mehr als 10 Anfragen werde ich allerdings losen, sonst schaffe ich meine Weihnachtspost nicht mehr... ;-))
Diese Bäumchen entstanden aus einem dreiteiligen Stempel. Moosgummireste vom Häuser- und Bäume-Schnippeln zu einem Tannenbaum auf drei einzelne alte Bausteine geklebt. Die Karten sind doch tatsächlich auch schon wieder weg, bis auf die goldene...
Nach den Fischen von neulich hatte ich dann nach einem Mini-Gummirest-Sternenfunkel-Stempelchen doch Lust mal wieder so ein Soft-Linoleum zu bearbeiten, mit Sternenhimmel, dann Blau auf gelbe Karten gedruckt. Erst hatte ich mich ein bisschen geärgert, dass die Farbe nicht "satt" auf der Karte landete, aber nun sehe ich doch wirklich Milchstraßensternchen..., wie bei mir über der Straße...
Und die Sonne musterte auch bei mir mit, vor einigen Tagen, denn nun ist's schon die ganze Woche neblig und grau. (Die Querstreifen sind nicht etwa Gardinen, sondern das ungewollte Muster der Glasscheiben, die waren damals vor über 30 Jahren noch nicht so makellos glatt...)
Unter mehreren schönen Adventskalendern erfreut mich auch dieser vom Tochterkind. Rest-Abschnitte vom Papiersternfalten mit dem großen kleinen Enkelmädchen als Kerzen auf eine Karte geklebt, jeden Tag darf ich mir malenderweise eine anzünden ;-). Momente des Aneinanderdenkens ;-), so schön. Diese Idee merke ich mir, ich falte zwar keine Sterne, aber Reste für Papierstreifen habe ich ja dennoch immer genug...
Am Freitag gibt's hier weitere Adventskalender, und vor allem: Adventspost aus unserer Mailart-Runde, die Nummern 5 - 8.
Muster-Mittwoch - Licht
Papierliebe - Sterne
MMI - Advents-Kreativstuben
Upcycling
Achtsamkeit - Nachhaltigkeit - Lebensqualität
Dienstag, 6. Dezember 2016
Bilder-Pingpong (22) - Impulsfoto
In dieser Runde gebe ich den Ball auf: "Ping!" Dieses Foto könnt ihr "Pong!" wieder nach Lust und Laune bearbeiten, verfremden, verschönen, oder als Impuls nehmen, um Hand anzulegen, in einer Collage, malend, schreibend oder oder oder. Alles über Bilder-Pingpong findet ihr hier bei Lucia. Wir sehen uns am 20.12.16 wieder hier auf meinem Blog und sammeln eure Ergebnisse. Dann ist bis Ende des Jahres die Verlinkungsmöglichkeit freigeschaltet.
Montag, 5. Dezember 2016
Montags-Mandala (109)
Eine Woche lang habe ich keinen Post fabriziert..., das heißt nicht, dass ich untätig war. Ganz im Gegenteil... Viele Moosgummistempel geschnippelt für die "Kinderdruckerei" auf dem dörflichen Weihnachtsmarkt, fleißig Japanisch gelernt, und mich für einen Tag mit einer guten Bekannten verabredet, zum Frühstück und auf eine Runde draußen in der Natur. Sie brachte herrliches Wetter mit. Da tut es doppelt gut draußen zu sein...
Seit Ende Januar, heute zum 36. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr solche Spuren wahrnehmt und von solchen Spuren erzählt.
Mein Gast war nämlich Heike, Bibliotheksleiterin in Blankenfelde, vor einigen Jahren tauchte sie bei meinen "Poetischen Spaziergängen" auf und seitdem wurde unser Kontakt immer intensiver. Wir unterhielten uns u. a. lange über unsere Erfahrungen mit Geflüchteten. Hier erzählte ich schon einmal von Heikes Engagement und dem ihrer Bibliothek. Darüber hinaus unterstützt Heike privat eine afghanische Familie.
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| Sonnenuntergang - hinterm Weihnachtsmarkt. |
Aber auch dienstlich ist sie für die Integration von Geflüchteten unterwegs. Die Gemeinde finanziert nämlich Arbeitszeit, die die Bibliotheksmitarbeiterinnen einmal wöchentlich für ein paar Stunden in zwei Flüchtlingsunterkünften verbringen. Sie spielen, basteln, singen und sprechen mit Kindern und auch deren Müttern, haben eine Vertrauensbasis aufbauen können und werden schon immer freudig erwartet.
Gern nehmen die Bibliotheksmitarbeiterinnen dann auch mal die eine oder den anderenen "Skeptiker/in" mit, denn auch ihre Erfahrung ist, dass nichts fürs gegenseitige Kennenlernen und Verständnis so sehr hilft wie die persönliche Begegnung, die manches Klischee oder Vorurteil ad absurdum führt oder zumindest relativieren kann und auch manche ängstliche Zurückhaltung und Sorge.
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| Weihnachtskartenproduktion, bei Minusgraden... Es entstanden rund 50 Karten. |
Zu den Lesern der Bibliothek zählen inzwischen mehrere Flüchtlingsfamilien, die regelmäßig kommen und diese Unterstützung und Abwechslung beim Erlernen der deutschen Sprache sehr zu schätzen wissen. Und Heike und ihre Kolleginnen finden, dass das zu den Aufgaben einer Bibliothek gehört.
Die Frauen können sich auf die Unterstützung ihrer Kommune und auf ein dichtes Netzwerk von Vereinen und privaten Kontakten verlassen. Ganz wichtig: Die Begegnung mit Geflüchteten ist eine auf Augenhöhe und findet in einem gegenseitigen Lernprozess statt, zu dem auch hilfreiche Fortbildungs-Workshops zur interkulturellen Bildung für die Flüchtlingshelfer gehören. Das hilft Enttäuschungen vorzubeugen, die sich einstellen können, wenn ausschließlich die eigenen kulturellen Maßstäbe und Erwartungen angelegt und gelten gelassen werden.
Nach diesem schönen Freitag bis in den Nachmittag hinein hieß es für mich die letzten Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt am Samstag zu machen, drei Taschen zu packen, eine umfängliche Checkliste abzuhaken. Außer an eine Mülltüte hatte ich tatsächlich an alles gedacht und dank hilfreicher Freundinnen, die mich zwischendurch mal mit heißem Punsch und Tee versorgten, habe ich die fünf frostigen Stunden mit meinen kleinen Kartendruckern gut überstanden.
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| Adventspost von Heidi ("Bonus-Post"), Fine (ohne Blog), Lisa, Kristina und Angelika - Ist das nicht wunderbar? |
Dann hieß es, nachdem Nr. 1 - 4 wohlbehalten ankamen, die Adventspost Nr. 7 für unsere Gruppe 1 fertigzumachen. Die Stempel waren geschnitzt, das Papier geliefert und so verbrachte ich den ganzen 2. Advent stempelnder- und schneidenderweise... Da mein Tag noch nicht dran ist, kann ich das Ergebnis noch nicht zeigen ;-). Aber die Postberge doch, heute morgen mit ein paar Zeilen versehen und ein paar kleinen "Draufgaben", u. a. gestempelte Karten aus unserer Weihnachtsmarktdruckerei.

Das zwar 300 g schwere und satinierte Papier mit versiegeltem Druck habe ich nämlich doch lieber in Briefumschläge verpackt... und mit diesem Wäldchen bestempelt.
Dazu mein erstes selbstgeschnitztes Mandala. Christine, erinnerst du dich? Du hattest mir mal so einen runden Schnitzgummi geschenkt... Nun habe ich mich endlich drangewagt. Die Bäumchen sind aus der Kiste mit meinen Moosgummistempeln. Ich klebe den Moosgummi übrigens mit "U*u-Flinke Flasche" auf Holzbausteine, hält prima, neulich auf dem Weihnachtsmarkt waren sie ja 5 Stunden lang in Einsatz, z. T. auch mit Wasserfarben bepinselt. Astrid nimmt die Heißklebepistole, damit komme ich gar nicht gut zurecht.
Das Mandala habe ich gestern abend noch gemacht, nachdem alle Adventspostkarten fertig waren, zum "Runterkommen" aus der Anspannung. Wollte ich doch heute alles zur Post bringen, damit - zumindest für die Empfängerinnen in Deutschland - der 7.12. tatsächlich pünktlich klappt.
Vor mir lag heute mittag also der frostige, aber sonnige Weg aus dem Wald ins Dorf hinein, mit so manch filigraner eisiger Überraschung am Wegesrand.
Erleichtert und freudig habe ich gestern abend - während meiner Druckerei, per Klick auf die Nachrichten-App - von Van der Bellens Wahlsieg in Österreich erfahren. Kein Anlass jedoch uns nun aufs Ruhepolster zu legen. Aber ein Spaziergang zum Briefkasten mit Adventspost darf sein, stecken doch dahinter die Freuden von Menschen beim Machen, Schicken, Bekommen, Lesen... Und irgendwann wird ein Buch draus. Ein gutes Buch, ein friedliches, freudiges Buch. Von uns.
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Montag, 28. November 2016
Montags-Mandala (108)
1. Advent. In diesem Jahr habe ich zu einem kleinen Strauß ein Keramikkränzlein aus den Beständen unserer vor sieben Jahren verstorbenen Mutter aufgestellt, Sand in die Mulden für die Kerzen gefüllt, ich habe unendlich viele Baumkerzen, die ich nicht mehr benutze. Mein Strauß ist aus Eibe und Kletterspindel, darin die Bienenwachs-Hänger, vier Jahre lang Beigabe zur jährlichen Weihnachtskarte einer alten Freundin. Darunter zwei Häuschen aus den Bauklötzen meiner Kinder. Ich habe den Eimer mit den Klötzen aufgeräumt, ich brauchte welche als Stempelunterlage. Nun sind alle Kleinteile draußen und auch das vierte, das Mini-Enkelchen, kann im kommenden Jahr mit den Bauklötzen spielen, wenn es dann hier über den Fußboden krabbelt...
Drei Adventskalender begleiten mich dieses Jahr, der Andere Zeiten - Adventskalender, ein Kalendergeschenk von Tabea und ein Postkartenkalender meiner Tochter, mit 24 Kerzen aus Papierresten der Sterneproduktion, von denen ich jeden Tag eine Kerze - malend - hell anzünden kann. Was für Freuden. Was für Licht. Und Erinnern und Aneinanderdenken. Verbundensein. Verbundensein macht stark.
Seit Ende Januar, heute zum 35. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr solche Spuren wahrnehmt und von solchen Spuren erzählt.
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| Adventskranz im Dorf. |
Anke erzählte neulich Aktuelles über die Aktivitäten der Flüchtlingsinitiative in Gransee, die Begegnungsfeste, den Tanzkreis und die Schwierigkeiten, die sich für die Integration aus oft nur schwer oder nicht nachvollziehbarem Behördenhandeln ergeben.
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| Kirche im Dorf. Nicht zu hören die Mittagsglocken, die bei unserem Spaziergang gerade läuteten. |
Am 7.12. leitet Anke in Zehdenick wieder einen Workshop für Flüchtlingshelfer: "Das Wichtigste über Trauma. Erkennen, Hilfreich sein und Selbstfürsorge nicht vergessen".
Letzten Montag stellte ich euch Mohammed vor. Leider funktioniert der Link zur Geschichte nur für Dropbox-Nutzer. Ich kann es momentan nicht verändern. Aktuell kann man aber auch noch bei Don Bosco direkt lesen: Hier das angegebene PDF "Fremde beherbergen" anklicken.
Mit einem gefundenen Wald-Mandala und Worten von Mascha Kaléko schicke ich euch in die neue Woche. Alles Gute für euch und das, was ihr vorhabt.
Nachts
Die Nacht
In der
Das Fürchten
Wohnt
Hat auch
Die Sterne
Und den
Mond
Mascha Kaléko
(Im Adventskalender "Der andere Advent" 2016 von Andere Zeiten)
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