Samstag, 28. Februar 2015

Mein wilder Garten (25)

weekend reflections No. 1




weekend reflections No. 2
weekend reflections No. 3
Da der Blick in den Garten noch immer nur mehr grau und braun ist, wanderten an schönen Tagen die Fotoblicke in den Gartenhimmel und ins Regenfass, das den verzweigten Himmel so fein spiegelte... 


Das Grau und Braun will ich euch aber nicht vorenthalten... Immerhin verströmen ein paar Immergrüne ihr Hoffnungsgrün und werden bald wieder Gesellschaft haben von frisch belaubten Pflänzchen.


Auch mit Grau und Braun - den (gefühlten) dominanten Februarfarben hier im Wald kann man ja mal Experimente machen, impressionistische oder so....



Und wenn man Glück hat, zeigt ein Foto ins dichte graue Gezweig im Gegenlicht plötzlich einen Hauch von Pink.


Der Frühling lässt doch tatsächlich hier draußen im Walde auf sich warten. Woanders sind schon Meere an Krokussen und Schneeglöckchen zu sehen, hier halten sie sich noch bedeckt und sammeln Sonnenminuten, und ich bin gespannt, ob die Krokusse überhaupt wieder auftauchen. Auf den Merkzettel: Im Herbst dringend Frühlingsblüherzwiebeln stecken! Und es vielleicht mal mit einer Christ- oder Lenzrose versuchen?

Mit den Schneeglöckchen und dem panaschierten Immergrün sind Bloggerinnenblumen in meinen Garten gezogen und haben den ersten Winter bestens überstanden. Die Schneeglöckchen bekam ich von Kirstin, das Immergrün von Birgit.


Die geliebten Silbertaler samen jedes Jahr fleißig auf und ich freue mich über jede neue Pflanze. Diese hier ist in einem Topf auf der Terrasse gelandet und hat sich dort im Wind- und Kälteschutz schon viel weiter entwickelt als ihre kleinen Schwestern unten auf der Wiese, deren "Mütter" dafür noch immer Silbertaler in den Himmel recken.


Pünktlich zur Fastenzeit wächst die erste Brennnessel(tee)ernte heran! Und der erste frische Schnittloch in der Kräuterwanne, unterm Schutz des Rupprechtskrauts.



Gegenüber im Ahorn haben die Bewerbungen um den Nistkasten und einen weiteren um die Ecke begonnen. Das alte Lied: Die Blaumeisen wollen hineinschlüpfen  und die Kohlmeisen, die gar nicht durch die winzigen Löcher ins Innere des Kastens kommen, picken die Kleinen weg ;-(.


Das im letzten Jahr mit Hilfe des Sohnes angelegte Hochbeet hat mächtig Inhalt verloren, der nämlich einfach zusammengesackt ist... Aber das hat dem alten umgepflanzten Salbei guten Schutz gegeben, dort fängt sich wie in einem Kraterbeet das bisschen Wintersonne und -wärme und eigentlich wären nun mal wieder Gnocchi mit Salbeibutter dran.... Auch der Steckling, den ich in die Geburtstagsschale gepflanzt habe, sieht aus, als hätte er sich mit dem Platz abgefunden und würde brav wachsen.



Wer in den Tiefen des Hochbeets lebt, entzieht sich meiner Kenntnis..., ein Teil der Packlage aus Altholz wurde herausgewühlt und zwei runde Löcher lassen darauf schließen, dass da jemand aus- und einkrabbelt. Aber wer?
 

Außen fängt das Zimbelkraut an seinen Pelz ums Hochbeet zu weben.


Farbe ist noch Mangelware im Garten: Ein kleines Röslein, das im Schutz des Hochbeetes überwintert hat, treibt rösliche rötliche Blättchen, ein Sedum versucht sich in winzigen rötlichen Rosetten, ebenso die ersten Akeleiblättchen erscheinen. Und Mahonia wird bald die ersten Bienen und Hummeln anlocken. 


An Gartenarbeit steht jetzt an: die Verarbeitung des Gehölzschnitts..., und - wenn nicht mehr mit starken Frösten zu rechnen ist - die Befreiung der Steingartenpflanzen vom Kiefernnadelpelz... Und dann möchte ich ein bisschen pflanzen: Holunder, Schlehe und Brombeere stehen auf meiner Wunschliste, zum Blühen, Fruchten und Naschen und letztere auch der lieben Wildbienen wegen. Sie lieben nicht nur Pollen und Nektar, sondern auch die Brombeerstengel als Brutröhren.

Und wie sieht es in euren Gärten aus? Verlinkt euch gern mit euren Gartengeschichten. Immer am letzten Tag des Monats wird hier auf die letzten Gartenwochen zurückgeschaut.

In heaven.
Weekend reflections.
Erlebte Frühlingshoffnung ist Sonntagsfreude.







Freitag, 27. Februar 2015

12tel Blick 2014 - februarfrostig

12tel Blick 2015 - Blick über den Langen See - 14.02.2015

Ein paar Meter weiter am Ufer entlang versperrt die junge Birke den Blick auf den hinteren Teil des Sees.
Mitte Februar war ein sonniger, frostiger Wochenendtag und wir machten einen Spaziergang zum 12tel Blick am Badestrand unseres Sees. Noch zeigt der sich menschenleer... Schiffe konnten auch noch nicht fahren, denn der Lange See war noch zugefroren, nicht so dick, dass ich mich getraut hätte ihn zu betreten, aber mit einer geschlossenen Eisdecke. Nachfolgend noch ein paar Detailfotos und der Blick in die andere Richtung übers Wasser, den der Gefährte so gern mag wegen der Bäume auf der Halbinselspitze...


Der markante Baumstubben am Ufer
Die Spechte rücken ihm ziemlich zu Leibe...
Eisige Zeichenmalereien...
...und Kritzeleien
Weekend Reflections in the water - No. 1
Weekend Reflections in the water - No. 2
Der Blick in die entgegengesetzte Richtung auf die Dahme, an der mit einer Baumgruppe bewachsenen Spitze der Dolgenbrodter Halbinsel Fährwinkel vorbei.

Unseren Spaziergang, der mein Genesungsspaziergang war, begleitete herrliches Sonnenwetter, es war eine Freude. Und mir wird klar, wieviel Sonniges dieser seltsame Februar dann doch enthielt...

12tel Blick - ein Motiv 12 Monate lang aus derselben Perspektive fotografiert, ein Projekt von Tabea. Mein Januarblick.
Weekend Reflections - immer freitags bei James.
Morgen gibt's hier wieder den monatlichen Rückblick in meinen wilden Garten und gerne auch in euren!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Monats-Collage - Februar 2015

Wer bei mir regelmäßig liest, weiß, dass mein Februar nicht der leichteste war, mehrere traurige Nachrichten gab es von Tod und Krankheit und schweren Zeiten in Familie, Freundes- und Bekanntenkreis, und diese Nachrichten haben bis heute nicht aufgehört, auch gestern und heute kamen welche hinzu. Wenn ich jetzt auf meine Collage schaue, so stecken sie alle darin, die grauen Februartage, doch auch die hellen, denn die Freuden zählen ja auch, und die unvermuteten Überraschungen.

Schöne, herzerwärmende Momente schenkten mir im Februar
- meine Cousine und meine Geschwister und andere sehr liebe Trauergäste anlässlich des Todes eines lieben Onkels
- meine große Tochter mit einem Geschwisterfotobuch meiner Enkel und drei wunderschönen Karten
- eine alte Freundin, die nun aus meinem Dorf wegzieht und mit der ich noch einen wunderbaren gemeinsamen Nachmittag mit Apfelstrudel und Wein im Waldhaus mit Blick auf den Streganzsee und mit einem Spaziergang samt wunderbaren Bildern einer Kranich-Balz auf einer nahen Wiese verbringen durfte. Sie schenkte mir einen weichen weißen Loop aus selbstgesponnener und verstrickter Schafwolle und eine Kette von Goldfluss-Perlen
- eine andere alte Freundin mit ihrem lieben Brief
- der Gefährte mit der Idee ein paar Osterferientage auf der Insel Hiddensee zu verbringen nebst der Zimmerbuchung, sogleich habe ich die Wanderkarte und ein Heft mit Hiddenseegeschichten studiert
- meine Geschwister mit vielen lieben, nachdenkenswerten, inspirierenden und aufrüttelnden Worten während einer längeren "Rundmail"-Korresponenz
- meine älteste Enkelin mit einer handgeschriebenen Karte, die sie mal als "Abklatsch" unter meinem Dach gemacht hatte. Sie kam heute an und erinnert mich sehr an mein Sonnentor...
- Heidi mit ihrem Steinmandala-Geschenk und lieben Worten
- Mirjam mit einem lieben Überraschungsbuchundfoto-Päckchen
- Lotta, Birgitt und Cora mit Überraschungspost
- Astrid mit ihrer Anteilnahme per Mail und mir sehr lieb gewordene Bloggerinnen mit ihren Kommentaren
- meine Schulkinder mit ihrer langsam wachsenden Freude an einer Textilapplikation zu arbeiten und sich nicht mehr vor Nadel und Faden zu fürchten... 
- mein Spielen mit den sonnengoldenen trockenen Forsythienblüten
- meine Spaziergänge in Freiberg und die Ruhe dort unterm Dach - nebst der Pflege, die mir der Gefährte in meinen Krankheitstagen angedeihen ließ, so entlastend...
- der gemeinsame Abend mit liebsten Freundinnen bei Fragen und Sinnen, Lachen und Weinen und Ofengemüse und Käse und Trauben an meinem Kaminfeuer



So ist auch für diesen Februar viel Dankbarkeit in mir, für die freudigen, aber auch für die schweren Stunden, die es zu durchleben gilt. 
Die Monats-Collagen haben nun schon bald ein Jahr ihre Heimat bei Birgitts Erfreulichkeiten gefunden und gerne schicke ich auch meine wieder hin!

Mittwoch, 25. Februar 2015

Muster-Mittwoch - Interieurs


Dass ich nun zum letzten Interieur-Muster-Termin in diesem Monat das erste Mal musternd mitmache, hat nichts damit zu tun, dass mir nichts eingefallen wäre dazu... Oh nein, es kreiselte geradezu in meinem Kopf, aber eben neben vielem anderen... Zur Bettlektüre gehörten ein paar alte Hefte der DDR-Zeitschrift "Kultur im Heim" aus den 80ern, in denen ich sowohl die Wohnzimmer-Sitzgarnitur der elterlichen Familie als auch dann die meiner eigenen wiederentdeckte. Nein nicht die auch damals schon weit verbreiteten wuchtigen schweren Polstermöbel, sondern ganz leichtfüßige auf Holz- oder Metallbeinen und zeitlos modern geformt daher kommend, mit losen Kissen drauf. Darunter dann die sehr geliebten vietnamesischen Schilf- oder Seegras-Teppich-Böden, die unglaublich viel Staub und Sand schlucken konnten, ohne dass das groß auffiel. Er fiel einfach durch. 



Ich erinnerte mich an die zahlreichen in unseren Wohnungen stets vom Vater selbst gebauten Bücherregale und zähle tatsächlich auch heute noch Bücher zum schönsten Interieur einer Wohnung. Eine Wohnung ohne Bücher ist für mich irgendwie nackt. Aus der frühen Kindheit überdauerte in meiner Erinnerung ein Nierentisch aus den 50ern- Die erste Couch meiner Eltern mit hellem Holzstäben an Kopf- und Fußende und einer hellgraugrünen in diagonal "verlegten" Quadraten gemusterten Matratze überdauerte nicht nur in meiner Erinnerung, sondern war noch im Alter von ungefähr 50 Jahren dem kleinen Enkelsohn dann das Bettchen auf dem Fußboden. Aus dem konnte er sich nach Lust und Laune und ohne Angst der Mama vor Blessuren hinaus- und hineinbewegen, nachdem sein eigentliches Kinderbettchen den kleinen Buben immer wieder zu abenteuerlichsten akrobatischen Leistungen verleitet hatte und ich das Geräusch der Stürze auf den Betonfußboden nicht mehr aushalten konnte...


 


Eine Konstante in Wohnungen unserer Familie waren die von meiner Mutter mit viel Geschmack und Sinn für Stil ausgewählten handgewebten Decken und Tischdecken. Eine solche Decke habe ich auf der alten geerbten Truhe liegen, sie dürfte bald so alt sein wie die Truhe selber und wahrscheinlich noch älter als ich. Auch ich habe am liebsten handgewebte Decken als Bettüberwürfe, gerne mit Naturtönen, und gerade habe ich Lust auf einen neuen, lichten, mit leuchtendem Gelb, das als Wandschmuck meinen Büro- und Schlafraum an manchen Stellen schon aufhellt, aber gern noch etwas kräftiger daher kommen könnte. Das Gelb belebt mich sehr, wenn ich morgens die Augen aufschlage(n muss). Sonnenfünkchen-Bilder. Real scheint die Sonne zum Schlafzimmer erst ab dem frühen Nachmittag hinein. Aus meiner Mandalagelb gefütterten Bilderpingpong-Collage sind deshalb virtuell schon mal zwei mögliche Bettüberwürfe entstanden.




Heute ist wieder Muster-Mittwoch bei Michaela.