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Freitag, 22. Dezember 2017

Helles Leuchten und wohlige Wärme...












Helles Leuchten und wohlige Wärme. So heißt meine Adventspost, die ich als Wachsbatik gestaltet habe. Mit Hindernissen, denn ich hatte noch keine Tische im Kreativraum und musste das Erbstück von Wohnzimmertisch abkleben und zweckentfremden. Auch große Kartonbögen oder andere Pappen zum Zerschneiden habe ich im Winterquartier noch nicht. Damit ich da auf der sicheren Seite war, hatte ich mir zwei Blöcke Aquarellpostkarten im Format DIN lang schicken lassen. Somit war es aber auch erforderlich jede Karte einzeln zu gestalten, Stück für Stück und Schritt für Schritt... Und die Schritte erläutere ich hier mal ein bisschen, denn ich wünschte mir, dass die Wachsbatik wieder ein bisschen mehr Verbreitung findet. Ich liebe das bei aller Vorplanung letztlich auch sehr meditative, intuitive und von Zufällen gekennzeichnete Arbeiten, das kein HopHop verträgt. Es ist ein langsames Handwerk. Gerade das mag ich.




1. Zumindest einer meiner Streifen auf den Karten sollte weiß bleiben, und so bekam jede Karte einen schmalen Pinselstrich (Borstenpinsel) heißes Wachs ab, im oberen Teil der Karte. Eine meiner Karten ist im fertigen Zustand oben abgebildet, so dass ihr da die Wirkung der Schritte am Ergebnis verfolgen könnt.









2. Mit verdünnter gelber Batikfarbe (ich benutze DEKA L - Batikfarben, die ich für Papierbatiken konzentrierter zubereite als für Stoff) erfolgte der erste Farbauftrag, mit einem Schaumstoffpinsel. Der gewachste weiße Strich bleibt erhalten und weiß. Beim Trocknen hellt die Farbe auf, sie verspricht hier mehr Intensität als tatsächlich rauskommt, wie man an den aufgetrockneten Karten sehen kann...










3. Nach dem Trocknen wurde von der hellgelben Farbe reserviert - ein Wachstrich mit Schlaufe mit dem Tjanting und noch mal ein schmaler mit dem flachen Borstenpinsel aus Schritt 1.









4. Nun der Farbauftrag mit dem intensiven Gelb.














5. Von diesem Gelb wollte ich besonders viel reservieren und wachste mit einem breiten flachen Borstenpinsel den Bereich um die Linie mit der Schlaufe ein. Darunter reservierte ich großzügig das Gelb mit einem Fächerpinsel, dadurch entsteht die etwas zerfaserte Struktur im Vergleich zu denen eines flachen Borstenpinsels. Und oben gab es noch eine Linie mit dem nun schon bekannten schmaleren Borstenpinsel. 


 

 


6. Dass nun viel vom intensiv gelben Farbton stehen bleibt, sieht man nach dem Einstreichen mit dem aus Bordeauxrot und Gelb gemischten Orangeton. (Normalerweise wird aus diesen Whiskeygläsern Wasser getrunken ;-), aber ich hatte noch keine leeren Weckgläser hier...)






 


7. Nach dem Trocknen kam nun erst einmal die Prozedur des Säuberns, denn da inzwischen viel Wachs auf der Karte war, bleibt natürlich von der dünnflüssigen Farbe allerhand stehen, was in Flecken auftrocknet. Oft stören die mich gar nicht, aber diesmal war ja der Fokus auf Streifen und nicht auf Punkten... So habe ich mit einem feuchten Tuch die Flecken abgewischt. Dann wieder trocknen lassen.




 



8. Das helle Orange, das erhalten bleiben soll, wieder mit heißem Wachs reservieren. Ich habe wieder den Fächerpinsel benutzt, genau auf der Höhe, wo ich ihn in Schritt 5 angesetzt habe. Auch ein paar andere Stellen bekamen noch mit dem kleinen Flachpinsel etwas Wachs ab, jenachdem, wo es noch passte.

9. Und nun, als ich das Bordeauxrot mit dem Fächerpinsel auftrug, wurde mir ein Denkfehler bewusst. Ich hatte von zu Hause im Frühjahr zubereitete Batikfarben in verschlossenen Gläsern mit ins Winterquartier genommen. Als das Bordeaux für seine Verhältnisse ziemlich  blass blieb, wurde mir klar, warum: In zwei Seminaren hatten Frauen schon aus den Gläsern Farbe geholt... Die im Glas verbleibende wird dadurch immer dünner, laugt aus... Neu ansetzen ging nicht, weil ich die Batikfarbenpülverchen nicht mitgebracht hatte. Schließlich fand ich den Farbklang auch ohne tiefes Bordeaux ganz schön. Er erinnert mich sehr ans Kaminfeuer, das hier flackert..., hell und warm.








10. Wieder trocknen lassen und die auf der Wachsschicht stehengebliebenen Farbflecken mit einem feuchten Tuch abwischen. Trocknen lassen.








11. Abschließend wird das Wachs zwischen Zeitungspapierblättern ausgebügelt (ich benutze ein Bügeleisen ausschließlich für Batik, zu leicht bleiben Wachsreste am Gerät und versauen helle Oberhemden...). Das Fotografieren des Bügelns habe ich glatt vergessen... Normalerweise haben die Batikpapiere nach dem Bügeln einen matten seidigen Glanz. Der ist nicht so sehr ausgeprägt wie sonst, was an dem offenporigen Aquarellkarton liegen mag.







Dann noch liebe Worte auf ein passendes Papierchen schreiben und ankleben, ich hätte sonst Sorge gehabt, dass die Schrift wegen der vollflächigen Wachstränkung auf die Vorderseite durchschlägt und am Ende auch noch die Briefmarken nicht kleben... Also gab es meine Post in Briefumschlägen... Und sie ist gut angekommen, im doppelten Sinne des Wortes, wie ich hier und da gelesen und gehört habe. Das freut mich sehr.









Adventspost2017 "Farbstreifen", von Michaela und Tabea ausgedacht und ausgeschrieben und auf dem Post.Kunst.Werk.Blog gesammelt. Ein Vergnügen. Vielen Dank! Es können auch alle Danke sagen, die die dreimal im Jahr stattfindenden Postkunst-Aktionen unterstützen möchten.




https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiFbi8GEImvh8PqPYZHhHINT7NhqEgGxNp_z05HBIDIevTrh_7c0b3gDs_OkFYC5uX4HvT18DbZgxQ66djSWec_0dyU2WLKFJ8y4p_AKw5JLl0ddKGkF3Vkzacyi6axE_p4QkrP4N4MK-o/s72-c/advent+17+125.png

  


Freutag

Freitag, 24. November 2017

Freutag in Papier

15fünfzehn-Collage Nr. 53 - Gold und Silber im November


























Als von Montagmorgen bis Mittwochabend Reisende über mehrere Stationen nach Sachsen, und nun aus verschiedenen Gründen hier auf noch nicht ausgepackten Kisten sitzend, waren Material und Zeit etwas eingeschränkt... Also diesmal nichts so richtig Neues sondern eher Varianten für die laufenden Projekte 15fünfzehn, Mustermittwoch und Papierliebe... Und ein Text fürs Bilder-Pingpong. Passt alles gut auf Novemberstimmung.








So habe ich kurzerhand die Mappe und die Täschchen mit den noch im Rucksack befindlichen "Materialien und Instrumenten" von der Reise in der Woche zuvor zur Hand genommen und einen einfachen Tuschkasten, um flugs noch eine 15fünfzehn-Collage und ein Markmaking zu gestalten, das ich dann als graues Grundrauschen für ein kleines November-Leporello verwendet habe.




 



Papier knüllen, graues Chaos draufpinseln, trocknen lassen, von A4 auf A5 schneiden und zu einem 8-seitigen Faltbüchlein im Format A8 verarbeiten und das novembrig graue Markmaking mit Papierresten der Vorwochen bekleben, bestempeln (Bäume, Spiralen), bemalen mit ein paar neuen grauen und silbergrauen Markmaking-Spuren (Ölpastell und Gelstift). Da sind sie, meine November-Landschafts-Anmutungen. 


 












Mit unserer November-Bilder-Pingpong-Schlussrunde ziehen sich Lucia und ich nun zurück - nach fast drei Jahren und 33 Impulsen, voller Freude über all die tollen kreativen Ideen, die unsere Fotos ausgelöst haben... Danke. Es war eine schöne Zeit mit euch. Mit einem Haiku zu Lucias herbstlichem Impulsbild sage auch ich nun Adieu. Auf geht's.




golden und auch grün
liegen die Stufen vor dir
sammle dich und geh








Freutag
Papierliebe-Stempel

15fünfzehn 
Mustermittwoch-Markmaking
Bilder-PIngpong
Bunt ist die Welt-Novemberstimmung
 

Freitag, 20. Oktober 2017

Vor zwei Jahren am Gardasee...

... zu zweit während wunderschöner Tage und Abende. Und heute ist der, der mich seit 10 Jahren - und auch zum Gardasee - begleitet(e), seit zwei Monaten mein Mann. Was für ein anhaltend schönes Gefühl. 












Und wie ich mich über diese Bilder freue, denn sie gehören zu denen, die ich Ende 2015 mit dem Crash meiner Festplatte verlor. Aber die Gardasee-Bilder vom Oktober hatte ich Weihnachten 2015 noch auf meiner Karte im Fotoapparat... Ein paar der schönen Spiegelungen vom Gardasee wollte ich euch doch gern noch zeigen, schon vor zwei Jahren, vor einem Jahr, nun klappt es... Aber fragt mich nicht, wo das nun genau war, alles jedenfalls an der Ostseite ;-). Da müsste ich jetzt die Tagebücher rausfischen und mit den Dateidaten vergleichen... Aber eigentlich ist es gar nicht schlimm, denn an die gelösten abendlichen Stimmungen, an die erinnere ich mich ganz genau... Und so gern.





 



Mehr Gardasee mit mir könnt ihr hier finden.


 
Weekend reflections
Freutag
In heaven 

Freitag, 19. Mai 2017

Freutag am Samstag in Köln...

Morgenhimmel überm Kölner Hauptbahnhof







Am letzten Samstag war ich beim Collage(n)-Treffen mit einem runden Dutzend Bloggerinnen in Köln. Toll war's. Freitagnacht bin ich losgefahren und am frühen Samstagmorgen angekommen... Nach einem kleinen Bahnhofsfrühstück ging's zum Dom, wo ich eine ganze Weile in der frühen Morgensonne saß, noch ein weiteres Stück immer mehr erblauenden Kölner Himmels mitgenommen habe und dann noch eine Weile in einer Bank im Dom in den Morgen sann. Immer wieder wohltuend für mich.






 



Nach einem Tee mit Domblick in herrlichem Sonnenschein ging's auf den Bahnsteig 11 hinein in die S 11, die mich zur Kleinen Fabrik in Köln Nippes bringen sollte. Vom Bahnsteig aus sah ich eine tolle Spiegelung, die ich natürlich nicht einfach so da lassen konnte. Sind doch wieder Weekend reflections gefragt. Da steuere ich doch auch gern mal eine Kölner bei.





Weekend reflection - Colonia/Germany - view from main station.





Auf einem kurzen Fußweg zur Kleinen Fabrik entdeckte ich meine erste blühende Rose dieses Jahr und kurz darauf den Eingang zum Ort des Geschehens. Das sah schon mal sehr einladend aus...








Gemeinsam verbrachten wir einen ge- und erfüllten Tag, wühlten uns lustvoll durch die mitgebrachten Papiere, schnippelten, rissen und klebten, das war so spannend... Und naschten am Buffet... In Köln dabei waren Katrin, Michaela, Tabea, Annette, Sabine, Christine, Elvira, Lisa, Eva, Anne (?) und Petra (und auch Astrid kam zu einem netten Plauderstündchen um die Ecke). 








Was da am Schluss an Collagen zur "Fußboden-Vernissage" zusammen kam, konnte sich wirklich sehen lassen... Das macht richtig Lust, an der Collage als Technik dran zu bleiben. Mal schauen. Ich pflege dann mal schon meine Vorfreude auf ein nächstes Mal in so geballter Kreativität..., aber erst ging's nun durchs Grün wieder hinaus aus der kleinen Farbrik...














Eine Weile saßen wir noch im Biergarten Aida, der kleinen Fabrik gegenüber, noch ein bisschen schwatzen... Herrje, wieviel Kommunikation auf einmal für so eine einsam auf dem Lande Lebende wie mich, ungewohnt... Elvira und ich erkämpften uns noch ein Eis auf dem Kölner Hauptbahnhof, bevor wir in oder durch die Nacht wieder nach Hause fuhren. Da hatte ich dann helle Freude meine Collagen auszupacken... Ich mag sie gern...









Die mit den drei Blumen könnte ja nun doch mal zur Papierliebe, da ist doch Scherenschnitt das Thema diesen Monat...






 



Inzwischen war ich schon wieder "davon", erzähle ich noch später, sehr sehr sehr schön, doch ohne Netz, also Blog lesend und kommentierend wieder total raus... Da ich am Wochenende arbeite und feiere, kann sich die Lesestunde noch ein bisschen hinziehen... Habt's gut am Wochenende!

Freutag
Papierliebe
In heaven
Weekend reflection

Freitag, 12. Mai 2017

12 von 12 im Mai 2017
















Am Morgen sehe ich einen Wolkenfisch am Himmel... Der erinnert mich an unsere Skalare, als wir vor Jahrzehnten mal ein Aquarium hatten.





 



Der Morgen ist zwar noch kühl, aber mit Decke und Jacke kann ich draußen frühstücken und meine Tagesplanung machen. Strammer Tag steht an...







 



Zuerst mache ich mit der Frühlingspost weiter. Übernächsten Montag sollen meine Büchlein in den Briefkasten. Da ich in der kommenden Woche für drei Tage verreise, möchte ich bis Montag soweit wie möglich kommen...












Auf zwei Hockern wächst der Berg zur Mitnahme auf meinen Kurztripp nach Köln... Heute am späten Abend geht es los.  












Beim Teilen eines großen Blattes guten Papiers für die Frühlingspostbüchlein rechne ich richtig, vermesse mich aber und merke es erst nach dem Schnitt... Nasowas...














Ich muss mal wieder Linoldruckfarbe verdünnen und aufmixen, beim Ausspülen und Schütteln der Flasche, aus der vorher nur trockene Raupen an Farbe herauskommen, fliegt der Deckel ab und die Farbe an den Kühlschrank... Das nächste Malheur heute. Diese Farbe kaufe ich nie wieder, hatte ich doch neulich schon das Theater.











Mit zwei Maiglöckchenblättern aus dem Garten mache ich ein paar weitere Gelatinedruckversuche, um die Restfarbe aus der Rührschüssel aufzubrauchen.









Mit dem überschüssigen Blau probiere ich ein paar neue Strukturen und versuche es mit einem Rest eines uralten Senknetzes, die Farbe reicht für drei Blätter nacheinander und ich finde, die können noch zum Mustermittwoch. Bänder und Knoten ist im Mai das Thema, da wären dann mal ein paar Knoten...













Für meine kleine Reise in der kommenden Woche habe ich schon mal ein paar Zutaten zurechtgestellt. Wenn das Enkelmädchen Lust hat und wir im Garten "matschen" können, kann sie mir beim Bedrucken der Briefumschläge für die Frühlingspost helfen.










Eine Mittagspause gab es heute nicht, aber ich gönne mir am frühen Nachmittag eine Auszeit am See. Am schmalen Pfad dorthin blüht und duftet jetzt Flieder, herrlich...


Aus dem Briefkasten habe ich das andere-zeiten-magazin mitgenommen und sitze damit ein bisschen am Wasser und lese.










Der frische Wind, die grünen Ufer, das blaue Wasser, der blaue Himmel - es fühlt sich heute schon fast sommerlich an... Auch hier sind die ersten Stare schon flügge und wuseln durchs Geäst.

Nun schreibe ich noch an einem Artikel weiter, der Montag fertig sein muss. Könnte ich ihn heute schaffen, brauchte ich kein Notebook mitzuschleppen, wenn ich heute Nacht nach Köln fahre...

Wir sehen uns hier am Sonntag wieder. Habt ein schönes Wochenende!



12 von 12 
Freutag 
Fisch am Freitag
In heaven
Mustermittwoch