Donnerstag, 16. Januar 2014

Alles neu und gute Vorsätze, grau und doch nicht nur grau

 
"Alles neu" heißt es heute bei Nics Fotoprojekt Beauty is where you find it. (Und ich halte mich auch heute an die Januar-Farb-Palette "Grau".) Bei Bines und Andreas Jahresprojekt Short Stories sind zuerst "Gute Vorsätze" dran. Beides trifft es nicht genau für mein Vorhaben, aber irgendwie schon. Bei mir ist nicht "alles neu" und doch gibt es Neues bei mir, handgreiflich, im Herzen und im Kopf. "Guten Vorsätzen" sagt man nach, dass man sie eh nicht einhält. Es ist nichts Neues und kein Vorsatz, doch für mich ist etwas gut in Fluss gekommen, das ich in diesem Jahr besonders mit Leben erfüllen möchte - neben anderem, das mir lieb und teuer ist und das ich mag und nicht bleiben lassen möchte. 2014 wird für mich ein Jahr ohne Zeug werden, das heißt (wie ohnehin schon eine ganze Weile lang) nicht mehr "alles neu", im Gegenteil, ich kaufe nichts mehr, außer Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs: keine Kleidung, keine Bücher, keine "Konsum"-Gegenstände, keine brummenden Küchenmaschinen, keinen Schnickschnack... "Kannst du noch leben ohne zu kaufen?" lautet die ernst gemeinte und von mir ernst genommene Frage, auch wenn's ein Spiel ist. Ich glaub, ich kann noch leben, ohne zu kaufen. (Der Button und Link zum "Gesellschaftsspiel" steht schon eine Weile rechts in meiner "Werbeleiste".) Sollte mir was fehlen, wird es selbst gemacht (Recycling, Upcycling, Reparatur...), eingetauscht (gegen was, was ich hab oder kann) oder ausgeliehen (in der Familie, von Nachbarn, von Freunden, von welchen, die mitmachen), jenachdem. Ich bin gespannt wie weit ich komme. Als ich mich dafür entschieden habe, war es zeitig im Dezember, ich wollte schon mal testen, vor dem offiziellen Start der Aktion. Ich habe schnell gemerkt: Ich brauche - eigentlich - nichts. Ich habe alles, was ich brauche. In einem wie bei mir nun bald 6 Jahrzehnte währenden Leben kommt einiges zusammen... Manches davon nutze ich gar nicht oder selten. Viele andere könnten mitnutzen... Nun, es gab keine "Angstkäufe" im Dezember... "Nutzen statt besitzen" heißt eine aktuelle Studie der Heinrich-Böll-Stiftung zu einer ressourcenschonenden Konsumkultur. Und "nicht kaufen" heißt noch lange nicht, dass eine nicht gut leben kann ;-). Deshalb zeigen die Fotos für BIWYFI von heute Ausschnitte meiner Lebens-Art.
Meine zuletzt "gekauften" Dinge: ein grauer Loop für mich und dieses schöne Buch (das ich verschenkt habe, aber auch selber lese). "Genutzt" - eine handgewebte Decke als Dauerleihgabe meines weit weg lebenden Bruders. "Geschenkt bekommen": den Kalender mit Fotos des kleinen Enkelmädchens und umzugshalber zuviel gewordene alte Keramik aus dem Norden, graublau und mit Libellen, wie gemacht für mich und nun auf Umwegen zu mir gefunden ;-)
Schon lange habe ich keine Lust mehr, meine Zeit mit dem Auswählen und Vergleichen so vieler und oft überflüssiger Möglichkeiten beim Kaufen zu vertun. Auch keine Lust die Ressourcen der Erde mit nicht notwendigen Käufen zu belasten und fleißig daran mitzuwirken, die unendlichen Abfallberge und Plastikmeeresstrudel, die nun einmal vor allem "westlicher Lebensstil" verursacht, weiter zu vergrößern. Abgesehen davon, unter welch unmenschlichen Bedingungen in anderen Ländern produziert wird, damit wir viel und preisgünstig kaufen können. Eine Wirtschaft, die nur funktioniert, wenn viel konsumiert wird, liegt schief. Sehr schief. Die oft so ganz selbstverständlich in Anspruch genommene individuelle Freiheit zu konsumieren, wann, was und soviel man will, hat meiner Meinung nach Grenzen, in der Verantwortung, die jede/r für das Gemeinwesen trägt, und das auch global gesehen. Ich möchte nichts mehr kaufen, dessen Herstellung, Betrieb und Entsorgung nicht Prinzipien der Ressourcenschonung, ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit entspricht. Mir ist völlig klar, das ist schwierig, aber ich will einfach anfangen das zu tun, was ich mit meinen Möglichkeiten kann. Auch weil ich versuche, junge Menschen für nachhaltige Lebensstile zu interessieren und auf der Suche nach nachhaltigen Lebensstilen zu begleiten. Da lebt meine "Lehre" auch davon, dass sie echt und an mir nachprüfbar ist, noch mehr als bisher schon. Das klingt nach Verweigerung und Widerstand, ist es auch irgendwie, zumindest dieses Jahr lang, vielleicht auch länger. Ich will auch nicht Geld verdienen müssen, um kaufen zu können, von dem andere meinen, dass man es braucht und haben muss. Dieses Jahr ist also auch eine Suche, die Suche nach "gesunden" Optionen, wenn ich dann doch irgendwann wieder etwas Neues brauchen sollte. Und seit ich einen sehr gut bezahlten Job vor nun schon 4 Jahren freiwillig aufgegeben habe, merke ich, dass ich mit sehr, sehr viel weniger Geld sehr sehr viel zufriedener und freier lebe...
Lebensart - Schönheit um mich herum, Kalender-Kleinode von MüllerinArt und mmeulma. Nützliches wiedergefunden - Kalender mit einfachen Übungen, wenn man doch mal zu lange am Schreibtisch sitzen muss. Nützliches gewonnen - bei Mond ein (gleich gefülltes) Taschentuchtäschchen, das einen feinen Farbklecks in die Januar-Farbpalette bringt.
Lebensart - Kalender von MüllerinArt und mmeulma  und der liebevoll von der größeren Enkelin gemalte und beschriftete "Beipackzettel" zum von Tochter "groß" selbst fabrizierten Feigensenf: "passt gut zu Käse"... und schmeckt hervorragend!
Bei Kerki und auf Nunus Blog Ich kaufe nix habe ich ähnliche Gedanken zu Widerstand gegen unsere westliche Konsumwelt gefunden, die längst überwiegend eine Kaufwelt geworden ist. Es wird viel gekauft und dann gar nicht oder - verglichen mit der möglichen Lebensdauer von Produkten - zu wenig benutzt. Die nach seltsamem "Mode"diktat jährlich neu  angeschaffte (Marken-)Kleidung ist nur ein Beispiel. Ich habe größten Respekt vor Menschen, die bewusst ein Selbstversorgerleben führen oder ohne Geld oder in Gemeinschaften leben und sich dort mit ihren Gaben und Fähigkeiten einbringen. Ich fürchte, das kann (noch) nicht die Lösung für alle Menschen sein, aber es gibt die, zu denen es passt und es setzt so wichtige Zeichen: dass anderes Leben möglich ist. Dass es Alternativen gibt zu "Das ist eben so." "Da kann man nichts machen." "Man kann doch eh nichts tun." Doch. Und wenn es erst mal nur der veränderte Blick ist auf etwas, das angeblich normal ist. Oder alt. Oder scheinbar nutzlos. Wahrnehmend. Wertschätzend. Liebevoll.
Lebensart - Gefunden: Zweigspiralen in leeren Flaschen. Vom Lieblingssohn gefunden und fotografiert und in einen Fotokalender integriert und mir geschenkt: "nur" eine alte Bahnschwelle. Ich liebe das Bild. Wabi-Sabi...

Während meinem Konsumverweigerungs-"Test" im Dezember habe ich habe auch gemerkt: Es gibt Dinge, bei denen ich "schwach" werde/n kann - Bücher, Kleinkunst (nicht zuletzt bei den Schöpfungen so vieler lieber kreativer künstlerisch oder kunsthandwerklich arbeitender Blogger/innen...), überhaupt "Schönes", "Ästhetisches" habe ich gern um mich, nicht nur das, was ich mache, auch gern von anderen. Da gäbe es im Projekt zwei Joker... Oder ich mach ein Tauschangebot? Bei Büchern gibt es ja auch die Option Bibliotheken und Fernleihen mal fester auf den Zahn zu fühlen oder mal nachzufragen, wer das Wunschbuch vielleicht schon hat und es ausleiht. Dennoch wird es Bücher geben, die ich nicht nur lesen, sondern auch bei mir haben möchte, um sie aufzuschlagen, wenn mir danach ist... Auf der anderen Seite habe ich hier viele Bücher stehen, die ich in einer bestimmten Lebensphase gebraucht habe, aber nun nicht mehr. Und manches andere auch. Also werde ich mich in diesem Jahr von einigen Dingen einfach trennen, tauschen, verschenken, spenden, manches auch verkaufen, an jemanden, der es braucht oder anders verwerten kann als ich. Das ist schon jetzt entlastend für mich, da ich z. B. meine Buchwunschliste ausgedünnt bzw. z. T. in eine Lesewunschliste verwandelt habe und angefangen habe ungenutzte Sachbücher wegzugeben. Auf einmal ist wieder Platz an Stellen, wo sich die Bücher nur so türmten und ich manchmal schlicht den Überblick verloren hatte. (Damit überraschenderweise auch verbundene Einnahmen schenken mir gerade Zeit für manche mir auch noch wichtige Dinge in meinem Leben, die sich in der Broterwerbsarbeit nicht oder zu wenig ereignen und die ganz ohne "Kaufkonsum" zu haben sind.)

Lebensart: Ein Geschenk für mich von B. ohne Blog - ein Wolkenkalender mit ihren Fotos. Und Aussicht - trotz aller von Menschen gebauten Sperrriegel - auf der Karte von Mond.
Ich bin gespannt auf das Jahr, auf meine Erfahrungen, auf den Austausch, auf Veränderungen, auf den Fluss...

Schon einmal hier zitiert, möchte ich auch heute noch einmal mit einem meiner Lieblingszitate schließen, einem des Lehrers und Naturpädagogen Armin Held, den ich inzwischen bei einem 10tägigen Intensivseminar kennenlernen durfte: "Hoffnung ist eine Haltung, die durch die Fähigkeit charakterisiert ist, die bestehenden Probleme wahrzunehmen und sich trotzdem eine gelingende Zukunft vorzustellen und dahingehende (Handlungs-)Möglichkeiten wahrzunehmen und zu nutzen... Gewiss ist es schwer, auf die Wirkung der eigenen sich meist bescheiden ausnehmenden Taten zu vertrauen, aber genau damit hat das Prinzip Hoffnung zu tun." (Armin Held: Die Beziehung von Mensch und Natur als Thema der Lehrerfortbildung. 2000, S. 205, 211).   


Kommentare:

  1. liebe ghislana, hab ich dir schon einmal geschrieben, wie großartig ich dich finde? hab ich schon. macht nix. so großartig, wie ich dich tatsächlich finde, verträgts locker noch mindestens hundert dahingehende beteuerungen. für mich ist so klar :: meine zeit ist mir so so so viel wichtiger als geld. konsequenterweise bedeutet das, dass ich auch weniger geld ausgebe(n kann). und es tut gut zu wissen, dass das nicht unbedingt ein verzicht im sinne einer entbehrung ist, sondern man damit auch etwas gutes tut. nicht kaufen, das möchte ich derzeit nicht. nach langen wirklich sehr sehr mageren jahren, freu ich mich gerade, mir ab und an ein wenig davon, was ich als luxus ansehe, gönnen zu können. aber bewusst wählen und bewusst kaufen. das ist es. weniger, aber dafür qualitativ hochwertigeres, haltbareres und vor allem auch unter dem aspekt der sozialen verantwortung und ökologischen nachhaltigkeit produziertes. es fühlt sich so richtig an.
    oh ja, ästhetische produkte und bücher (wobei eine ganze reihe davon freilich in die erste kategorie fällt) — das fände ich auch schwer. aber ich denke, da unterstützt man mitunter (naja, kommt freilich immer drauf an) auch leute mit anderen lebensentwürfen. (und im grunde bin ich ja — überzeugt davon, dass sich da irgendwer verrechnet haben muss, als er festgesetzt hat, dass möglichst jede/r 40 stunden in der woche arbeiten soll, das ist ja verrückt! wo bleibt denn da das leben, bittesehr? — für die revolution des gesamten systems, hehe.
    ich bin gespannt, wie es dir geht mit deinem projekt und schicke dir von herzen allerbeste grüße!

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  2. Die Keramik aus dem Norden steht hier auch...Dein "Projekt" finde ich überaus spannend! Nicht, dass ich dem Konsum grundsätzlich abschwören möchte, allerdings versuche ich schon seit geraumer Zeit auf Qualität und Nachhaltigkeit zu achten, denn was von guter Qualität ist, hält auch länger...Und man sollte wirklich darüber nachdenken, ob man die 10. Hose im Schrank wirklich braucht...LG Lotta.

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  3. Liebe Ghislana,
    wow, meine Hochachtung! Da bin ich gespannt, was Du uns so berichten wirst in der nächsten Zeit. Was ich in den letzten Wochen so gelesen habe in Deinem blog lässt mich davon überzeugt sein, dass es eine Erfahrung sein wird, die wirklich wichtig für Dich ist und ein Projekt, welches Du nicht unüberlegt und überstürzt angehst.
    Ich wünsche Dir alles Gute!, liebe Grüße von Petra

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  4. Liebe Ghislana,
    ich schwelge in Deinen Worten und freue mich so sehr über diesen Beitrag. Über Deinen Plan für dieses Jahr, der so garnicht aufgesetzt und pseudo-trendy wirkt, sondern den ich mir bei Dir wunderbar vorstellen kann. Danke für Deine wertvollen Gedanken und dass Du sie mit uns teilst. Mein Bücherschrank steht Dir offen, falls es etwas gibt, wonach Dir gelüstet. Darfst Du denn Geschenke annehmen? Also mehr pauschal gefragt, nicht auf Bücher bezogen? Habe ich das überlesen?
    Alles Liebe für Dich, hoffentlich erzählst Du weiterhin von Deinen Erfahrungen, ich freue mich darauf. Und wünsche Dir alles Liebe und Gute.
    Gedrückt von Nina

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  5. Liebe Ghislana,

    vor ziemlich genau 24 Stunden habe ich deinen Link rechts angeklickt und noch eine ganze Weile nachgelesen. Dieser Gedanke bewegt mich ähnlich, immer wieder komme ich mit diesem Thema in Berührung, sei es durch Menschen in meinem Umfeld, die schon lange bewusst mit ganz wenig Konsumgütern auskommen oder durch Blogs von Selbstversorgern oder Bekanntschaften, die mir zufällig erscheinen, aber wohl nicht wirklich Zufall sind. Gleichzeitig hat sich in meinem Leben im letzten Jahr recht viel geändert, manches bewusst, manches aber auch fast von allein und manches notgedrungen durch Jobverlust und Umzug.

    Aber rückwirkend war es gut so ... ich staune selber, wie gut es uns mit deutlich weniger Geld geht. Ich konsumiere viel bewusster, deutlich weniger, ohne wirklich etwas zu vermissen. Wie oft habe ich mich selbst dazu verleiten lassen, etwas zu kaufen, weil das Kaufen selber ein kurzzeitiges Glücksgefühl ausgelöst hat. Jetzt sortiere ich immer mehr aus, suche Nachnutzer, aber selbst Verschenken stellt sich als gar nicht so leicht raus bei manchen Dingen.

    Ganz ohne Konsum werde ich nicht auskommen, die Kinder wachsen und die Suche nach Tauschgeschäften kostet manchmal zu viel Zeit genauso wie Selbermachen ... leider. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich Vorsätze besser umsetze, wenn ich kleinere Schritte gehen kann. Ein Schritt dazu war ab Mitte November der Verzicht auf Plastiktüten beim Einkauf. Nur einmal war ich seitdem ohne Beutel unterwegs ... den (sogar werbeaufdruckfreien) Baumwollbeutel hab ich gern gekauft.

    Traurig war ich bei meinen Recherchen, dass es hier im Umkreis so gar keinen Tauschring zu geben scheint. Und kurz vor dem Einschlafen kreisten meine Gedanken um dieses Thema, habe ich überlegt, wie ich in dieser für mich neuen Stadt Mitstreiter finden könnte ...

    Ich werde sehen, was ich schaffe ... und bei dir mit Spannung verfolgen, was du weiter dazu postest. Deine Links klicke ich erst nach dem Schlafen an, dafür bin ich jetzt zu müde. Aber ich wollte und konnte diesen Post nicht ohne Kommentar schließen.

    Nen ganz lieben Gruß von Antje

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  6. Liebe Ghislana!

    Mit großem Interesse hab ich eben Deinen wundervollen intensiven Artikel gelesen! Wow! Was für ein großartiges Vorhaben! Ich hoffe sehr, Du wirst uns immer mal wieder berichten, wie es Dir mit dem Kaufverzicht geht!

    Ich gehöre - zugegeben - zur Gruppe derer, die sicher noch immer viel zu häufig schwach werden. Ich kann bei Büchern kaum und bei Schreib-Mal-Kreativel-Untensilien nicht widerstehen, liebe Strickjacken und Schals, nehme sicher viel zu häufig im Vorbeigehen ein im Geschäft entdecktes Teil mit - es gehört schon sehr viel Disziplin dazu, bei manch lieben Dingen zu verzichten!

    Bis jetzt. Es heißt ja nicht, dass das so bleiben muss... Ich werde mich hinsetzen und überlegen, wo eine Konsumumstellung oder Konsumverzicht für uns als Familie und für mich allein funktionieren könnten! Die Stadtbücherei und Tauschmöglichkeiten unter Freundinnen nutzen wir schon recht viel, vielleicht kann man da NOCH mal etwas mehr leihen statt kaufen... Die Kids brauchen natürlich Bücher und Material, neue Kleidung (auch wenn wir auch hier vieles unter Freunden tauschen, auf Basaren kaufen - irgendwas fehlt doch immer in "neu" - Wäsche z.B. oder Sportsachen und Schuhe). Bei Spielsachen wäre manchmal ein Wandel von Quantität zu Qualität sicher angeraten ;) Auch bei meinen eigenen: Schreib- und Malpapier häuft sich hier, es wäre ein spannendes Projekt, herauszufinden, wie lange ich aus eigenen Ressourcen schöpfen kann!

    Danke für den Denkanstoß, liebe Ghislana!

    Ich wünsche Dir frohes Gelingen! Klingt so, als würde dieses Vorhaben noch mehr Intensitiät in Dein Leben bringen!
    Herzlich,
    Britta

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  7. ... welch ein Vorhaben. Es passt zu Dir und es wird wohl wenig Verzicht darin sein, mehr "Gewinn". Ein Wort, was ich gerade oft lese und bei dem es mir immer ein bisschen schlecht wird. Wie falsch ich doch in den Augen der Gesellschaft rechne und plane...? Ich sehe es ähnlich wie Ulma, reich ist der, der Zeit zum Leben hat und die Brötchen und das Dach mit eigenem Denken und Tun selbst erwirtschaftet. Ich bin gespannt, ob und wo Du an Grenzen stösst... Liebste Grüße, Marja

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  8. Liebste Ghislana! So schöne Worte und eine so gute graue Sammlung hast Du da! Und Dein Vorhaben finde ich wunderbar, ich werde es gespannt verfolgen und versuche es auch immer wieder ein wenig in mein Leben einzubauen, aber ich muss gestehen, dass es nicht immer funktioniert. Aber allein das "bewusst machen" und sich immer wieder daran erinnern ist auch schon ein kleiner Schritt und der bringt mich auch schon ein kleines Stück weiter ... Ich drück Dich und grüße ganz lieb, Meike

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  9. liebe Ghislana,
    ich hatte gestern Abend eigentlich schon vor dir hier mal zu antworten. fand aber nicht so recht die richtigen Worte. ich bin tief beeindruckt von deiner Einstellung. und wundersamerweise, habe auch ich, genau so einen Beitrag als Entwurf gespeichert. wartend darauf online zu gehen...ich kanns gar nicht fassen (: und dann lese ich genau solche Dinge bei dir...unglaublich (: aber auch ganz ganz toll zu lesen, das es auch noch andere da draussen gibt, die so denken! ich bin echt hin und weg...von deinem Post. von den Gemeinsamkeiten. puh. was wollte ich eigentlich noch schreiben? (: egal. du sollst nur wissen, es beeindruckt mich schwer. ganz große Klasse! ich habe dich in meinem soeben geschriebenen Post erwähnt und auf diesen Beitrag verlinkt. ich hoffe das ist in Ordnung für dich??? soweit erstmal...wir lesen uns (;

    Liebst,
    Eva

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  10. Liebe Ghislana
    Ein großes Projekt, welches sicherlich Horizonte öffnet. In Gedanken habe ich den wahren Verzicht auf unnütze Konsumgüter schon oft durchgespielt, nicht zuletzt, weil ich großes Interesse am Minimalismus habe, eine Stilrichtung, die den Raum der leere Sucht und das weglassen von ablenkenden Elementen bevorzugt. Einflüsse kommen aus der Zen Philosophie, aus der Lebensart der Zisterziensermönche und Shaker. Man solle sich frei machen von unnützen Konsumgütern und Ballast abwerfen. Ein guter Ansatz, um den Wohnraum im allgemeinen, nicht zu überladen und die Umwelt nicht zu belasten. Viele haben Stauraumprobleme und leben dadurch auf beengten Raum, in einer eigentlich angemessen großen Wohnung. Verzicht oder das Überdenken des eigenen Konsumverhaltens wäre eine Lösung. Die Industrie macht es uns nicht leicht, viel zu viele minderwertige Produkte werden auf Grabbeltischen verkauft, ich nenne sie Eintagsfliegen, die, die Welt nicht braucht. Man darf sich doch ruhig etwas gönnen. Etwas wirklich ausgewähltes, etwas lohnendes, etwas hochwertiges, auf das man ruhig sparen soll. Dafür wird die Freude und vor allem die Wertschätzung darüber viel größer sein.
    Ich bewundere Deinen Mut und Deine Sichtweise. Ich finde es ehrlich, dass Du bedenken äußerst. Ich bin gespannt darauf, wie es Dir geht, was passiert und was Du berichtest. Mir gefällt der Anstoß, den Du gibst und Dein Blick auf unsere Umwelt. Ich werde von Dir angeregt, mein Konsumverhalten nochmals zu überdenken.
    Ein schönes Wochenende für Dich, Cora

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  11. liebe ghislana,
    ich finde dein vorhaben ganz großartig und bewundernswert. ich werde jetzt auch bei jedem kauf drüber nachdenken, ob ich das wirklich gerade brauche. ganz verzichten werde ich nicht, aber da ich klamotten und haushaltsgegenstände eh viel in sozialläden kaufe und bücher aus der bücherei lese (oder geschenkt bekomme) bin ich selbst gespannt, welchen dingen ich nicht widerstehen kann. sicher nicht dem alten kram für mein wunderkammerprojekt...
    liebe grüße von mano

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  12. Liebe Ghislan ! Wabi Sabi , die Schönheit des Alters , des nicht Perfekten , des Abgenützten . Den Kalender vom Lieblingssohn finde ich wunderschön ! Weglassen , auch für mich ein großes Thema .
    Bewusstes konsumieren und noch bewussteres reduzieren . Ausmisten und verschenken macht meinen Kopf frei und klar und gibt mir Raum - im wahrsten Sinne des Wortes .
    Für dein Vorhaben wünsche ich dir alles Gute !
    Ganz liebe Grüße Ursula

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    1. Weglassen ... Ich fang schon mal mit Buchstaben an ;)
      Liebe GhislanA !!!

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  13. Liebe Ghislana,
    aufrüttelnde Gedanken...hast Du verfasst!
    Nicht immer einfach...so scheint es zunächst.
    Die Welt ist voller Verlockungen & materiellen Alltagsfreuden.
    Aber die wahren Glücksmomente fürs Leben sind und bleiben
    nicht käuflich...
    Viel Freude & wunderbare Erfahrungen
    und Erkenntnisse für Dein Projekt!
    Sei mir lieb gegrüßt, Steffi

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  14. Liebe Ghislana,
    gespannt bin ich was Du berichtest wie klappt mit dem Loslassen, Weglassen, Freilassen.
    herzlich Judika

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  15. danke, das du deine gedanken mit uns teilst, liebe ghislana und für dein vorhaben bewundere ich dich sehr. konsumieren - aber sehr bewußt. das machen wir schon länger. wenige aber hochwertige kleidungsstücke die man auch 2,3 und 4 jahre tragen kann, plastikmüll vermeiden und , das finde ich am wichtigsten, keine lebensmittel wegschmeißen, die man noch essen kann.... ich denke, du schaffst das und bin sehr gespannt auf deine erfahrungsberichte.
    viele liebe grüße und ein schönes wochenende
    mickey

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  16. ohh, liebe ghislana, solch ein volles paket heute bei dir:) zum ersten bin ich ganz begeistert von deinen worten und deinem suchen (das kommt mir alles sehr verwandt vor und je älter ich werde desto mehr), dann bin ich verzückt von solch einer künstlerischen bloggerfamilie (da bekommen familientreffen gleich noch eine neue ebene;) und schließlich mag ich sehr, was du uns zeigst - dinge, die dich gefunden haben;)
    liebst birgit
    ps. am arbeitsleben finde ich besonders aufreibend, dass es immer darauf hinausläuft: alles oder nichts. zumindest habe ich das als lehrer immer wieder festgestellt. egal, wieviele stunden du unterrichtest - aus dir wird immer mehr herausgedrückt, als du eigentlich geben kannst. mir fehlt in meinem arbeitsleben die selbstbestimmung - und das ist alles, was mir fehlt...

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  17. hach, wie sehr mir das aus der seele spricht! ja, wir können die welt verändern, zumindest die eigene kleine in uns und rund um uns herum. ich bin immer wieder ganz selig, wieviele unter den bloggerinnen ähnlich denken. dieses uns im ganzen so dominierende wirtschafts- und finanzsystem ist nach meinem gefühl so falsch - und es bleibt die hoffnung, dass ein umdenken im großen stattfindet. diese hoffnung nährt sich durchs eigene verhalten, aber auch durch das denken und handeln anderer - so wie bei dir. danke! danke für dich, dich hier getroffen zu haben und bei dir lesen zu dürfen. ...

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  18. liebe ghislana, ein großes (goßartiges) projekt, was du gestartet hast. was für schöne worte, die zum nachdenken anregen. lg, éva

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  19. Oh mensch liebste Ghislana, das ist ja mal ein Beitrag! Hab tausend Dank dafür! Ich sehe nun diese Aktion die ganze Zeit im Netz "keine Kleidung kaufen" und/oder "ohne kaufen", wie auch immer es heißt, es sind wunderschöne Aktion finde ich! Das sind Aktionen noch mal kurz oder länger drüber nachzudenken, wohin geht die Welt? wohin lassen wir sie rollen? oder wollen wir gar nicht dahin? Es ist so einfach wenn man nur mit ein etwas überlegen unsere Käufe überhaupt machen könnten, hätten wir glaube ich ganz viele geschafft. Ja ich für mein Teil, werde es nicht schaffen so hart zu sein, da ich eh nicht der große Shopper bin. Ich hasse es Klamotten kaufen zu gehen. Das mache ich wirklich, nach dem ich merke so kann ich nicht mehr unter Leute. Oder bei einem Supermarkt Einkauf habe ich immer mein Zettel bei mir mit der Einkaufsliste und es wird nicht mehr geholt als das Nötigste und da guck ich auch gerne mal in die Kiste die am ablaufen ist! Nicht weil es billiger ist, weil ich es einfach zu schade finde es wegzuwerfen. Und wir jammern Tag Täglich über Menschen die am verhungern sind in aller Welt, aber wir haben Menschen auch direkt vor unsere Nase, daher sollte man doch nur das auf dem Teller haben was man auch nur braucht. Das was überflüssig sein könnte und in den Müll landen könnte, könnte doch auf einen leeren Teller. Ach da gibt es so vieles was noch aufgezaelt werden kann. Aber es istz denk ich mal auch nicht Nötig. Wir sollten nur wissen was wir unserer Welt antun und was wir eigentlich von unserer Welt erwarten. Vielleicht kannst Du doch auch auf Deinem Blog eine Liste machen mit "ich brauch... und ich habe...." das würde bestimmt faulen Socken wie mir sehr viel helfen. Ich weiss nicht ich könnte noch viel schreiben und sagen aber ich mag es nicht übertreiben, da Du das ganze schon so schön zusammen gefasst hast. Ich drücke Dir auf jeden Fall ganz feste all meine Daumen und ich bin mir sicher Du machst das Beste daraus. Ich bin mit Dir liebste Ghislana.....

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  20. Wunderbarer Artikel, den ich (nicht an jeder Stelle, aber an vielen) unterschreiben kann.
    Eine ähnlichen Beitrag habe ich kurz zu vor gelesen und ja: ich werde sie mir beide zu Herzen
    nehmen!
    Danke, dass Du mitgemacht hast #shortstories!

    Liebe Grüße, Bine

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Ich freue mich sehr über eure Gedanken. Leider jetzt auch bei mir mit Sicherheitsabfrage. Mir wird das "Müll-Schaufeln" zu viel...
Bitte keine anonymen Kommentare.