Montag, 31. März 2014

12tel Blick und SinnBLICK im März

Frühlings-Blauhimmelwetter und Gelegenheiten für einen Spaziergang oder eine Fahrt zu passender Tageszeit zum 12tel Blick wollten einfach nicht zusammenpassen. So wanderte ein "gräuliches" Sicherheitsfoto in den Speicher, bevor dann letzten Mittwoch doch noch Blauhimmel und Sonne mit einer morgendlichen Waldrunde an einem Heimarbeitstag zusammentrafen.


Geändert hat sich nicht so sehr viel, aber das kleine krüppelige Obstbäumchen ist einer rigorosen Mahd zum Opfer gefallen und ich musste meinen Standpunkt neu orten...

An diesem Morgen war ich auch wieder "mit allen Sinnen" unter der Roteiche, neben der schwungvollen Waldrandlinie das eigentliche "Objekt" meines 12tel Blicks. 

Diesmal habe ich:

GESEHEN: meine 12tel-Blick-"Linie", Blausternchen, frisch abgefressenes Gras, schwellende Knospen an der Eiche... und noch viel mehr.





GEHÖRT: Kranichruf und Graugans-Paarstreit am Himmel

GEROCHEN: moderndes Holz

GEFÜHLT: den Wechsel von Laub, Holz und Wiese unter meinen Füßen, Sonne und Wind im Gesicht






GESCHMECKT: frische Blättchen von Schafgarbe und Sauerampfer


GEDACHT: hier müssten die Pferde rauskommen..., wie schön so ein Morgen draußen...


Nun aber kurz "vor ultimo" die Märzfotos geschickt...
Die 12tel Blicke aller "Blicker/innen" hier bei Tabea.

SinnBLICK im April bei Annette.
Meine 12tel Blick-Sammlung 2014.

Sonntag, 30. März 2014

Mein Freund der Baum - rund um Dreieichen


Ist es das? Wenn ich immer wieder ihre Nähe suche. Unter ihnen sitze, mich an sie lehne, sie berühre. Wenn ich mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen kann. Wenn ich - wo immer ich auch bin auf der Welt - nach ihnen Ausschau halte. Wenn ich die Fahrt unterbreche, weil da plötzlich welche stehen, so große, so alte, so wunderbare, die ich kennen lernen möchte. Wenn ich staune und mich Ehrfurcht beschleicht. Wenn mir das Herz übergeht, weil sie so schön, so besonders, so gerade, so hoch, so krumm, so erhaben, immer so ganz einzigartig sind. Weil sie weiter hinauf in den Himmel reichen als alle anderen. Wenn mein Herz sticht und sich die Augen mit Tränen füllen, weil immer wieder Bäume fallen, nicht natürlicherweise, altersschwach, im Kreislauf des Werdens und Vergehens, sondern weil sie stören. Kann gut sein, dass es das ist - Leidenschaft. Ein Wort, das ich selten verwende... Liebe? Ja, Liebe trifft es besser, da ist Beziehung drin, Verbundenheit. 

Short stories: Bei Bine und Andrea heißt das Märzthema Leidenschaft.

Die typischen brettartigen Auswüchse an der Stammbasis einer Ulme

Meine Liebe zu Bäumen und deren für mich unendliche Faszination hat mich auch neulich, rund ums Seminar in Dreieichen, ein wenig fotografieren lassen, Bäume von unten bis oben, von der Erde bis in den Himmel, bis zum Mond, bis zur Sonne.



Der Buchen-"Zwerg" lugt heraus
an derselben Buche
Eichenstamm
seltsamer Naseweis
"Häng den Mond in die Bäume...". ;-) ;-) Kennt das noch wer?
 



Habt einen feinen Sonn(en)tag!


Mein Freund der Baum - bei Rebekka.
In heaven - bei Katja.
Sonntagsfreuden - bei Maria.
Perspektivwechsel - bei Lotta. Schaut hoch in die Bäume!
Short stories - bei Bine und Andrea. Leidenschaft

Samstag, 29. März 2014

Samstagskaffee aus (m)einem wilden Garten (1)



Ich war überrascht von der Resonanz auf meinen kleinen "wilden" Gartenbeitrag neulich. Da habe ich mir gedacht, dass ich euch doch mitnehmen könnte, während ich meinen wilden Garten - behutsam - umgestalte. So von Samstagskaffee zu Samstagskaffee. Das Foto hier rechts zeigt das Hochbeet, das jetzt weg soll und neu aufgebaut nach hinten an den Zaun wandern wird (gebaut aus über 100 Jahre alter Fußbodendielung, der Garten ist ja auch schon alt..., und wozu Neues kaufen, wenn man re- und upcyceln kann, heute geht's mit Sohneshilfe los! ;-)) . Hier hatte das Hochbeet noch bessere Tage... Acht Jahre ist das Foto mindestens her (wie man mir auch ansieht..., demnächst werde ich vielleicht Ninas tolle Rezepte ausprobieren?) ... und siehe da, auch hier schon mit Samstagskaffee im Garten. Daran werden wir mal anknüpfen...

Wie schon gesagt, das Hocheet ist in die Jahre gekommen, die damals schon "Alt-Holz-Bauteile" der vom Sohn und mir geplanten/ausgeführten "Konstruktion" sind vermodert, Wände sind abgerutscht und zusammengefallen, das Beet ist seit zwei Jahren ziemlich verwildert. Die Muschelkalk- und Steinplatten halten aber aus und finden auch ihren neuen Platz und nehmen ein paar Pflänzchen vielleicht mit an den neuen Ort. 

Diese Woche habe ich an meinen drei (LUXUS!!!) Heimarbeitstagen täglich ein, zwei Stunden draußen gearbeitet, um vor dem anstehenden "Abriss" und Neubau Pflanzen zu retten, die sich zum großen Teil inzwischen selbst vermehrt haben. Ich bin einfach nicht der Typ, der roden und hacken könnte ohne Rücksicht auf Verluste..., und es dennoch manchmal tun muss, sonst würde ich schon in einem Kiefern-Ahorn-Essigbaum-Efeu-Dschungel leben... Aber das meiste darf doch gern weiter wachsen oder bekommt ein neues Plätzchen. Und wild bleibt der Garten hier am Waldrand sowieso, und manches geht auch dahin, z. B. kann ich keine Pfefferminze mehr entdecken ;-(, oder der ist es noch zu kalt...? Kann mich jetzt echt nicht erinnern, ab wann die sich im Jahr zeigt...

An dem langen Schilfzaun, der seit einer Woche vom Nordsee-Tau zusammengehalten wird, habe ich neben zwei in alten Blumenkästen selbst ausgesamten und nun schon fast einen Meter hohen Pfeifensträuchern und einem Wilden Wein (auch von allein im Blumentopf gewachsen) viel von den Akeleien aus dem Hochbeet gepflanzt. Sie ist eine meiner Lieblingsblumen. Aus 5 - 6 Pflänzchen vor 30 Jahren ist eine stabile Population geworden und die Akeleien ziehen kreuz und quer durch den Garten, genügsam und ein bisschen "auf leichtem Fuße" durchs Leben wandelnd, wie die bald wieder sichtbaren Form- und Farb-Mixturen zeigen  werden. Ältere Akelei-Pflanzen gelten beim Umpflanzen eigentlich als heikel, aber wenn man sie mit einem dicken Wurzelerdballen (spatenbreit und spatentief) aus- und wieder eingräbt, überstehen die meisten. 

Gestaunt habe ich, wieviel herrliche Erde in dem alten Hochbeet steckt, auch die muss "gerettet" werden und ich fülle Töpfe, Schalen, alte Wannen und alte Körbe, darunter auch gern mal Uralt-Sessel, die uns nicht mehr aushalten können... mit 2/3 Herbstlaub meines Ahorns und mit 1/3 der Erde auf für neue Sämlinge, Stecklinge, Risslinge, Pflänzchen..., eine Mischung aus eigenen Ansaaten und Zufallstreffern wird da heranwachsen. Und einige "Sensibelchen", die es nicht durchhalten von allein bei mir und einfach von Moos, Gras und Efeu überrollt werden würden, kommen auch in Töpfe, doch dazu ein anderes Mal mehr.





Auf dem Weg zum Briefkasten kam ich im Vorgarten an einem sehr vermoosten Streifen vorbei. Ich liebe Moos, aber die Pfirsichblättrigen Glockenblumen eben auch... Da hab ich ein wenig gezupft und plötzlich hatte ich sie hier unten vor Augen und dann ganz schnell auf der Hand. Soooooo süß. Das sind Riesenfreuden im Garten, jedes Jahr sehe ich welche, und jedes Jahr hege ich die Hoffnung, dass die umherstreunenden Katzen nicht alle erwischen. Scheint zu klappen, eine Mama-Blindschleiche muss es ja geben zu dem Winzling, der garantiert auch noch Geschwister hat. Solche Wesen sind ein Zeichen dafür, dass ein Garten tatsächlich etwas zu bieten hat für kleine und größere Tiere. Das gefällt mir sehr.








Nach - für diesen Tag - getaner Arbeit dann ein Kaffee draußen, den Blick wohlgefällig ruhen lassen auf dem, was geschafft ist, und noch ein bisschen Zwiesprache halten mit den Grünen da draußen..., und den zwitschernden Vögeln. Die Blaumeisen haben zwei Nistkästen zur Verfügung, mit kleinen Löchern... Dennoch werden sie von den größeren Kohlmeisen und gar Staren verjagt, dabei passen die gar nicht durch das kleine Einflugloch und für eine Starenfamilie wäre der Kasten auch viel zu klein. Für die Malaise gibt es  einen Grund: insgesamt zu wenig Nistmöglichkeiten... Alte (Obst)-Bäume mit Höhlungen drin gibt es einfach zu selten in Privatgärten. Aber bei mir gibt's ab jetzt Schneeglöckchen unter den Bäumen. Von Kirstin reisten 6 wilde Pflanzenpäckchen zu mir, sind im Garten verteilt eingepflanzt und richten sich hoffentlich gut bei mir im Wald ein. Danke, liebe Kirstin, für diesen schönen Gewinn ;-).

Habt ein schönes (Garten)-Wochenende! Und ihr so? Wie gärtnert ihr? Wer Lust hat, kann gern mitmachen und eintreten in einen Austausch übers "wilde Gärtnern", auch Links im Kommentar gern willkommen.

Mehr Samstagskaffee - wieder bei Ninja.
Ein wenig mehr über meine  "wilde Garten-Philosophie" (2008).
Und verteilt über nunmehr schon ein ganzes Jahr gab es hier schon mehr Blicke in meinen wilden Garten...
Und klar, heute gibt's auch wieder Himmel bei Katja, "meiner heut' kommt erst morgen"...

Dienstag, 25. März 2014

Geblümter Stockfisch und andere Nachrichten aus dem Garten

Mein Alltagsheld heute - ganz klar: mein wilder Garten! Und dass ich den haben darf, dafür sage ich nicht nur heute von Herzen Danke! Ein Spaziergang rund ums Haus tut mir so gut, bringt mich immer wieder zurück aus Anstrengung und "Zuviel" in gelassen dahinfließendes ruhigeres Fahrwasser..., in meine Mitte.



Wie ich das genieße, diese Frühlingsrunden durch den Garten, begleitet von Bienensummen und Vogelsang, hier etwas richten, da etwas graben, dort etwas schneiden, vor allem aber mich erfreuen: an den aus allen Ecken auftauchenden Blumen- und Pflanzen-Bekannten, neue entdecken, und dennoch - irgendwie - im Garten alles lassen, wie es ist: schön wild... Erinnert ihr euch an diesen Post? Er war in den letzten Wochen wieder dran, der Gehölzschnitt für alle Fälle... Und in diesem hier hatte ich über die "Reparatur" meines Zauns erzählt. Inzwischen haben die Eschenahornruten dort violett-bräunliche Farbe angenommen und an der vor einem Jahr geflochtenen "Törchen-Attrappe" wird heimlich weitergearbeitet, nicht von mir. Doch ich nehme die Vorschläge der Natur dankbar auf: Roter Hartriegel und drei junge Wildrosen-Ruten und bald wieder Hopfen weben sich "lebendig" hinein in das Geflecht, ich brauche ggfs. nur die Richtung etwas korrigieren...



Allerdings stehen Veränderungen an im Garten - die Enkelschar wächst, meine Lust auf kreatives Arbeiten mit kleinen Gruppen im Garten auch, der Platz dafür ist noch rar. So werden die ohnehin langsam ins Zerfallsalter geratenen und zerfallenden Hochbeete und mein Saat- und Umpflanz-Platz an den Rand des Gartens weichen, um in einem größeren Bereich als bisher Platz zu schaffen zum gemütlichen Beisammensitzen, fröhlichem Spiel, Arbeiten und Werkeln. Natürlich - wie vor ungefähr 8 Jahren die Hochbeete - wieder als Upcycling-Projekt. Nur neue Schrauben müssen her, sagt der Sohn, der nächstes Wochenende zum Arbeitseinsatz kommt. Ich werde ein wenig dokumentieren... Der Schilfzaunsichtschutz am Maschendrahtzaun zum einen von drei Nachbargrundstücken ist auch in die Jahr(zehnte) gekommen und beim letzten Sturm möchtig gezaust worden. Die gepflanzten Sträucher und der wilde Wein mühen sich noch etwas, die Aufgabe des Schilfzauns auszufüllen... So haben wir die Matten noch mal befestigt und ihnen zum Halt ein Nordsee-Strandfundstück (vor Jahren von lieben Freunden überreicht) an die Seite gehängt... Mal sehen, was sich da noch so dranhängen lässt.



Die "Ausgangslage" für den Mustermittwoch entstand auch draußen, Gehölzschnittreste vom Eschenahorn wurden auf passende Länge geschnitten, auf einer alten Muschelkalkplatte zum "Stock"-Fischlein geformt, mit einem "Blaustern-Auge" versehen, fotografiert und digital noch ein wenig weitervermustert, heute sehe ich auf dem letzten Foto eine graugrünbraune handgewebte Decke....
 

Und hier findet ihr alles Andere - Alltagshelden am Dienstag. Projekte am Creadienstag. Upcycling-Dienstag-Projekte. Mittwochs-Muster. Mittwochs den Mittelpunkt. März-Dankbarkeit am Donnerstag (Zum letzten Mal BIWYFI...). Fische am Freitag. Ich komm' dann erst am Samstag wieder hierher, aber immer mal wieder ein wenig lesen bei euch ;-)

Samstag, 22. März 2014

Wochen(end)freuden aus Braunschweig

Himmel (frühlingshaft sonnig über milchig bis stürmisch...), eisiger Samstagskaffee(ersatz), das Perspektivwechselfoto und die Sonntagsfreuden kommen heute aus Braunschweig, wohin mich vergangenen Mittwoch ein Tagesausflug geführt hat, bunt und voller Überraschung und Heiterkeit, nach ein wenig "fauler" Ruhe der Vortage...


Dort habe ich mit Mano und Frau Wien herrlich bei Tante Emmelie gefrühstückt und hab mich dann mit Mano in ihrer Kunstkistenausstellung "verloren" (Ich sag's euch - im Original so in Augenhöhe und in aller Ruhe betrachtet, sind sie noch mal so viiiiiel schöner, so voller kleiner Wunder, näher dran, inspirierender, skurriler, witziger, verblüffender, beziehungsreicher...., als wir sie schon von Manos Blogfotos kennengelernt haben...)


Und die hier gehört dir, mein liebes Geburtstagsmädchen! Bald kommt sie nun, endlich.... und darf im neuen Heim Platz nehmen? ;-)

Beim Frühstück hatten wir das Kaffeefoto vor lauter Erzählen und Lachen glatt vergessen, aber das auf dem Kohlplatz unter freiem Himmel genossene "Blogger-Treffen"-Eis (oje, eine süße Fastensünde...) darf doch gern als Ersatz gelten...?

Zuvor hatten wir noch einen Stadtbummel rund ums "alte" Braunschweig. Und da streckte sich uns - unter so manchen sehenswerten Stadtbrunnen und Skulpturen auch dieser stramme Ringer-Po entgegen. Wann hat man schon mal so eine Perspektive auf so ein Hinterteil... (Leider habe ich die Skulptur hier nicht wiedergefunden und so müsst ihr mit dem Hinterteil zufrieden sein...)



Ganz begeistert, bereichert, beseelt und wohlig erschöpft bin ich nachmittags wieder heimwärts gefahren... Danke für diesen Tag.... Wir werden uns wieder sehen, das ist gewiss. "Lose" Termine gibt es schon für Sommer in Brandenburg und für Herbst im Harz ;-). Manos Ausstellung in Braunschweig geht noch ein paar Tage, bis 4.4.!

Und nun - ab in den Garten... Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Mehr Himmel.
Mehr Samstagskaffee.
Mehr Perspektivwechsel.
Mehr Sonntagsfreuden.