Samstag, 5. Oktober 2019

Samstagsplausch - ein paar Tage Speyer zuzweit

Unsere Herbstkurzurlaubsziele wechselten diesmal in der Planung hin und her, und ein dienstlicher Termin führte uns dann nach Speyer, endlich konnte ich dem Liebsten mal ein bisschen von der Stadt zeigen... Unser erster Abend führte uns gleich in ein schönes Konzert, eins der Sacred Concerts von Duke Ellington für gemischten Chor und Bigband. Mitreißend musiziert in der Dreifaltigkeitskirche, der Freedom-Chorus begleitete uns noch eine Weile. Und ihr könnt mich jetzt bei unseren grünen Stadtrundgängen begleiten.







Prägend rund um den Dom sind viele Platanen und ein ausgedehnter Park. Und in dem sind die grünen Halsbandsittiche mit ihren durchdringenden Rufen präsent. Diesmal sah ich erstmals einen ganzen Schwarm fliegen, Vorführeffekt, extra für den Mann haben sie sich wohl aufgeschwungen, denn ich erhaschte bisher nur immer einen kurzen Blick auf ein oder zwei Tiere...













Vom Speyerer Stadtzentrum aus ist man ja ganz schnell am Rhein, und ich zeigte meinem Mann meinen Weg zum Textilstudio im alten Industriehof. Wir hatten Glück und konnten uns in der Sonne wärmen und sogar unterm mächtigen Walnussbaum bei "Eis am Rhein" noch ein Eis essen, nachdem wir am Textilstudio von der reichen Apfelernte stibitzt hatten. Sonst (und gerade wieder, falls es nicht auch in Speyer regnet) hängen da im Baum die trocknenden Exoprints. Sie scheinen den Apfelbaum beim Fruchten nicht zu stören... Abends dann italienisches Essen mit Freunden im alten Kutscherhaus am Fischmarkt.




Sonnenglitzern, trotz dunkler Wolken.

Nach der Mahd ist der Deich nochmal erblüht.
Trotz Rheinnähe, die Trockenheit hat die Birke geschafft...
Ein glühender Feuerdorn auf einem der letzten verbliebenen "alten" Grundstücke am Rhein zwischen den Ketten der Neubauten mit Eigentumswohnungen.
Der Apfelbaum am Textilstudio um alten Industriehof. Hm, so lecker, wir haben unsere Taschen gefüllt...

Eis am Rhein unterm Walnussbaum...





Während der Gefährte am Folgetag zu Verhandlungen in Karlsruhe war, habe ich mir drei Stunden Zeit zum Erforschen des Doms genommen, mit Audio-Guide, haha, und drei Stunden reichen nicht mal. Bisher hatte ich ja nur bei Stippvisiten das Gebäude auf mich wirken lassen, nun war ich doch mal neugierig auf einige Details der vielschichtigen Bau- und Ausgestaltungsgeschichte. Und natürlich habe ich auch den Aufstieg auf den für Besucher zugänglichen Turm gemacht. Schon toll, was man da nun von oben entdeckt, wenn man etwas von der Stadt schon kennt, wegen der sich häufenden Ecoprint-Kursbesuche streife ich ja immer mal wieder durch die Gassen. Hätte ich vorher geahnt, dass gerade wieder einer stattfand, wäre ich wohl gleich geblieben ;-)...



Die Dom-Info. Ein Häuschen voller Schätze...
Blick rheinabwärts.

Blick rheinaufwärts.
Blick in Speyers grünbetupftes Herz und ins weite Stadtrund.


Das Wetter meinte es ganz gut mit uns, Kaffee und Eis draußen in einem der vielen Cafés an der Maximilianstraße, und an zwei Abenden war es so mild, dass wir bei der Alten Münz draußen speisten, ich zwar mit Decke um die Hüften, aber dazu sind sie ja da auch ausgelegt... Auf meinem ganz privaten Stadtbesuch war ich auch wieder im skurrilen grünen Künstlerhöfchen und in meinen "geheimen" Gärten...













Unseren letzten Tag verbrachten wir im Technik-Museum, in das ich allein wohl nie gegangen wäre, da ist es doch gut, wenn von anderer Seite mal ein bisschen gedrängelt wird... Sehr interessant, doch auch hier wieder die Erfahrung, es ist zuviel, um alles bei einem Besuch erfassen zu können... Ich wünsche mir für solche Ausstellungen wirklich Tickets, die für zwei Besuche gelten... Auf jeden Fall eine Empfehlung für Familien mit Kindern. Es gibt auf dem weitläufigen Areal so viel zu entdecken und zu erklettern und zu erkunden und in Aktion zu versetzen, auch wenn man dafür dann noch den einen oder anderen Euro springen lassen muss... Ein allerletzter grüner Spaziergang führte uns dann nachmittags noch in den Adenauerpark, auch der ein willkommener Treffpunkt für Kinder und Familien.







Samstagsplausch
Mein Freund, der Baum
Naturdonnerstag (10.10.19)


Kommentare:

  1. Da freu ich mich, dass ich neben einigen mächtigen Bäumen auch noch einen Eindruck von der alten Römer- & Kaiserstadt und der Lage am heißbeliebten Strom gesehen habe - ich kenne ja nur die Domtürme vom Odenwald, Zug oder der Autobahn aus ( was hab ich alles verpasst ). Ich hätte ja gewettet, du warst beim Kurs, aber ich denke, so ist es doch noch ein intensiveres Reiseerlebnis gewesen.
    Euch Beiden ein schönes heimisches Wochenende!
    Astrid

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  2. Liebe Ghislana,
    das waren ja zwei wirklich schöne und erlebnisreiche Tage in Speyer. Es gibt tatsächlich einiges zu entdecken, außer dem Dom, gell.
    Die aufeinandergestapelten Kaffeegedecke sind ja ungewöhnlich!
    Liebe Wochenendgrüße
    moni

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  3. Liebe Ghislana,
    in Speyer bin vor 34 Jahren (kurz vor der Geburt unseres ältesten Sohnes) für eine kurze Pause auf der Rückreise von dem letzten Urlaub zu zweit gewesen. Damals haben wir uns im Schatten des Doms gestärkt.
    Und ja, manchmal muss man sich zu Museumsbesuchen schieben lassen, ging mir kürzlich in Berlin so, da bin ich zusammen mit meinem dritten Sohn und seiner ehemaligen WG-Mitbewohnerin im neueröffneten Zukunftsmuseum gewesen.
    viele Grüße Margot

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  4. Schön, dass Du Dir Zeit nehmen konntest. Ich sehe, was mir damals vor Jahren beim Kurzbesuch entgangen ist.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  5. ...den Weg am Rhein sind wir im Frühjahr ja auch zusammen gegangen, liebe Ghislana,
    und gut, dass ich noch im Urlaub war, so kam der Dom zum Zuge...die Bilder vom Turm aus gefallen mir besonders, da oben war ich auch noch nicht,

    liebe Grüße Birgitt

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  6. ich bin ganz verliebt in die hinterhofgärtchen - so etwas zu entdecken bereitet mir auch immer große freude!!
    wie ich sehe, hattet ihr trotz des manchmal grauverhangenen himmels eine ganz schöne zeit zu zweit! in dieser region deutschlands war ich übrigens noch nie!
    liebe grüße
    mano

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  7. Liebe Ghislana,
    Speyer sieht vielversprechend aus! Wir haben vor, uns in den nächsten Jahren sowohl Österreich als auch die Nachbarländer genauer anzusehen, und vor allem was sehenswerte Orte in Deutschland betrifft, sammle ich schon mal Infos, da darf Speyer wohl nicht fehlen. Schöne Aus- und Einblicke gibt es da!
    Um die Birke tut's mir Leid! Herzerfreuend hingegen der Tassenkannenturm :-)
    Herzliche Rostrosengrüße
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2019/10/vorgarten-renovierung-verlosung-und-was.html

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  8. Da weiß ich ja schon mal worauf ich mich freuen kann nöchstes Jahr, aber die Zeit wird dann wohl eher knapp sein, ein lohnenswerter Gang, auf den du uns mitgenommen hast.
    lieben Gruß, Karen

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  9. was für wunderschöne Eindrücke von Speyer hast du mitgebracht
    ich war zwar auch schon dort aber so sehr viel habe ich nicht von der Stadt gesehen
    im Museum waren wir auch damals

    liebe Grßße Rosi

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