Seiten

Donnerstag, 29. August 2019

Mein Freund, der Baum - die Eiche am Seeufer

Wie schön, wenn über lange Zeit Liebgewordenes weitergetragen wird und andere den verlorenen Ball (wieder) aufnehmen. Wie schön, dass aus meinen Händen "Mein Freund, der Baum" bei Astrid und der "Naturdonnerstag" bei Jutta ohne Unterbrechung in gute Hände gelangt sind...









Der große tief grün belaubte Baum gehört zu dem uns anvertrauten kleinen Stückchen Seeufer so sehr dazu, obwohl er eigentlich schon beim Nachbarn steht, dass ich gar nicht daran denken mag, er könnte eines Tages fallen oder aus Sicherheitsgründen gefällt werden... Wir haben einfach Freude an ihm, seit 37 Jahren..., wer weiß, wie lange er da vorher schon stand. Nun ist wieder die Zeit angebrochen, in der die Stieleiche mit leiserem oder lauterem Plitsch und Plop die reif werdenden Eicheln in den See fallen lässt, über den sie sich leicht neigt. Und schon braune Blätter... So sah es vor ein paar Tagen morgens um 7.20 Uhr aus, als ich schwimmen war. 








 
Als ich nach 20 Minuten Schwimmrunde - immer fein entlang des Ufers - wieder "anlegte", leuchtete schon die Sonne durch die Bäume. Vom Wasser aus mache ich ja selten Fotos, nicht, dass mir mein Telefon noch ins Wasser rutscht... Aber für diesen Post habe ich mich dann doch mal getraut...







Hier links steht sie, zwei Birken, eine jüngere Eberesche und eine alte Robinie rücken nah an sie heran, und hier kann man auch sehen, dass ihr Stamm über der Wasserfläche zu schweben scheint, sie muss enorme Wurzeln in den Seegrund getrieben haben, um zu stehen. Anders kann ich es mir kaum erklären, dass sie noch nicht ins Wasser gefallen ist... Unsere im vergangenen Jahr vom Sohn gezimmerte Sitzecke kann man auch sehen, von dort habe ich schon manches schöne Foto gemacht. Aber heute spielt ja die Eiche die Hauptrolle.








Die beiden letzten Fotos sind wieder vom Steg aus gemacht. Jedes Jahr nimmt die Eiche mehr vom Blick auf den See, hängt ihre beblätterten Äste und Zweige weit hinunter. Aber so wissen wir, es geht ihr gut, und wer weiter gucken will, muss halt ins Wasser und unter ihr durchgucken oder ein Stück rausschwimmen ;-)








Oft nehmen wir als selbstverständlich hin und kaum der Beachtung wert, was uns so umgibt. Und das Gejammere über den Laub"entsorgungsstress" klingt mir jedes Jahr aus verschiedenen Richtungen in den Ohren. Vielleicht lernen wir nie, wie wertvoll Bäume für uns sind? Hohe Zeit wäre es... Und wie liebenswert sie sind, die Bäume, die jungen, die gestandenen, die alten..., ja, noch die sterbenden und toten. Vom Keimling bis zum toten Holz sind sie voller Leben, voller Lebensvielfalt. Und unsere Eiche trägt mit ihren Eicheln die Chance für einen ganzen Wald.




Mein Freund, der Baum - bei Astrid
Naturdonnerstag - bei Jutta

10 Kommentare:

  1. Wie schön, dass du diesem besonderen Gefährten an einem herrlichen Ort hier ein kleines Denkmal setzt! Deine Fotos vom schwimmenden Eichenblatt sind geradezu poetisch. Und ein kleines bisschen könnt ich auch meine Neugier befriedigen und das Plätzchen am See kennen lernen.

    Deinen abschließenden Absatz habe ich mit steten Kopfnicken gelesen.
    Gute Nacht und vielen Dank fürs Mitmachen!
    Astrid

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Ghislana,
    wunderbare Baumbilder hast Du mitgebracht, herrlich ist auch das schwimmende Eichenlaub! Herzlichen Dank für diese wunderbaren Bilder vom See und Deine so wahren abschliessenden Worte!
    Hab einen schönen Tag und einen guten Start in ein wundervolles Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  3. deine fotos treffen die schönheit der eiche, der anderen bäume und des sees einfach wunderbar. das bild des schwimmenden eichenblattes ist ein traum! auch wenn wir es hier auch sehr schön haben, vermisse ich doch abends manchmal den blick auf den see. er strahlt so viel ruhe und gelassenheit aus, das kann unser "wildes" bächlein mir nicht bieten ;)!
    liebe grüße
    mano

    AntwortenLöschen
  4. Herrliche Bilder hast du diesmal im Gepäck.
    Wunderschön liegt der See, sehr schöne Ausblicke vom Ufer aus.
    Toll, wenn man die Gelegenheit hat( und den Mut ) im See zu schwimmen !
    Auch ich freue mich, dass Astrid mit "Mein Freund, der Baum, weitermacht.
    Liebe Grüße
    Jutta

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Ghislana,
    Bäume am Rande eines Gewässers haben ja stets ein aufregendes und abwechslungsreiches Leben, gell. Da gibt es immer wieder andere Ausblicke, Einblicke und Perspektiven. Deine Serie ist einfach wunderschön!
    Komm gut ins Wochenende,
    herzlichst moni

    AntwortenLöschen
  6. Deinen letzten Absatz kann ich voll Unterschreiben und wenn man bedenkt, dass ein Baum wenn man ihm die Chance gibt einen Mensch über Jahre überleben kann, sollte man schon Ehrfurcht haben. Deine Seeaufnahmen zeigen in was für einer Idylle du schwimmen kannst.
    L G Pia

    AntwortenLöschen
  7. Wirklich ein traumhaftes Fleckchen Erde mit lieben Baumfreunden. Die Fotos sind so wunderschön!
    Liebe Grüße
    Andrea

    AntwortenLöschen
  8. Schön zu lesen und so wichtig. es ist so trocken in Brandenburg und Sachsen, dass ich befürchte, dass einige Bäume diesen Sommer nicht überleben werden. Man hätte viel mehr aufrufen müssen, sie zu gießen, sie zu erhalten. wenige Minuten gegen 40/50 Jahre Baumleben, in denen sie uns so viel schenken.
    viele Grüße, Karen

    AntwortenLöschen
  9. Ich freue mich sooo sehr über deine liebevollen Worte zu Bäumen ganz allgemein und zu "eurer" Stieleiche! Ein wundervollelr Baum, liebe Ghislana!
    Ganz herzliche Rostrosengrüße,
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2019/09/unique-ein-madchen-namens-greta-teil-1.html

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Ghislana,
      ganz vielen Dank für deinen Kommentar "außer der Reihe" zu meinem ersten Teil des "Greta-Posts" :-). Der zweite Teil ist mittlerweile online, vielleicht interessiert er dich ja ebenfalls...
      Alles Liebe und ganz herzliche Rostrosengrüße, Traude
      https://rostrose.blogspot.com/2019/09/unique-greta-thunberg-teil-2.html

      Löschen

Ich freue mich sehr über eure Gedanken.
Bitte aber keine anonymen Kommentare.