Sonntag, 8. Februar 2015

Bunt ist die Welt...

...fand auch Janna-Katz und wollte noch mehr von der Welt sehen. Nach einigen Studenten- und Musikerleben-Jahren in Wohnungen in Berlin, Hannover und Leipzig bekam sie einen Koller, sie wollte raus... Seitdem lebte sie bei mir, die schöne schmale und immer etwas divenhafte Katze, und wurde noch eine richtige Draußenkatze. Wenn man(n) !!! ihr nicht zu nahe kam, konnte sie auch anschmiegsam sein, aber nur wenn  s i e  wollte. Es gab nur wenige Menschen, die sie anfassen durften...

Das ist das Schöne an Blog-Aktionen, sie schicken einen unvermutet auf eine Bilder-Reise, die man sonst vielleicht gar nicht gemacht hätte... Diesmal möchte Lotta etwas über unsere Haustiere erfahren. Janna war das letzte meiner Haustiere (zu denen im Laufe von über dreißig Jahren viele Vögel, Mäuse, Kaninchen, Meerschweinchen, Schildkröten, Fische und auch ein kleiner Hund gehörten...). Denn den zweiten Winter nun schon schläft sie in meinem wilden Garten, unter einer der Vielblütigen Zwergmispeln, sie hatte sich nach 14 Katzenjahren ausgetobt, sich in den letzten Lebensjahren noch mit 7 zugezogenen Nachbarskatzen arrangiert... Wenn es um eine neue und fast rund um die Uhr geöffnete Futterquelle geht, lässt man die Diva eben mal stecken... (Von den bei Revierkämpfen dann doch etwas zerrissenen Ohren gibt es keine Fotos...)
Wenn ich jetzt die Bilder betrachte, höre ich ihr Schnurren und spüre ihre Wärme, wenn ich daran denke, wie sie - selten - so gnädig war, sich an meiner Seite oder zu meinen Füßen zusammenzurollen. Und ich erinnere mich auch an die verrückten Plätze, an denen sie manchmal lag...  in Wäscheschränken, Papierkörben, Einkaufstaschen, Wäschekörben, hinter Büchern im Regal und Gläsern im Schrank, oder eben auch mal in den trocknenden Rosenblüten fürs Rosenschöpfpapier auf meinem Werktisch.









Auf der einen Seite fehlt sie mir schon, auf der anderen Seite ist es beglückend, wie angstfrei sich nun die Vögel in meinem Garten tummeln. Ein Rotkehlchen sitzt manchmal in der Komposttonne, wenn ich komme, fliegt es nur kurz auf und dann wieder hinein, bin ja nur ich... Nur das mit dem Fotografieren klappt nicht. Entweder ich habe den Apparat nicht dabei, wer hat den schon immer bei der Hand auf dem Weg zur Komposttonne, oder der kleine Vogel merkt meine Anspannung... Also keinen Stress, lieber die Freude genießen. In einem wilden Garten leben eben wilde Vögel.






Es bleibt ganz ungeplant eine weitere Woche ruhig hier bei mir auf dem Blog. Manchmal werfen eben unvorhergesehene Ereignisse den gewohnten Alltag ganz schön durcheinander und fordern Kraft, die man sich eigentlich gerade wieder holen wollte... Dieser Post mit den Erinnerungen war jetzt auch für mich eine kleine Pausenfreude und Ablenkung. Habt einen schönen Sonntag und eine gute Woche!

Bunt ist die Welt - bei Lotta.
Sonntagsfreuden - bei Maria.

EDIT: Immer wenn ich in euren lieben Kommentaren lese "deine" Katze, bekomme ich ein schlechtes Gewissen... Nein, nein..., es war nicht meine Katze, auch wenn sie schließlich bei mir lebte. Immer blieb sie doch ihre Katze. Und sie war auch die, die sie immer anfassen durfte ohne zerkratzt zu werden...

Kommentare:

  1. Ein ganz anderer Blick zurück bei dir heute, ein ganz anderer Aspekt in deinem Leben! Ich ziehe ja auch das katzenlose dem mit Vögeln vor, ebenso fotografisch glücklos: gestern turnte ein herrlicher Dompfaff im Kirschbaum herum - keine Chance!
    Ich wünsche dir, die Gedanken an dein irdisches Paradies tragen dich durch die nächsten Tage!
    Herzlichst
    Astrid

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  2. liebe ghislana, mit deinen wunderbaren bildern hast du mir gerade die erinnerung an unseren letzten kater moritz zurückgeholt, der inzwischen auch schon viele jahre im katzenhimmel ist. er sah janna sogar ähnlich und war ein nicht sonderlich anschmiegsamer draußen-kater, der sich auch hier öfter mit den dorfkatern prügeln musste. aber wenn er sich tagsüber und abends von seinen weiten touren bei uns erholte (am lieblingsplatz vor dem ofen), dann stellte sich sofort eine ganz besondere gemütlichkeit ein und er schnurrte und ließ sich auch gerne mal streicheln.
    ich wünsch dir trotz aller wirbelungen auch entspannte moment und schicke dir ein rosenblütenmandala zum erfreuen.
    herzlichst, mano

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  3. Eigentlich bin ich ja ein Hundenarr...bis großes Tochterkind unbedingt eine Katze wollte. Unsere Emma ist auch eine Diva...nicht jeder darf sie anfassen...und nicht zu jeder Tageszeit...Ich könnte mir ein Leben ohne Katze eigentlich nicht mehr vorstellen...;-). Deine Geschichte um Janna ist sehr berührend...Ich wünsche dir viel Kraft für deinen Alltag und hoffe, es kehren auch wieder besinnliche und ruhige Zeiten ein..Über deinen Katzenpost habe ich mich sehr gefreut. LG Lotta.

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  4. Was für eine wunderschöne,eigensinnige Diva sie war! Und sie lässt mich auch wieder an unsere Katzenpiratin denken, die wir letztes Jahr mit 21 Jahren gehen lassen mussten. Wie sagte letztens eine Bekannte - es geht auch immer ein Teil von uns mit.... (Gut, dass auch an derselben Stelle was Neues wachsen kann.)
    Liebe Grüße
    Andrea

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  5. Ja, sie sieht genau so aus, wie unsere Nachbarkatze und auch der Charakter schien ähnlich zu sein. Verwöhnen lässt sich Nachbars Katze immer von mir, aber anfassen nur, wenn sie will. Verschmust ist sie gar nicht. Schön, dass du diese Fotos noch als Erinnerung an deine Janna hast. Herrlich, wie sie da verkehrt herum auf dem kleinen Gartenstuhl liegt.
    Danke auch für deinen lieben Kommentar zum Freiberg-Post. Ich hoffe, du kannst bald wieder zum Alltagsgeschehen zurückkehren und neue Kräfte sammeln,
    Liebe Grüße, Sigrun

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  6. ich kann das schnurren auch hören – und dabei bin ich überhaupt keine katzenfrau. aber immer, wenn ich sie so genüsslich herumliegen sehe, macht das etwas in mir, das sich sehr ruhig anfühlt. auf dass ein wenig von dieser ruhe auch in deiner nächsten woche platz hat!

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  7. Liebe Ghislana, Deine Katzenerinnerungen stimmen mich traurig. Wir sind auch mehrfach verwaiste Katzeneltern. An Tagen wie heute, die so voller Licht sind, denke ich oft an unsere "Kinder". Kinder der Sonne und vieler Plätze, wie auch bei Dir - das Bild mit den Rosenblüten ist herrlich - haben sie uns oft erfreut mit ihrem trägen Sonntagsblinzeln und schrägen Einfällen.

    Ein schöner Post, Ghislana, Danke für´s Erinnern.

    Einen schönen Tag wünsche ich Dir noch und einen eben solchen Start in die neue Woche.

    Liebe Grüße zu Dir (und ein leises Schnurren aus dem Katzenkorb :)
    Erika

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  8. Welch wunderbare Erzählung, liebe Ghislana. Ich hab sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen, zumal Janna das Ebenbild unseres Tigerle Dieterle ist. Die Fotos sind so schön und zu Herzen gehend und der kleine Vogelschreck wirkt noch so real ... seufz. Das berührt sehr.

    Eine Frage: Liegen die Steinplatten nur übereinander oder hast du sie irgendwie verbunden, damit sie halten? Ich habe auch noch einige übrig und würde sie auch gern so anlegen und wild bewachsen lassen. Das gefällt mir nämlich richtig gut und käme auch meiner Vorstellung sehr nah ...

    Liebe Ghislana, dann wünsche ich dir die Kraft, die du für die kommende Woche brauchst und wünsche dir alles Gute,
    mit lieben Grüßen,
    Andrea

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  9. ...wie schön, liebe Ghislana,
    dass du diese Erinnerungen teilst...ich habe gerade meine Kalender der letzten Jahrzehnte geschreddert und bin immer wieder auf Erinnerungen gestoßen -an Menschen, an die ich schon lange nicht mehr gedacht habe, mit denen ich beruflich verwoben war...manchen mal nachgegoogelt, über manches Aussehen heute gefreut, zwei Todesnachrichten auch gefunden dabei...es war gut, mich nochmal zu erinnern und dann jetzt aber auch los zu lassen und weg mit dem ganzen Papier...und jetzt wieder im hier ankommen,

    ich wünsche dir eine gute Woche und Gelegenheiten zum Auftanken,
    lieber Gruß Birgitt

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  10. Das sind ganz wunderbare Bilder und Erinnerungen!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  11. Eine wahre Diva und ein wunderschöner Rückblick, danke das du ihn mit uns geteilt hast!
    LG Claudia

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  12. Das sind wunderschöne Erinnerungsfotos.
    Alles Liebe Alex

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  13. Liebe Ghislana, auch ich habe Deine Post mit einem lachenden und einem weinende Auge gelesen und die schönen Bilder angeschaut. Was für eine schöne Katzendame Deine Janna war. Wir hatten einen Kater, der so ähnlich ausah wie sie. Inzwischen haben wir zwar seit über vier Jahren - nach einer langen Pause - wieder ein Katertier, aber unser Tigerkater ist immer wieder in meinen Gedanken. Lachen und Weinen liegen manchmal nah beieinander.
    Ich wünsche Dir eine gute Woche und viel Kraft dazu. Scheint gerade die Zeit dafür zu sein, ich finde es momentan nicht einfach.

    Liebe Grüße,
    Doris

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  14. Eine wunderschön Katze. Alles Gute! liebe Grüsse von mir

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  15. Tolle Bilder! Es ist wirklich immer wieder erstaunlich,wo Katzen alles schlafen können :-)
    Liebe Grüsse Alizeti

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  16. Die wissen einfach, wie man es sich so richtig gemütlich macht. Und wenn sie in unseren Herzen weiterleben, dann hatten sie ein schönes Leben!
    LG ZamJu

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  17. ich umarm dich, welch ein schöner bilderausflug in die vergangenheit. und wünsch dir ruhe und kraft für die nächsten tage! ...
    herzlichst
    dania

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  18. Ich wünsch dir ein Zurückkehren zu der Kraft und Freude, wenn es an der Zeit ist.
    Manchmal glaube ich, dass Tigerkatzen sich sehr ähnlich sind. Wir haben jetzt die zweite in meinem Leben und auch die ist eine eigenwillige, unabhängige Diva, die sich höchstens mal dazu herablässt, sich neben mich zu legen, aber niemals die schnurrige Aufdringlichkeit unserer jetzt 4. Schwarzen an den Tag leben würde. Die Schwarzen waren alle gleich und unsere Tiger auch. Das Bild in den Rosenblüten, das könnte so auch hier aufgenommen worden sein.

    Herzlich, Katja

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  19. Es schön, sich hin und wieder an liebe Weggefährten und schöne Stunden zu erinnern, auch wenn sie mit Wehmut oft behaftet sind. Schöne Bilder sind das von Deiner kleinen Diva.

    Liebe Grüße
    Sonja

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Ich freue mich sehr über eure Gedanken. Leider jetzt auch bei mir mit Sicherheitsabfrage. Mir wird das "Müll-Schaufeln" zu viel...
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