Dienstag, 19. September 2017

Bilder-Pingpong (31)






Diesmal war Lucia dran mit dem Ausgangsbild...









Bei dem stürmischen Wetter draußen und noch so manchen aktuellen Stürmen draußen und drinnen hatte ich Sehnsucht nach Schutz und Schirm und habe mir einen von den grünen Schirmen da oben geangelt und hübsch gemacht...




 
15fünfzehn Nr. 39 - Beschirmt durch graue Tage


 


Grundlage war wie oft in letzter Zeit ein Gelatinedruck, diesmal wieder ein Ensō.


Bilder-Pingpong 
15fünfzehn Collagen
Creadienstag

Sonntag, 17. September 2017

15fünfzehn-Collagen 35 - 38

15fünfzehn Nr. 35 - ... und der Herbst beginnt (?)





















15fünfzehn Nr. 36 - Dunkler Tag



Wie gestern versprochen, heute wieder einmal 15fünfzehn-Collagen von mir.
Und nun auch endlich meine beiden Collagen zu den letzten beiden Eye-Poetry-Runden von Andrea Holunder.








Ein Gedicht von Ernst Jandl war Inspiration für Juli/August. 
(Und ich sehe, ich muss ganz dringend schauen, was da so draus geworden ist. So tolle Vorschaubilder...)

bibliothek

die vielen buchstaben
die nicht aus ihren wörtern können

die vielen wörter
die nicht aus ihren sätzen können

die vielen sätze
die nicht aus ihren texten können

die vielen texte
die nicht aus ihren büchern können

die vielen bücher
mit dem vielen staub darauf

die gute putzfrau
mit dem staubwedel

ernst jandl


Als ich das Gedicht bei Andrea las, hatte ich gleich weitere Zeilen im Kopf. 
Nach 

die vielen texte 
die nicht aus ihren büchern können

 endet das Gedicht bei mir - aus gegebenem Anlass ;-( ;-( ;-( - mit den Zeilen 


die vielen bücher
die nicht aus ihren kisten können

Da sind sie, die Bücher, im dunklen Keller und träumen von Befreiung...



15fünfzehn Nr. 38 - Bücher, die nicht aus ihren Kisten können.








Für August/September legte uns Andrea ein Gedicht des von mir sehr verehrten Erich Fried ans Herz. Schon zu DDR-Zeiten sammelten wir alle dort erschienenen Ausgaben und ich lese gerne immer wieder mal bei ihm.






Wintergarten

Deinen Briefumschlag
mit den zwei gelben und roten Marken
habe ich eingepflanzt
in den Blumentopf
Ich will ihn
täglich begießen
dann wachsen mir
deine Briefe

Schöne 
und traurige Briefe
und Briefe
die nach dir riechen

Ich hätte das
früher tun sollen
nicht erst
so spät im Jahr

Erich Fried




Für die Umsetzung habe ich mich für die Worte "dann wachsen mir deine Briefe" entschieden, und auch die nächste Strophe schwingt noch mit.



15fünfzehn Nr. 37 - ... dann wachsen mir deine Briefe...



Materialien für meine Collagen waren wie zum Teil schon hier wieder meine so zahlreich vorhanden gewesenen Essigbaumblatt-Gelatinedrucke, mein altes Lexikon und diverse Reste-Schnipsel aus meinen Sammelschachteln...


Eye Poetry
15fünfzehn - Sammlung bei Miss Herzfrisch
(Herbst)-Fisch am Freitag

Samstag, 16. September 2017

Meine Woche 2017 - 37






















Ich hatte euch ja letztes Mal erzählt, dass ich zum Herbstwerk in Gräbendorf wollte. Es war unglaublich schön, trotz Kühle, Windböen und Regenschauern. (Da braucht ein Gelatinedruck viel mehr Zeit zum Trocknen..., ich stieß die Grenzen meiner Vorräte an mitgeführten Schnüren und Wäscheklammern.) So viele Kreative "auf einem Haufen"... und wieder habe ich den Fehler gemacht allein mit meiner "Druckerei" vor Ort zu sein. Und da ich beständig von Kindern und Frauen umringt war, die drucken wollten, bin ich gar nicht weg gekommen, um all die anderen Angebote wenigstens mal anzuschauen... Eine mitfühlende alte Bekannte holte mir dann wenigstens Kaffee und Kuchen, für den sie meine Wertbons einlösen konnte, die die Mitwirkenden bekamen. Eine nette Geste der Veranstalter...












Ein bisschen dunkel war's an meinem Platz, aber geschützt und gemütlich. Und ich saß an der Quelle zu Livemusik und Theater. Höhepunkt war eine halbstündige spontane Folklore-Session mit mehr oder weniger "zufällig" anwesenden anderen Musikern zum Schluss, zum Beispiel einem Geige spielenden Töpfer, einem jungen Gitarristen und Mitgliedern der Gruppe "Neighbors" ... Ich bewundere es, wenn Menschen auf Anhieb und ohne Noten miteinander singen und musizieren können, auf Zuruf von einem Takt zum anderen in eine andere Tonart umsteigen... Diese ursprüngliche Freude am Musizieren begeistert mich. Immerhin konnte ich manches mit"tönen"... ;-)










Am Abend war ich "fix und foxy", der Rücken schmerzte wie nach einer 25 km - Wanderung... Spätes ruhiges Frühstück am nächsten Morgen und spontaner Besuch von Freunden, die uns zur Hochzeit wunderschöne Keramik und frischen Sanddorn von der Insel Hiddensee mitbrachten. Was für ein Duft durch unsere Räume strich...









Von Montag bis Mittwoch war ich beim Gefährten in Cottbus. Was da so an der Tagesordnung war, findet ihr bei meinen 12 von 12. Und am 12. ist es mir tatsächlich gelungen, den Gefährten von einem Spaziergang nach der Arbeit zu überzeugen und wir kamen ganz in der Nähe in ein mir von dieser Seite der Spree aus auch nach 10 Jahren noch ganz unbekanntes Gebiet. Die Fotos haben noch genug Stoff für den Naturdonnerstag oder Mein Freund, der Baum. Hier schon mal die schönnen Birken am Rand der "Schlucht", zwischen denen sich eine fast ebenso hellrindige Pappel versteckt. Unter einer Autobahn hindurchzugehen, ist mir immer etwas gruselig... Am Mühlengraben sind wir hier.








Weekend reflection: Under a bridge at Mühlgraben in Cottbus.




Diesmal fuhr ich nicht allein nach Hause, sondern nachmittags mit dem Gefährten, der am nächsten Morgen in aller Frühe eine Zugreise von Berlin aus auf dem Programm hatte. Nach einem Vormittag voller Bürokram wieder und einer Autobahnfahrt durch Sturm und Regen samt Stau begrüßte uns "bei mir zu Haus" ein gnädig gestimmter Abendhimmel mit Sonnenstrahlen. 









Weil ich es am vergangenen Samstag doch tatsächlich vergessen hatte, steht diesmal ein Schild auf den Tisch, das mich daran erinnert die Nachbarskatzen zu füttern... Als ich das erste mal losstiefelte, entdeckte ich an meiner Gartentür ein paar Igelboviste... Und dann noch mehr... Viele... Sie bilden einen ganzen Hexenring von über einem Meter Durchmesser, der bis auf die Straße hinausreicht, wegen der Wildnis in meinem Garten leider nicht komplett zu fotografieren... Ich freue mich darüber (und war erschrocken, als ich beim Suchen nach dem Hexenring im Internet gleich wieder las "Hexenring - Pilze im Rasen bekämpfen"... Oh nein... Da liefert die Natur ein perfektes Mandala und es wird gleich wieder an Zerstörung gedacht...) Hexenkünste könnte ich selber gerade gut gebrauchen, um meine seit nun schon drei Wochen andauernde Behördendschungelwanderung endlich zum Guten zu wenden und - zumindest vorläufig - abzuschließen.









Für die Katzenfütterungs-Gefälligkeit gab's von der Nachbarin schon im Voraus diesen schönen Blumenstrauß. Kann ich doch endlich mal wieder Freitagsblumen verlinken ;-). Ich mag sie gern, die Orange-Gelb-Grün-Töne. So wärmend.










Der blaue Sommer ist nach der vermuteten letzten Post doch noch mal in die Verlängerung gegangen und brachte mir unverhofft noch ein Blauquadrat von Eva. Dankeschön!!! Auch im Briefkasten war das schon lange vorbestellte und nun erschienene Buch von Michaela. Toll, MüllerinArt nicht nur im Internet und bei einem für mich doch eher seltenen Kurs (soweitweg...) sondern nun auch in einem richtigen Buch bei sich haben und nutzen zu können. Und noch immer finden sich Hochzeitsglückwünsche im Briefkasten. So rührend... Diesmal u. a. ein zauberhaftes Minibüchlein von Lucia.












Heute morgen beim Katzenfüttern fielen mir die Pompondahlien auf. Und Mano fiel mir ein. Sie liebt die so. Also, liebe Mano, extra für dich mitgebracht! Danach ging's zum Routinebesuch beim Arzt und im "Dorfkonsum" den Wochenendeinkauf erledigen. Kurzer Mittagsimbiss und eeeeeeeendlich mal wieder ein paar Collagen. Morgen dann hier. Jetzt ist's schon wieder fast Abend, die Männer kommen gleich hungrig an... Ich bin gespannt, was wir am Wochenende machen. Ich habe noch keine Ahnung. Ruhig soll's werden, dringend.







Und ihr so? Wie war die Woche?



Samstagsplausch

Freitagsblumen
Weekend Green
Weekend reflections
Bunt ist die Welt - Herbstliche Blumen

Donnerstag, 14. September 2017

Naturdonnerstag (78 + 19) - Kiefernheide

In der vergangenen Woche stieg ich aus dem Bus mal eine ganze Station früher aus und wanderte durch die lange nicht von mir begangene Straße parallel zur Dahme meinem Wald vor der Haustür zu.










Es wird zz. viel gebaut und auf vielen Neubau-Grundstücken herrscht in Sachen Natur gähnende Leere, fruchtlose Einfalt und oft genug überdimensionierte Versiegelung. Schade. (Ist noch höflich ausgedrückt..., ich empfinde weit ärger...) Umso wohltuender gleich daneben dann der Blick übern Zaun in einen blühenden Spätsommergarten.








Mein Dorf erstreckt sich entlang von fünf Gewässern, mit dem traurigen Resultat, dass Besucher oder Nichtwassergrundstücksnutzer oder -eigentümer kaum etwas von dieser Wasserfülle haben. Wenn dann die wenigen öffentlich zugänglichen Stellen wie diese Wasserentnahmestelle für die Feuerwehr dann noch eher trostlos als einladend wirken, umso schlimmer. Klar Kompostierung ist gut und richtig und wichtig, aber die Haufen sollten doch bitte im eigenen Garten Platz finden und nicht vor der Tür. Das geht, wenn man will. Viel schöner wäre hier doch eine Bank und ein behutsames Freischneiden für ein paar Minuten der Muße mit Blick aufs Wasser.









Nun ist die Jahreszeit, in der zu Braun- und Grüntönen unser Kiefernwald Farbe bekommt. Die Besenheide blüht. Von Kindheit an kannten wir sie, sie hieß bei uns Heidekraut, wir lernten, dass es geschützt ist und nur wenige Zweiglein in ein Sträußchen durften, das aber lange, lange hielt... An den lichten Waldrändern und auf Lichtungen im Kiefernwald verströmt Calluna vulgaris nun wieder ihren lilarosaroten Farbenrausch. 




 



Zu dieser Spätsommer-Frühherbst-Jahreszeit ist sie noch einmal willkommene Bienenweide. (Die erhältlichen modernen Garten-Sorten in verschiedenen Farben sind leider meist "dauerknospend" gezüchtet, um Winterblühaspekte zu suggerieren und sind damit ohne Wert für die Insekten...)









Dann kommt mal noch ein paar Schritte mit in mein Stückchen Kiefernwald vor der Haustür.





 


Und nun seid ihr dran.

Den Natur-Donnerstag bekam ich im April von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  







Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es nicht immer schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...


Dienstag, 12. September 2017

12 von 12 - September 2017

Auwei, wenn die Astrid nicht "aus Gründen" heute ihre 12 von 12 schon vorfristig veröffentlicht hätte..., hätte ich es diesmal wohl vergessen... Zum Glück habe ich nun aber doch noch genug zu erzählen und zu bebildern gefunden heute...











Ich bin - diesmal ganz ohne Dienstags-Japanischkurs - beim Gefährten in Cottbus. Als erstes nach dem Frühstück geprüft, ob man sich mit dem Büro wohl wie gestern wieder nach draußen auf den Balkon überm Mühlengraben setzen kann... Noch ein bisschen zu kalt. Da habe ich erst mal ein paar Kräfte in die Küchenordnung investiert.










Danach einen feinen Tee gekocht, das Büro nach draußen geschafft und still vor mich hin geackert, mal mit Freude, mal mit Frust...  Spaß hat es auf jeden Fall gemacht, die gestern fast im Dunkeln auf dem Balkon geschriebenen Briefe zu frankieren. Mein Ziel wie schon 2016 durchschnittlich pro Tag einen privaten Brief (oder Karte) zu schreiben scheint zz. locker erreichbar.











Zum Mittagessen gehe ich rüber in den Empfang der Firma. Lecker essen mit netten Menschen. Unterwegs komme ich am Walnussbaum vorbei, der trotz Frostschäden ausgetrieben und Nüsse produziert hat. Sehr zur Freude der Eichhörnchen, die jetzt schon ernten. Gestern abend in der späten Dämmerung hörten wir es knacken und sahen, wie sie im Baum hin und her huschten.









Nach dem Mittagessen habe ich ein paar Möbel ausgemessen, die bald in unserem sächsischen Domizil ihren Platz finden sollen. 









Nach einem Blick vom Balkon auf den Mühlengraben habe ich mich wieder ans Bürowerk gemacht und endlich meine Jahreszeitenabende, Spaziergänge und Kreativzeiten fürs kommende Jahr geplant. Online sind sie noch nicht, aber bald. Ich sag Bescheid. Ich freue mich schon wieder sehr darauf mit neugierigen Menschen poetisch, wandern und kreativ unterwegs zu sein... Am liebsten würde ich nur noch das machen... Die Zeit wird kommen. Eigentlich dachte ich, die wäre reif. Aber ganz wohl doch noch nicht.











Beim Runterladen der Fotos habe ich gleich ein bisschen sortiert und das hier gefunden: Dreimal blaue Post kam bei mir noch an, und am Sonntag habe ich endlich ein Foto gemacht. Danke ans Blaue Haus, an die Buntpapierfabrik und an Tabea. Jetzt überlege ich, wie ich die blauen Stoffe unserer Postkunst mit meinen (bescheidenen Näh)Künsten zusammenfasse... Zwei Ideen habe ich schon. So könnt ihr bald - quasi als Entwurf - mit einer Übersicht aller blauen Quadrate rechnen.










Auch ein Foto unseres Stadtspaziergangs in Cottbus gestern am späten Nachmittag zeige ich euch noch. Nach seinem wieder einmal besonders anstrengenden Arbeitstag lud mich der Gefährte zu einem Eisbecher in die Stadt ins feinste Café ein..., hmmmmmm. Heute hoffe ich, dass er so rechtzeitig kommt, dass wir noch gemeinsam hier draußen an der Spree spazieren gehen können.









Ganz unbeachtet noch, aber immerhin schon bereit, liegt mein Musterbuch für den Mustermittwoch. Insektenzeit ist Thema. Die Insektenflügelchen, die ich letzte Woche schon ausgeschnitten hatte, wollen sich aber gerade partout nicht wiederfinden lassen. Habe ich sie am Ende doch mit nach Prieros genommen....? Dann ist das so. 









Während ich mir noch einmal einen Tee koche, fällt mein Blick aus dem Fenster noch einmal auf den Mühlengraben. Das Spiel von Sonne, Schatten, Wasser und Blättern fasziniert mich immer wieder aufs Neue... Und auch hier mischt sich ins Grün das erste Gelb.









Nun noch mal, bis der Gefährte frühestens kommt, ran an den Computer... Da warten noch eine Tabelle und drei zu aktualisierende Listen. Große Lust habe ich keine, aber, was weg ist, ist weg, und ich habe den Kopf frei.

Und wie war euer Tag heute?

12 von 12 

Samstag, 9. September 2017

Meine Woche 2017 (36)




















Eine Woche wieder mit Hin und Her, aber einigermaßen im Rhythmus... Am vergangenen Samstag Morgenschwimmen mit dem Gefährten, diesmal nicht der See, sondern unser Rückweg im Bild, die Sonne erhellte so schön das Dickicht der Sträucher hinter unserem Sitzplatz in der Gartenecke. Nach dem Frühstück nochmal Gartenarbeit, bald habe ich alle nötigen Umtopfaktionen vor dem Winter geschafft.










Am Samstagnachmittag Fahrt nach Ludwigsfelde. Jahrgangstreffen nach 45 Jahren Abitur. Das anwesende Dutzend "harter Kern" unserer Klasse entwich der Lautstärke im Gastraum nach draußen, hach, es war toll, dort mit denen zu sitzen, zu lachen, zu reden... Nachts fuhren zwei "Jungs" aus der Klasse meine Freundin und mich nach Hause, eine Extrarunde Schwatzen und Erinnern miteinander. Wie gut passte dann auch noch Astrids Aufforderung uns mit unseren Schulanfängen zu beschäftigen.









Nach Morgenschwimmen und Frühstück ging es dann am Sonntag nach Vipperow zum kleinen Familientreffen mit "Nach-Hochzeitsschmaus". Wetter und Verkehr machten mit. Hier habe ich schon von unserem schönen Tag erzählt.










Am Montag ging's mit Notebook, einer dicken Mappe Bürokram und den Japanischbüchern nach Cottbus. Abends machte ich mit dem Gefährten nach der Arbeit einen Spreespaziergang.










Am Dienstag blieb nach ein paar Japanisch-Intensivstunden immerhin Zeit ein bisschen zum ersten Insektenmustermittwoch im September beizutragen. Die Temperaturen waren so, dass ich das sogar auf dem Balkon überm Mühlengraben machen konnte. Überhaupt waren Montag und Dienstag noch mal so richtig schön spätsommerlich. Von Mittwochnachmittag bis Freitag hat es dann viel geregnet. Ich brauchte nicht zum Gießen in den Schulgarten. Freut mich zz. richtig.











Am Mittwoch brachte mich der Gefährte früh zum Zug, wir frühstückten gemeinsam auf dem Bahnhof, das hat nun schon Tradition, und ich fuhr mit Bahn und Bus nach Hause und druckte die neu eingegangenen Manuskripte zum Korrekturlesen aus. Aber dass es Herbst wird, merkte ich doch bei meinem Gartenrundgang. Und mir geht ein Wahlplakat nicht aus dem Kopf, das mit einem Luther-Porträt und einem ihm in den Mund gelegten Zitat wirbt, von der Partei da ganz rechts außen. Im Lutherjahr. Ich ertappe mich beim Fremdschämen. Auch wenn der Luther schon auch seine problematischen höchst ambivalenten Seiten hatte. Aber solche Vereinseitigung. Ich habe übrigens schon gewählt, wie immer per Briefwahl. Denn am Wahltag selber haben wir was schönes Privates vor.










Am Donnerstag hatte ich wieder mal einen Behördentermin in Königs Wusterhausen und überbrückte die Wartezeit auf den Bus zurück mit einem Spaziergang durch den Schlosspark und einem Tee beim Bäcker. Denn das Schlosscafé öffnet erst um 12.00 Uhr, na sowas. Da fährt ja gleich der Bus. Der wohltuende Spaziergang muss hier mit mehr Bildern noch bis zur nächsten Runde "Mein Freund, der Baum" warten.










Den Bus zurück lenkte ein Fahrer von der rasanteren Sorte, mir wurde schlecht und ich stieg eine Station früher aus, lief durch ein lange nicht angeschautes Wohnviertel, meine Güte, wird da gebaut, ärgerte ich mich über die ohnehin nur wenigen Zugänge zum Fluss, deren Ufer dann auch noch mit Unrat und Kompost aus den Anliegergärten verstopft werden, und freute mich an der  blühenden Heide im Wald. Über unsere Kiefernheide vor der Haustür werde ich zum nächsten Naturdonnerstag was erzählen.









Das Wasser ist rapide abgekühlt auf 17°C, da traue ich mich nicht mehr ganz hinein. Mein Kreislauf ist nicht mehr sooooo zuverlässig, besonders, wenn er z. B. von Behördengebaren geärgert wird. Seit 10 Tagen kämpfe ich um eine Bescheinigung von meinem letzten Arbeitgeber, die ich dringend brauche, auch am Freitag erfolglos. Es ist tatsächlich nicht so einfach, seinen sanften Ausstieg aus dem Berufsleben zu planen. Nun ist die Woche vorbei und erst mal wieder Wochenende... Da wünsche ich euch ein gutes! Ein paar Sonnenstrahlen könnten nicht schaden, ich stehe heute mit meiner mobilen Gelatinedruckerei auf dem Herbstwerk.


Samstagsplausch
Weekendgreen 
Bunt ist die Welt