Samstag, 8. November 2014

Samstagskaffee aus (m)einem wilden Garten (21)

Als ich jetzt die schon vor dem Urlaub zusammengestellten Oktoberbilder fand, wurde mir klar, wieviel seitdem schon wieder im Garten passiert ist, ähm, nicht passiert, indem ich soviel an Gartenarbeit geschafft oder gemacht hätte, ich lebe ja im hortus tranquillitatis, dem Garten der Gelassenheit..., sondern ich meine das eher jahreszeitlich. All das, was ich euch heute noch zeigen kann, war - als wir Anfang November aus dem Urlaub heimkehrten - unter einer dicken gelben Decke von Ahornblättern versteckt und fast alles Orangerote und Rote an Blattwerk war nun abgefallen. Aber diese Bilder kommen erst später. Heute nun - als Rückblende zum Oktober im Garten und wegen Urlaubs etwas verspätet - ein Spaziergang rund ums Haus. Ich finde die Bilder diesmal geradezu ein wenig impressionistisch in ihrer Farbigkeit und manchmal auch leichten Unschärfe.... Das Licht lässt nach, es fotografiert sich nicht mehr zu allen Tageszeiten und bei jedem Wetter so leicht, und im Gegensatz zu trockenen Sommertagen habe ich nun auch nicht mehr bei jedem Gartengang einen Fotoapparat bereitliegen, sondern muss ihn "extra" aus dem trockenen Haus holen... Heute sehe auch ich ganz deutlich, was ihr schon manchmal in euren Kommentaren geschrieben habt, dass mein Garten ziemlich verwunschen ist ...

Blick in den Wald vor der Haustür.
Letzte Bienenweide: Winterastern im Vorgarten.
"Teufels"strauch und Gartenschneeball, umgarnt von Hopfen.
Genug Blattgemüse für alle, die es vertragen... (Schneeball, giftig!, aber nicht für alle ;-))
Hartriegel und Mahonie und "im Untergrund" der allgegenwärtige Ahorn.
Hundsrose am Auto-Parkplatz
Mein "Fundstück", in dem sich die schon fast blattlose Pappel auf dem Nachbarweg spiegelt.
Himmelsblick durch Rose über Essigbaum und alter bemooster Robinie in den Wald
Auf dem Weg nach hinten. Funkie auf dem Rückzug und rotviolett gefärbte Akelei.
Die Kräuter im Hochbeet trieben im Oktober noch prächtig (und tun es immer noch...)
Die Königskerze an unserem Garten"arbeits"platz hat sich nun niedergelegt, aber Blüten treibt sie noch immer, auf Tuchfühlung mit Efeublättriger Gundelrebe (Gundermann)
Blick vom Gartenarbeitsplatz in den goldgelborangen Himmel (Essigbaum und Birke)
Blick durch denselben Essigbaum in den Hausbaum (Ahorn)
Auf dem Weg zur Terrassentreppe wehen und stehen die Überbleibsel der sommerlichen Kinderfreuden.
In die Bodendeckern am Terrassenrand (Kriechspindel, Immergrün, Maiglöckchen, Goldnessel) legt sich das erste herabgefallene Ahornlaub
Oktoberabendhimmel in unbeschreiblichem Licht, wie er sich immer wieder anders durch die Kiefern beim Nachbarn hindurch gezeigt hat.
Zu guter Letzt: Die "berühmte" rote Bank und unser "weißer" Gartenarbeitsplatz, also nicht der für die Gartenarbeit, sondern zum Arbeiten (gern auch Bloggen) im Garten.
Nun geht es daran die nicht winterharten Pflanzen reinzuholen, die frostgefährdeten Teile des Gartens winterfest zu machen oder im Keller einzulagern, besonders die Keramiken aus den höher und höher werdenden Laubbergen zu fischen, letztere auf ihre Plätze zusammenzutragen für Hügelbeete "in spe", als Nahrung zwischen die Gehölze und als Austrocknungsschutz auf offenen Boden, die bald laublosen Gehölze darauf zu prüfen, was dann doch mal wieder - wie jedes Jahr - zurückgeschnitten werden muss, damit sich hier im Wald doch auch hin und wieder Sonnenstrahlen einfinden können, das Laub aus den Dachrinnen holen, die Wassergefäße frostsichern, genug zu tun, das Wetter könnte zz. besser nicht sein, mal schauen, wie weit ich im November komme und dabei immer wieder aufpassen, dass die Vogelschutzhecken und die Winterlager von Lurch und Maus und Co. fein kuschlig bleiben... Habt ein feines Wochenende!


Samstagskaffee.
In heaven.
Mein komplettes Gartentagebuch seit April 2014 ist hier zu finden.
Und ihr? Gern könnt ihr hier bei mir eure Herbstgärten verlinken. 

Donnerstag, 6. November 2014

Muster-Mittwoch mit Ostsee-Buchstaben...


Bevor wir in den Urlaub abfuhren, hatte ich Frau Müllerins Novemberthema noch mitbekommen und so spielte ich im Urlaubstagebuch (auch das ein MüllerinART-Produkt!)... auch hin und wieder mit Buchstaben und Schriften herum, weniger selber Muster schreibend, als - wie es mir so lieb geworden ist - schneidend und klebend, der Beweis, dass ich auf den gestrigen Mittwoch schon vorbereitet war, nur eben nicht pünktlich fertig ;-). Auch ein Stück "Echt-MüllerinArt" hat sich in das nachfolgende Muster geschlichen und bildet schöne Streifen. Denn entstanden war das Urlaubsworte-Muster auf der Umschlagseite 2 des Urlaubstagebuchs.


























 
Das praktisch, aber etwas neutral eingerichtete Urlaubsquartier, hatten wir mit einem herrlichen mit etwas gesammeltem Herbstlaub arrangierten roten Ritterstern "individualisiert", und ich konnte mich nicht bremsen seine verblühenden Blütenreste zu Farbe zu verkochen.  

Heraus kam ein Lila-Grau, dessen Abdrücke nun schon ein paar Tage vor sich hin getrocknet sind. Darauf habe ich die aus den Ferienzeitungen und Flyern ausgeschnippelten Typo-Proben aus dem Sammel-Briefumschlag ausgekippt, sortiert, und - infiziert von Sophies November-Frapalymo - zu einem kleinen nicht völlig sinnfreien Text gelegt (eine Art Krimi haben wir auf der Rückfahrt im Auto nämlich auch gehört...), und seit dem neulich zum gefühlten 100. Mal wiederholten Lernstil-Test habe ich es wieder schwarz auf weiß: ich agiere intuitiv und assoziativ und systemisch (nicht systematisch! und auch nicht sehr logisch...), und muss anfassen können ;-). Heraus kam:










Das letzte Muster mag ich am liebsten. Es erinnert mich ein wenig an unsere Abreise von der Insel im morgendlichen Novembernebel, als plötzlich am Fahrbahnrand im grauen Straßenbaustellenschutt roter Mohn blühte,... und husch war es vorbei, wie eine "Erscheinung"..., doch sogar der beifahrende Gefährte hatte es entdeckt und bestätigt: Roter Mohn im grauen November...

Noch den ganzen November lang geht es um Schrift und Druck(buchstaben) beim Mustermittwoch. Michaela sammelt mittwochs alle Muster, die sich so anfinden. Hier sind die von dieser Woche.

Montag, 3. November 2014

Verspätete Oktober-Collage und pünktliches Montags-Mandala (22)

Die Monats-Collage kommt etwas verspätet, und sie enthält auch nicht den ganzen Oktober, die Ostseetage fehlen... Das Collagen-Tischchen an der Terrassentür war längst voll und die Heimkehr von der Ostsee war erst im November... 



So schöne Post habe ich wieder bekommen..., ganz überraschend mal wieder von einer Freundin und Weggefährtin auf dem Weg zur Einrichtung des Naturpark Dahme-Heideseen in den 90ern, das neue Buch einer Nichte, die sich schreibend und erzählen lassend aus ganz verschiedenen Perspektiven verschiedenen Facetten von "Auszeit" widmet, ein Lyrik-Buchgeschenk von einer inzwischen dichtenden und hier wiedergetroffenen Kommilitonin, (m)ein zur Postkarte verarbeitetes Batik-Stückchen von Spielpause, Herbstblättermuster von Buntistschön, aus der Buntpapierfabrik ein wunderschön gemustertes Platanenblatt und Papiere zum Mustern, von Lotta eine neue (Karten)Reihe für mein Inselbändchen-Regal, von Birgitt das auf ihrer Pilgerreise gefundene Heftchen über biblische Pflanzen...


Noch mehr Post kam, ich hatte doch tatsächlich gleich zwei "Jubiläumspreise" gewonnen, Kuchen-Fische und wunderschöne Büchlein bei MüllerinArt und ein wunderbuntes gefilztes Mandala bei Janas kreativem Tagebuch... Eine meiner schönsten Oktobererinnerungen ist die fuchsia-rote Dahlie, ich bekam sie ganz spontan von einem 8jährigen Schulmädchen geschenkt, nach einer gemeinsamen Musikstunde. Doch was es damit auf sich hat, davon erzähle ich erst bei der übernächsten Monats-Collage...

Es gab viel an befriedigender Arbeit im Oktober und November- und Dezemberarbeit vorzubereiten. Es gab vom Wettergott gold- und wärme-verwöhnte wunderbare Herbstausflüge und Wanderungen, ich hätte sie gern hier schon alle beschrieben und in dieses mein "Online-Tagebuch" aufgenommen, aber aktuell waren die Tage sehr gefüllt und es müssen die gesammelten Herbstblätter und der Fotospeicher als "Merkzettel" reichen..., und seit der Sommerpost schreibe ich doch tatsächlich so etwas wie ein "Collagen-Tagebuch", analog, in die schönen Büchlein... Was mein "kreatives" Sein angeht, hat sich meine Hoffnung mehr als erfüllt, als ich anfing zu bloggen, ich nehme mir mehr Zeit dafür Inspirationen nicht nur zu bestaunen, sondern da auch selber auf dem Weg zu sein und mit den Dingen zu spielen... Das tut mir gut. Als ich bei Buntine diese Blättermuster fand, musste ich an eine winzige Blüte denken (Veilchen?), der wir bei einem Seminar "Afrikanische Stoffmalerei" (2000) auf ähnliche Art (mit einem Stein) die Farbe ausgepresst hatten auf einen kleinen Leinenfetzen. Ich habe sie wiedergefunden, in meinem ersten Kreativ-Seminartagebuch, das mich seit den 90ern begleitete. Inzwischen - nach 14 Jahren - ist die in meiner Erinnerung einst blaue Farbe verblasst, aber nun ist die Blüte wieder für eine Zeit dem Vergessen entrissen und der Fund und Buntines Post sind mir Anregung, es wieder einmal so zu versuchen, wenn die Blätter und Blüten frische Frühlingsfarben bekommen.


Meine Monats-Collage wird mehr und mehr auch zu einem Streifzug durch Blog-Beiträge des Monats. Erinnerung. Assoziierend aufräumen. Dabei fühle ich mich wohl, und ich springe jetzt auch nicht sofort auf und trage sämtliche Collagestücke sofort weg an ihren "Platz"... Nein, die Collage blieb ja, bis ich wieder kam, nach Hause, und weicht nun langsam nach und nach den Erinnerungsstücken, die meinen November zeigen werden... Das Leben ist ja ein Fluss und kein penibel aufgeräumtes Regal... Zu den letzten Oktobertagen und den ersten Novembertagen passt und gehört mein heutiges Montags-Mandala: Ein heute morgen frisch gefallenes sonnengelbes Ahornblatt von meinem Hausbaum habe ich auf meinen Esstisch gelegt. Es nimmt die Kreise der winzigen Muscheln auf, die ich in einer Sonnenstunde am Binzer Strand gesammelt habe. Habt eine gute Woche!

Unsere Monats-Collagen sammelt Birgitt.