Mittwoch, 18. Juni 2014

Muster-Mittwoch - Geometrie (3)

Ganz anders als geplant werden meine Geometriemuster heute... Die Geometrie "von Hand" verbleibt eine weitere Woche im Entwurfsstadium, denn ein Abenteuer, auf das ich auch ganz gern verzichtet hätte, nahm meine Zeit seit gestern Abend in Anspruch. Ich habe mir das jetzt einfach mal "schöngemustert", licht und hell..., aus geometrischen Linien und Flächen, immer mit Himmel "im Spiel"...

Warten auf den Zug nach Schönefeld in Königs Wusterhausen, der Bahnhof seit einem Jahr eine Baustelle...
... das Stück Himmel durch Spiegeln und Einfügen in eine Fliese verwandelt und damit fleißig gefliest:
Nach einem schönen Berlin-Montagabend mit dem großen Töchterlein, einer großen wunderbaren Pause im Wuhletal und einem Schul-Arbeitstag in Berlin suchte ich gestern Abend auf dem großen Parkplatz mein Auto mehrere Fußrunden lang vergebens, fuhr mit dem Bus nach Hause und gab eine Anzeige auf der Internetwache auf. Ich staunte nicht schlecht, als die Polizei mich noch spät abends anrief und meinte: Ihr Auto haben wir sichergestellt, in der Nacht war eine Tür aufgehebelt und eine Scheibe eingeschlagen worden...

Bahnhofshimmel über Dabendorf.
Noch später nachts, fast mitternachts, wurden mir - inzwischen so ganz und gar hundemüde.... - vor der Haustür das Sicherstellungsprotokoll und der Freigabeschein des Fahrzeugs ausgehändigt... Der Sicherstellungsort befindet sich nur 30 km weit weg, ohne Auto mit öffentlichen Verkehrsmitteln braucht man für die Strecke allerdings über zwei volle Stunden... Dann noch einmal warten, denn die Kollegen dort bei der "Autosicherungsverwahrung" sind gleichzeitig Gelbe Engel, noch einmal zwei volle Stunden lang, im Schatten eines Baumes immerhin. Das sehe ich ja auch ein, dass Unfälle vorgehen... Also habe ich mir die Zeit vertrieben, mit Geometriefotos auf den Bahnhöfen und so (ein paar nette Schmetterlinge gab's auch im wilden Kraut, aber viel zu schnell für meinen etwas letargischen Blick...) Anschließend dann luftige Rückfahrt und noch Werkstattbesuch. Um das Auto wieder "richtig" straßenverkehrstauglich zu bekommen, muss ich ganz ungeplant Geld investieren... 

Immerhin - ein tolles unregelmäßiges Vieleck-Muster gibt so ein Autoscheiben-Glasbruchstück ab...
Darüber hinaus sind bei dem "Bruch" zwei - von mir manchmal schrecklich vergesslicher Nudel - auf dem Rücksitz liegengelassene fix und fertig verpackte, adressierte und frankierte große Briefe entwendet worden, vielleicht waren diese gar - auf der Suche nach Geld? - die Objekte der Begierde..., doch das hier war "nur" drin: einmal Kunst und einmal Literatur mit Kartengruß, die - so fürchte ich - nun im Müll landen werden, statt bei den lieben Menschen, denen sie zugedacht waren... Seltsam alles... Ich hoffe auf einen ruhigeren Tag morgen... Mustern zum Kaffeetrinken war jetzt auch schon ganz schön ;-)





























































Geometrische Muster auch heute wieder - wie schon den ganzen Juni - am Muster-Mittwoch gesammelt bei Michaela von MüllerinArt.

Montag, 16. Juni 2014

Montags-Mandala (8)


Schon der Montagmorgen-Gang auf Blüten-und Blättersuche fürs Mandala ist eine Übung der Achtsamkeit..., heute nach dem Frühstück auf der Terrasse, wo mir der Ort fürs Mandala vor Augen lag. Vor dem Wäscheaufhängen und vor der Fahrt nach Berlin ist so ein aufmerksamer Gartengang eine willkommene Eintimmung. Was vorher nur oberflächlich als Farbton "einsortiert" war, bekommt so auf einmal ganz individuelles Gesicht und wird in seiner ganzen Vielfalt deutlich. Kein Fingerhut gleicht dem anderen, und auch keins seiner Blütchen, der Feenschuhe, wie Alexandra sie neulich bei mir nannte...

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Der Wäscheständer wartet zwar schon, aber ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen ;-)

Also auch heute wieder ein Mandala im Wasser, aus Fingerhut-Feenschuhen, gebettet auf Froschbiss, von dem mir die Töchter einst von einer ihrer Kindheits-Bootstouren vom See aus einer Wasserinsel im breiten Schilfgürtel mitbrachten. Da der Teich durch die intensiv wuchernden Sumpfiris sehr verschattet ist, habe ich ein paar der schwimmenden Knöllchen ins auch schon wieder sichtbar in die Jahre gekommene (und seit dem Samstagsregen endlich wieder volle) Regenfass gerettet, wo sie ihre kleinen rundlichen Blätter entfalten, sich Ausläufer treibend vermehren und mit etwas Glück im Sommer weiße Blütchen treiben.

Habt eine gute Woche!

Das Montags-Mandala ist eine Idee von Babajeza.

Donnerstag, 12. Juni 2014

12 von 12 im Juni

12 langsame heute...



Endlich mal wieder ausgeschlafen, aus dem Bett heraus durch meine "grüne Jalousie" nach draußen geschaut. Nach ein bisschen Blitzen, Krachen, Donnern, Regen gestern heute morgen wieder Sonne und Blauhimmel. Schon wieder Hitze? Aufgestanden, das Thermometer betrachtet: es ist abgekühlt!!! 18° C um 7.30 Uhr!



Wäsche gelegt und mich nach der Dusche fürs überlassene luftige geometrisch gemusterte Shirt entschieden. In den Keller hinabgestiegen und die Waschmaschine befüllt (später geleert und noch zweimal befüllt und geleert...). Das Haus bereit gemacht, um mit frischer kühler Luft geflutet zu werden, alle Fenster und Türen auf...



Draußen das Frühstück gedeckt, mit Lieblings-Mohnzöpfchen, (nicht von mir) "handmade"-Kirschkonfitüre und einem Gewürztee. Ein interessantes Buch (nur) angeblättert und angelesen, denn: Den Vögeln wollte gelauscht und zugesehen werden. Ganze Meisenfamilien kommen zum piepsigen Bade zwischen den hohen inzwischen verblühten Sumpfiris. Noch immer werden die Vogelhäuschen umkämpft, aber es brütet wohl doch niemand darin ;-(

Den Arbeitstisch "gedeckt"..., ein bisschen beim Lieblingsbloglesen prokrastiniert und dann lange hineinversenkt in Praxisberichte, Hausarbeiten und Examensklausuren.



Mittagessen, Ei mit Zwiebeln und Tomaten, vieeeel Wasser getrunken.



Einem zartflügligen Gast auf dem Wäscheständer in die blauen Augen geschaut.



Post geholt und in die Blumenwelt am Weg geschaut.


Die erste Vexiernelke blühend entdeckt.



Einer seit ziemlich genau 2 Jahren in mir wohnenden Angst noch nicht adieu gesagt und nicht ganz allein im See schwimmen gewesen. Den Genuss des jahrelangen täglichen Schwimmens von Mai bis September habe ich nicht vergessen und vermisse ihn... Morgen kommt der Gefährte.



Den Arbeitsplatz von der nachmittags in der Sonne liegenden Terrasse an den (geneigten Leser/innen schon bekannten) Schattenplatz verlegt, Briefe gefüllt und bereitgelegt für den Sprung morgen früh in den Briefkasten, der sie auf die Reise bringen wird. Den Unterricht für morgen vorbereitet. Schließlich den Mücken entflohen und mich am blühenden und duftenden Pfeifenstrauch (Falscher Jasmin) vorbei wieder hinauf ins Haus zurückgezogen.



Heute alles in meinem Tempo, also langsam, ohne Druck (von außen), selbstbestimmt, mit Zuwendung zu dem, was getan werden soll oder getan werden will oder zwischen all dem sich noch ereignet und manchmal auch einfach nur zum Da-Sein. Ein reicher Tag. Langsamkeit, menschen-gemäßes Tempo - damit fängt für mich Achtsamkeit an. 


Achtsamkeit machen Sonja und Birgit im Juni zum Monatsmotto.

Sandra, Naturtherapeutin und Heilpraktikerin (Psychotherapie) in eigener Praxis für Achtsamkeit und Naturerleben (PAN) und eine, bei der ich schon zweimal Naturerfahrungsseminare besuchte, schrieb gerade auch über Achtsamkeit auf ihrer Facebook-Seite: "Achtsamkeit ist heute in aller Munde. Erstaunlich eigentlich für ein so altes Prinzip, das sowohl aus den traditionellen buddhistischen Lehren als auch aus der antiken griechischen Philosophie überliefert ist. Scheinbar ist die Zeit jetzt dafür reif, dass die Menschen den Wert dieser besonderen Bewusstseinshaltung zu schätzen wissen. Immer mehr fließt das Achtsamkeitsprinzip in die Medizin, die Psychotherapie oder die Pädagogik ein. Dabei wird das Wort häufig auch inflationär und falsch gebraucht. "Achtsamkeit" wird zum Synonym für "Vorsicht" oder "Respekt" und verliert dadurch viel von seinem Bedeutungsgehalt: Das Wort "Acht" kommt eigentlich vom germanischen "ahta" und bedeutet so viel wie "Aufmerksamkeit, Beachtung, Fürsorge"... ... die bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments (Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen), ohne ihn zu bewerten." Sandra empfiehlt dort ein Buch von Jon Kabat Zinn. Seit meiner ersten Teilnahme an einem Achtsamkeitsseminar vor 11 Jahren in Berlin hat mir ein kleines, seit 1995 in mehreren Auflagen und Versionen erschienenes Büchlein von ihm immer wieder Impulse gegeben: "Wherever you go, there you are".



Wenn ich aus meinem anderen Schlafzimmerfenster schaue, sehe ich rote Bartnelken blühen, seit Jahren säen sie sich selber aus...

Andere 12 von 12 bei Frau Kännchen.
Weiteres zum Monatsmotto Achtsamkeit bei Sonja.
Mein Lob der Langsamkeit bei Gold.Paper.Talk

Mittwoch, 11. Juni 2014

Muster-Mittwoch - Geometrie (2)

Dachfenster-Drumherum mit Fontane lesender Reisemaus, wir beherbergen die Literaturfreundin, seit wir sie nach einer Wanderung auf dem Bahnhof "Edle Krone" gefunden hatten...


Unterm Freiberger Dach zu Pfingsten stellte ich beim Frühstück die (natürlich völlig unverfängliche...) Frage an den Gefährten: "Sag mal, wenn du an Geometrieunterricht in der Schule denkst, was fällt dir da eigentlich ein?" Sehr prompt die Antwort: "Mein Lieblingsfach, warum fragst du?... Schräge Kegelschnitte z. B...."... So ist das... Heute hier
vermusterte sächsische Dachgeschoss-Geometrie... 


...vermustert durch horizontales und vertikales Spiegeln und Aneinanderfügen

An diesem Dachfenster-Pärchen saß ich luftig im Schaukelstuhl bei weit geöffneten Fenstern, eine Kastanie vis a vis, und korrigierte Pfingstsamstag und -sonntag 16 Hausarbeiten - da war das "geometrische" Hinschauen eine willkommene Abwechslung...

Der vermusterte Kastanienblick

In Mittelpunkt des nächsten Musters das Juni-Motiv des 2014-Kalenders mit Fotografien meines Sohnes. Vermutlich stammt das Motiv aus der Serie dieser Ostsee-Abendbilder. Auch das Foto löst gewissermaßen schon eine Geometrieaufgabe: Strand, Meer, Horizont, Himmel, Gleitschirm, den Menschen dazu und den Sonnenuntergang zusammen aufs Foto zu bekommen... Als wir über Geometrie sprachen, fielen mir die Flächen und Schrägen auf dem Kalender und am Dach derart auf, dass sie vermustert werden mussten...



Inzwischen fielen auch mir wieder Geometrieaufgaben ein, die ich einst mit Freude gelöst habe: Verschiebung, Drehung, Spiegelung von Flächen... Sowas Ähnliches machen wir ja hier auch und ein bisschen muss ich da kaze glatt Recht geben, die bei mir beim letzten Mal kommentierte: "Da gestalterisch für mich alles , aber auch alles aus Linie und Kreis besteht, ist das Leben für mich eigentlich Geometrie." Wenn doch also nur Schul-Geometrie und lebendige Gestaltungs-Geometrie im noch immer so dominierenden fächergeteilten Unterricht fachübergreifend zusammenfänden..., hat wer da positive Beispiele aus aktuellem Schulleben? 

Die Sonne mustert morgens durch dieses Küchenfenster mit...
... und ich griff die Sonnenspielerei fürs Mustern auf
Ist es mit der Geometrie vielleicht so wie mit dem Mond: „In unseren Schulen gibt es zwei Monde. Sie treten in verschiedenen Räumen auf; hart und nackt der eine, der andere leise und verschleiert; vorgeführt von zwei verschiedenen Fachlehrern. Was der eine Mond mit dem anderen zu tun hat, davon wird nicht gesprochen. Gibt es den Deutschlehrer, der ein Mondgedicht bespricht und dem der Glanz der Newtonschen Mondrechnung noch gegenwärtig ist? ... Kann man sich einen Physiklehrer denken, der zur Einleitung dieser Mondrechnung die unvergleichlichen Sätze Johann Peter Hebels seinem Schüler vorliest, dem die Dunstglocke der Städte den Horizont geraubt hat?“ (Martin Wagenschein: Erinnerungen für Morgen, 2002 S. 162)


















Am Pfingstmontagmorgen reisten wir hierher. In den Hausflur, auf die vieleckigen Steinchen-Flächen der Treppenstufen, warf die Sonne gerade ein Stückchen Regenbogen...


Muster-Mittwoch bei Michaela, im Juni lautet das Thema: Geometrie.