Freitag, 9. Dezember 2016

Adventskalenderfreuden












Der Advent fühlt sich manchmal schon wie Weihnachten an... Mit sorgsam eingerollten Flügeln, aber mit glänzenden Augen und Baum im Haar kam (m)ein Engel von Lisa zu mir... und es rührt mich immer wieder, wenn ich hinschaue... Lisa malte "Engel, die wir kennen". Dass ich dabei sein darf, ich kann das gar nicht fassen... Aber wer malt nun Lisa?





 


Zum Tochterkerzenkalender "zum Anzünden" gesellte sich von Lotta ein liebenswerter Winteradventskalender mit Fensterchen zum Öffnen und genau der richtigen (kleinen) Menge Glitzer drauf, dankeschön... Und zum dritten Mal darf ich Mirjams bezaubernden Streichholzkalender hier bei mir haben: "Adventswochen". Ein Schatzkistchen voller gesammelter Texte, Rezepte, kleiner Aufgaben... Danke auch dir sehr, liebe Mirjam. "Der Wanderer im Wind" war auch darinnen. Ihn packe ich nicht behutsam wieder ein wie all die anderen zarten Blättchen Papier. Er bleibt jetzt stehen. Kraftvoll gegen den Wind. Mirjam stellte ihm einen Text von Christa Wolf zur Seite: "Dann stehe ich lange vor der Holzskulptur des "Wanderers im Wind", die Barlach 1934 geschaffen hatte, als ihm klar war, was für Zeiten angebrochen waren..." (Christa Wolf, Ein Tag im Jahr, eins meiner Lieblingsbücher von ihr).



 


Als ich mich Anfang November mit Tabea traf, hatte sie mir ein kleines Päckchen zugesteckt, darin ihr Adventskalender aus dem Jahr 2004. Nun lasse ich mich jeden Morgen ganz und gar verzaubern, von "Familie Sau", den "NikoLäusen", "Feschen Fischen". Köstlich. Und die Lektionen von Mrs. Winter befolge ich bisher sehr gern, mal sehen, was sie sonst noch vorschlägt, wie man den Winter verbringen soll... Große Freude, liebe Tabea!



 


Und dann ist ja da noch unser toller Adventspost-Kalender, ausgedacht und organisiert von Michaela und, genau: Tabea. Wie schön wieder. Tag für Tag eine handgedruckte Karte im Briefkasten, was für Schätze da zusammen kommen... Druck im Rapport war die Aufgabe, und ich hatte mich - ohne mich großartig mit einer genaueren Definition von Rapportdruck zu beschäftigenbei Hansedeern auf Instagram in dieses Fliesenverlegemuster verguckt, achteckig mit kleinen Quadraten dazwischen... Ich brauchte Hilfe... Wie konstruiert man ein gleichseitiges Achteck?
 









Der Gefährte löste es auf mathematische Weise, Formeln jonglierend, das macht er gern. Das Internet schlug auch zeichnerische Varianten vor. Wie das im Ernstfall so ist, ich hatte alles mit in Cottbus, aber weder Dreieck, Zirkel noch Winkelmesser. So mussten es das Kästchenpapier, die Klebebandrolle (zufällig gerade auf den gewünschten Durchmesser abgerollt...) und Baustein leisten. Ein Achteck zu zeichnen ist im Nachhinein aber hundertmal leichter als eins zu schnitzen... Finde ich. Aber dann war's soweit bzw. ein "Ich lass das jetzt so..." brach sich Bahn...





 


In einer ersten Stempelrunde in Oliv- bis Brauntönen (Linoldruckfarbe, gemischt aus den drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau) wurden die Achtecke auf einen großen Bogen 300 g - Papier gestempelt, in einer zweiten Runde dann die kleinen hellolivgrünen Vierecke dazwischen (gemischt aus Gelb mit Schwarz). Die Farbe habe ich auf eine Glasplatte gewalzt und von dort aus direkt mit dem Stempel aufgenommen und diesen zwei bis dreimal abgedruckt, wodurch die unterschiedlichen Farben der Fliesen entstanden sind.










Ich muss gestehen, solcherart Fliesenboden zu legen ist nicht so leicht ;-), aber irgendwann lagen drei Dutzend Karten vor mir, wobei es mir echt schwer fiel, die großen Bögen auseinanderzuschneiden...





 







Nach den hier schon vorgestellten wunderschönen Karten 1 - 4 kann ich euch nun das zweite Quartett aus unserer Gruppe zeigen, die Karten 4 - 8. 





 
Karten von Sabine, Elke, von mir und von Liliane aus der Schweiz (ohne Blog)
 







Golden besternter Nachthimmel, eine gemütliche Häuserlandschaft, meine Bodenfliesen (die auch schon für Lebkuchen gehalten wurden ;-)) und die Blumensterne und Elchkarussell-Sterne von Liliane, ich fühle mich richtig wohl in dieser Reihe! Habt Dank, ihr Lieben, für eure schönen Karten.





 

Adventspost-Sammlung - Hier findet ihr im Laufe des Dezember alle Karten.
Freutag
Fisch am Freitag

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Muster-Mittwoch - Licht
















Da doch so einiges "abgefallen" ist während Weihnachtsmarkt- und Adventspostschnippelei

was gut zum Licht-Musterthema bei der Müllerin und zum Sternenthema bei Nahtlust passt, habe ich heute wieder mal ein paar Muster-Bilder für euch... 


















Diese Weihnachtsbäumchen-Stanzteile - "Altpapiertonnen-Reste" aus einem großen Mailing bei meinem Sohn in der Druckerei - fordern mich Jahr für Jahr zur Adventszeit heraus etwas mit ihnen anzufangen. Diesmal habe ich sie mit vorhandenen und neugeschnitzten Stempeln Schmuck verschafft.










Ein paar hatte ich über Briefumschlägen abgedruckt, die nun mit verschneiten Bäumchen daher kommen, wenn sie in andere Briefkästen reisen.












Und ein Musterpäckchen hatte ich gepackt und auf dem Weihnachtsmarkt dabei, da hat es sogar eine ausgewachsene Frau erwischt und sie hat sich ihre Päckchenanhänger gedruckt...  Falls ihr Lust habt, noch selber oder mit Kindern Weihnachtsbäumchen als Anhänger o. ä. zu gestalten - oder ganz minimalistisch weiße haben wollt - ich habe solche weißen Rohlinge abzugeben. Schickt mir in dem Falle einfach eine Mail mit Adresse und wieviele Bäumchen ihr ungefähr haben möchtet. Hier liegen noch Hunderte... (Bei mehr als 10 Anfragen werde ich allerdings losen, sonst schaffe ich meine Weihnachtspost nicht mehr... ;-))










Diese Bäumchen entstanden aus einem dreiteiligen Stempel. Moosgummireste vom Häuser- und Bäume-Schnippeln zu einem Tannenbaum auf drei einzelne alte Bausteine geklebt. Die Karten sind doch tatsächlich auch schon wieder weg, bis auf die goldene...











Nach den Fischen von neulich hatte ich dann nach einem Mini-Gummirest-Sternenfunkel-Stempelchen doch Lust mal wieder so ein Soft-Linoleum zu bearbeiten, mit Sternenhimmel, dann Blau auf gelbe Karten gedruckt. Erst hatte ich mich ein bisschen geärgert, dass die Farbe nicht "satt" auf der Karte landete, aber nun sehe ich doch wirklich Milchstraßensternchen..., wie bei mir über der Straße...













Und die Sonne musterte auch bei mir mit, vor einigen Tagen, denn nun ist's schon die ganze Woche neblig und grau. (Die Querstreifen sind nicht etwa Gardinen, sondern das ungewollte Muster der Glasscheiben, die waren damals vor über 30 Jahren noch nicht so makellos glatt...)














Unter mehreren schönen Adventskalendern erfreut mich auch dieser vom Tochterkind. Rest-Abschnitte vom Papiersternfalten mit dem großen kleinen Enkelmädchen als Kerzen auf eine Karte geklebt, jeden Tag darf ich mir malenderweise eine anzünden ;-). Momente des Aneinanderdenkens ;-), so schön. Diese Idee merke ich mir, ich falte zwar keine Sterne, aber Reste für Papierstreifen habe ich ja dennoch immer genug...












Am Freitag gibt's hier weitere Adventskalender, und vor allem: Adventspost aus unserer Mailart-Runde, die Nummern 5 - 8. 


Muster-Mittwoch - Licht
Papierliebe - Sterne
MMI - Advents-Kreativstuben
Upcycling
Achtsamkeit - Nachhaltigkeit - Lebensqualität
 

Dienstag, 6. Dezember 2016

Bilder-Pingpong (22) - Impulsfoto







In dieser Runde gebe ich den Ball auf: "Ping!" Dieses Foto könnt ihr "Pong!" wieder nach Lust und Laune bearbeiten, verfremden, verschönen, oder als Impuls nehmen, um Hand anzulegen, in einer Collage, malend, schreibend oder oder oder. Alles über Bilder-Pingpong findet ihr hier bei Lucia. Wir sehen uns am 20.12.16 wieder hier auf meinem Blog und sammeln eure Ergebnisse. Dann ist bis Ende des Jahres die Verlinkungsmöglichkeit freigeschaltet.



 

Montag, 5. Dezember 2016

Montags-Mandala (109)


 



Eine Woche lang habe ich keinen Post fabriziert..., das heißt nicht, dass ich untätig war. Ganz im Gegenteil... Viele Moosgummistempel geschnippelt für die "Kinderdruckerei" auf dem dörflichen Weihnachtsmarkt, fleißig Japanisch gelernt, und mich für einen Tag mit einer guten Bekannten verabredet, zum Frühstück und auf eine Runde draußen in der Natur. Sie brachte herrliches Wetter mit. Da tut es doppelt gut draußen zu sein...












Seit Ende Januar, heute zum 36. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr solche Spuren wahrnehmt und von solchen Spuren erzählt.









 
Mein Gast war nämlich Heike, Bibliotheksleiterin in Blankenfelde, vor einigen Jahren tauchte sie bei meinen "Poetischen Spaziergängen" auf und seitdem wurde unser Kontakt immer intensiver. Wir unterhielten uns u. a. lange über unsere Erfahrungen mit Geflüchteten. Hier erzählte ich schon einmal von Heikes Engagement und dem ihrer Bibliothek. Darüber hinaus unterstützt Heike privat eine afghanische Familie. 



Sonnenuntergang - hinterm Weihnachtsmarkt.






Aber auch dienstlich ist sie für die Integration von Geflüchteten unterwegs. Die Gemeinde finanziert nämlich Arbeitszeit, die die Bibliotheksmitarbeiterinnen einmal wöchentlich für ein paar Stunden in zwei Flüchtlingsunterkünften verbringen. Sie spielen, basteln, singen und sprechen mit Kindern und auch deren Müttern, haben eine Vertrauensbasis aufbauen können und werden schon immer freudig erwartet. 












Gern nehmen die Bibliotheksmitarbeiterinnen dann auch mal die eine oder den anderenen "Skeptiker/in" mit, denn auch ihre Erfahrung ist, dass nichts fürs gegenseitige Kennenlernen und Verständnis so sehr hilft wie die persönliche Begegnung, die manches Klischee oder Vorurteil ad absurdum führt oder zumindest relativieren kann und auch manche ängstliche Zurückhaltung und Sorge. 





Weihnachtskartenproduktion, bei Minusgraden... Es entstanden rund 50 Karten.








Zu den Lesern der Bibliothek zählen inzwischen mehrere Flüchtlingsfamilien, die regelmäßig kommen und diese Unterstützung und Abwechslung beim Erlernen der deutschen Sprache sehr zu schätzen wissen.  Und Heike und ihre Kolleginnen finden, dass das zu den Aufgaben einer Bibliothek gehört. 










Die Frauen können sich auf die Unterstützung ihrer Kommune und auf ein dichtes Netzwerk von Vereinen und privaten Kontakten verlassen. Ganz wichtig: Die Begegnung mit Geflüchteten ist eine auf Augenhöhe und findet in einem gegenseitigen Lernprozess statt, zu dem auch hilfreiche Fortbildungs-Workshops zur interkulturellen Bildung für die Flüchtlingshelfer gehören. Das hilft Enttäuschungen vorzubeugen, die sich einstellen können, wenn ausschließlich die eigenen kulturellen Maßstäbe und Erwartungen angelegt und gelten gelassen werden.


Nach diesem schönen Freitag bis in den Nachmittag hinein hieß es für mich die letzten Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt am Samstag zu machen, drei Taschen zu packen, eine umfängliche Checkliste abzuhaken. Außer an eine Mülltüte hatte ich tatsächlich an alles gedacht und dank hilfreicher Freundinnen, die mich zwischendurch mal mit heißem Punsch und Tee versorgten, habe ich die fünf frostigen Stunden mit meinen kleinen Kartendruckern gut überstanden.  




Adventspost von Heidi ("Bonus-Post"), Fine (ohne Blog), Lisa, Kristina und Angelika - Ist das nicht wunderbar?



Dann hieß es, nachdem Nr. 1 - 4 wohlbehalten ankamen, die Adventspost Nr. 7 für unsere Gruppe 1 fertigzumachen. Die Stempel waren geschnitzt, das Papier geliefert und so verbrachte ich den ganzen 2. Advent stempelnder- und schneidenderweise... Da mein Tag noch nicht dran ist, kann ich das Ergebnis noch nicht zeigen ;-). Aber die Postberge doch, heute morgen mit ein paar Zeilen versehen und ein paar kleinen "Draufgaben", u. a. gestempelte Karten aus unserer Weihnachtsmarktdruckerei.







Das zwar 300 g schwere und satinierte Papier mit versiegeltem Druck habe ich nämlich doch lieber in Briefumschläge verpackt... und mit diesem Wäldchen bestempelt.







Dazu mein erstes selbstgeschnitztes Mandala. Christine, erinnerst du dich? Du hattest mir mal so einen runden Schnitzgummi geschenkt... Nun habe ich mich endlich drangewagt. Die Bäumchen sind aus der Kiste mit meinen Moosgummistempeln. Ich klebe den Moosgummi übrigens mit "U*u-Flinke Flasche" auf Holzbausteine, hält prima, neulich auf dem Weihnachtsmarkt waren sie ja 5 Stunden lang in Einsatz, z. T. auch mit Wasserfarben bepinselt. Astrid nimmt die Heißklebepistole, damit komme ich gar nicht gut zurecht.







Das Mandala habe ich gestern abend noch gemacht, nachdem alle Adventspostkarten fertig waren, zum "Runterkommen" aus der Anspannung. Wollte ich doch heute alles zur Post bringen, damit - zumindest für die Empfängerinnen in Deutschland - der 7.12. tatsächlich pünktlich klappt. 










Vor mir lag heute mittag also der frostige, aber sonnige Weg aus dem Wald ins Dorf hinein, mit so manch filigraner eisiger Überraschung am Wegesrand.







Erleichtert und freudig habe ich gestern abend - während meiner Druckerei, per Klick auf die Nachrichten-App - von Van der Bellens Wahlsieg in Österreich erfahren. Kein Anlass jedoch uns nun aufs Ruhepolster zu legen. Aber ein Spaziergang zum Briefkasten mit Adventspost darf sein, stecken doch dahinter die Freuden von Menschen beim Machen, Schicken, Bekommen, Lesen... Und irgendwann wird ein Buch draus. Ein gutes Buch, ein friedliches, freudiges Buch. Von uns.







Montagsfreuden
Adventspost 
Bunt ist die Welt
Papierliebe