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Samstag, 16. September 2017

Meine Woche 2017 - 37






















Ich hatte euch ja letztes Mal erzählt, dass ich zum Herbstwerk in Gräbendorf wollte. Es war unglaublich schön, trotz Kühle, Windböen und Regenschauern. (Da braucht ein Gelatinedruck viel mehr Zeit zum Trocknen..., ich stieß die Grenzen meiner Vorräte an mitgeführten Schnüren und Wäscheklammern.) So viele Kreative "auf einem Haufen"... und wieder habe ich den Fehler gemacht allein mit meiner "Druckerei" vor Ort zu sein. Und da ich beständig von Kindern und Frauen umringt war, die drucken wollten, bin ich gar nicht weg gekommen, um all die anderen Angebote wenigstens mal anzuschauen... Eine mitfühlende alte Bekannte holte mir dann wenigstens Kaffee und Kuchen, für den sie meine Wertbons einlösen konnte, die die Mitwirkenden bekamen. Eine nette Geste der Veranstalter...












Ein bisschen dunkel war's an meinem Platz, aber geschützt und gemütlich. Und ich saß an der Quelle zu Livemusik und Theater. Höhepunkt war eine halbstündige spontane Folklore-Session mit mehr oder weniger "zufällig" anwesenden anderen Musikern zum Schluss, zum Beispiel einem Geige spielenden Töpfer, einem jungen Gitarristen und Mitgliedern der Gruppe "Neighbors" ... Ich bewundere es, wenn Menschen auf Anhieb und ohne Noten miteinander singen und musizieren können, auf Zuruf von einem Takt zum anderen in eine andere Tonart umsteigen... Diese ursprüngliche Freude am Musizieren begeistert mich. Immerhin konnte ich manches mit"tönen"... ;-)










Am Abend war ich "fix und foxy", der Rücken schmerzte wie nach einer 25 km - Wanderung... Spätes ruhiges Frühstück am nächsten Morgen und spontaner Besuch von Freunden, die uns zur Hochzeit wunderschöne Keramik und frischen Sanddorn von der Insel Hiddensee mitbrachten. Was für ein Duft durch unsere Räume strich...









Von Montag bis Mittwoch war ich beim Gefährten in Cottbus. Was da so an der Tagesordnung war, findet ihr bei meinen 12 von 12. Und am 12. ist es mir tatsächlich gelungen, den Gefährten von einem Spaziergang nach der Arbeit zu überzeugen und wir kamen ganz in der Nähe in ein mir von dieser Seite der Spree aus auch nach 10 Jahren noch ganz unbekanntes Gebiet. Die Fotos haben noch genug Stoff für den Naturdonnerstag oder Mein Freund, der Baum. Hier schon mal die schönnen Birken am Rand der "Schlucht", zwischen denen sich eine fast ebenso hellrindige Pappel versteckt. Unter einer Autobahn hindurchzugehen, ist mir immer etwas gruselig... Am Mühlengraben sind wir hier.








Weekend reflection: Under a bridge at Mühlgraben in Cottbus.




Diesmal fuhr ich nicht allein nach Hause, sondern nachmittags mit dem Gefährten, der am nächsten Morgen in aller Frühe eine Zugreise von Berlin aus auf dem Programm hatte. Nach einem Vormittag voller Bürokram wieder und einer Autobahnfahrt durch Sturm und Regen samt Stau begrüßte uns "bei mir zu Haus" ein gnädig gestimmter Abendhimmel mit Sonnenstrahlen. 









Weil ich es am vergangenen Samstag doch tatsächlich vergessen hatte, steht diesmal ein Schild auf den Tisch, das mich daran erinnert die Nachbarskatzen zu füttern... Als ich das erste mal losstiefelte, entdeckte ich an meiner Gartentür ein paar Igelboviste... Und dann noch mehr... Viele... Sie bilden einen ganzen Hexenring von über einem Meter Durchmesser, der bis auf die Straße hinausreicht, wegen der Wildnis in meinem Garten leider nicht komplett zu fotografieren... Ich freue mich darüber (und war erschrocken, als ich beim Suchen nach dem Hexenring im Internet gleich wieder las "Hexenring - Pilze im Rasen bekämpfen"... Oh nein... Da liefert die Natur ein perfektes Mandala und es wird gleich wieder an Zerstörung gedacht...) Hexenkünste könnte ich selber gerade gut gebrauchen, um meine seit nun schon drei Wochen andauernde Behördendschungelwanderung endlich zum Guten zu wenden und - zumindest vorläufig - abzuschließen.









Für die Katzenfütterungs-Gefälligkeit gab's von der Nachbarin schon im Voraus diesen schönen Blumenstrauß. Kann ich doch endlich mal wieder Freitagsblumen verlinken ;-). Ich mag sie gern, die Orange-Gelb-Grün-Töne. So wärmend.










Der blaue Sommer ist nach der vermuteten letzten Post doch noch mal in die Verlängerung gegangen und brachte mir unverhofft noch ein Blauquadrat von Eva. Dankeschön!!! Auch im Briefkasten war das schon lange vorbestellte und nun erschienene Buch von Michaela. Toll, MüllerinArt nicht nur im Internet und bei einem für mich doch eher seltenen Kurs (soweitweg...) sondern nun auch in einem richtigen Buch bei sich haben und nutzen zu können. Und noch immer finden sich Hochzeitsglückwünsche im Briefkasten. So rührend... Diesmal u. a. ein zauberhaftes Minibüchlein von Lucia.












Heute morgen beim Katzenfüttern fielen mir die Pompondahlien auf. Und Mano fiel mir ein. Sie liebt die so. Also, liebe Mano, extra für dich mitgebracht! Danach ging's zum Routinebesuch beim Arzt und im "Dorfkonsum" den Wochenendeinkauf erledigen. Kurzer Mittagsimbiss und eeeeeeeendlich mal wieder ein paar Collagen. Morgen dann hier. Jetzt ist's schon wieder fast Abend, die Männer kommen gleich hungrig an... Ich bin gespannt, was wir am Wochenende machen. Ich habe noch keine Ahnung. Ruhig soll's werden, dringend.







Und ihr so? Wie war die Woche?



Samstagsplausch

Freitagsblumen
Weekend Green
Weekend reflections
Bunt ist die Welt - Herbstliche Blumen

Samstag, 16. April 2016

Samstagsplausch aus Sachsen






Am Kröten-Stein-Reich im Schulgarten.













Nach einem Morgenkontrollgang durch den Schulgarten fuhr ich gestern mit Bus und Zug nach Freiberg, da der Gefährte diesmal aus einer ganz anderen Richtung dorthin kam. Mal wieder ein Sachsenwochenende zwischen die normalen Tage zu schieben war eine schöne Aussicht.








Nach fünfstündiger Fahrt war die Aussicht aufs Wetter aus dem Dachfenster mit dem Blick auf die Freiberger Petrikirche dann aber erst mal nicht so prickeln.... Aber gestört hat es nicht wirklich, denn ich hatte ein kurzweiliges Treffen mit der Bergblumengärtnerin. Sie hat mich unterm Dach abgeholt, mit mir eine kleine Stadtrundfahrt in Gegenden gemacht, in denen ich noch nie war, und mir  ihren zauberhaften blütenreichen Garten gezeigt, in dem wir lange, lange gefachsimpelt und uns den Pflanzen gefreut haben... Und auf diesen Biergarten hat sie mich auch neugierig gemacht... Werden wir nach unserer vom Stammtischlärm etwas gestörten ersten Einkehr im Gastraum dann mal ausprobieren, sobald das Wetter stimmt. Erst in diesem ummauerten Gärtchen fiel mir wieder ein, dass ich ja auch mal ein Foto machen könnte.









Anschließend setzten wir unsere Unterhaltung noch eine Weile im Momo fort. Wie gut, dass der Tisch dann irgendwann reserviert war, sonst hätte der Gefährte kein Abendessen bekommen... Ich war ja eigentlich ohnehin noch gut gesättigt von der fantastischen doppelstöckigen Eierschecke... (die allerdings auch schon aufgegessen war, als ich den Fotoapparat aus der Tasche holte...). Danke, liebe Sigrun, für drei Stunden Vergnügen und Austausch übers Leben im Allgemeinen und Besonderen...
































Der Heimweg fand doch tatsächlich im Abendsonnenschein statt... Aprilwetter eben. Aber wer würde in dieser Jahreszeit was gegen Sonne und blauen Himmel einzuwenden haben...









Auf dem Weg nach Hause habe ich noch ein bisschen Gemüse, Brot und Freitagsblumen gekauft und sie unterm Dach in eine Kaffeekanne auf unseren runden Esstisch gestellt. Rote Tulpen mit zarten weißen Rändern an den Blütenblättern...






Heute morgen nahmen wir uns nach einem gemütlichen Frühstück dann Ziel Nr. 1 vor, den Keramikmarkt in Freiberg. Der Regen konnte uns nicht abhalten. Wäre ja noch schöner. Ein schönes Treiben erwartete uns, ohne Beschallung, nur eine Okarina klang manchmal herüber, viele, viele wunderbare Keramik und manches nette Gespräch mit den Handerwerkerinnen und Handwerkern. So macht auch mir Einkaufsmuffel das Einkaufen Freude... Auch ein paar regionale Leckereien gab es zu verkosten...





Wir waren doch tatsächlich ungefähr vier Stunden lang unterwegs, zu Fuß und mit Rucksack... Wir hatten ziemlich genaue Vorstellungen, womit wir unsere Keramik-Bestände ergänzen wollten, doch die Auswahl war groß und das Vergleichen und Abwägen dauerte seine Zeit, soviele tolle Dekors und Formen, doch irgendwie soll es ja in unsere zwei Haushalte passen und dann auch noch jedem von uns beiden gefallen ;-)... Etwas pflastermüde kamen wie zu Hause an, aber sehr glücklich über unsere neuen Schätze, die uns hoffentlich lange begleiten werden. Dieser Brottopf ersetzt jetzt zu unserer Freude die mobile Tütensammlung unterm Dach.





Nun ist schon wieder die Zeit heran für einen frühen etwas improvisierten Abendimbiss, denn dann geht's in die Oper, im Kino. Ich bin so gespannt, wie sich das wohl anfühlen wird....



 

Euch auch noch einen feinen Abend und einen schönen Sonntag.


Freitagsblumen
Samstagsplausch

Mittwoch, 30. September 2015

Küchenmuster - Einladung zum Tee

Der Arbeitstag heute ist geschafft, und beim Fünf-Uhr-Tee lässt es sich Geschichten doch gut lauschen... Da lassen wir uns mal nieder. Noch einmal werfe ich zum Küchenmuster-Mittwoch einen Blick in meine Küche, auf meine Keramik, auf die Punkte, auf Blauweiß, zunächst im Muster-Buch und gleich mit Fisch...  und ein paar Schüsseln.







Blauweiß? Da war doch noch was - ein experimenteller Druckkurs bei Prof. Robert Stähle vor 8 Jahren fiel mir ein. Wir druckten von einem selbsthergestellten Druckstock mit einfachen aus Kunstleder ausgeschnittenen Formen, die mit doppelseitigem Klebeband auf einer quadratischen Pappe angeordnet wurden, so etwa in Fliesengröße. 




Manche Papiere wurden mehrfach mit der bei jedem Druck jeweils um 90° verdrehten "Fliese" bedruckt. Hier zu sehen.




In meinem Bestreben den blauweißen Wunschgeschirrtüchern näher zu kommen, hab ich ein Fliesen-Trio "gedruckt" und vermustert.



Nachdem ich den "Drucke-Ordner" einmal aufhatte, fand ich darin weiteres Geschirr, Drucke von diesem Teeservice, für euch auf der Terrasse "geerdet" auf einer meiner kleinen Elemente-Batiken (Erde). Das Service gehörte meiner Mutter, der begeisterten Keramik-Sammlerin, sie hatte zwei davon, eins ist nun bei meiner Schwester und eins bei mir. Die klaren Formen gefallen mir sehr. Die Keramik ist sehr dünn, für feinen, besonderen Tee ideal, den gab's letzten Mittwoch beim Freundinnen-Treffen


 
Jetzt beim genaueren Hinsehen entdeckte ich auf dem (auch als kleiner Keksteller nutzbaren) Deckel der Teekanne das Zeichen. Das ist also ein kleines Service von Gertraud Möhwald, eine Kostbarkeit, ein Teeservice für besondere Gelegenheiten... Eine solche war neulich mit den Freundinnen und eine ist ja auch heute, der letzte Küchenmuster-Mittwoch.


















Bei einem VHS-Kurs Experimentelles Drucken mit Ute Weckend hatte ich das Service auch mit. Die Druckformen schnitten bzw. ritzten wir aus dünnen Styropor-Platten. Die entstandenen Drucke finde ich noch immer eher langweilig, zum Zerschneiden habe ich aber auch noch nicht den Mut. Also warten, auf den Collageeinfall...



Es wurde damals auch in Rot und Schwarz gedruckt, da kann ich doch heute vielleicht Manos Küche mit Geschirrtüchern bestücken?


 
Ein Geschirrtuch könnte auch aus dem kleinen Batiktüchlein werden, das mir neulich in die Hände fiel, als ich anlässlich des Seminars am Wochenende mal wieder Batiken zum Ausbügeln sortierte. So ähnlich vielleicht würde es sogar zu den Farben von neulich passen.





Damit sind wir schon fast bei "Bunt" angekommen und werfen noch einmal einen Blick in mein Musterbuch....




Eine feurige Seite, mit Paprika, schon wieder Fisch, scharfen Sachen und anderem Gefahrenpotenzial..., aber ganz ohne Schüsseln. Passt gut auf euch auf!





Nun bin ich gespannt auf eure Küchenmuster und aufs Musterthema für Oktober.

Mittwochs ist Muster-Mittwoch.
Mittwochs mag ich - meine Keramikgeschichten.
Montags ist Papierliebe-Tag. 
Freitags gibt's Fisch.

Mittwoch, 23. September 2015

Küchenmuster - Blauweiß-Geschichten

Also erstmal, ihr seht es: es ist noch genug Papier übrig... Zum Beispiel in Blau. Denn meine Küchenmuster gehen nicht ohne Blauweiß, meine bevorzugte Farbkombination in der Küche. Von Anfang an, seit bald 40 Jahren...




War es meine Absicht oder waren es die ersten Blauweiß-Geschenke, die ich von Freundinnen bekam und von der Schwiegermutter? Jedenfalls wollte ich in der Küche viel Blauweiß. Ums Zwiebelmuster musste ich mich ja nun nicht mehr kümmern, das hatte Michaela schon so wunderbar getan. Also dann heute die andere Blauweiß-Facette, gepunktet.



So ein ähnliches Ensemble hatte Birgitt auch gezeigt. Aus der Zeit unserer Großmütter? Ich habe meins (aus Schwiegermutters Küche mitnehmen dürfen) nun auch heruntergeholt vom Brett überm Fenster und überlege es wieder zu benutzen. Leider fehlen die meisten Deckel... Außer auf dem Kaffeetopf, der auch im echten Küchenleben schon sehr lange wirklich mein Kaffeetopf ist. Es passt genau ein Pfund Kaffee hinein.




Die zwei linken Minis sind noch von meiner Mutter und vermutlich älter als ich...




Die Kanne mit Punkten war schon beim ersten Küchenmuster-Auftritt dabei. Von dem Bürgeler Blauweiß-Geschirr (und noch anderem) hatte ich soviel, dass ich jetzt ein großes Paket mit einer Grundausstattung für eine große Familie gepackt habe, die es brauchen kann. Und immer noch gibt es genug schönes Geschirr bei mir, um zwei Dutzend Menschen zum Festmahl zu versammeln..., was durchschnittlich höchstens einmal im Jahr vorkommt.




Außer zwei Schubladenkommoden gibt es in der Küche nur ein offenes und von uns selbst gebautes Hängeregal. Mein Wunsch-Vorhangstoff, blauweiß "gewürfelt", war damals knapp und einfach nicht zu bekommen. Die blauweiße Ausweichvariante, z. T. schon vernäht, war doch nicht das Richtige, zu "folkloristisch". Zum Teil hängt das nun in Streifen in der Bude, noch immer sind ein paar Meter da und ich weiß nicht recht, wohin damit. Aber diese blauweiße Batik, die könnte ich doch jetzt endlich mal in der Küche aufhängen und die anderen blauweißen Sachen dort irgendwie neu verarbeiten. 
 

Mit schönen passenden Geschirrtüchern hadere ich, denn die sollen auch blauweiß sein. Außer den üblichen karierten oder gestreiften habe ich nur noch ein altes blaues mit Zwiebelmuster. Und eigentlich brauche ich mal ein paar neue. Habe mir also mal Probemuster gemacht.




Die Schüssel-Liebe ist mir nicht abhanden gekommen, auch wenn ich ganz ungeplant zwei Wochen zwischen die Mustermittwochs gelassen habe. Auch heute wieder ein paar Schüsseln, in meinen Skizzenbüchern, natürlich mit viel Blau und Weiß und ein paar Punkten. Und mit Extrafisch für Michaela und Andiva.

 
Manos Liebe zu Schwarzweiß und Schwarzrot hat mich auch nicht losgelassen, so gibt's heute für sie ein Extra im Musterbuch, habe ein Küchenregal für sie umgeräumt und ergänzt, kleiner Gruß anstelle der Postkarte, die ich schon so lange schreiben will...


 
Da ich neulich nicht nur in Akten- und Unterrichts-Papierbergen, sondern auch in Bücherbergen gewühlt habe, fiel mir dies in die Hände. Auch so eine Fundgrube, die alten Lehrbögen für Kunsterziehung, gerettet vor der Entsorgung aus einer geschlossenen Grundschule...




Ein paar blaue Punkte und Quadrate habe ich von meinem Geschirr noch ins Musterbuch hüpfen lassen, vielleicht werden auch das die neuen Geschirrtücher?




So nun aber erstmal weiterziehen zum Mustermittwoch. Dann zu MittwochsMagIch, nämlich mein blauweißes Geschirr...  Zur Papierliebe, so einiges an "verändertem" Papier hab ich ja dabei...  Und übermorgen zum Fisch am Freitag. Dazwischen müsste ich wieder an meine Papierberge, obwohl ich auch gern mal einen ganzen Tag "im" Musterskizzenbuch verbringen würde...