Montag, 9. Januar 2017

Montags-Mandala (112)

Montags mit einem selbst gestalteten Mandala die neue Woche achtsam beginnen und sich auf die kommenden Tage einstimmen, auf dass sie möglichst "rund" werde, ist mir seit über zwei Jahren zur Gewohnheit, zum lieb gewordenen Ritual geworden. Am liebsten mache ich das draußen, im Garten, im Wald. Da bin ich aber gerade nicht. Dann suche ich mir eins, manchmal reicht - wie gestern beim Sonntagsspaziergang - ein Blick in die Baumkronen, um ein Mandala zu entdecken..., oder, oder, oder... 




Erlen am Prieroser Badestrand.






Heute habe ich ein Mandala gemalt, eine zarte Schneeflocke. Wie ich diese Flöckchen bewundere... Meine Mandalaflocke ist auf eine Postkartenrückseite "gefallen", deren Vorderseite mir überhaupt nicht gefiel... Manchmal mache ich dann Collagen drauf, manchmal werfe ich sie tatsächlich weg. Nun aber nicht mehr. Es ist ja starkes und oft ziemlich gutes Papier. Die Rückseite kann man doch auch gut nutzen, ist mir nun aufgefallen.... Da hat mich Susanne diesen Monat auf die Spur gebracht mit ihrem Nachdenken über Postkarten. Hätte glatt Lust auf weitere solcher Miniaturen. Da ich nach wie vor immer wieder unterwegs bin..., so etwas passt doch gut in eine kleine kreative Reiseapotheke. Diesmal hatte ich sogar Wasserfarben dabei.





Hintergrundstruktur durch Einfärbung per "glue stick resist" nach Carla Sonheim.







Seit Ende Januar 2016, heute zum 39. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr solche Spuren wahrnehmt und von solchen Spuren erzählt. Vor Weihnachten habe ich wieder einmal in der Schule vertreten. In meiner Klasse saßen zwei der Jungs, die zz. mit ihren Familien in der Gemeinschaftsunterkunft im Nachbarort leben. Als ich sie im Frühling mal im Schulgarten betreute, sprachen sie kaum ein Wort Deutsch. Und nun, nach über einem halben Jahr, zeigte sich, dass sie inzwischen über einen enormen Wortschatz verfügen und ihnen die Grammatikübung im Zuordnen richtiger Verben und Zeitformen doch tatsächlich leichter fiel als einigen der Klassenkameraden, die mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind. Schnell wie der Wind waren sie fertig und unbändig stolz...


Ich wünsche euch eine gute Woche.



Papierliebe

Kommentare:

  1. Wie schön, wenn man solche Mandalas auch in der Natur entdecken kann. Da ist deine Auge schon sehr geschult. Danke für die schöne gesammelte und neu bemalte Postkarte! Schön, dass das Thema anlass für diesen neuen Blick gibt!
    Lg. SUsanne

    AntwortenLöschen
  2. Deine Beobachtung in der Schule durfte ich oft machen... Für Kinder hierzulande ist die Schule ein "Muss", nicht eine Chance. Das liegt teilweise auch daran, dass das inzwischen so selbstverständlich ist. Und Kinder haben ein großes Bedürfnis nach Gemeinschaft, nach Integration. Und dafür ist Sprache notwendig.
    LG
    Astrid

    AntwortenLöschen
  3. Das Mandala ist ausgesprochen schön und über die Fortschritte der Flüchtlingskinder kann man sich nur freuen.Eine schöne Woche wünsche ich Dir.
    Magdalena

    AntwortenLöschen
  4. Wie schön dein Naturmandala liebe Ghislana. Da gibt es soviel Reichtum in der Natur, dass man garnichts extra legen muss. Wie berührend deine Beschreibung der Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft. Danke für deinen lieben Kommentar bei mir. Dir eine gute Woche! herzliche Grüße Anke

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Ghislana,
    das ist ein zauberhaftes Mandala! Es freut mich auch, daß Euer Einsatz so schöne und positive Früchte trägt *lächel*
    Hab noch einen schönen Nachmittag!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Ghislana,

    den Baumkronen und der gezeichneten Schneeflocke ist das Filigrane, Zarte gemeinsam. Ich mag das Schwarz-Weiß, das reduzierte und einfache daran.

    Alles Liebe für dich im neuen Jahr - und auch für die Flüchtlingskinder!!!

    Liebe Grüße,
    Veronika

    AntwortenLöschen
  7. es ist eine freude, dein schneeflockenmandala anzuschauen und den mandalablick in die hohen bäume (wie eine kathedrale!)zu genießen. kürzlich gab es hier in der örtlichen zeitung einen bericht über zwei junge flüchtlinge, die ihren weg wunderbar meistern. der artikel geht bald an dich!
    liebe grüße
    mano

    AntwortenLöschen
  8. ...so eine schöne Schneeflocke, liebe Ghislana,
    ist dir da aufs Papier gefallen...und der Blick in die Kronen ist überwältigend...schön, dass die Kinder sich so schnell einleben können,

    liebe Grüße Birgitt

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Gislana,
    hach wie schön bei dir in dein Baummandala zu schauen.
    Bin sehr gespannt, was du noch mit deiner kreativen Reiseapotheke (großartige)zauberst.
    Herzliche Grüße
    Sabine

    AntwortenLöschen
  10. Hallo Gislana,
    ein wunderschönes Mandala ist Dir da auf dem Stückchen Papier gelungen. Ich komm' immer wieder gerne vorbei und lass soooo selten ein Kommentar da. Aber heute muss einer sein mit den besten Wünschen für das neue Jahr, viel Glück, Gesundheit und vielen Blicken in die Natur die Du mit uns teilst.
    LG zu Dir
    Manu

    AntwortenLöschen
  11. dein montagsmandala ist wie eine tasse thé oder café um die woche fit anzufangen * immer anders * schneecristalle * kinder lernen so schnell die sprache die sie täglich hören und das ist fabelhaft :)

    AntwortenLöschen

Ich freue mich sehr über eure Gedanken. Leider jetzt auch bei mir mit Sicherheitsabfrage. Mir wird das "Müll-Schaufeln" zu viel...
Bitte keine anonymen Kommentare.