Mittwoch, 6. Januar 2016

Muster-Mittwoch...

... mit "fremden" Schneeflocken... Während zu Hause mein am Tag vor Heiligabend frisch beleuchteter Werktisch (fast) leer noch vor sich hinwartet, versuche ich hier an meinem Mini-Schreibtisch unterm sächsischen Dach ein wenig Ordnung in meine Papiere zu bringen...


Endlich ordentliches Arbeitslicht..., der Werkzeugkoffer steht noch...
Klein, aber mein - meine Alternative im Zuhause Nr. 2



Zu meinen Schneemandalas von gestern hab ich eben mal flugs auf ein Batik-Papier den Schnee der letzten Tage drapiert. Sonst wird das heut' nichts mehr mit dem Mustern...



Häkel-Schneestern aus dem Steinigen Garten fällt sacht.


Denn gestern fand eins der immer faszinierenden Bloggerinnen-Treffen "in echt" statt... Eine hiesige Gärtnerin und ich trafen uns im Momo zum Frühstücken... Ob Momo höchstpersönlich dafür sorgte, dass wir die Zeit vergaßen und das Frühstücken fünf Stunden dauerte? Herrlich solche Erlebnisse. Und ich bekam diese schöne große Häkel-Schneeflocke mit nach Haus, sie taut garantiert nicht! Au ja, es war schön sich gegenüber zu sitzen und ohne Mühe beim Erzählen vom "100.sten ins 1000.ste" zu kommen und manchmal in die Tiefe. Und da ich auch noch Freiberger Portale geschenkt und ein Stadtführerbuch geliehen bekam, las ich mich zu Haus dann auch noch fest... Du liebe Zeit...




Von Mirjam bekam ich diese süßen gehäkelten Mini-Schneesternchen, die ich jetzt nach und nach auf Reisen schicken werde ;-) Doch nun hängen sie hier erst mal an der Himmelsleine, bevor sie in verschiedene Himmelsrichtungen abfliegen (eins fliegt schon überm Ozean, unterwegs nach B.A.).







So, nun mal fix wieder an die Arbeit, damit ich mich nachher ausgiebig all den Mustern widmen kann, die sich auch im neuen Jahr wieder einfinden bei Müllerin Arts Muster-Mittwoch. Schnee von gestern? Nee, Schnee von heute, ganz frischer Musterschnee ;-)





Muster-Mittwoch
MMI - Mittwochs mag ich diesmal: Bloggerinnen nicht nur per Bildschirm zu treffen und Schnee....



Auf den Wegen "in die Stadt" komme ich oft an diesem Prachtexemplar von Trauerweide vorbei. Das Schneetuch zu Füßen steht ihr gut...




Bevor ich es vergesse, eine neue Bilder-Pingpong-Runde ist eingeläutet, mit einem grandiosen Impuls-Foto. Neugierig? Dann schaut mal bei Lucia nach. Dort findet ihr auch die Spielregeln.


 

Montag, 4. Januar 2016

Montags-Mandala (71)



 
Gestern war ich so auf die Neujahrswanderung fixiert, dass ich Lottas festlich gedeckte Tische nur angeschaut habe... Das hier oben ist nun auch kein solcher Tisch, aber ein festlich daher kommendes Zeichen für das, was rund läuft bei mir, bei uns. Rund wie Mandala. Abends nach dem Essen sitzen wir zwei in Freiberg meist noch eine Weile unterm Dach und lesen. Da servierte der Gefährte doch ganz ungefragt noch ein Glas Elbling, frisches Wasser und ein Stück Lieblingsschokolade... (Womit ich mich als jemand geoutet habe, der ein Stück Schokolade zum Wein mag..., seit uralten Rotwein-Tropfen-in-Schokolade-Zeiten...)





Fürs Mandala an diesem ersten Januarmontag dachte ich an Schnee, doch wenn der nicht fällt, muss man sich auf das besinnen, was da ist. Die feine Karte mit Engelshaar und Schneeflocken z. B. von der Tochter... Und auf der Bettwäsche könnte man bei gutem Willen auch Schneesterne entdecken. Noch ein paar Zeitungsausschnitte mit Abbildungen von Eis- und Schneewelten darunter und das bläulich-eisige Mandala liegt da... (Die Karte lässt ihr Engelshaar und ihre Schneeflocken-Kette inzwischen überm Weihnachtsbäumchen schweben, ließ sich aber partout nicht fotografieren dabei...)








Während ich so unterm Dach herumwuselte, fing es doch tatsächlich heimlich und von mir zunächst unbemerkt zu schneien an... Ich machte mich auf den Weg zur Post, zwei Päckchen auf den Weg bringen und Briefmarken-Ergänzungs-Sets kaufen. 40 x 8 Cent..., damit ich auch in diesem Jahr weiter Briefe schreiben kann... In dem Moment, in dem ich den Fotoapparat einstellte für das am Bürgersteigrand sichtbar gewordene gepflasterte Schnee-Mandala, lief mir vor der Nase ein junger Mann mitten durch... tststs... So gibt's das Mandala mit frischem Fußabdruck...






Mit einem Stückchen Bäckerkuchen im Gepäck machte ich mich auf den Heimweg, über den Hirtenplatz, den ich so gern mag. Ich konnte nicht widerstehen den Fotoapparat noch mal dem Flockenwirbel auszusetzen...






Der glücklicherweise bis heute unbebaut gebliebene Hirtenplatz in Freiberg erinnert an eine auf das Mittelalter (13. Jh.) zurück gehende öffentliche Viehweide für die Bürger. Auf einer Stele aus schlesischem Granit sind seit 2008 eine zweisprachige Informations-Tafel und ein Bronze-Relief angebracht, die die Geschichte erzählen. Schön diese Erinnerung, die heute - anders, aber ähnlich - mit den urbanen Gemeinschaftsgärten wieder auflebt. Davon gibt's auch einen in Freiberg, und ich werde dieses Jahr irgendwann in der Gartenzeit ganz bestimmt die beste Führerin dort haben, die ich mir vorstellen kann.










Für die Schafe liebende Lotta habe ich die Schaffamilie etwas näher herangeholt und bin gespannt, ob sie sie kennt.






Und für die Baumfreunde habe ich noch genauer in die Baumkronen von Eiche und Linde geschaut..., die beiden prägenden Bäume am hinteren Rand des kleinen Platzes. Wie kraftvoll-dynamische Tänzerinnen wirken sie auf mich... Also los...














Schon fast beim Verlassen des Hirtenplatzes fielen mir dann am Rand im Schnee die orange-beblätterten Mispel-Sträucher auf. Also doch noch ein Mandala draußen im Schnee selbst gelegt, mir frierenden Fingern, ein klitze-kleines wenigstens.






Habt eine gute runde Woche.

Bunt ist die Welt.
Mein Freund, der Baum.
Montagsfreuden.

Sonntag, 3. Januar 2016

Neujahrswanderung




Von langer Hand vorbereitet (meiner) und dann doch spontan fand unsere diesjährige Neujahrswanderung statt, keine große, eine kleine, aber in ein Gebiet, das ich über diese Blogs kennengelernt habe: Ein Berliner Baumfreund, der das Wandern in Sachsen und genauer um Holzhau herum so liebt, dass es einen eigenen Blog dafür gibt? Die Gegend muss ich mir anschauen...






Der Weihnachtsmann brachte Kartenmaterial zum Wandern zwischen Freiberg und tschechicher Grenze und nach ein paar Fehlversuchen während vergangener Aufenthalte und der Ausbremsung wegen Sturm und Glatteis Ende des Jahres, brachen wir Neujahr am späten Vormittag dann doch auf, Richtung Holzhau. (Auch mit dem Zug käme man gut von Freiberg aus hin.)







Ich hatte mir auf der Karte einen Parkplatz am Rande eines Waldgebietes außerhalb des Ortes ausgesucht um auf dem Ringelweg die neue Wanderwelt zu erkunden. Es kam aber anders. Als ich dem Gefährten zeigte, dass das Gebiet ganz in der Nähe Tschechiens liegt, meinte er, da wolle er hin. Er möchte wissen, wie die Grenze da heute aussieht nach all dem, was man so hört und sieht in diesen Tagen. Und da ist sie, natürlich grün, wie gehabt, nicht vorstellbar, dass es anders würde, da war schon in meinen Kinderzeiten die Grenze nur grün, dem Wald und dem Wild ist es ohnehin egal, den Wanderern auch. 





 





Es gibt ein paar Schilder zum Naturraum und zur Geschichte des alten  Erzbergbau-Gebietes, sonst nichts, oder doch: "nur" Weite, Natur, wenige andere freundlich grüßende Wanderer, plätschernde Bächlein, über eins flog zu Anfang gleich eine Wasseramsel, zu schnell, um den Fotoapparat zu zücken. Auch gut. Kein Wind, Stille. 







Solche Stille. Ruhe. Frieden.


Das neue Jahr sieht
mich freundlich an, 
und ich lasse das alte
mit seinem Sonnenschein
und seinen Wolken
ruhig hinter mir,

Johann Wolfgang von Goethe







Gerade das, was mir und uns am Jahresanfang so gut tut und nicht nur dann. Das Wetter zeigte ersten Schnee und Nebel, gerade so, dass man noch die Baumgestalten ausmachen und das Licht über den nassen grauen Schichten ahnen konnte. 



 





Schon während unseres Weges Richtung Moldavia und zurück wünschten uns bald wieder hier zu sein, im Frühling vielleicht, um mehr zu sehen, weitere Wege zu gehen. Mit einer Entfernung von gut 30 km südlich von Freiberg scheint es uns ein bestens geeignetes Ziel für Wandertouren.







Unter einem Schutzdach saßen wir noch eine Weile mit dem Blick auf die anfangs von der anderen Seite fotografierten beiden Bäume, tranken unseren heißen Tee und stärkten uns mit einem Brötchen aus dem Wanderrucksack.





Auf dem Rückweg fuhren wir nicht über Rechenberg-Bienenmühle sondern über Hermsdorf, kamen auf 800 m Höhe und sahen da noch blauen Himmel und die Sonne, und Wolkendecken über den Tälern unter uns. Stellt es euch vor, denn den Fotoapparat wieder auszupacken war ich zu wohlig faul und müde...

Unsere Neujahrswanderung im letzten Jahr führte uns in ähnliche Richtung, nach Frauenstein. 

Mein Freund, der Baum.
Sonntagsfreuden.

Samstag, 2. Januar 2016

Samstagsplausch mit Monats-Collagen

12tel Blick am 25. Dezember.















Die Dezemberwochen sind vergangen und die Zeit ab Heiligabend kann ich in meinem "Collagen-Post" ein wenig fotografisch rekapitulieren, zur anderen Hälfte des Monats sind die Fotos verloren gegangen, vielleicht und hoffentlich tauchen sie wieder auf... Vielleicht auch die aus dem Garten... Die einzigen beiden, die wenigstens noch auf der Speicherkarte waren, sind die hier:



Schwanzmeisen am Fenster und späte Ackerringelblume im Garten.




Dann war da doch noch was. Lotta sammelte Weihnachtsbäume. Da habe ich mitgesammelt und mag sie gern noch an euch los werden... Wir sahen schon am 27. Dezember die ersten unglücklich, abgeschmückt und noch gar nicht nadelnd an der Straße in Freiberg liegen. Wie schade um die schönen Bäume, die nur so einen kurzen Auftritt haben durften...  Darüber war ich so entsetzt, dass ich gar nicht auf die Idee kam den Fotoapparat zu zücken. Nur erfreuliche Bilder also...



Unser "Bäumchen" zog vom ersten Standort an den zweiten um.



Wir hatten diesmal einen grünweißen Strauß, dazu hatte ich mir bei Astrid die Lust geholt und war glücklich, dass mir mein Blumenladen Heiligabend noch drei weiße Blumen verkaufen konnte, darunter einen Ritterstern (der dann allerdings erst am zweiten Platz wirklich erblühte). Dazu kamen Douglasien-, Kiefern- und Kirschlorbeerzweige aus dem Garten, die ohnehin demnächst der Schere zum Opfer gefallen wären... Mit von der Partie am zweiten Ort unseres Weihnachtsstraußes ist nun auch Astrids Stern "Peace". Der musste einfach mit, er zeigt, worauf es ankommt, wofür wir einstehen müssen mit allen uns verfügbaren Mitteln. Zu Hause bei mir hing Astrids gelbbestickter Stern vom letzten Jahr an der Weihnachtsstrauß-Vase, die eigentlich eine riesige Teekanne von meinem einen Bruder ist. Die haben wir dann vor Abfahrt mit ein paar grünen benadelten Zweigen gefüllt, damit der andere Bruder und Hüter des Hause, als wir davon gereist waren, auch noch einen weihnachtlichen Strauß vorfand... Denn eine große Vase stand in Sachsen auch und wartete auf den Weihnachtsstrauß.







Die anderen wunderschönen Weihnachtsbäume fanden wir auf unseren Reisestationen in Sachsen, an der Mulde einen grandios bezapften Familienbaum, in Freiberg auf dem Obermarkt einen großen schönen Christmarkt-Baum und in Zadel bei Meißen einen urigen rostigen im Sonnenschein.







Die dicken Weihnachtspoststapel habe ich mir mitgenommen, heute morgen noch einmal voller Freude durchgeschaut und auf dem Schreibtisch hier mal eben die Bloggerinnen-Post zur Collage versammelt. Findet ihr euch wieder, ihr lieben Bloggerinnen? Zu mancher der schönen Karten gehörten auch noch liebevoll ausgewählte Gaben ;-) Die habe ich zu Hause gelassen und freue mich aufs Wiedersehen in einer Woche: Samentütchen, leckere Plätzchen (leider schon verputzt...), Tee, Kunstkiste, Sterne, Weihnachtskugel, Kalender... Und auch noch der Katzenkalender! Von Herzen Dankeschön!



Weekend reflections from Saxony: Merry Christmas and A happy New Year




In Zadel bei Meißen steht ein alter Hof und Trödelladen zum Verkauf. Da habe ich mir doch schnell noch die Hufeisen fotografisch mitgenommen. So einen Berg mit Hufeisen kann ja nicht schaden, finde ich (wer genau hinguckt, sieht mich auch im Türfenster...). Weihnachtswünsche fanden wir auch noch an einer Haustür in einer Freiberger Gasse, das Türfensterchen war so blank geputzt, dass es wirklich wie ein Spiegel spiegelte...




Sächsischer Himmel, mit Fisch aus Freiberg.


Himmel haben wir täglich über uns und Katja animiert uns immer wieder genauer hinzuschauen. Das habe ich die letzten Tage in Sachsen ausgiebig getan, in Freiberg, an der Mulde, bei Meißen und gestern im Erzgebirge bei einer Wanderung auf dem grenzüberschreitenden Wanderweg von Holzhau/Teichhaus aus nach Tschechien.





Von unserem Ausflug Richtung Meißen, wo ja viele sonnige Weinhänge über der Elbe liegen, brachten wir auch Blumen mit. Die Ringelblumen tun so, als könnte ihnen der sächsische Winter - jedenfalls in Weinlagen - nun gar nichts mehr anhaben... Sieht schön aus, ist aber bedenklich... In Freiberg war jedenfalls heut nacht mit -8°C schon mal etwas knackigerer Frost. Gut so.







Habt ein feines Wochenende. Wir tun hier so dies und das, sammeln Kraft, gehen wandern, ins Theater, lesen, lesen, lesen, schreiben, schreiben, schreiben und hoffen, dass das Jahr gut wird bei all den Herausforderungen, die es gibt, dass Frieden bleibe und werde, dass Menschen einander menschlich begegnen. Immer wieder tut es gut, wenn da zu den Besorgnis erregenden Nachrichten auch gute und ermutigende kommen, wie bei uns die Nachricht von der glücklichen Geburt eines weiteren kleinen Neffen einen Tag vor Weihnachten...



Monatscollagen
Samstagsplausch
In heaven
Weekend Reflections
Freitagsblumen
Fisch am Freitag 
12tel Blick
Bunt ist die Welt